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Kreisliga A Detmold

SuS Lage: Schiri Ünli spricht

Zu einigen Emotionen ist es im Spiel des SuS Lage gegen Ditib Detmold gekommen. Lippe-Kick interessiert sich dafür, was der leitende Schiedsrichter zu diesem Spiel zu sagen hat.

Nach dem Plaß-Aus: Jetzt spricht der Schiedsrichter

Kreisliga A Detmold (hk). Andre Plaß hat die nötigen Konsequenzen gezogen. Am Montag nach dem hitzigen Spiel gegen Ditib Detmold (0:0), wo es zu einigen Tumulten seiner Spieler auf dem Platz gekommen ist, hat er die Reißleine gezogen und ist von seinem Amt als Trainer des SuS Lage zurückgetreten. Auch Ditib-Coach Erhan Eksioglu und der leitende Schiedsrichter Sinan Ünli haben Stellung bezogen.

Von Henning Klefisch

Bei Lippe-Kick benennt Plaß (Bild links) die Gründe für seine vorzeitige Demission bei den abstiegsbedrohten Zuckerstädtern: „Die Summe der Ereignisse haben mir keine Wahl gelassen. Ich habe halt eine andere Vorstellung von Disziplin und den Umgang miteinander innerhalb einer Gemeinschaft“, betont er jedoch, dass der SuS-Vorstand von seiner Kritik ausgespart wird. Auch der Gegner findet kritische Worte für seine eigenen Spieler. Überhaupt nicht einverstanden mit dem Verhalten seines Schützlings Aykut Firinci zeigt sich Ditib-Spielertrainer Erhan Eksioglu (Bild rechts): „Ich bin richtig sauer auf meinen Spieler, der dort die rote Karte bekommen hat.“ Auch Lages Samet Özlük ist vom Spielfeld geflogen. Referee Sinan Ünli wollte nach einem Foulspiel an der Außenlinie dem Lagenser Spieler eigentlich nur die gelbe Karte zeigen. Samet Özlük hat in dieser Szene mit der Hand das Gesicht seines Gegenspielers getroffen. Um Schlimmeres zu verhindern, hat Ünli Rotsünder Aykut Firinci festgehalten. Dadurch wirkte der Spielleiter deeskalierend ein. Ünli betont: „Der Lagenser-Spieler war ruhig, während die Ditib-Spieler ihn angegriffen haben.“ Provoziert worden sein sollen die Ditib-Spieler zuvor durch eine Aussage der Lagenser.  Die Spielunterbrechung wegen dieser Situation betrug rund 30 Sekunden nach Aussage des Schiedsrichters. Zuschauer, weder von SuS Lage noch von Ditib Detmold, hat Ünli auf dem Platz nicht gesehen, die Auseinandersetzung fand „nur“ zwischen sieben, acht Spielern aus beiden Teams statt. Wenn er tatsächlich Zuschauer auf dem Platz gesehen hätte, hätte er das Spiel umgehend abgebrochen. Das macht er bei Lippe-Kick in aller Deutlichkeit klar.  Solch ein Konflikt auf dem Spiel ist kein Einzelfall, wenn man den Worten vom erfahrenen Spielleiter lauscht. Als Problem beobachtet der Referee häufig, dass der türkische Spieler in einem „deutschen Verein“ die Spieler vom türkischstämmigen Verein oft durch Schimpfwörter oder Gesten provoziert. Dass gewisse Worte als Spaß verstanden werden sollen, dafür hat er kein Verständnis. Einen Lösungsweg, um solche körperlichen Auseinandersetzungen zukünftig zu verhindern, hat er nicht parat. Am Montag, den 20. März 2017, wird wohl die Spruchkammersitzung stattfinden.

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