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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Die Umfrage in der Liga

Wer steigt auf? Welche Mannschaft hat am meisten überrascht? Von wem habt ihr mehr erwartet? Diese Fragen haben wir Trainern und Spielern gestellt. Herausgekommen sind interessante Aussagen, die ihr nun hier nachlesen könnt.

Asemissen ist der Top-Favorit

Kreisliga A Lemgo (hk). Einige Beteiligte der höchsten Lemgoer Kreisliga sind noch ein wenig unschlüssig, welches Team sich den begehrten Startplatz für die Bezirksliga sichert. Interessante Meinungen gibt es an der breiten Spitze, auch schöne Begründungen, warum Asemissen für viele der Top-Favorit auf den Aufstieg ist. Spannende Aussagen gibt es zu den Überraschungsteams in dieser Spielklasse. Lippe-Kick hat die große Umfrage in der A Lemgo und liefert sehr lesenswerte Einschätzungen.

Von Henning Klefisch

Lippe-Kick: Wer steigt auf und warum?

Timo Kapale (Bild rechts), Trainer TuS Lipperreihe: „Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Mannschaft wegzieht und so schon eine frühzeitige Entscheidung im Aufstiegskampf fällt. Asemissen hat sicherlich die beste Ausgangslage und der Aufstieg wäre in Folge ihrer Entwicklung in diesem Jahr eigentlich ein „Muss“. Aber wie bei allen anderen auch, kommt es darauf an, wie man aus dieser enorm langen Pause herauskommt. Wir fühlen uns in der Rolle des Jägers wohl und wollen von Spiel zu Spiel unsere Aufgabe lösen – dann sehen wir weiter.“

Andreas Annutsch, Co-Trainer SG Bentorf/Hohenhausen: “ Der TuS Asemissen stellt spielerisch das stärkste Team und steht verdient oben. Sowohl das Hinspiel, in der Rückrunde in Asemissen, als auch das Halbfinal-Pokalduell waren voller Spannung und ein tolles Aushängeschild für den Kreisligafußball. Trotzdessen in diesem Duell gar kein Derbycharakter besteht. Ich denke, auch das Rückspiel wird wieder ein packendes Duell werden.“

Dennis Wieder, Betreuer SG Hörstmar/Lieme: „Asemissen hat die besten Chancen. Sie führen die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung an, es ist aber auch immer die Frage, wie man aus der Winterpause kommt, in welchem Fitnesszustand die Truppe ist etc.. Sie haben einen Vorteil durch ihren Kunstrasen haben sie auch, da sie dort die ganze Zeit trainieren können. Was zum Beispiel bei uns mit unserem Rasenplatz nicht möglich ist!“

 

Tim Steffen, Co-Trainer VfL Lüerdissen: „Wer aufsteigt, ist meines Erachtens noch offen! Derzeit sieht es nach Asemissen aus, machen sie den gefestigsten Eindruck. Die ersten Spiele im Jahr 2017 werden allerdings sehr wichtig sein.“

Ingo Sperlich (Bild links), Bereichsleiter Fußball TBV Lemgo: „Für mich steigt ziemlich klar der TuS Asemissen auf. Es sieht nach einem Zweikampf zwischen Asemissen und Lipperreihe aus, wobei ich da Asemissen vorne sehe, weil sie auf ihre Jugendarbeit setzen, was auch genau der richtige Weg ist. Das machen die anderen Vereine zwar auch, aber Asemissen geht da ziemlich konsequent und koordiniert vor. Nun ernten sie die Früchte. Bentorf/Hohenhausen darf ja nicht hoch. Auch Hörstmar/Lieme habe ich vor der Saison oben gesehen. Ich freue mich sehr, dass wir uns auch oben etablieren konnten. Unser erklärtes Ziel ist aber weiterhin der Klassenerhalt, weil wir es durch den einen oder anderen Winterabgang auch etwas schwerer haben. Auch der langfristige Ausfall von Vitali Rachlinski tut doppelt weh.“

