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Kreisliga A Lemgo

TuS Lipperreihe – Erfolgreicher Umbruch lässt Träume reifen

Auch dieser personelle Umbruch hat beim TuS Lipperreihe funktioniert. Coach Timo Kapale hat sich zur aktuellen Situation rund um sein Team bei Lippe-Kick geäußert.

„Wir wollen da sein, wenn andere schwächeln

Kreisliga A Lemgo (hk). Als Jäger geht der TuS Lipperreihe in die Winterpause. Fünf Punkte Rückstand sind es auf den Nachbarn aus Asemissen. Insgesamt sind diese 36 Punkte nach 17 Partien eine beeindruckende Bilanz, zumal vor der Saison abermals viele Spielerwechsel vorgenommen wurden. Lipperreihe-Coach Timo Kapale präsentiert sich absolut zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf.

Von Henning Klefisch

Bis auf den dritten Tabellenplatz können die Rot-Weißen abrutschen, falls die SG Bentorf/Hohenhausen aus ihren drei Nachholspielen mindestens fünf Punkte holt. Kapale (Bild links) sagt auch im Angesicht der enormen Fluktuation: „Damit war nicht zu rechnen.“ Er sieht mehrere Ursachen für diese erfreuliche Entwicklung. So erkennt er die „gute Trainingsbeteiligung“ ebenso als entscheidend an, wie einen mit 23 Spielern breiten und ausgeglichenen Kader. Was bei der Spielergeneration besonders gut ankommt, ist, dass die Kicker sämtliche Freiheiten genießen. Schließlich hat sich auch im lokalen Fußball in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen und der Fußball steht auf der Prioritätenliste nicht mehr bei allen Kickern unangefochten ganz weit oben. Das Trainerteam Frank Fulland und Kapale gestatten ihren Spielern auch Familienunternehmungen, Kurztrips am Wochenende genauso wie Samstag „länger auf der Piste zu sein.“ Kapale bekommt dadurch keine hektischen Unruhezustände und betont: „Alles kein Problem, sofern sie es rechtzeitig abstimmen. Da hat die Mannschaft aber eine hohe Eigendisziplin und geht mit den Freiheiten sehr bedacht um“, zahlt das Team dieses Vertrauen doch mit Leistungen auf dem Spielfeld zurück.

Tolle Moral des TuSL

Wie vor jeder Sommervorbereitung gibt es zahlreiche Fragezeichen, worauf Antworten gegeben werden müssen. Für Kapale ist es vor allem wichtig, dass möglichst schnell eine homogene Einheit gebildet werden kann und sämtliche Akteure auf einem Fitnesslevel sind. „Ich denke, das ist uns gut gelungen“, hat sich die Trainerarbeit absolut gelohnt. In den ersten Partien ist deutlich geworden, dass noch etwas Sand im Getriebe ist. Im Laufe der Saison ist dieser aber besser angelaufen. Als „absolut vorbildlich“ bezeichnet der leidenschaftliche 1. FC Köln-Anhänger die Moral seiner Mannschaft. In mehr als der Hälfte aller Begegnungen muss man einem Rückstand hinterherlaufen. Bis auf drei Nullrunden hat man stets Zuwachs für das eigene Punktekonto herstellen können. Der aufmerksame Coach weiß jedoch auch: „Hier liegt jedoch auch noch deutliches Verbesserungspotential, denn es ist schon kräfte- und nervenzehrend, erst immer nach einem Rückstand richtig ins Spiel zu kommen“, will man bekanntlich lieber agieren statt reagieren. Zudem muss zeitweise auch immer wieder die Taktik nach einem Rückstand geändert werden. Steigerungsbedarf hat Kapale auch bei eigenen und gegnerischen Standardsituationen, bei der Balleroberung und den offensiven Laufwegen erkannt. Auch deshalb kündigt er bereits an, dass in der Winterpause Taktikübungen an der berühmten Tafel auf der to do Liste ganz weit oben stehen.

Freiheiten werden mit Leistung belohnt

Drei ganz wichtige Kriterien gibt es nach Kapales-Dafürhalten für die Neuzugänge des TuS Lipperreihe. „1.) Können sie regelmäßig am Trainingsbetrieb teilnehmen, 2.) Passen sie menschlich und charakterlich zu uns und 3.) Haben sie einfach „Bock“ auf die Nummer beim TuS Lipperreihe.“ Die Analyse nach der Hinrunde belegt eine beeindruckende Trefferquote, denn sämtliche 16 Neuverpflichtungen haben überzeugt. Kapale lobt seinen Mitstreiter Frank Fulland (Bild rechts), dem er einen „Riesenanteil“ an diesen erfreulichen Transferaktivitäten zugesteht und verrät: „Er hat im Vorfeld vieles angeschoben und wir haben dann gemeinsam entschieden, ob derjenige passt“, ist auch hier Teamarbeit ganz wichtig. Unterteilt in erfahrene Kicker und „junge Wilde“ ist die Maßgabe an die Routiniers gewesen, dass diese als Führungsfiguren für die jüngeren Akteure in Erscheinung treten. Es dauerte zunächst seine Zeit, aber das Zusammenspiel funktioniert nunmehr immer besser. Familienvater Kapale weiß: „Förderlich sicherlich auch hier, dass man gemeinsam Erfolg hatte. Das macht vieles einfacher.“ Dennoch hat der aufmerksame Trainer bei allen Akteuren „taktisch und spielerisch noch Luft nach oben erkannt“, wohl wissend, dass „überall eine positive Entwicklung sichtbar ist.“ Die Nachwuchsförderung genießt beim TuS Lipperreihe eine hohe Wertschätzung. Um auch die Zukunftsfähigkeit des Vereins sicherzustellen, wird es darauf ankommen, dass in jeder Spielzeit Akteure aus dem Jugendbereich oder der B-Ligareserve im A-Ligateam eingebaut werden. Der 35-jährige Coach sagt zur Personalpolitik: „Sicherlich wird es immer mal wieder Zugänge von außerhalb geben, aber wenn es einen Spieler aus dem eigenen Stall gibt, der uns weiterhilft, wird dieser immer den Vorzug vor einem externen Spieler erhalten.“ Bereits in der Vorbereitung auf die Rückrunde werden A-Jugendspieler Chancen bekommen, dass sie ihre Visitenkarte abgeben.

Im Aufstiegskampf ist vieles möglich

Trotz eines Vorsprungs von fünf Punkten zur Winterpause ist der Aufstiegsdrops noch längst nicht gelutscht. Spannung wird für die Liebhaber der A-Lemgo definitiv garantiert sein. Solch einen klaren Durchmarsch wie in der letzten Saison vom TBV Lemgo eindrucksvoll zelebriert, wird es in dieser Serie nicht geben. Vieles ist möglich im Kampf um das Bezirksligaticket. Kapale sagt zu den eigenen Ansprüchen: „Wenn man nach etwas mehr als der Hälfte der Saison oben mit dabei ist, dann will man auch bis zum Ende mitmischen. Ob uns dies gelingt, müssen wir abwarten.“ Einen Druck verspürt er jedoch nicht. Seine Maxime lautet: „Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel und sollte es so sein, dass jemand der anderen Teams schwächelt, wollen wir da sein.“ Die Ausgeglichenheit im Aufstiegskampf ist erfrischend existent. Kapales-Prognose: „Ich denke, alle Mannschaften in der Spitzengruppe haben das Potential am Ende ganz oben zu stehen.“ Die Wintervorbereitung und den Rückrundenstart erachtet er als ganz wichtig.

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