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Kreisliga C1 Detmold

SuS Pivitsheide III – Keeb im Dialog

Auffällig ist gewesen, dass SuS Pivitsheide III eine wirklich hochanständige Saison spielt. Bei Lippe-Kick hat sich Coach Thorben Keeb genau dazu geäußert.

“Ich probiere, es allen irgendwie recht zu machen

Kreisliga C1 Detmold (hk). Ein schnöder drittletzter Tabellenplatz stand am Saisonende für die dritte Mannschaft des SuS Pivitsheide. Dennoch ist in der Rückserie schon eine erfreuliche Entwicklung beobachtet worden, die in dieser Spielzeit eine Fortführung erfährt. Eine hochsympathische Truppe hat Chefcoach Thorben Keeb da zusammen, die auch gut Fußball spielen kann, wenn sie denn will. Zuweilen agieren die Pivitker im Status eines bockigen Esels und kassieren überflüssige Niederlagen, wie etwa das 0:1 beim TuS Eichholz/Remmighausen II. Elf Punkte nach zehn Spielen und Mittelfeldplatz acht sind eine ordentliche Bilanz. Keeb hat im Interview mit Lippe-Kick nun seine Meinung zur aktuellen Saison offenbart.

Lippe-Kick: Auffällig ist die Verbesserung deiner Mannschaft im Vergleich zur letzten Serie. Worauf ist das zurückzuführen?”

Thorben Keeb: “Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wir sind letztes Jahr ganz schlecht in die Saison gestartet, da wir gleich in den ersten Testspielen viele Verletzte hatte, die für die Mannschaft sehr wichtig waren, die erst nach der Winterpause wieder spielen konnten. Letzte Saison mussten wir bei Null anfangen, wir haben eine Mannschaft komplett neu zusammenstellen müssen und das merkte man uns deutlich an. Zur Rückserie wurde das ganze besser und man war eingespielter. In dieser Saison spielen wir mit annähernd der Truppe, sie wurde nicht groß verändert. Ich kann von Glück reden, wenn ich sage, dass wir in dieser Saison erst ein oder zwei Abgänge hatten, dafür aber auch zwei, drei neue Spieler bekommen haben.”

Lippe-Kick: Beim Blick auf den Kader fällt auf, dass die Breite wirklich enorm ist. Wie kannst du moderieren, wie gehst du mit unzufriedenen Spielern um, die es nicht in den Kader schaffen ?

Keeb (Bild rechts): “Ja, wir haben einen sehr großen Kader, glaube, viele andere Vereine wären froh, wenn sie einen Kader von knapp 35 Spielern haben, so wie es bei uns ist. Für mich ist das immer eine schwierige Aufgabe, jeder will gerne spielen, jeder möchte am liebsten 90 Minuten auf dem Platz stehen und ich muss gucken und aussortieren. Das ist eine mehr als undankbare Aufgabe. Ich habe das große Glück, dass die Mannschaft da voll hinter mir steht und mir das bisher keiner krumm nimmt. Klar sind manche nach dem Spiel schlecht gelaunt oder sogar etwas angefressen, aber diese Spieler wissen auch, dass sie sofort zu mir kommen können und man darüber reden kann. Ich probiere schon jedem seine Spielzeit zu geben, ob mir das gut gelingt, weiß ich nicht unbedingt, da musst du meine Spieler fragen, bisher haben sie mir gegenüber immer Verständnis gezeigt. Das Problem in einer dritten Mannschaft ist ja nicht, dass wir alles Spieler haben, die nichts am Ball können, sondern viele Studenten oder Leute mit Schichtarbeit unter uns haben, daher kann ich nicht sagen, “du spielst nicht, weil du diese Woche nicht beim Training warst” ich probiere schon, es allen irgendwie recht zu machen.”

Lippe-Kick: Was waren deine positiven und negativen Höhepunkte der Hinserie?”

Keeb: “Puh, meine positiven und negativen Höhepunkte? So etwas ist immer schwer zu sagen. Positiv war für mich auf jeden Fall das super Spiel gegen CSL Detmold II, welches mit 1:0 gewonnen werden konnte. Aber für mich fielen ebenso die beiden 1:3 Niederlagen gegen Waddenhausen-Pottenhausen und Hiddesen-Heidenoldendorf III positiv aus, weil die Mannschaft da gezeigt hat, dass sie auch gegen stärkere Gegner, gegen die wir uns letztes Jahr noch ordentlich die Hucke voll bekommen hätten, jetzt gegenhalten können, und wenn wir noch cleverer werden, sogar Punkte bei herausspringen können. Negativ gibt es für mich nicht viel berichten. Viele würden jetzt vielleicht auf verlorene Spiele schieben oder so, aber das sind Sachen, die einen ärgern, aber wenn man die ganze Saison betrachtet, wo wir stehen, wie es die Jahre davor lief, dann ist das für mich nichts Negatives, sondern Sachen, die einfach passieren, damit muss man klar kommen. Ich glaube, die negativste Sache, die ich erwähnen kann, war als uns unser Mitspieler und Co-Trainer Felix Hennig verlassen hat, da es ihn arbeitstechnisch nach Lissabon verschlagen hat. Er fehlt menschlich und spielerisch, das würde ich als Negativpunkt betrachten.”

Lippe-Kick: Wie schätzt du allgemein diese Spielklasse ein?”

Keeb: “Man muss schon gestehen, dass die Kreisliga C nicht mehr das ist, was sie vor vier oder fünf Jahren mal war. Sie ist stärker geworden, das haben wir in den letzten Jahren schon gemerkt. Man sieht es auch daran, dass zum Beispiel eine Erstvertretung, wie Waddenhausen-Pottenhausen nicht gleich den Durchmarsch macht, sondern an der Spitze es heiß her geht. Viele stöhnen über die zu kleine Spielklasse und die drei Gruppen. Ich für meinen Teil, finde es ganz angenehm. Klar ist es blöd, dass sich von den 13 Mannschaften, die wir mal waren, nur noch elf da sind, das ist nervig. Aber 13 Mannschaften wären vollkommen ok gewesen. Ich muss an die letzte Rückserie denken, in der wir sieben oder acht englische Wochen hintereinander hatten, das ging mächtig an die Substanz. Ich bin ganz froh, dass es diesmal hoffentlich anders laufen wird, da alle Spiele der Hinserie absolviert werden konnten, ohne dass etwas auf nächstes Jahr geschoben werden muss.”

Lippe-Kick: Was habt ihr für die Winterpause geplant, in Sachen Hallenturnieren, Lauftraining etc.?”

Keeb: “Erstmal wollen wir die Beine ein bisschen hochlegen, viele haben sich ein Beispiel an Per Mertesacker genommen und wollen erstmal ein halbes Jahr in die Eistonne 😉 Nein, aktuell mache ich mir da noch nicht die größten Gedanken drum, sondern möchte einmal einen Gang zurückschalten und bis Januar die Ruhe genießen. Die Mannschaft kickt öfter im Soccer-Dome und ab Januar werden wir uns dann wieder mehr Gedanken um die Rückserie und die Vorbereitung dafür machen.”

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