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Kreisliga A Lemgo

Fokus auf den Nachwuchs – Kmuche-Gabel bezieht Stellung

Schon ein Blick in die lippischen C-Ligen genügt, um zu erkennen, dass ein Wandel in den letzten zehn Jahren stattgefunden hat. Während Mitte der Nuller Jahre vor allem routinierte Kräfte, die ihre beste Zeit hinter sich hatten, in den untersten Kreisligen aktiv waren, sind es nun auffällig viele junge Kicker, die ihre ersten Erfahrungen im Seniorenfußball sammeln.

Leo-Coach Kmuche-Gabel begrüßt die Nachwuchsförderung

Kreisliga A Lemgo (hk). Es fällt auf, dass die Tendenz dazu geht, dass man vermehrt auf die eigene Jugend setzt. Ob an der Spitze in der deutschen Fußballnationalmannschaft oder auch in den lippischen Kreisligen. Junge Spieler strömen in den Seniorenfußball und schwimmen sich mit starken Leistungen frei. TuS Leopoldshöhe-Coach Günther Kmuche-Gabel (Bild rechts) hat jahrelang im lippischen Nachwuchsfußball auch überkreislich gearbeitet und trainiert seit Sommer 2015 die A-Ligatruppe der Leos. Gegenüber Lippe-Kick hat er sich zu dieser interessanten Thematik geäußert.

Von Henning Klefisch

Als „positiv“ bezeichnet es der 63-jährige Inhaber der A-Lizenz, dass seit mehreren Jahren bereits im Spitzenfußball der Fokus auf die Nachwuchsarbeit gelegt wird „und die Profivereine jungen Spielern Entwicklungsmöglichkeiten bieten“, ist dies ganz nach seinem Geschmack und so freut er sich, dass der „DFB hier sehr gute Weichenstellungen vorgenommen hat.“ Besonders lobt er hierbei die Organisation der Nachwuchssichtung/schulung und die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten, denen er „eine sehr gute Arbeit“ bescheinigt. Beispielhaft, dass mit einer jungen und auch erfolgshungrigen Truppe „für Furore“ gesorgt werden kann, ist RB Leipzig, die sich als Aufsteiger sogar zwei Spieltage in Serie die Tabellenführung gesichert haben. Kritisch sieht er hingegen die Ganztagsschule oder andere Freizeitmöglichkeiten. „Die Frage ist, wie die Vereine, auf solche Veränderungen in der Schule reagieren. Es hat sich in der Gesellschaft viel verändert. Alle in den Vereinen müssen sich bewusst sein, dass man zum Beispiel selbst Fitnessstudios, Sauna oder Ähnliches anbieten sollte.“

Entwicklung der jungen Spieler ist wichtig

Völlig anders gestaltet sich die Situation hingegen im Breitensport, wo auf der Prioritätenliste ganz weit oben der Spaß beim Fußball steht. Dennoch: „Der sportliche Ehrgeiz hat dabei auch seinen Anteil.“ Dem Familienvater Kmuche-Gabel macht es „besonders viel Spaß“, die A-Ligamannschaft „nach den schwierigen Zeiten wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen, die Mannschaft zu entwickeln und auch sportlich gesetzte Ziele zu erreichen.“ Tabellenplatz sieben zur Winterpause ist eine gute Zwischenbilanz in der starken höchsten Lemgoer-Kreisklasse. Zur Personalsituation in seinem Team: Daniel Weigel zieht nach Duisburg, Marcel Heißler (Bild links) hat ein halbes Jahr Auslandssemester. Ganz wichtig ist für Kmuche-Gabel auch die Entwicklung der jungen Kicker. Eine Präferenz seines Tätigkeitsbereichs möchte er nicht angeben. Vielmehr gilt für ihn: „Ich persönlich fühle mich sowohl im Jugend-, als auch Seniorenbereich wohl.“ Der entscheidende Unterschied: „Der Umgang mit den Spielern und die Trainingsgestaltung im Kinderfußball sind natürlich sehr verschieden gegenüber dem Jugend- oder Seniorenbereich.“ An der Offenen Ganztagsschule in Leopoldshöhe leitet er einmal pro Woche die Fußball-AG. Dazu ist er im DFB-Mobil aktiv, weshalb er viel im Kinderfußball tätig ist. Quer durch alle Jugendteams hat er als Trainer gewirkt. Er betont: „Übertriebener Ehrgeiz ist im Jugendfußball fehl am Platze. Kinderfußball heißt, Spaß am Fußball zu vermitteln.“ So müsse man das Training auf die Altersgruppe ausrichten und altersgerecht trainieren.

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