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Kreisliga A Lemgo

VfL Lüerdissen – Co-Trainer Steffen vermisst die Effizienz

Eine gute, aber keine überragende Hinserie hat der VfL Lüerdissen gespielt. Co-Trainer Tim Steffen hat sich bei Lippe-Kick zur aktuellen Situation geäußert.

„Wir können gegen jeden Gegner gewinnen

Kreisliga A Lemgo (hk). Einige Experten der Lemgoer-Fußballszene haben den VfL Lüerdissen ganz weit oben auf der Aufstiegsrechnung gehabt. Nach dem verpatzten Saisonstart mit null von sechs möglichen Zählern mussten die Lüerdisser der Musik zunächst hinterherlaufen, haben sich aber schnell gefangen und überwintern auf Rang sechs mit Schlagdistanz zur Tabellenspitze bei einem Spiel Bonus im Vergleich zu den führenden Teams aus Asemissen und Lipperreihe. VfL-Co-Trainer Tim Steffen hat bei Lippe-Kick nun Stellung zur aktuellen Situation und zur Perspektive bezogen.

Von Henning Klefisch

Bei eigenen 29 Zählern sind es zwölf Punkte Rückstand auf den Klassenbesten TuS Asemissen, deren sieben auf den Zweiten TuS Lipperreihe. Der mögliche Vorteil: Die Lüerdisser haben noch ein Spiel mehr als das Duo in der Hinterhand. Dazu kommen die direkten Duelle, die auch gegen die aktuell noch besser platzierten Teams aus Bentorf/Hohenhausen (31 Punkte), Hörstmar/Lieme und TBV Lemgo II (jeweils 29) anstehen. Für Steffen (Bild rechts) gibt es „klare Gründe“, die entscheidend für die momentane Platzierung sind. So analysiert er: „Defensiv stehen wir weiter sehr gut da, im Abschluss hapert es. Das betrifft alle Spieler, wir sind vor dem Tor nicht konsequent und zielgerichtet genug. So haben wir einige Punkte einfach liegen lassen, die natürlich weh tun!“ Was mal so gar nicht seinen Geschmack trifft: „Weiterhin haben wir gewisse Spiele auch einfach nicht gut genug gespielt, was zeigt, dass wir in jedem Spiel die richtige Einstellung zeigen müssen, um erfolgreich sein zu können! Wir sind keine Mannschaft, die die Spiele einfach so gewinnt“, kommt auch im Kreisligafußball vor dem Ertrag zunächst einmal der Aufwand. Dieser ist auf beeindruckende Art und Weise gegen die direkten Konkurrenten Hör/Lie (1:0) und Asemissen (1:1) gelungen, „in denen wir unsere Fähigkeiten eindeutig gezeigt haben“, betont Steffen.

Keine dominante Mannschaft in der A-Klasse

Damit in der Rückserie wieder fleißig gepunktet wird, fordert der zugleich als Defensivspezialist tätige Steffen „jedes Spiel mit Leidenschaft, individueller Disziplin und Konsequenz anzugehen.“ Wenn diese Tugenden realisiert werden, „können wir gegen jeden Gegner gewinnen“, ist man von der eigenen Stärke absolut überzeugt, weiß aber auch: „Schmeißen wir diese Eigenschaften und Haltungen nicht in die Waagschale, wird’s gegen jeden Gegner schwer!“ Einige Neuzugänge hat Cheftrainer Willi Wollbrink (Bild links) vor der Serie präsentieren können. Steffen lobt die Qualitäten dieser Akteure und fordert nun: „Wir müssen diese besser für unser Spiel nutzen, daran arbeiten wir! Es gilt, über das Kollektiv die individuellen Stärken jeden Spielers im Spiel effektiver herauszukitzeln! Die Mannschaft ist geschlossen und hat ein gutes Potenzial, das ist auch der Grund, warum wir jetzt nicht zum Winter unbedingt nach Verstärkung gesucht haben“, darf man sich immerhin über Zugang Sebastian Bauer erfreuen, der aus Studiengründen von Rheinland-Pfalz nach Lemgo gezogen und zuletzt in der B-Liga aktiv gewesen ist. Der „zweikampfstarke Defensivspieler möchte sich fußballerisch weiterentwickeln und macht einen sehr willigen und lernbereiten Eindruck – ein Gewinn für uns“, zeigt Tim Steffen sich überzeugt und hofft nun, dass eine spielerische Weiterentwicklung vonstattengeht, was im Trainingsbetrieb bereits sichtbar wurde. In der kommenden Spielzeit werden Keeper Dennis Tacke und Stürmer Severino-Valentino Westhoff die Lüerdisser verlassen. Bei Tacke sind es berufliche und wohnorttechnische Gründe. Westhoff wird als Spielertrainer zu einem B-Ligisten wechseln. Dazu sagt Steffen deutlich: „Das ist für uns enttäuschend und ist aus unserer Sicht eher unverständlich, wir müssen diese Entscheidung jetzt hinnehmen und akzeptieren!“ Bis auf ein, zwei Akteure haben alle Kadermitglieder ihr Bleiben für die kommende Serie zugesagt.
Dies weiter fortzuführen, beschreibt er als „eine tolle Aufgabe“, und folglich kündigt er an: „Wir werden in der Vorbereitung konzentriert und intensiv trainieren, wir werden sehen, was dann noch möglich ist für die Rückrunde! Ich sehe keine Mannschaft, die einfach alles wegfegt in der Liga“, ist die hohe Ausgeglichenheit ein echtes Merkmal in dieser Serie. In der Vorbereitung geht es gegen den Detmolder A-Ligisten SF Berlebeck/Heiligenkirchen, den FC Eisbergen (A-Liga Porta Westfalica), den Bezirksligisten FC Bad Oeynhausen  und den TuS Ahmsen aus der Lemgoer B2-Klasse. Möglich, dass das Testspielquintett durch einen weiteren Gegner fix gemacht wird.  

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