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Kreisliga B Detmold

TuS Eichholz/Remmighausen – Tcheon-Jungs finden sich auf und außerhalb des Platzes

Wer vom TuS Eichholz/Remmighausen spricht, denkt auch an die Tcheons, die seit der frühesten Jugend ihren Herzensverein auf dem Spielfeld unterstützen. Bei Lippe-Kick haben wir die Geschichte der beiden Brüder Timo und Felix.

 

“Blindes Verständnis” der Tcheon-Brüder

 

Kreisliga B Detmold (hk). Die Familie Tcheon ist unverkennbar mit dem TuS Eichholz/Remmighausen verbunden. Vater Kai hat als Obmann das Sagen beim Spitzenteam der B Detmold, die Mutter Annette versorgt Fans und Spieler mit Leckerein aus dem Büdchen und die Söhne Timo und Felix gehen schon seit frühesten Kindheitstagen gemeinsam für die Grün-Weißen auf Torejagd. Zudem besitzen sie auch sonst einige Gemeinsamkeiten, wie sie in der Brüderstory bei Lippe-Kick zum Besten geben.

 

Von Henning Klefisch

 

Kai Tcheon ist schon seit frühester Jugend beim TuS Eichholz/Remmighausen involviert. Auch der Hausarzt der Tcheons kann wohl bestätigen, dass durch deren Adern grün-weißes Blut fließt, so tief verwurzelt ist die gesamte Familie mit dem sympathischen Verein aus dem südöstlichen Teil von Detmold. Seit den Minikicker-Zeiten spielen Timo (Bild links) und Felix für ihren “TuS.” Ihr Vater Kai lobt die Förderung in seinem Verein und urteilt anerkennend: “Die gesamte Jugendzeit wurden sie immer von guten Jugendtrainern beim TuS ausgebildet.” Der etwas ältere der beiden, der 24-jährige Timo, erklärt: “Der Reiz, zusammen in einer Mannschaft zu spielen, liegt darin, dass wir uns blind verstehen und genau wissen, wie der andere tickt”, verkörpert diese Brüderverständigung einen echten Trumpf. In F-Jugendzeiten erkennt sein Vater bei Timo die enorme Schnelligkeit und die fehlende Angst in den direkten Duelle, sodass das Urteil des fußballverrückten “Alten” schnell feststeht: “Er war prädestiniert für den Sturm”, da auch die Abschlussqualitäten ein Lächeln in sein Gesicht zaubern. Auch beim Fußball gibt es bekanntlich stets die Kehrseite der Medaille, weshalb der aktuelle Obmann des TuS gegenüber Lippe-Kick verrät: “Wenn es nicht lief, dann konnten auch schon mal ganz sichere Chancen in die Hose gehen.” Dieses Malheur hält sich allerdings im Rahmen und Timo ist in allen Nachwuchsteams ein verlässlicher Kantonist. Schnell wird den beiden Jungs klar, dass nach dem Laufen das Fußballspielen kommt und so jagen sie bereits im Alter von vier Jahren dem runden Ball hinterher. Ein weiterer Vorteil für diese nonverbale Kommunikation auf dem Platz und des perfekten Verständnisses untereinander ist, dass man über den gleichen Freundeskreis verfügt, zusammen in den Urlaub oder zu Bundesligaspielen der heißgeliebten Borussia aus Mönchengladbach fährt, oder einfach mal das Tanzbein schwingt auf diversen Feierlichkeiten. In Kindheitstagen sind die Steppken mit ihren Kumpels zum Sportplatz gefahren “und bolzten, bis es dunkel wurde. Das war für die Jungs das beste Training”, sagt der stolze Papa und meint damit sicherlich das frühe Antrainieren im Bewegungsablauf und das Verhalten mit und ohne den Ball. Auch wenn es auf dem Spielfeld zu Unstimmigkeiten kommt, gehören diese nach dem Abpfiff bereits der Vergangenheit an. Da das fußballerische Talent von Felix (Bild rechts) sogar zu A-Jugendzeiten offensichtlich ist, unterstützt er häufiger die Seniorenmannschaft. Auch damals war schnell erkennbar, dass sich das Brüderduo “sehr gut gegenseitig motivieren kann”, wie Felix anmerkt und ergänzt: “Da ich meist immer eher defensiv und er offensiv gespielt hat und ich seine Laufwege und seine Gedanken kenne, verstehen wir uns sehr gut auf dem Platz”, so der ehemalige Spieler des TuS Horn-Bad Meinberg. Beim Jüngeren des Brüderduos ist schnell die beachtliche Technik erkennbar, wodurch er auch brenzlige Situationen spielstark lösen kann. “Er war mehr der elegante Spieler”, befindet Vater Kai und fühlt sich in seine eigene selige Jugendzeit zurückversetzt, als ein gewisser “Kaiser Franz” noch mit einer Art Heiligenschein mit und ohne Ball brilliert: “Ich habe seine Art Fußball zu spielen, immer ein bisschen mit Franz Beckenbauer verglichen.”

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