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Pokalspiele

Krombacher Kreispokal Lemgo 2016 – Nachberichte

Die umfassenden Nachberichte zum gestrigen Kreispokal könnt ihr im folgenden Link erfahren.

Bentorf/Hohenhausen lässt Ahmsen keine Chance

Krombacher Pokal Lemgo (hk). Der Titelverteidiger ist raus. Der TuS Asemissen hat sich als Endstation für den letztjährigen Pokalsieger TBV Lemgo erwiesen. Mit 4:3 nach Verlängerung kann der A-Ligaprimus aus Asemissen die Überraschung schaffen. Sogar in das Elfmeterschießen muss der VfL Lüerdissen gegen die SG Hörstmar/Lieme, was die Lüerdisser erfolgreich für sich entscheiden. Seinen Favoritenstatus mit Leben füllt der ersatzgeschwächte SC Bad Salzuflen, der beim B-Ligisten FC Oberes Extertal mit einem 2:0-erfolgreich ist. Den klarsten Sieg verbucht die SG Bentorf/Hohenhausen. Mit 7:0 wird der TuS Ahmsen klar besiegt.

Von Henning Klefisch

Elferkiller Schröder bringt Lüerdissen ins Halbfinale

(hk). Der VfL Lüerdissen hat sich nach einer Nervenschlacht im Elfmeterschießen den Einzug in das Halbfinale des Kreispokals gesichert. Es gab einen 5:3-Erfolg über den Ligakonkurrenten SG Hörstmar/Lieme. Nach Aussage von Coach Willi Wollbrink ist dieser Sprung unter die letzten vier Teams des Wettbewerbs “verdient” gewesen, wenn man sich die komplette Partie anschaut. Gut kompensieren kann der VfL den Verlust von acht Stammkräften, der dennoch einen guten Ball spielt und um diesen vehement kämpft. Beste Eigenwerbung haben die VfL-Kicker betreiben können, die im bisherigen Saisonverlauf eher eine dosierte Anzahl an Spielzeit bekommen haben. Wollbrink lobt: “Sie haben ihre Sachen sehr gut gemacht.” Im Auslassen bester Torchancen tun sich Severino-Valentino Westhoff und Keith Dreymann (Bild rechts) hervor, die in den ersten 45 Minuten drei Abschlussaktionen nach einem Schuss und Kopf liegen lassen. Die Spielgemeinschaft erspielt sich einige gute Torchancen. Sascha Langer verfehlt mit seinem Schuss das gegnerische Gehäuse aber nur knapp. Starke Paraden zeigt der Hör/Lie-Keeper Patrick Foesch im zweiten Spielabschnitt. Westhoff, Cöhring, Hildebrand und Thospann scheitern am Fänger. Jan Batzer verlängert die Kugel per Kopf in das eigene Gehäuse und bringt somit die Gäste nach 62 Minuten mit 1:0 in Führung. Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff köpft Dreymann den absoluten verdienten Ausgleichstreffer. In der Verlängerung scheitert Westhoff in Minute 112 mit einer Doppelchance. In der 118. Spielminute wird ein gefährlicher Kopfball der SG Hörstmar/Lieme vom aufmerksamen Lüerdissen-Keeper Patrick Schröder pariert. Schröder mutiert im Elfmeterschießen zum Helden, als er zwei Schüsse der Gegner pariert. Wollbrink fasst zusammen: “Insgesamt bin ich natürlich zufrieden, dass wir mit dieser Mannschaft gegen eine Mannschaft aus Hörstmar, die auch nicht komplett war, das Spiel gewonnen haben.”

Fazit: Ein verdienter Sieg für den VfL Lüerdissen, da sich das Team von Willi Wollbrink die besseren Torchancen erarbeitet und danach in der Nervenschlacht Elfmeterschießen stabiler ist.

Tore:

0:1 Jan Batzer per Eigentor (62. Min.)
1:1 Keith Dreymann (87. Min.)

Im Elfmeterschießen trafen für den VfL Lüerdissen:
Nils Thospann, Severino-Valentino Westhoff, Fabio Hildebrand, Patrick Cöhring.
Für die SG Hörstmar/Lieme waren erfolgreich:
Matthias Janzen, Patrick Foesch.

