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Kreisliga B2 Lemgo

Lipperreihe II-Coach Bruno Ribeiro Moreira im Porträt

Interessante Einblicke gibt das Leben von Lipperreihe II-Fänger und Coach Moreira, der bei Lippe-Kick vorgestellt wird.

Wie aus Moreira die “portugiesische Katze” wurde

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Bruno Ribeiro Moreira hat zwei Länder in seinem Herzen und wird ehrfurchtsvoll nur die “portugiesische Katze” genannt. Mit seinem Verein TuS Lipperreihe II belegt der Fänger zur Winterpause einen respektablen Rang im Tabellenmittelfeld der Kreisliga B2 Lemgo. Moreira, der als Coach und als Fänger fungiert, hat eine interessante Geschichte zu erzählen, von den Unterschieden zwischen Portugal und Deutschland, was die Länder voneinander lernen können und warum die Aufgabenverteilung im Trainerteam so hervorragend funktioniert.

Von Henning Klefisch

In einigen Berichten bei Lippe-Kick ist der 30-jährige Moreira (Bild links) als “portugiesische Katze” tituliert worden. Eine Auszeichnung, die ihm durchaus schmeichelt und kein Novum für ihn darstellt, wie er Lippe-Kick verrät: “Mit dem Spitznamen habe ich kein Problem, da mich bereits einige Kollegen beim VfB Schloß Holte so genannt haben.” Seine Vermutung für den Spitznamen klingt einleuchtend: “Scheinbar muss ich mit Katzen etwas gemeinsam haben. Portugiesisch an mir ist mein Temperament auf dem Platz!” So räumt er ehrlich ein, dass sein südländisches Temperament in solchen Situation auch mal offensichtlicher wird, als vom Sunnyboy auf den ersten Blick zu erwarten. Als typisch deutsche Eigenschaft bezeichnet er seinen Hang zu verschiedenen Phrasen. Der junge Familienvater hat sich einige Sachen abgeschaut: “Ich bin in meiner sportlichen Laufbahn auf Trainer gestoßen, die einige Pfeile im Köcher hatten, was Redewendungen betrifft.” Diese Erfahrungswerte nutzt er nun exzellent, um diese Verbalakrobatik als Motivationsspritze in seinen Besprechungen vor der Mannschaft zu verwenden. Was die Portugiesen von den Deutschen lernen können: “Sie können sich eine Scheibe abschneiden, was WM-Titel betrifft.” Umgekehrt: “Die Deutschen dagegen die Erkenntnis, dass man nicht immer gewinnen muss, um Titel zu erreichen”, erinnert er sich nur allzu gerne an die vergangene Europameisterschaft zurück, wo sich Portugal mit nur einem Sieg nach der regulären Spielzeit den kontinentalen Titel sicherte. Die Beziehung zum Heimatland seiner Eltern ist in der Kindheit sehr ausgeprägt gewesen. Jeder Urlaub wurde im iberischen Küstenland verbracht. Seid fünf, sechs Jahren konnte er dies jedoch nicht mehr umsetzen. Er wünscht sich jedoch: “Das sollte ich bald mal wieder in Angriff nehmen.” Schließlich ist “mein Heimatland immer eine Reise wert.”

Moreira mit dem Titel “Ungeschlagen in der Landesliga”

Auch sportlich hat Moreira so manchen Erfolg im ostwestfälischen Fußball eingefahren. Mit dem SV Spexard feierte er den Sprung in die Westfalenliga. In der Landesliga hat er immerhin fünf Einsätze geschafft. Was ihn schon stolz macht: “Alle fünf Spiele wurden gewonnen, sodass ich den Titel “ungeschlagen in der Landesliga” mein Eigen nennen kann.” Immerhin ein Spiel absolvierte Moreira in der Westfalenliga, was er als “tolles Ereignis” einordnet. Besonderes Highlight in seiner Karriere war auch, dass er als “stürmender Hüter” in der Schlussminute erfolgreich gewesen ist. Zudem hat er sich im Lipperland einen Ruf als Elfmeterkiller parieren können, denn von sieben selbst verschuldeten Elfmetern hat er sechs gehalten. Gegen den Nachbarn TuS Asemissen II hat in der letzten Spielzeit diese beeindruckende Serie ein jähes Ende erfahren. Erfreut kann Moreira bei seinem TuS Lipperreihe II “die positive Entwicklung zur gestandenen B Liga-Truppe erwähnen.” In der Spielzeit 2014/15 hat man sich knapp den Klassenerhalt gesichert, im letzten Jahr ist man erst im Elfmeterschießen im Entscheidungsspiel am möglichen Sprung in die A-Klasse gescheitert, während in dieser Serie die juvenile Mannschaft einen seriösen Rang im Tabellenmittelfeld belegt. Moreira weiß: “Mit viel Arbeit werden wir in der Lage sein können, den Platz zu festigen.” Die Zusammenarbeit mit seinem Trainerkollegen Oliver Brinkmann (Bild rechts) beschreibt er als “einfach.” Während Brinkmann durch seinen besseren Blick von der Seitenlinie während des Spiels die Besprechungen in der Halbzeitpause durchführt, regelt Moreira die taktische Kommunikation vor der Partie. Viele Sachen werden zwischen dem Trainerduo abgesprochen. “Seine Stärke war im letzten Jahr besonders das “glückliche Händchen” bei den Einwechslungen. Oftmals wurden seine Entscheidungen während des Spiels aus dem Bauch heraus mit einem Jokertor belohnt”, ist Bruno Moreira dies sehr positiv aufgefallen.

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