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Kreisliga B Detmold

TuS Eichholz-Remmighausen – Porträt über Rother

Es gibt nicht wenige lippische Fußballer, die haben schon Schwierigkeiten, genügend Zeit für den Fußball zu finden. Jannik Rother betreibt Tennis leistungsorientiert und ist ein Leistungsträger beim Detmolder B-Ligisten TuS Eichholz-Remmighausen. Lippe-Kick hat beobachtet, wie er dies und auch das Studium unter einen Hut bekommt.

Jannik Rother – Der Spagat zwischen Tennis und Fußball

Kreisliga B Detmold (hk). Mit den Talenten ist das so eine Sache. Viele Menschen können einige Sachen gut, aber meist nur eine Sache richtig gut. Leider gibt es auch Personen, die können viele Sachen so ein bisschen, aber nichts so wirklich. Schließlich wird schon in jungen Jahren selektiert und die persönliche Prioritätensetzung bestimmt über den zeitlichen Aufwand. Es gibt auch rühmliche Ausnahmen, die dank ihrer Mannigfaltigkeit in Erscheinung treten. Eine davon ist Jannik Rother, der gleich zwei Sportarten richtig gut kann. Dazu zwei Disziplinen, die völlig konträr sind. Die Rede ist vom Tennis und Fußball. Beim Tennis steht er in der deutschen Rangliste auf dem 73. Rang und bei seinem Heimatverein, dem Detmolder B-Ligisten TuS Eichholz-Remmighausen, ist der Saisonstart erfreulich und er gilt als Offensivtrumpf.

Von Henning Klefisch

Rother gegen den der Autor dieser Zeilen die große Ehre hatte bei einem Hobbyturnier anzutreten, gilt als technisch starker Fußballer, der Gefühl für Raum und Zeit hat, dazu ist er gesegnet mit einer beachtlichen Dribbelstärke. Bei seinem TuS, der aktuell den siebten Rang in der eingleisigen Klasse belegt, hat sich zur Sommerpause einiges getan. Der neue Coach Jörg Jöstingmeier hat “jetzt neue, super Fußballer dazugewinnen können”, so hat Rother erkannt, der aus seiner Vorfreude vor den anstehenden Partien keinen Hehl macht. Als Außenstehender fragt man sich, inwieweit Fußball und Tennis sich miteinander vereinbaren lassen. Für den 21-jährigen Studenten ist dies kein Problem, da Trainingseinheiten im Tennis eher eine Rarität haben. Vielmehr ist er am Wochenende auf Turnieren zu finden. Beim Fußball ist er meist am Sonntag bei den Spielen aktiv und auch regelmäßig im Trainingsbetrieb. Der Körper wird also voll beansprucht bei dieser Einzel- und Mannschaftssportart. Von Verletzungsproblemen ist er meist verschont geblieben. Einzig beim eminent wichtigen Spiel um den Klassenerhalt im diesjährigen Duell bei der FSG Waddenhausen-Pottenhausen hat er sich bei einem Zweikampf im gegnerischen Strafraum an der Schulter verletzt. Als kleines Trostpflaster blieb der Elfmeter als Strafe für den B-Liga-Absteiger Wa-Po. Während der damalige Gegner in die C-Klasse ging, blieben die Schmerzen. Immer noch quält er sich damit herum.

Sport als dominierender Faktor beruflich und privat

Es ist auch interessant zu erfahren, wie der Abiturient vom Christian Dietrich-Grabbe-Gymnasium die Belastungsstufen der beiden Sportarten betrachtet. Bei Lippe-Kick erklärt er: “So krass unterschiedlich ist die Belastung der beiden Sportarten gar nicht. Klar ist Fußball ein Kontaktsport und man muss körperlich voll auf der Höhe sein, allerdings muss man auch beim Tennis fit sein, um lange Matches bestreiten zu können. Ich finde es super, dass ich beim Tennis komplett auf mich alleine gestellt bin und für meinen eigenen Erfolg verantwortlich bin (außer beim Doppel) und beim Fußball wiederum mein Team um mich habe und wir als eine Einheit auf dem Platz stehen müssen, um Erfolg zu haben”, benennt er Gründe, warum er in diese Sportarten so viel Zeit investiert. Mit einem Schmunzeln gibt er ob des Zeitfaktors zu: “An manchen Tagen könnte ich schon eineinhalb Stunden mehr als 24 gebrauchen. Denn dazu studiert er auch Mathematik und Sport an der Universität in Bielefeld. Auch hier ist der Sport ein dominierender Faktor.

Tennis genießt Priorität

Früh übt sich, so gilt auch das Motto für Rother, der ab dem vierten Lebensjahr mit seinem Vater im Hof sich die Bälle um die Ohren schlug und sich seine ersten fußballerischen Sporen bei den Minikickern verdient. Unumwunden gibt er zu: “Die beiden Sportarten haben mich quasi schon immer fasziniert!” Seine formidable Technik mit dem Fuß am Ball erlernte er einst im heimischen Garten. Mittlerweile sehen ihn einige Tenniskollegen als “verrückt” an, da er in der Regionalliga den gelben Filzbällen hinterherjagt und zugleich im lippischen Fußball aktiv ist. Einige Akteure des weißen Sports halten dies für “zu gefährlich”, wie Rother verrät und ihnen bezüglich der Schulterverletzung auch Recht geben muss. Sechs Wochen kann er aktuell nicht mehr den Schläger in die Hand nehmen. Zahlen lügen nicht. Speziell im Tennis, wo er eine positive Bilanz in diesem Jahr vorweisen kann. Auch deshalb genießt Tennis auch die größte Priorität. Dennoch versucht er immer auch Fußball zu spielen, “da es einfach zu viel Spaß macht, um darauf zu verzichten”, beschreibt er die Beweggründe. Den Aufstieg in die Tennis-Bundesliga hat er in diesem Jahr nicht geschafft. Die deutsche Eliteklasse im Tennis, ein Ziel, was er aber nicht aus den Augen verliert und möglichst bald in die Realität umsetzen möchte. Der 21-jährige Blondschopf möchte sich auch beruflich eine Existenz aufbauen. Daher will er das Studium möglichst schnell abschließen. Sportlich hat er sich folgende Ziele gesetzt: “Im Tennis stand ich bereits in der Doppelweltrangliste – ich will unbedingt in die Weltrangliste im Einzel und mit Eichholz möchte ich natürlich oben mitspielen in der Kreisliga B, und ich glaube auch, dass wir das Potential dafür haben”, steht für ihn fest.

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