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Pokalspiele

Krombacher-Kreispokal Lemgo – Die Nachberichte

Es wurde wieder einiges geboten in der ersten Runde im Lemgoer-Kreispokal, wie auch Lippe-Kick in seinen Berichten deutlich werden lässt. Erfahrt mehr im folgenden Nachbericht.

Ahmsen feiert Torfestival

Krombacher-Kreispokal Lemgo (hk). Es ging wieder äußerst spannend zu in der ersten Runde des Krombacher Kreispokals Lemgo. Die eine oder andere Überraschung gab es selbstverständlich auch zu erleben. Der C1-Ligist SC Lemgo/West entzauberte etwa den klassenhöheren Rivalen SG Kalldorf und siegte mit 4:3. Echte Kantersiege gab es in zwei ligainternen Duellen. Bavenhausen siegte satt mit 5:1 bei Yunus Lemgo, während Ahmsen den FC Union Entrup sogar mit 9:1 vom Platz fegte.

Von Henning Klefisch und Andre Bell

Yunus Lemgo vs. Spielvereinigung Bavenhausen 1:5

Die Generalprobe verläuft aus Sicht der Spielvereinigung Bavenhausen überaus erfolgreich. Wenige Tage vor dem Ligastart gegen Yunus Lemgo gelingt beim gleichen Team im Pokal ein satter 5:1-Erfolg. Marian Schulz (Bild rechts) glänzt als Doppeltorschütze bei dieser klaren Angelegenheit, wo es bereits zur Halbzeitpause 3:0 für die Gäste steht. Beide Teams mussten auf zahlreiche Akteure verzichten. Bei den Hansestädtern etwa gab es zahlreiche Türkei-Urlauber zu kompensieren. Kampf ist ein wichtiges Element in dieser umkämpften und körperbetonten Partie gewesen. Bavenhausens-Dominik Horstmann wagt den Blick nach vorne: “Nun sind wir gespannt, wie es am Donnerstag läuft.” Beim Gastgeber sieht die Gemütsverfassung eher nach fünf Tagen Regenwetter aus. Yunus-Coach Erkan Erdem analysiert bei Lippe-Kick: “Der Gegner spielte einfach cleverer und energischer. Sie gehen in die Zweikämpfe und machen mehr Wege”, die oft auch erfolgreich sind.

TuS Lockhausen vs. TSG Holzhausen/Sylbach 2:4

Einen verdienten 4:2-Erfolg fährt die TSG Holzhausen/Sylbach im Auswärtsspiel beim TuS Lockhausen ein. Nachdem die Hausherren im ersten Durchgang noch gut mitgehalten haben, nach Aussage von Cheftrainer Wolfgang Bexten und mit 1:0 führte, läuft in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zusammen. Die Gäste sind dort insgesamt viermal erfolgreich und Bexten erkennt im Gespräch mit Lippe-Kick: Dementsprechend konnten wir auch nicht mehr dagegenhalten, wodurch nun der Fokus des TuS Lockhausen klar auf der Liga liegt, wo zunächst einmal der Klassenerhalt angestrebt werden sollte.

TuS Ahmsen vs. FC Union Entrup 9:1

Neun heftige Backpfeifen in Form von neun Toren verteilen die TuS Ahmsen-Kicker an ihre Widersacher aus Entrup. Es war eine klare Geschichte beim gestrigen 9:1-Pokaltriumph der Horstkötter-Jungs gegen die Gäste. Eine klare Meinung offenbart Union-Coach Axel Wehmeier bei Lippe-Kick nach der Partie: “Das Ergebnis tut weh, aber ist mir auf Deutsch gesagt Sch………”, schließlich gab es eine verdiente Niederlage zu konstatieren, wo “wir uns richtig haben auseinandernehmen lassen”, so Wehmeier, der nicht überrascht war, dass es auf dem Kunstrasenplatz südlich von Herford schwer werden würde. Die Aufstellung kam etwas unorthodox daher, denn immerhin mussten die Blau-Gelben gleich auf ein Stammspielersextett verzichten. Wehmeier macht kein Geheimnis, dass der Pokalwettbewerb in seiner Gunst nicht gerade ganz weit oben steht: “Der Pokal interessiert uns nur bedingt.” Schließlich sei ihm deutlich wichtiger, dass am Donnerstag eine vernünftige Trainingseinheit erfolgt, damit die Vorbereitung auf das erste Meisterschaftsspiel vernünftig läuft. Eine Erkenntnis ist bei Wehmeier aber gereift: “Ahmsen hat eine gute Truppe zusammen und wird nächste Saison eine gute Rolle spielen. Also alles gut. Wir kamen nie für einen Sieg heute in Frage”, präsentiert sich Wehmeier (Bild rechts) als absolut fairer Verlierer. Nach solch einem klaren Kantersieg sieht es lange Zeit nicht aus. Schließlich gelingt den Hausherren erst in der 31. Spielminute der 2:1-Führungstreffer. Davor muss man nach einer knappen Viertelstunde den höchst unglücklichen Ausgleichstreffer schlucken und dies nach einem indirekten Freistoß aus sechs Metern. Keeper Lukas Jakobskrüger nimmt einen Ball nach einem Rückpass mit den Händen auf. In die Ahmser-Karten spielt sicherlich auch die rote Karte für Union-Keeper Timm Lessow, wodurch das Unheil seinen Lauf nimmt. Nachdem von beiden Kontrahenten in der ersten halben Stunde Vollgasfußball deluxe geboten wird, ist nach dem Dreierschlag vor der Pause “der Drops gelutscht”, wie Köhnemann meint und deutlich macht: “Es war ein klarer Sieg in einem gutem Kreisliga B-Spiel unter Pokalaspekten.”