Michael Kamlah, Spieler TuS Sonneborn: „Asemissen, ganz klar. Die letzten Jahre haben sie sich immer Stück für Stück super entwickelt und dieses Jahr sind sie mal dran! Die mit Abstand beste Mannschaft, gegen die wir diese Saison gespielt haben. Asemissen kann sich nur selbst schlagen, wenn die Spieler aufhören sich zu konzentrieren und dann den Faden verlieren.“

Michael Berge (Bild rechts), Geschäftsführer TuS Brake: „Wie erwartet steht der TuS Asemissen an der Tabellenspitze der Kreisliga A Lemgo. Dieses  hatte ich auch erwartet, weil die Mannschaft aus Asemissen in den letzten Jahren zusammengewachsen ist. Es ist eine junge Mannschaft. Die Chemie und das Umfeld passen. Ich bin davon überzeugt, dass der TuS Asemissen den Meistertitel holt. Bentorf/Hohenhausen hatte ich auch vor der Saison stark eingeschätzt. Meine Prognose scheint zu stimmen. Ich rechne am Ende der Saison mit Platz 2 oder 3.“

 

Lucas Berger, Spieler TSV Kirchheide: „Asemissen steigt wahrscheinlich auf, spielen relativ konstant und man hat auch nicht den Eindruck, dass sie noch einbrechen können.“

Florian Müller (Bild rechts), Trainer TuS Helpup: „Ich hoffe, dass Asemissen aufsteigt. Die haben es echt verdient, spielen sehr konstant und zielstrebig bisher. Ben/Hoh darf man auch nicht vergessen, auch eine sehr starke Performance bisher. Aber die dürfen ja noch nicht hoch. Lemgo II hat mich überrascht, hätte nicht gedacht , dass die A-Jugendlichen sich so schnell und gut integrieren.“

Tim Schauf, Trainer TuS Lüdenhausen: „Für mich ist Asemissen die mit Abstand beste Mannschaft und es würde mich sehr überraschen, wenn sie nicht aufsteigen sollten.“

Osvaldo Ratzlaff (Bild links), Trainer TSV Oerlinghausen II: „Ich weiss nicht, wer aufsteigen wird. Asemissen hat eine gute Ausgangssituation, aber im Fußball kann alles passieren. Unser stärkster Gegner, den wir in der Hinrunde hatten, war die SG Hörstmar/Lieme. Asemissen hatte einen glücklichen Sieg gegen uns und Lipperreihe Unentschieden und wir viermal Aluminiumtreffer. Ich glaube, das wird interessant werden. Dieses Jahr ist die A-Liga ein Hin und Her, aber ich wünsche es den Asemissern, weil ich ein Asemisser Jung bin und weiß, dass die Jungs brennen.“

Günter Kmuche-Gabel, Trainer TuS Leopoldshöhe: „Das wird sicher noch interessant, wie die Mannschaften aus der Spitzengruppe aus der Winterpause kommen. Die Mannschaften zeigen da alle taktisch und spielerisch sehr ansprechende Leistungen und selbst die SG Hörstmar/Lieme hat sicher noch ihre Möglichkeiten. Ich denke aber, dass sich in diesem Jahr der TuS Asemissen durchsetzen wird.“

Ralf Ackmann (Bild rechts), Trainer FC Donop/Voßheide: „Ich denke, dass die zwei Teams, die jetzt oben stehen: Asemissen und Lipperreihe, sowie SG BenHoh (sollten sie ihre drei noch ausstehenden Partien erfolgreich gestalten), das Rennen um den Aufstieg machen werden, wobei im direkten Vergleich Asemissen für mich die spielstärkste Mannschaft war!“

Markus Kettern, Trainer FC Schwelentrup/Spork-Wendlinghausen: „Ich denke, Asemissen hat dieses Jahr das beste Gesamtpaket.“

Welche Teams haben dich positiv überrascht, von welchen Teams hast du mehr erwartet?