“Ordentliche Vorstellung” endet mit 0:7-Klatsche

(hk). Letztlich ist diese 0:7-Heimniederlage eine echte Lehrstunde für den TuS Ahmsen gegen die SG Bentorf/Hohenhausen gewesen. Einmal mehr ist Niklas Brand äußerst positiv in Erscheinung getreten, denn der Ben/Hoh-Goalgetter trifft gleich dreimal. Nicolai Löber (Bild rechts) ist als Doppeltorschütze erfolgreich. TuS Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann bedauert und freut sich: “Es ist ein klasse Start mit Chancen zur Führung”, die aber nicht gefallen ist. Deutlich effizienter sind in dieser Disziplin die Gäste in Person von Niklas Brand, der eine Uneinigkeit in der Ahmsen-Abwehr in Spielminute 21 gnadenlos bestraft. Die bittere Erkenntnis von Köhnemann: “Damit war der Anfangselan leider gebrochen.” Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ergibt sich eine ausgeglichene Partie. Ahmsen-Coach Jörg Horstkötter hat seine Truppe zu Beginn der zweiten Spielhälfte angriffslustiger spielen lassen. Köhnemann erkennt diese Option als überaus sinnvoll dar und sagt folglich: “Was uns in der Liga gelingt, muss auch hier möglich sein. Also nach vorne und Tore schießen, war die Devise”, ist Angriff doch in diesem Fall die beste Methode gewesen. Die Ahmsener Abteilung Attacke hat jedoch gerade einmal zehn Minuten angehalten, ehe nach 56 Minuten nach einem Kopfball auf das lange Eck Nicolai Löber mutterseelenallein steht und aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöht. Der Obmann konstatiert: “Damit war zumindest der Sieg in weiter Ferne aber nicht der Wille.” Denn: “Wir spielten weiterhin mit und suchten unsere Chancen, blieben aber immer wieder in der starken Abwehr Bentorf/Hohenhausens hängen.” Dennis Kappel (62. Min.) und Janis Throne (67. Min., Bild links) nutzen zwei Konter und erhöhen auf 4:0 für die Hausherren. In der Schlussphase stocken Nikolai Löber (79. Min.) und Niklas Brand (82. Min., per berechtigtem Elfmeter 90. Min.) auf 7:0 auf. Nach Ansicht von Lothar Köhnemann fällt dieser Sieg um “zwei, drei Tore zu hoch aus.” Zugleich lobt er die Fairplay-Geste von seinem Akteur. Nach einem langen Ball in den gegnerischen Strafraum und einem Tackling des Verteidigers entscheidet Referee Marco Prüßner auf Elfmeter für den TuS Ahmsen und eine gelbe Karte gegen die SG Bentorf/Hohenhausen. Nach einer fairen Intervention des Ahmsen-Abwehrspielers, nimmt Prüßner diese Entscheidung zurück und gibt einen Hochball, den der Keeper wieder zurückspielt. Köhnemann lobt: “Bravo an beide.” Er fasst zusammen: “Alles in allem ein verdienter Sieg für den A Ligisten und eine ordentliche Vorstellung unserer Mannschaft, auch wenn es sich bei dem Ergebnis etwas komisch anhört.” SG Bentorf/Hohenhausen Co-Trainer Andreas Annutsch hat erfreut registriert: “Wir waren gut vorbereitet und haben mit Kappel und Hartwig zwei laufstarke Sechser aufgeboten. Die beiden haben sowohl nach vorne als auch nach hinten eine exzellente Partie geboten”, erweist sich dieses Duo als Stabilisationselement für das erfolgreiche Spiel der Kalletaler. Annutsch fordert jetzt: “Jetzt heißt es zwei Tage regenerieren und mit voller Konzentration an das Spiel gegen Helpup gehen.”

Fazit: Ein absolut verdienter Sieg für die SG Bentorf/Hohenhausen, die deutlich macht, wer hier das Spitzenteam der A-Liga ist. Besonders Niklas Brand ist aktuell in der Form seines Lebens und hat sehr überzeugend den Einzug in das Halbfinale gefeiert.

Tore:

0:1 Niklas Brand (21. Min.)
0:2 Nikolai Löber (56. Min.)
0:3 Dennis Kappel (62. Min.)
0:4 Janis Throne (67. Min.)
0:5 Nikolai Löber (79. Min.)
0:6 Niklas Brand (82. Min.)
0:7 Niklas Brand per Elfmeter (90. Min.)