TuS Bexterhagen vs. TuS RW Grastrup-Retzen 0:1

Mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse hat der TuS RW Grastrup-Retzen das Pokalduell in Bexterhagen für sich entschieden. 1:0 steht es nach 90 Spielminuten, nachdem Lemgo-Allstar Sascha Döller kurz vor der Halbzeitpause einnetzt. Mit starken Paraden konnte Bexterhagen-Keeper Ivo Rolle (Bild links mittig) sein Team im Spiel halten. Der neue TuS RW-Cheftrainer Martin Jedral berichtet: Er hat mehrere Eins-gegen-Eins-Duelle, bei der die Abwehr schon geschlagen war, pariert und hat uns über 90 Minuten vor allem den Offensivakteuren viele graue Haare beschert, beschleunigen die starken Rolle-Reaktionen offenbar einige Alterungsprozesse. Auch Bexterhagens Co-Trainer Uwe Wehmeyer macht allzu schnell deutlich: Heute hat einfach das abgezocktere Team gewonnen! Und nach meiner Meinung waren die Grastruper auch das eine Tor besser, ist folglich die Heimniederlage nach seiner Einschätzung verdient. Selbst realisiert man, dass noch viel Arbeit auf die Seinen wartet, denn besonders die taktischen Anweisungen des Trainers konnten heute nicht umgesetzt werden, gibt es hier noch Steigerungspotential. Ein weiterer Kritikpunkt: Wir sind einfach noch nicht flexibel genug! Über das ganze Gesicht strahlt Grastrup-Retzen-Kicker Janis Flügge nach dem Spiel, als er freudig feststellt: Die ganze Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt. Defensiv habe man sicher und konzentriert gestanden. Ein Manko ist in der Chancenverwertung zu sehen, die noch Luft nach oben erahnen lässt. Flügge voller Vorfreude: Donnerstag haben wir dann nochmal einen guten Test vor uns, um Sonntag dann voll durchzustarten. Martin Jedral hat einen verdienten Sieg für seine Truppe beobachten können.

SC St. Pauli vs. BSV Leese 0:5

Schlussendlich gibt es doch wenig Überraschendes nach dem Nachbarschaftsduell zwischen dem C-Ligisten SC St. Pauli und dem eine Spielklasse höher agierenden Kontrahenten BSV Leese zu berichten. Nach 90 Minuten war es eine klare Angelegenheit und die Gäste siegen deutlich mit 5:0. Auf den ersten Treffer müssen die Kasper-Kicker jedoch mehr als eine halbe Stunde warten. Bis dahin haben die Paulianer zwei gute Torchancen, dazu eine Elfmeterchance, die jedoch verpatzt wurde. Leese hingegen agiert kalt wie eine Hundeschnauze vor dem gegnerischen Gehäuse und kann kurz vor der Pause deutlich mit 3:0 führen, wodurch im zweiten Abschnitt auch der Spannungsmoment fehlt. SC-Coach Sören Langhammer (Bild links) gibt im Gespräch mit Lippe-Kick zu: Leese ist verdient als bessere Mannschaft weitergekommen. Tom Oertel (Bild rechts unten) glänzt auf Seiten der Gäste als vierfacher Torschütze. BSV-Kicker Jan Plöger nach dem Spiel: Es war kein besonders gutes Spiel von uns, aber der Sieg war eigentlich in keiner Phase des Spiels gefährdet. Alles in allem ein absoluter Pflichtsieg, ist die Erleichterung über diesen deutlichen Sieg enorm.

