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Kreisliga A Detmold

TSV Rischenau – Ex-Spieler Meise bezieht Stellung

Am Donnerstag, den 2. Juni 2016, ist ein Schreiben von TSV Rischenau-Obmann Sebastian Tunke veröffentlicht worden, wo er die Entwicklung schildert, wie und warum Keeper Jonas Meise suspendiert worden ist. Nun hat sich Meise in einer Gegendarstellung bei Lippe-Kick zu dieser Thematik geäußert.

Gegendarstellung Jonas Meise

Gegendarstellung Jonas Meise zum Artikel über die vorzeitige Suspendierung durch den TSV Rischenau vom Donnerstag, den 2. Juni 2016.

„Es gab im Winter 2015 ein Gespräch mit Ufuk Basaran (Trainer), Peter Jakob (Co-Trainer), Sebastian Tunke und Nils Töberich (zweiter Torhüter). In dem Gespräch ging es um die nächste Saison. Ich habe den angesprochenen Personen in einem Gespräch mitgeteilt, dass ich aufgrund meiner beruflichen Situation, in der ich mich zu diesem Zeitpunkt befand, in der kommenden Rückserie kürzertreten werde und für die nächste Saison leider absagen muss, da ich nicht genau wusste, wie es im Sommer persönlich bei mir aussieht.

Daraufhin kam von Ufuk Basaran und Peter Jakob die Anmerkung, dass sie sich also für den Sommer nach zwei neuen Torhütern umschauen müssen, da Nils Töberich schulisch bedingt auch abgesagt hat.

Ende März war für mich klar, dass ich meinen damaligen Beruf nicht weiter ausüben möchte und habe das gegenüber dem TSV Rischenau erwähnt. Aus Rischenauer Sicht kam damals keine Reaktion, weil diese scheinbar in diesem Moment einfach ganz naiv davon ausgegangen sind, dass ich bleiben würde und nächstes Jahr für Rischenau auflaufe. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Gespräche.

Ende April bin ich auf Basti Tunke zugegangen und habe ihn um ein Gespräch gebeten, um nochmals klarzustellen, dass ich keine Zusage für die nächste Saison erteilt habe und andere Vereine sich nach meiner Person erkundigt haben.

Knapp zwei Wochen später kam der Trainer U. Basaran auf mich zu und sprach mich auf diese Situation an. Ich schilderte ihm die Situation und teilte ihm die Vereine mit, unter anderem auch Barntrup, die sich nach meiner Person erkundigt haben. Im weiteren Gesprächsverlauf habe ich dem Trainerteam meine Gründe mitgeteilt, wieso es für mich im Sommer nicht bei Rischenau weitergeht. Daraufhin bin ich auf absolutes Unverständnis gestoßen. Sie waren der Meinung, dass die Argumente keine konkreten Gründe seien, um den Verein zu wechseln und überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen würden. Es sei alles „Schwachsinn, was ich reden würde“ aus deren Sicht. Kurz vor Ende des Gesprächs bekam ich plötzlich die Worte „Das akzeptieren wir nicht. Du wirst das noch zu spüren bekommen“ an den Kopf geknallt. (was sie jetzt scheinbar versuchen).

Am 10. Mai kam es dazu, dass U. Basaran sich über einen möglichen Transfer beim RSV Barntrup informiert hat (zu diesem Zeitpunkt stand ein Wechsel noch nicht mal im Raum) und dazu private Angelegenheiten zum persönlichen – damals freundschaftlichen Verhältnis, zwischen mir und P. Jakob offen gelegt hat. Er hat damit versucht mein Standing beim RSV Barntrup vorher schon kräftig zu schädigen, um wahrscheinlich Barntrup von einem Transfer abzubringen, dieses erfuhr ich erst im Nachhinein über den RSV Barntrup. Dieses Verhalten war für mich völlig inakzeptabel und sehr verletztend. Da es sich hierbei nicht nur um sportliche Fakten handelte, sondern auch tiefst persönliche und diese meiner Meinung nach niemand etwas angehen außer der betroffenen Person und mir selbst.

