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Bezirksliga

TSV Oerlinghausen – Micanovic im Rededuell

Eine hochinteressante Mannschaft mit viel Perspektive besitzt auch der lippische Bezirksligist TSV Oerlinghausen. Lippe-Kick möchte mehr über dieses Team erfahren und hat mit dem spielenden Co-Trainer Milko Micanovic gesprochen.

“Wir brauchen uns definitiv nicht verstecken”

Bezirksliga 2 (hk). Einen guten Start in die Saison hat der TSV Oerlinghausen erlebt. Nachdem man auf den ersten Saisonsieg bis zum vierten Spieltag gewartet hat, sind zuletzt zwei Dreier in Serie eingefahren worden. Zunächst ein satter 7:0-Auswärtssieg beim chancenlosen Schlusslicht FC Stukenbrock, ehe im lippischen Derby der Post TSV Detmold mit einem deutlichen 4:1-Heimerfolg distanziert werden konnte. Im gestrigen Spiel gab es ein 4:4-Unentschieden beim TuS Dornberg. Lippe-Kick-Chefredakteur Henning Klefisch hat den TSV-Co-Trainer Milko Micanovic zum Interview getroffen.

Lippe-Kick: Schnell merkt man, dass sich der TSV Oerlinghausen gut in die neue Saison eingegrooved hat. Milko, nach einem schwachen Start belegt ihr nun einen Mittelfeldplatz. Welche Zwischenbilanz kannst du ziehen?

Milko Micanovic (Bild rechts): “So langsam finden wir zueinander. Die Vorbereitung, welche ziemlich wichtig ist für eine neue Truppe ist, war eine Katastrophe. Viele Urlauber, was man natürlich im Amateurbereich keinem verbieten darf, dadurch wenig Personal, was natürlich dazu führt, dass diese die hohe Belastung in den Knochen haben, sich verletzen. Am liebsten hätte ich noch gerne drei Wochen zum Vorbereiten. Nichtsdestotrotz haben wir in den letzten beiden Spielen gezeigt, was wir drauf haben. Wir brauchen uns definitiv nicht zu verstecken.”

Lippe-Kick: Das jüngste Derby gegen den Post TSV Detmold ist deutlich mit 4:1 gewonnen worden, während das zweite lippische Duell gegen Lemgo mit 2:3 verloren wurde. Was bedeuten euch die lippischen Aufeinandertreffen?

Micanovic: “Unglücklich gegen Lemgo verloren, ein bisschen hat auch die Cleverness gefehlt, weil ich Lemgo nicht so stark sehe wie Post TSV Detmold. Klar will man diese Derbys für sich entscheiden, die man aber nicht mit denen gegen Lipperreihe, Asemissen und Helpup vergleichen kann.”

Lippe-Kick: Wie schätzt du die Perspektive von Detmold und Lemgo ein?

Micanovic: “Ich finde Post TSV spielerisch sehr stark, mit eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Ich denke aber auch, dass Sie sich mehr erhofft haben. Lemgo als Aufsteiger muss sich an die Liga gewöhnen, ich denke, das machen die von Spiel zu Spiel und dann werden wir sehen, wo die Mannschaften landen.”

Lippe-Kick: Auch bei euch läuft noch nicht alles rund. Immerhin haben euch einige Experten als Geheimfavorit auf der Rechnung gehabt und ihr seid nun im Tabellenmittelfeld beheimatet. In welchen Bereichen siehst du noch Steigerungpotential?

Micanovic: “Fußballerisch können wir den Männern nicht viel beibringen, was zählt ist die mannschaftliche Geschlossenheit und das Taktische. Fußball spielen können wir, aber es steht und fällt viel mit der Einstellung und dem Willen. Da sind wir auf einem sehr guten Weg, man merkt auch im Training, dass die Jungs Spaß haben, dass der nötige Ehrgeiz da ist und dass jeder Spieler brennt.”

Lippe-Kick: Ihr habt euch vor dieser Spielzeit umfassend auf dem Transfermarkt bedient. 16 neue Spieler kamen zum größten Verein in der Bergstadt. Was kannst du zur Entwicklung der neuen Spieler sagen?

Micanovic: “Die neuen Spieler wurden sehr gut aufgenommen, wir haben gezielt Spieler gesucht, die auch charakterlich in die Mannschaft passen. Wir bieten den Spielern sehr viel, selbst andere Spieler bekommen große Augen, wenn Sie in unsere Kabine schauen. Man darf aber nicht vergessen, dass gerade diese Spieler ihre Zeit brauchen, sich an alles zu gewöhnen, der eine mehr Zeit, ein anderer weniger. Das wissen wir und die Zeit bekommen die auch, sonst hätten wir uns nicht für diese Leute entscheiden.”

Lippe-Kick: Gibt es für dich Überraschungen in der bisherigen Saison. Wenn ja, welche?

Micanovic: “Als Überraschung sehe ich, dass dieses Jahr die Liga sehr ausgeglichen ist. Jeder kann wirklich jeden schlagen und das macht die ganze Sache auch spannender und interessanter. Da läuft schon sehr viel Qualität in den Mannschaften rum, was dann natürlich auch für die Zuschauer optimal ist. Vor der Saison auf dem Blatt hat man sich schon auf die Spiele gefreut, es macht gleich viel mehr Spaß, sich mit den Mannschaften zu messen.”

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