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Historisch

TSV Detmold

TSV Detmold

Westdeutscher Amateurmeister, Nationalspieler und deutsche Meister

 

(hk). Einer der vielleicht ruhmreichsten Vereine in ganz Lippe ist der TSV Detmold. Der 29. Juni 1911 geht als Gründungsdatum für den 1. Detmolder FC Teutonia in die Annalen ein. Damit sind die Kicker von den Pinneichen der älteste Fußballverein in der Residenzstadt. 1919 gab es die Fusion zum VfB Detmold, ehe Ende des zweiten Weltkriegs der Klub seinen heutigen Namen erhalten hat. Die Jahre nach dem Krieg gehen als die Blütezeit des TSV in die Geschichtsbücher ein.

 

Von Henning Klefisch

 

Der größte Erfolg wurde im Jahr 1950 errungen, als man sich vor 14.000 Zuschauern mit einem 5:1-Sieg gegen den Cronenberger SC die westdeutsche Amateurmeisterschaft sicherte. Bis Mitte der 50er Jahre stellte der TSV Detmold auch durch die Teilnahme der Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten, eine der besten Amateurmannschaften in ganz Westdeutschland. Da einige Kicker jedoch im Laufe der Zeit von anderen Vereinen weggelockt wurden, wurden auch parallel dazu die Erfolge weniger. In den weiteren Jahren stieg der TSV bis in die Landesliga ab. Danach gab es Gastspiele in der Bezirksklasse, ehe 1973 die Rückkehr in die Landesliga gefeiert werden konnte, wo man jedoch nur ein einjähriges Gastspiel gab.

Nach dem abermaligen Aufstieg konnte man sich bis ins Jahr 1989 in der Landesliga halten. Elf lange Jahre mussten die treuen TSV Detmold-Anhänger warten, ehe zwischen 2000 bis 2002 erneut der Status als Landesligist gelang. Aktuell spielt die Mannschaft von Coach Jörg Jöstingmeier in der Kreisliga B1 Detmold und belegt dort einen Rang im Tabellenmittelfeld. Der langjährige Kicker kann sich noch lebhaft an die gute, alte Zeit erinnern: „Der TSV ist einfach Kult. Schauen wir einfach mal zurück auf die glorreichen Jahre. Alles lief zum TSV und wollte dort spielen zur meiner Zeit, als ich aus der Jugend kam, beim TSV spielten wir in der Landesliga (A-Jugend) und haben alle eine sehr gut Ausbildung genossen, wenn man das Glück noch hatte und ich hatte die Ehre gehabt mit Bernd Herbst, Uli Thom, Didi Blöhs, Stefan Wirsching und ganz besonders mit meinem Bruder Thomas mal mit spielen zu dürfen. Nicht jeder Verein hatte soviel zu bieten mit Trainern wie Bruno Heyne, Werner Kasper, Suleman Halilovic, ehemaligen Nationalspieler, alles ehemalige Profis. Viele ehemalige Spieler vom TSV sind noch heute in anderen Vereinen Trainer und Kult ist, wenn man sich unterhält über Fussball, kommen wir immer auf einen Nenner. TSV war eine schöne Zeit.“

Es gab einige bekannte Spieler, die für die Residenzler gespielt haben. So etwa mit Karl-Heinz Heimann der spätere Herausgeber des Kicker-Sportmagazin. Dazu Fritz Langner, der später Bundesligatrainer beim FC Schalke 04, TSV 1860 München und Werder Bremen sein sollte. Mit Klemens Zielinske konnte sogar ein Deutscher Meister präsentiert werden. 1954 landete er diesen besonderen Erfolg mit Hannover 96. Dazu gab es noch einen polnischen und deutschen Nationalspieler im Dress des TSV Detmold mit Ernst Willimowski.

hier noch ein paar klasse Bilder

 

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