SC Lemgo/West vs. SG Kalldorf 4:3

Jan Henrick Billotin vier, SG Kalldorf drei. So könnte man das Pokalspiel zwischen dem B-Liga-Aufsteiger SC Lemgo/West und SG Kalldorf auch zusammenfassen. Der Torjäger hat am Sieg einen sehr großen Anteil. Mitte der ersten Halbzeit schlägt Billotin (Bild links) gleich doppelt zu, in der 22. Und 27. Minute bringt er die Gastgeber mit 2:0 in Front. Zu dem Zeitpunkt auch verdient, denn Kalldorf findet kaum ins Spiel. Mit dem 2:0 geht es auch in die Pause. Als wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff die Gäste durch Rene Appelmann auf 1:2 rankommen gerät der SC Lemgo/West ein wenig ins Schwimmen. Die Schwächephase nutzt Kalldorf um zum Ausgleich zu kommen. Das 2:2 in der 65. Minute erzielt Tobias Wiebesiek. Doch praktisch im Gegenzug gehen die Blau-Weißen wieder in Führung, erneut ist es Billotin, der das 3:2 erzielt. Doch auf der Siegesstraße ist man damit noch lange nicht, denn Kalldorf bekommt zehn Minuten vor Schluss einen Elfmeter zugesprochen. Die Chancen lässt sich Rene Appelmann nicht entgehen und erzielt hier das 3:3. Doch das letzte Wort hat Lemgo/West, Billotin zum vierten in der 85. Minute. Mit dem 4:3 bringt er seinem Team den Sieg. Coach Frank Summek ist froh über den Sieg: „Wir mussten schon ganz schön kämpfen für den Sieg, aber ich denke, dass es auf die neunzig Minuten gesehen schon verdient war. Nach dem Anschlusstreffer der Kalldorfer haben wir ein bisschen den Faden verloren und haben im Gegensatz zur ersten Hälfte zu viele dumme Fehler gemacht. Zum Glück hat es Dank eines überragenden Jan Billotin geklappt. Einige gute Möglichkeiten haben wir nicht genutzt oder der Kalldorfer Torwart hat sie glänzend gehalten.” Auf der Gegenseite sieht Trainer Stephan Brill ein, dass sein Team das Spiel nicht unverdient verloren hat: „Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben alle angeschlagenen Spieler geschont und dementsprechend kam auch kein richtiger Spielfluss zusammen. Lemgo hat mehr in das Spiel investiert und hat verdient gewonnen.”

SG Talle/Westorf vs. FC Laßbruch-Silixen 0:1

Ein Spiel, mit dem am Ende beide Trainer zufrieden sind, obwohl nur eine Mannschaft gewinnen konnte, gibt es auch eher selten. So geschehen aber beim Pokalspiel zwischen den Liga-Konkurrenten SG Talle/Westorf und FC Laßbruch-Silixen. Die Gäste gewinnen durch einen Treffer Mitte der zweiten Halbzeit des eingewechselten Matthias Schwarz (Bild rechts) mit 1:0 und ziehen in die nächste Runde ein. Dennoch sieht SG-Coach Alex Kirsch absolut keinen Grund, sich über das Spiel zu beklagen: „Ich bin absolut zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Der Gegner war im zweiten Durchgang deutlich fitter und hat mehr investiert, daher auch verdient gewonnen. Jetzt gehen wir noch ein wenig an den Feinschliff und dann sind wir gut gerüstet.” Die Gäste hatten sich gut auf das Spiel von Talle/Westorf eingestellt und somit wenige Probleme im Spiel. Gäste-Trainer Maik Grenner: „Talle/Westorf hat, wie von mir erwartet, fast nur mit langen Bällen agiert. Auf diese Spielweise waren wir gut eingestellt und vorbereitet. Mit gefühlten 75% Ballbesitz unsererseits haben wir das Spiel über die gesamte Spielzeit kontrolliert. Mit mehr Konzentration im Abschluss hätte das Ergebnis höher ausfallen können. Wenn es was zu bemängeln gibt, wäre es die Chancenverwertung. Ansonsten war der Sieg nicht in Gefahr und somit auch verdient.”

