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Kreisliga A Lemgo

SG Bentorf/Hohenhausen – Voraussetzungen für den Bezirksliga-Aufstieg schaffen

Man hat viel vor bei der SG Ben/Hoh. Personelle Kontinuität ist ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor, wie auch Chefcoach Kai Gröchtenmeier im Hintergrundbericht bei Lippe-Kick beschreibt.

Zusammenhalt als Erfolgsfaktor

Kreisliga A Lemgo (hk). Schnell wird einem klar: Bei der SG Bentorf/Hohenhausen entsteht etwas ganz Spannendes. Als die TSG Hohenhausen und der SV Bentorf ab der Serie 2015/16 sich als Spielgemeinschaft zusammenschlossen, gab es sicherlich viele Fragezeichen. Geschickt sind die Kräfte der beiden Vereine gebündelt worden. Positive Zwischenbilanz: Man stellt als Tabellendritter ein Spitzenteam der A Lemgo und hat sich erstmalig für die Endrunde der lippischen Hallenmeisterschaften qualifiziert. Die Perspektive stimmt also bei den Kalletalern, weshalb die Vertragsverlängerung vom Trainerduo Kai Gröchtenmeier/Andreas Annutsch nur allzu logisch daherkommt.

Von Henning Klefisch

Gröchtenmeier (Bild links) zeigt sich spürbar angetan von den Voraussetzungen und den Strukturen im Verein, die er als „sehr gut“ beschreibt. Lobende Worte findet er auch für Annutsch, der sich schnell in das Trainerteam integriert hat und „einen sehr guten Job macht“, so der ehemalige Coach der SG Talle/Westorf, der einen Grund für die erfolgreiche Zusammenarbeit erkannt hat: „Da wir beide die gleiche Philosophie und die gleiche Zielsetzung verfolgen, war schnell klar, dass wir gerne zusammen weitermachen würden.“ Bei der Unterredung mit Obmann Sven Eickmeier herrschte folglich auch schnell Einigkeit über eine weitere Zusammenarbeit, dessen Ziel es ist, dass die nötigen Voraussetzungen für den Bezirksliga-Aufstieg geschaffen werden. Kai Gröchtenmeier sagt dazu: „Wenn es dann sportlich nicht reicht, ist das nicht schlimm, aber wir wollen die Rahmenbedienung dafür geschaffen haben. Hier muss man den Namen von Sven Eickmeier groß schreiben, der unglaublich viel Zeit investiert und sich um alles kümmert, was neben dem Platz passiert“, wird durch den ehemaligen Bentorf-Kicker auch viel Arbeit abgenommen. Zugleich bedankt sich der Ben/Hoh-Chefcoach bei Hardy Buck, „der auch mit Leib und Seele alles für den Verein gegeben hat.“ Nun möchte dieser sich etwas zurückziehen, wofür auch definitiv Verständnis offenbart werden muss. Kai Gröchtenmeier gibt korrekterweise zu bedenken: „Ich denke, ohne diese Menschen wäre dieser Sport nicht möglich und dies erleichtert jedem Trainer seine Arbeit“, sollen die Übungsleiter bekanntlich nicht auf zu viel Hochzeiten tanzen und sich vielmehr auf die Arbeit mit dem Team konzentrieren. Dazu natürlich auch immer fleißig die nimmersatten Pressevertreter mit Informationen beglücken.

„Wir verfolgen alle das gleiche Ziel“

Für Gröchtenmeier ist ganz entscheidend, dass  aus dieser guten Ausgangslage basierend, auch weiterhin motiviert und zielstrebig an den sportlichen Zielen gearbeitet wird. Schließlich macht es mehr Spaß, als Gewinner das Spielfeld zu verlassen, weshalb „wir alle weiter Gas geben werden, um mit einem guten Gefühl in die nächste Saison zu starten und hoffen, dass wir am Ende dieser Saison unter den ersten drei bis fünf Plätzen landen“, verrät er Lippe-Kick seine Vorgabe. Um erfolgreich arbeiten zu können, ist die Rückendeckung der Vereinsführung und der Spieler unabdingbar. Dies ist beim sympathischen Verein aus dem Kalletal absolut vorhanden, weshalb auch der existentielle Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. Dazu gesellt sich die Gemeinsamkeit: „Wir verfolgen alle das gleiche Ziel und die Stimmung könnte nicht besser sein. Ob es jetzt die jungen Wilden sind oder die erfahrenen Hasen, alle ergänzen sich sehr gut und kämpfen gemeinsam auf dem Platz oder auch manchmal an der Theke“, wird auch durch den gemeinsamen Konsum von stimmungsfördernden Getränken der Zusammenhalt gesteigert. Verständnis für die Arbeit des Reservetrainers lässt Gröchtenmeier  erkennen, wenn er sagt: „Auch die Zusammenarbeit mit Christoph Güse und Dennis Strübe (Bild rechts) ist überragend. Als Trainer der Reserve haben sie es nicht immer leicht.“ Die Problematik: „Mal kommen von der Ersten fünf Spieler runter und eine Woche später müssen sie wieder drei Spieler abgeben“, ist die Fluktuation im Kader der B-Ligareserve nicht zu unterschätzen. Wichtig ist, dass auch hier stets eine demokratische Lösung gefällt wird. Auch um den Verein herum stimmt es und so betont der Lemgoer Auswahltrainer 2015 im Gespräch mit Lippe-Kick: „Bedanken möchte ich mich noch bei allen Fans und Gönnern, die uns jede Woche zahlenmäßig unterstützen.“

Bollich zieht es zum American Football

Im Kader der ersten Mannschaft gibt es zum Sommer keine großen Veränderungen. Einzig German Bollich (Bild links) wechselt die Sportart und geht zum American Football nach Bielefeld, was bei seinen körperlichen Voraussetzungen als „Gladiator“ nachvollziehbar erscheint. Für Kai Gröchtenmeier steht fest: „Der Abgang wiegt natürlich sehr schwer und ist kaum zu kompensieren. Aber natürlich kann ich seine Entscheidung nachvollziehen.“ Schließlich arbeitet der Defensivspezialist in Bielefeld und muss folglich nach der Arbeit keinen weiten Weg zum Training auf sich nehmen. Dazu spielen die Bielefeld Bulldogs auch in der 3. Liga, wo Auswärtstouren nach Essen, Köln oder Potsdam anstehen. Sein aktueller Trainer zeigt sich überzeugt: „Vom Typ her passt er dort gut hin, da er ja bekanntlich kein Kind von Traurigkeit ist.“ Auch in diesem Fall gilt das allseits bekannte Sprichwort, dass die Hoffnung zuletzt stirbt und so hat die sportliche Leitung der SG Bollich noch einmal gebeten, dass er seine Entscheidung überdenkt.

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