Ritter-Jungs bringen Kurstädter eine Runde weiter

(hk). Trotz der 0:2-Heimniederlage gegen den zwei Spielklassen höher befindlichen SC Bad Salzuflen macht FC Oberes Extertal-Obmann Marcel Krügel seinem Team ein Kompliment, schließlich haben seine Spieler klasse gekämpft und alles aus sich herausgeholt. Im ersten Spielabschnitt lässt das Spitzenteam der Bezirksliga 1 den Ball und Gegner hervorragend laufen. Trotz der hohen Dominanz am Ballbesitzanteil kann sich der Favorit aber zunächst keine Möglichkeiten erspielen. Nach 27 Minuten trifft Eduard Ritter (Bild rechts) zum 1:0. FCO-Keeper Danny Taron kann einen Freistoß zunächst glänzend an die Latte lenken. Ritter agiert reaktionsschnell und schiebt die Kugel über die Torlinie. Danach hat der A-Ligaabsteiger noch zwei hochkarätige Möglichkeiten auf den Ausgleichstreffer. Nach einem Eckstoß verpasst Robin Dreier die Kugel nur knapp und Jan-Malte Opitz, der völlig frei vor dem gegnerischen Kasten steht, verspringt die Kugel. Im zweiten Spielabschnitt ist die Begegnung zunehmend ausgeglichener, doch echte Torchancen haben eher eine Rarität. Die Kurstädter scheitern noch an der Torlatte. Die Extertaler versuchen in der Schlussphase viel, doch sind nicht mehr zwingend im letzten Spielfelddrittel. Kurz vor dem Schlusspfiff markiert Alexander Ritter den 2:0-Endstand. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld köpft er zunächst an den Pfosten, beim Abpraller steht er goldrichtig und kann aus kurzer Distanz erfolgreich vollenden. Krügel sagt abschließend bei Lippe-Kick: Die Partie war äußerst fair geführt, dafür, dass es ein Pokalspiel war. Zudem ein Komplement an den Schiedsrichter, der eine super Leistung zeigte. Sladjan Vucetic analysiert: Wir hatten gefühlte 90 Prozent, FC Oberes Extertal hat sich hinten reingestellt, selbst als wir 1:0 geführt haben, haben die keinen Anschein gemacht ein Tor zu erzielen. Letztlich spricht er von einem nie gefährdeten Sieg. Die 50 Kilometer von Bad Salzuflen ins Extertal haben sich vollauf gelohnt.

Fazit: Der SC Bad Salzuflen investiert mehr in diese Begegnung, hat mehr Spielanteile und die höhere Qualität an Abschlussaktionen, weshalb dieses Weiterkommen gegen einen guten B-Ligisten FC Oberes Extertal in Ordnung geht. Die Extertaler stehen sehr tief, legen ihren Fokus auf die Defensive.

Tore:

0:1
Eduard Ritter (27. Min.)
0:2 Alexander Ritter (90. Min.)

Endstation für den Titelverteidiger

(hk). TuS Asemissen hat das Pokal-Ende für den TBV Lemgo eingeleitet. In der Verlängerung hat sich der Klassenbeste der A-Liga mit 4:3 durchgesetzt. Dabei gelingt den Asemissern erst in der dritten Minute der Nachspielzeit durch Oliver Düding (Bild links) das 2:2. Für Ingo Sperlich vom TBV Lemgo sind die Asemisser “wie erwartet ein sehr starker Gegner” gewesen. Selbst sind die Hansestädter in Bestbesetzung angetreten. Auch beste Tormöglichkeiten können die Lemgoer nicht verwerten. Immerhin gelingt schon in der zweiten Spielminute für den Bezirksliga 2-Vertreter der perfekte Start in diese umkämpfte Partie. Neuzugang Genadi Krieger trifft. Marvin Metz gleicht nach 63 Spielminuten aus. Den vermeintlichen Siegtreffer markiert TBV-Goalgetter Jan Ehlert drei Minuten vor dem Schlusspfiff. In der dritten Minute der Nachspielzeit bekommen die Gäste durch eine Verkettung unglücklicher Umstände den späten Ausgleichstreffer. Mit dem Rückenwind können die Asemisser noch zwei Treffer zum 4:2 erzielen. Dominic Pollakowski (96. Min.) und Diego Giesbrecht Ketler (100. Min.) sind die Torschützen. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff trifft Mathias Wellmann zum 3:4. In der Schlussphase hat Matthias Golla sich verbal danebenbenommen. Zeitzeugen haben die Worte gehört: “Das ist doch alles behindert hier”, wodurch sich der Referee Timo-Franz Sauerbier angesprochen fühlt. Ingo Sperlich betont: “Der Schiedsrichter war natürlich nicht gemeint.” Dennoch ist die rote Karte und eine folgende Sperre das Resultat für diese emotionale Aussage gewesen. Er fügt hinzu: “Ein sympathischer und starker Gegner ist der TuS Asemissen gewesen. Dazu hat mich auch beeindruckt, dass sie super viele Fans an der Seite haben.” Letztlich steht für den Bereichsleiter der Fußball-Abteilung fest: “Asemissen hat verdient und glücklich gewonnen. Die haben ihre Chancen genutzt und waren effektiver als wir.” So haben etwa Krieger und Eroglu beste Einschussmöglichkeiten vergeben.

Fazit: Dank der tollen Moral und auch einer starken läuferischen, taktischen und fußballerischen Leistung in der Verlängerung setzt sich der TuS Asemissen verdient in diesem Duell durch. Es ist ein tolles Fußballspiel zwischen zwei der besten Mannschaften im Kreis Lemgo.

Tore:

0:1 Genadi Krieger (2. Min.)
1:1 Marvin Metz (63. Min.)
1:2 Jan Ehlert (87. Min.)
2:2 Oliver Düding (90 + 3. Min.)
3:2 Dominic Pollakowski (96. Min.)
4:2 Diego Giesbrecht Ketler (100. Min.)
4:3 Mathias Wellmann (116. Min.)

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