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Kreisliga A Lemgo

TuS Helpup – Müller nennt die Gründe für seinen Ausstieg

Deutliche Worte findet Helpup-Coach Florian Müller bei Lippe-Kick, um sein Ausscheiden nach der Saison zu begründen. Hier gibt es mehr

Müller warnt: „Der Trend zeigt klar nach unten“

Kreisliga A Lemgo (hk). Eine Ära endet beim TuS Helpup. Nach fünf Jahren Trainertätigkeit wird Florian Müller diese beenden. Ob die Pause ein halbes Jahr oder länger andauert, kann er jetzt noch nicht sagen. Klar ist aber auch: „Fußball ist meine Leidenschaft, ganz ohne geht nicht.“ Was nun für ihn wichtig ist: „Ich brauche auch mal etwas Abstand.“ Zunächst gilt aber seine volle Konzentration dieser Saison. Die will der ehrgeizige 34-Jährige nur allzu gerne erfolgreich mit dem Klassenerhalt in der A Lemgo krönen. Bei aktuell sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang – der TSV Schötmar steigt aus der Bezirksliga zu 99 Prozent ab – müssen die Helpuper möglichst bald wieder in den Punktemodus schalten.

Von Henning Klefisch

Der Start in das neue Fußballjahr ist schon einmal völlig verpatzt worden. Gegen die Spitzenteams SG Hörstmar/Lieme (1:7) und in Asemissen (1:6) setzte es zwei herbe Pleiten. Müller (Bild rechts) bewertet dies aus zwei Perspektiven: „Auf der einen Seite ist es gut, dass wir die beiden Brocken weg haben. Andererseits ist es für das Selbstvertrauen nicht förderlich. 13 Tore in zwei Spielen ist brutal viel“, dazu sehr ungünstig für das Torverhältnis. Positiv stimmt ihn, dass seine Truppe es über eine Stunde Spielzeit gegen Hör/Lie zumindest „ordentlich gemacht“ habe. Gegen den überlegenen Tabellendritten hat man sich mit den eigenen Mitteln gut zur Wehr gesetzt, scheiterte es letztlich an den zu vielen individuellen Fehlern, die konsequent vom Gegner bestraft wurden. „Dann gehen die Köpfe runter. Wir sind nach dem 1:3 auseinander gebrochen“, so seine Beobachtung. Er moniert: „Das darf niemals passieren.“ Gewisse Parallelen gab es in Asemissen. Der Tabellenführer hat im ersten Spielabschnitt einige Torchancen vergeben. Seiner Truppe fehlte es an der nötigen Zielstrebigkeit im eigenen Spiel. Nach dem 1:3 ist seine Mannschaft ähnlich wie gegen Hörstmar/Lieme leistungsmäßig zusammengefallen. Auch hier das Problem: Individuelle Fehler, die zu den ersten vier Gegentoren führten. Der Blick ist nun nach vorne gerichtet. Es kommen erst die Partien, wo „es für uns richtig losgeht“, sagt Florian Müller und meint das anstehende Heimspiel gegen den TuS Lüdenhausen am Sonntag.

Spieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft

Bekannt ist beim TuS Helpup, dass die Kadergröße meist überschaubar ist. Sprich: Es darf nicht viele Ausfälle geben. Daher muss auch ein Akteur wie Marius Frys, der aufgrund einer Schambeinentzündung eigentlich überhaupt nicht mehr spielen darf, aushelfen. Müller zeigt sich angetan: „Marius will helfen, er ist ein Kämpfertyp.“ Bei Johannes Brückmann ist die Verfügbarkeit auch nicht gerade optimal, da er in seinem Studium sehr stark involviert ist. Felix Knaup studiert in Dortmund. Kurzum: „Alle trainieren unter der Woche nicht. Dass sie nicht bei 100 Prozent sein können, ist klar“, schildert ihr Trainer die Problematik. Ganz bewusst erklärt er aber bei Lippe-Kick, dass er die Niederlagen nicht durch die Personalprobleme entschuldigen möchte. Immerhin gibt es auch genügend andere Teams im unterklassigen Amateurfußball, die damit zu kämpfen haben.

„Viele Dinge laufen bei uns nicht gut“

Ein Grund, warum er seine Zelte im Sommer 2017 in Helpup abbricht, ist absolut nachvollziehbar. „Ich möchte mehr Zeit für meine Familie haben, die Zeit mit meiner Frau und meinem einjährigen Sohn Henry genießen“, hat der Fußball nicht nur am Sonntag viel Zeit in Anspruch genommen. Was aber noch schwerwiegend hinzukommt: „Desweiteren laufen viele Dinge nicht gut bei uns. Grundlegende Dinge. Es geht nicht „seitwärts“ wie es nett beschrieben wurde, sondern der Trend zeigt klar nach unten. Das nicht alles klappen kann bei einem Verein ist klar, aber die Basics sollten klappen.“ Speziell in der aktuellen, nicht gerade einfachen Phase, wünscht sich Müller Präsenz „und die vermissen wir als Mannschaft komplett“, findet er klare Worte in Richtung Vorstand. Der Chefcoach bedankt sich bei seinem Assistenztrainer Jascha Pistor (Bild links) und seiner Mannschaft, dass sie so gut zusammenhält. „Dafür bin ich absolut dankbar.“ Weil: „So eine Truppe gibt es nicht oft“, zeigt er sich davon positiv angetan. Die aktuelle Saison möchte der TuS Helpup „vernünftig zu Ende spielen und unser Ziel erreichen“, was da lautet Klassenerhalt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Florian Müller weiß, mit welchen Kandidaten, bezüglich der Nachfolge gesprochen worden ist, möchte dies aber aus verständlichen Gründen nicht öffentlich machen.

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