VfB Matorf vs. SG Bega/Humfeld 3:2

Der C-Ligist VfB Matorf sorgt mit dem 3:2 über die eine Liga höher spielende SG Bega/Humfeld für eine kleine Überraschung. In der ersten Halbzeit sind die Gastgeber sogar die bessere Mannschaft und gehen bereits nach drei Minuten durch Alexander Schmidt in Führung. Die SG findet kein Mittel um vor das Tor zu kommen. Erst mit Beginn der zweiten Halbzeit kommt Bega/Humfeld ins Spiel und auch zu Chancen. Allerdings erzielt Matorf die Tore. Einen Konter kann Peter Unruh in der 61. Minute zum 2:0 abschließen. Erst danach ist auch die SG erfolgreich, Jan-Luka Wieck erzielt zehn Minuten später den Anschluss zum 1:2, doch weitere zehn Minuten später erhöht Matorf wieder. Peter Unruh gelingt ein Doppelpack. Das 2:3 per Elfmeter durch Dennis Scarlata in der Nachspielzeit kommt zu spät, die SG ist raus aus dem Pokal. Coach Michael Scarlata (Bild links) will die vielen Verletzten nicht als Ausrede gelten lassen, bemängelt bei seinen Spielern allerdings die Einstellung. Angesprochen darauf, ob die Niederlage der angespannten Personalsituation geschuldet ist sagt Scarlata: „Ein Stück Wahrheit mag dran sein, jedoch hatten wir zwei, drei Totalausfälle und ich sehe die die Fehlenden nicht als Ursache. Es hat von der Grundeinstellung, der fehlenden Laufbereitschaft gefehlt. Matorf dagegen war hochmotiviert, die haben gekämpft wie die Löwen und uns eiskalt ausgekontert. Die erste Hälfte war grottig, die zweite Hälfte besser, Chancen für ein zweistelliges Ergebnis, jedoch trotzdem kein gutes Spiel. Matorf hat uns mit Ihrer defensiven Spielweise und den immer wieder langen Bällen den Zahn gezogen. Am Ende ein verdienter Sieg, zumal Matorf die zweite Halbzeit auch noch mit zehn Mann gespielt hat. Sie waren zwar nicht besser, jedoch williger und haben mehr investiert, Glückwunsch an Matorf.”

RSV Schwelentrup vs. TuS Almena 2:4

Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen. So lässt sich das 4:2 des TuS Almena beim RSV Schwelentrup bestens umschreiben. Der RSV macht ein richtig gutes Spiel, vom TuS ist überhaupt nichts zu sehen. Schwelentrup belohnt sich auf früh für seinen Einsatz, bereits nach sechs Minuten erzielt Muzamil Abdul Hamit das 1:0 für die Gastgeber. Und auch das 2:0 durch Dennis Witulski in der 22. Minute ist absolut verdient. Von Almena kommt kaum etwas, dennoch  kommt Hendrik Stumpenhagen kurz vor der Halbzeit zum 1:2-Anschluss. Besser ins Spiel kommen die Gäste erst in der zweiten Halbzeit, das liegt allerdings daran, dass der TuS  plötzlich gut spielt, sondern eher daran, dass beim RSV merklich die Kräfte nachlassen. So ist es am Ende relativ leichtes Spiel für den TuS Almena. Bedanken können sie sich bei Kevin Elsner, der den TuS beinah im Alleingang mit drei Toren zum Sieg schießt. Ziemlich angefressen war Jörg Dettmar, der sportliche Leiter des TuS Almena, der deutliche Worte nach dem Spiel findet: „Schlechteste Mannschaftsleistung der letzten zwei Jahre. Keiner erfüllte seine Aufgaben zufriedenstellend. Mit einer solchen Leistung spielt man in der Serie gegen den Abstieg. Auch, wenn uns einige Leute fehlen, so darf man nicht auftreten.” Der Sieg „hatte nichts mit besserer Leistung in Halbzeit Zwei zu tun, eher damit, dass der Gegner müde wurde”, so Dettmar weiter. Ganz anders ist trotz der Niederlage die Stimmung beim RSV Schwelentrup. Trainer Norman Dinkelbach (Bild links): „Leider waren einige Spieler von uns noch im Urlaub. Aber die zwölf Spieler, die gestern gespielt haben, haben eine Mega-Leistung gebracht. Ich glaube TuS Almena hat uns unterschätzt. Da unsere Vorbereitung noch nicht lange läuft sind unsere Kräfte in Halbzeit Zwei leider gesunken. Nichtsdestotrotz bin ich sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft.”

 

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