Timo Kapale, Trainer TuS Lipperreihe: „Überraschungsmannschaften sehe ich eigentlich zwei. Lüdenhausen überzeugt mit einer unglaublichen, geschlossenen und homogenen Mannschaft, die jedem Gegner das Leben schwer machen kann. Zum anderen traue ich dem SV Wüsten eine starke Rückrunde zu. Spielerisch war das in der Hinrunde schon ordentlich – mussten aber viel Lehrgeld zahlen. Zudem war die Mannschaft nahezu neu zusammengestellt nach dem Aufstieg. Als Absteiger sehe ich diese Mannschaft gewiss nicht.“

Andreas Annutsch (Bild links), Co-Trainer SG Bentorf/Hohenhausen: „Große Überraschungen sind diese Saison in der Liga eigentlich nicht aufgetreten. Schön ist es auch zu sehen, dass Aufsteiger, wie der TuS Lüdenhausen sich durchaus in der Liga beweisen können. Bliebt zu hoffen, dass in Zukunft auch Vereine wie der VfL Lüerdissen wieder zurück in die echte Erfolgsspur zurückfinden. Hier besteht ja durchaus das Potenzial, wie auch das Umfeld, in Zukunft auch mal wieder eine Liga höher anzugreifen.“

Tim Steffen (Bild rechts), Co-Trainer VfL Lüerdissen: „Es gibt dieses Jahr keine Übermannschaft! Asemissen, HörLie, BenHoh und den VfL konnte man oben erwarten, etwas überraschend waren die Leistungen von Lemgo II und auch Lipperreihe, die Spielanlage fand ich bei beiden Teams gut – gegen uns die stärkste Mannschaft war Lemgo II (Gegen BenHoh haben wir noch nicht gespielt). Die Frage ist, welche Mannschaft hat die höchste Konstanz? Natürlich wären wir gern näher oben dran, haben allerdings zu viele Remis gespielt und zu wenig Tore geschossen. Ein altes Problem!“

Dennis Wieder, Betreuer SG Hörstmar/Lieme: „Überrascht hat mich der TuS Lüdenhausen, die auf einem guten zehnten Platz als Aufsteiger stehen! Zudem auch die SG Bentorf-Hohenhausen, die ja im Sommer neu zusammengebaut worden war und das alles super hingekriegt hat, dass es so läuft, wie es läuft. Lipperreihe hat mich auch positiv überrascht. Aufgrund des Umbruch habe ich gedacht, dass sie eventuell Probleme hätten, oben mitzuhalten, aber mit den drei, vier erfahrenen Leuten ist denen das super gelungen, eine gute Balance zu finden. Deutlich stärker eingeschätzt und ein bisschen enttäuscht war ich von Oerlinghausen, die hatten sich zum Ende aber wieder etwas gefangen. Sonst sehr enttäuscht hat mich der TuS Brake, der trotz einiger guter Kicker unten mitspielt.“

 

Ingo Sperlich, Bereichsleiter Fußball TBV Lemgo: „TuS Lipperreihe hat mich überrascht. Durch die Umstruktierung, die sie gemacht haben. Ähnlich wie wir gab es dort einen ziemlich großen Umbruch. Ich hätte gedacht, dass da mehr Unruhe drin ist, sie zwar ziemlich weit oben mitspielen, aber nicht ganz so weit oben. Enttäuscht hat mich keine Mannschaft. Alles sind sympathische, nette Truppen. Wir haben gegen die oberen Teams gewonnen, gegen die unteren Teams verloren, da sagt die Tabelle nicht das aus, wie spielstark die Mannschaften sind.“

Lucas Berger, Spieler TSV Kirchheide: „Lüerdissen habe ich stärker eingeschätzt, liegen hinter den Erwartungen. Die positive Überraschung ist der TuS Lüdenhausen, der als Aufsteiger eine richtig gute Hinrunde gespielt hat und schon einige Punkte auf der Habenseite hat.“

Michael Kamlah (Bild links), Spieler TuS Sonneborn: „Überrascht hat mich Lüdenhausen von der Punkteausbeute! Bei dem Spiel an der B1 ein Komplettausfall und am Ende der Hinserie knapp hinter uns. Ich bin gespannt, wie die Kalletaler zu Hause spielen. Die Mannschaft zeigt dort wohl immer ihr anderes Gesicht. (Das kommt mir irgendwie bekannt vor (schmunzelt). Trotz unserer Niederlage (2:1) in Wüsten habe ich mehr von dem Aufsteiger erwartet. Nach Gesprächen mit einigen anderen aus der Liga, ist Wüsten noch lang nicht angekommen und wird bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen!“