Also wurde hier schon einmal das Verhältnis/Vertrauen von P. Jakob und mir selbst missbraucht, indem P. Jakob diverse private Angelegenheiten an U. Basaran weitergegeben hat, diese wiederum wie angesprochen zielgerichtet von U. Basaran gegen meine Person ausgenutzt wurden. Ob U. Basaran sich darüber hinaus in dieser Art und Weise an die anderen Vereine gewandt hat, kann ich leider nicht sagen. Ab diesem Zeitpunkt gab es für mich nur zwei Möglichkeiten. 1: Beim TSV Rischenau aufzuhören und kein Fußball mehr zu spielen oder 2: Einen Wechsel zu vollziehen. Folglich entschied ich mich für den Wechsel zum RSV Barntrup, welcher auch zum Großteil mit den Unruhen zu begründen ist.


Am 23. Mai habe ich mich nach langer Überlegung, welche mir auch nicht leicht fiel, dann offiziell für den RSV Barntrup entschieden, welches ich am 24.05.2016 dem TSV Rischenau in einem persönlichen Gespräch mit U. Basaran und S. Biastoch (Kapitän des TSV Rischenau) mitteilte. Diesen Wechsel wollte ich eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt am 26.05.2016 der Mannschaft mitteilen, da auch hier die nicht beim Training anwesenden Spieler auch anwesend sind. Zu diesem Zeitpunkt bin ich beim Trainerteam schon auf pure Ignoranz gestoßen. Dieses Verhalten spiegelte sich bei den Trainingseinheiten, als auch bei den wöchentlichen Spielen so wider. Mir war hier schon bewusst, sollte Nils Töberich verfügbar sein, würde ich nicht mehr auf dem Feld stehen. So kam es auch dazu, dass ich mich bei den Spielen gegen den SV Diestelbruch-­Mosebeck und SuS Lage auf die Bank setzten durfte. Dieses war mir vorher eigentlich schon klar nach diesen Signalen im Umfeld und im Training. Am 26.05. kam es dann dazu, dass Nils Töberich verhindert war und mich nach all den Vorkomnissen U. Basaran gebeten hat, gegen den TuS WE Lügde ins Tor zu gehen. Dieser Bitte kam ich im Sinne der Mannschaft nach, da ich zu diesem Zeitpunkt auch keinen der Jungs im Stich lassen wollte, immerhin habe ich viele Freunde in der Mannschaft.

Ich bin am 29.05.2016 zum Spiel nach Barntrup gefahren, weil ich zum letzten Spiel vom RSV eingeladen wurde und mir dies auch gerne anschauen wollte. Außerdem kann keiner von mir verlangen, wo ich meine Freizeit verbringe. Das Foto vom letzten Sonntag ist aus meiner Sicht etwas unglücklich. Es war im Nachhinein nicht die richtige Entscheidung mit auf das Bild zu gehen, da ich bis zu diesem Zeitpunkt noch Spieler des TSV Rischenau war. Und dann auch noch im Barntrup-Dress. An diesem Tag war es leider etwas kühler als erwartet, daher der Dress. Dafür habe ich mich auch schon beim TSV entschuldigt. Auf diesem Wege möchte ich mich auch noch einmal bei der Mannschaft dafür entschuldigen. Ich hätte, wie gesagt, der Mannschaft meine Entscheidung gerne noch selber mitgeteilt, allerdings wurde mir dies nach einem Anruf von B. Tunke verwehrt. Am 31.05.2016 teilte B. Tunke mir telefonisch mit, dass ich ab sofort suspendiert sei und mich dem Sportplatz erstmal besser nicht mehr nähern sollte. Alles in allem finde ich es schade, dass es nach der langen Zeit, die ich beim TSV Rischenau gespielt habe, so zu Ende geht. Ich hätte mich gerne noch persönlich von der Mannschaft verabschiedet und mich für die gemeinsame Zeit bedankt. Daher möchte ich das auch auf diesem Wege tun und mich für alles bedanken. Ich wünsche der Mannschaft alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Alle Beteiligten sollten sich mal Gedanken darüber machen, welchen Stellenwert der Kreisligafußball in unserem Leben spielt und überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, es mit der Bundesliga zu vergleichen (Suspendierung, Veröffentlichung dieser Maßnahmen).“

Jonas Meise

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