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Kreisliga B2 Lemgo

SC Bad Salzuflen II – Aus den Ansätzen lernen

Ein Rang im Tabellenmittelfeld steht für den SC Bad Salzuflen II bislang zu Protokoll. Bei Lippe-Kick haben wir den Insiderreport und stellen euch den B2-Ligisten etwas näher vor.

Koring hofft auf das nötige Matchglück

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Der neunte Tabellenplatz ist aus Sicht des SC Bad Salzuflen II sicherlich keine Offenbarung. Dafür ist die Kaderqualität im Team von Coach Henri Ellerbrok einfach zu hoch. Temporär hat man die enormen Qualitäten unter Beweis gestellt, als man etwa dem Spitzenreiter BSV Leese die erste Saisonniederlage beibrachte. Das Potential für Luft nach oben nach einer “sehr durchwachsenen Hinserie”, wie auch Co-Trainer Simon Koring zugeben muss, ist also definitiv vorhanden.

Von Henning Klefisch

Der Start in die neue Serie verlief doch durchaus angenehm, hat man mit vier Punkten gegen die letztjährigen Spitzenteams Grastrup/Retzen (2:2) und TuS Lipperreihe II (3:1) überzeugen können. In den weiteren Partien haben leider allzu oft “klare Aktionen, die letzte Abgeklärtheit oder auch das nötige Selbstbewusstsein” gefehlt, wie der zugleich als Spieler aktive Koring (Bild rechts) bei Lippe-Kick anmerkt und sich darüber ärgert, dass diese Mankos letztlich zu einigen Punktverlusten geführt haben. Allerdings benötigt man bei den zahlreichen jungen Spielern auch die nötige Geduld und aus den Fehlern lernt man bekanntlich am besten. Auffällig ist gewesen, dass den Kurstädtern in einigen engen Partien zu oft das nötige Matchglück gefehlt hat und man trotz einer engagierten Vorstellung mit leeren Händen am Ende des Spiels dasteht. “Das nagt natürlich an einer Mannschaft”, macht Koring aus dieser Tatsache kein Geheimnis. Es fehlt die Konstanz bei der Bezirksligareserve, die es nicht geschafft hat, dass man mit einer Siegesserie den Anschluss nach oben hergestellt hat. Die Fähigkeiten sind gegen die Spitzenteams eindrucksvoll auf dem Feld präsentiert worden, auch wenn man bis auf das Leese-Spiel stets als Verlierer das Spielfeld verlassen hat. Simon Koring zeigt sich mit den Vorstellungen seiner Mannschaft in den Spielen gegen diese Teams dennoch sehr zufrieden, wenn er urteilt: “Da waren wir mit genug Disziplin und Einsatz mit von der Partie, wo ich sagen muss, das ist für mich das wahre Gesicht dieser Truppe.” Nun wird es darum gehen, dass man in der Winterpause fleißig arbeitet, so dass man künftig in den engen Spielen auch das nötige Glück erzwingen kann.

Neue Qualität aus dem Jugendbereich

Aus der Jugend eine Tugend machen, so lautet das Motto des SC Bad Salzuflen II, der sich aus der hervorragenden Jugendabteilung stets bedienen kann. Spieler wie Florian Echterdiek (Bild links) und Aras Naamo haben die Qualität im Kader deutlich steigen lassen. Koring lobt: “Sie stellen frischen Wind und eine gute Konkurrenz für unsere etablierten Kräfte dar. Besonders durch ihre Unbekümmertheit und ihren Eifer überzeugen sie immer wieder.” Zugeben muss der Defensivspezialist sicherlich auch, dass man bemerkt, dass sie ihre ersten Schritte im Jugendfußball gehen. Dennoch überwiegt: “Wir sind mit ihrer Entwicklung und den Voraussetzungen, die unsere Jugendarbeit allerdings gelegt hat, sehr zufrieden. Auch die externen Neuzugänge haben sich hervorragend integriert, menschlich, aber auch sportlich. Spieler wie Hannes Kummernuss oder Khalad Derbas bringen ihre Qualitäten ein. Im Offensivbereich sind sie polyvalent einsetzbar und überzeugen mit ihrer Ballsicherheit. Koring lobt: “Khalad überzeugt mit seiner enormen Schusskraft, Hannes ist zudem durch seine Größe noch sehr kopfballstark. Einige von uns haben bereits zu eigenen Jugendzeiten mit Hannes zusammen gespielt und somit war es mehr ein Wiedersehen als eine richtige Neuverpflichtung”, macht Wiedersehen in diesem Fall große Freude.

Leese-Ergebnis als Motivationshilfe

Vielfach diskutiert wird auch die Rolle einer Zweitvertretung. Koring räumt ein: “Ob es eher Fluch oder Segen als Reservemannschaft ist, kann ich nicht klar sagen.” Auch weiß er, dass es einige Einschränkungen für eine zweite Mannschaft zweifelsfrei gibt. Als Vorteil benennt er hingegen, dass einige Akteure aus seinem Team wichtige Erfahrungswerte in der ersten Mannschaft haben sammeln dürfen, da sie dort gespielt oder auch mittrainiert haben. “Das hilft natürlich den Jungs, sich auf ein anderes Niveau zu entwickeln.” Die beiden ersten Teams des Sportclubs verfügen über einen festen Kader. Wenn es zu einem Spieleraustausch kommt, profitieren beide Seiten davon enorm. Korings simple Begründung: “Unsere Jungs werden für Leistung belohnt, Spieler von oben bringen uns ihre Erfahrung näher.” Nun wird es zukünftig darum gehen, dass man die formidable Leistung aus dem Leese-Match als Maßstab nehmen kann, “dann hoffe ich auf eine interessante Rückrunde”, so der SC II Co-Trainer, der eine mögliche Lösung parat hat: “Vielleicht sollten wir das Ergebnis als Erinnerung in die Kabine hängen.”

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