Michael Berge, Geschäftsführer TuS Brake: „Überraschend ist für mich allerdings der 5. Tabellenplatz der Reserve vom TBV Lemgo. Damit hatte ich persönlich nicht gerechnet. Ebenso spielen der TuS Helpup und TuS Lüdenhausen bis dato eine gute Saison. Beide Teams haben jeweils 20 Punkte auf dem Konto. Das ist eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde. Unseren TuS hatte ich doch ein wenig stärker eingeschätzt. Wir haben gute Fußballer in unseren Reihen. Allerdings hatten wir doch in der Hinserie mit vielen Ausfällen zu kämpfen, sei es verletzungsbedingt oder dadurch, dass einige Spieler nicht zur Verfügung standen, da sie auswärts studieren. Potential ist auf jeden Fall im Team vorhanden. Warten wir einmal ab, was unser neuer Coach Ivan Maros noch aus jeden einzelnen Spieler „herauskitzelt.“ Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt in der Rückrunde.“

 

Florian Müller, Trainer TuS Helpup: „Zum möglichen Absteiger kann ich nichts sagen. Klar sieht es für Schwelentrup nicht gut aus. Aber letztes Jahr gab es das gleiche Bild und dann haben sie eine bärenstarke Rückrunde gespielt. Es ist halt für jede Mannschaft unten drin abhängig davon, wie gut man trainieren kann und dann natürlich der Start der Rückrunde.“

Tim Schauf (Bild rechts), Trainer TuS Lüdenhausen: „Im Abstiegskampf ist nichts eindeutig. Es werden auf jeden Fall zwei Mannschaften absteigen, vielleicht aber auch vier, da Barntrup geschwächelt hat, Lemgo noch nah an den Abstiegsrängen ist und Werl-Aspe sowie Schötmar nur durch ein Wunder zu retten sind. Auf jeden Fall sind wir mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt, gemeinsam mit den sechs Mannschaften hinter uns. Das wird eine ganz enge Kiste und wahrscheinlich spannend bis zum Schluss.“

Osvaldo Ratzlaff, Trainer TSV Oerlinghausen II: „Positiv die Asemisser und negativ wir selber.“

Günter Kmuche-Gabel (Bild links), Trainer TuS Leopoldshöhe: „Insgesamt ist die Lemgoer A-Liga sehr ausgeglichen und gerade in der zweiten Tabellenhälfte sorgen alle Mannschaften immer wieder für positive Überraschungen. Deshalb müssen noch etliche Mannschaften, u.a. Leopoldshöhe, aufpassen, nicht in den Abstiegszone zu geraten. Zwei Mannschaften haben mich besonders positiv überrascht. Zum einen der TuS Lüdenhausen, zu Beginn häufig als Abstiegskandidat gehandelt, überzeugt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, kampfbetont, aber immer mit sehr fairem Zweikampfverhalten und hat mit Patrick Strate einen verlässlichen Torjäger und Führungsspieler in ihrer Truppe. Bemerkenswert finde ich auch die Entwicklung des TuS Lipperreihe, die nach vielen Veränderungen sich als starke Einheit präsentieren, spielerisch überzeugen können und eine ausgezeichnete Position an der Tabellenspitze einnehmen. Die große Überraschung im negativen Sinne sehe ich nicht. Einige Mannschaften werden sicher vergebenen Möglichkeiten nachtrauern. Das ist so und alle können es in der Rückrunde besser machen. Ich freue mich auf spannende Spiele in den verbleibenden Spielen.“

Ralf Ackmann, Trainer FC Donop/Voßheide: „Positiv überrascht haben mich der TBV Lemgo II und der TuS Lüdenhausen. Von wem ich mehr erwartet habe? Ich denke, da bin ich selbstkritisch genug und über alle anderen zu urteilen, steht mir nicht zu. Wer im Glashaus sitzt, sollte sich im Dunklen ausziehen.“

Markus Kettern (Bild rechts), Trainer FC Schwelentrup/Spork-Wendlinghausen: „Sowohl Lemgo als auch Lüdenhausen hatte ich nicht so stark erwartet. Im Keller haben sich genau die eingefunden, die ich dort erwartet hatte.“

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