Connect with us

Kreisliga A Lemgo

Schönwälder im Interview

Maximilian Schönwälder, der technisch versierte Mittelfeldspieler des starken Aufsteigers aus Lüdenhausen, gibt im Interview mit Lippe-Kick Reporter Robin Engelking Einblick in die Gepflogenheiten des Lüdenhauser Dorflebens, gibt eine Einschätzung zur Situation des TuS in der Kreisliga A ab und formuliert klar, warum er vor zwei Jahren seinen Verein gewechselt hat.

„Ich hatte keine Lust auf Bentorf“

Kreisliga A Lemgo (re). Eine starke Saison spielt bisher der Aufsteiger aus Lüdenhausen. Ein entscheidender Baustein dafür, dass der TuS seit vielen Monaten die Abstiegsplätze meidet, ist der 23-jährige Mittelfeldmotor Maximilian Schönwälder. Der gebürtige Hohenhauser schloss sich 2015 dem Kalletaler Kontrahenten an und trug direkt in seiner ersten Spielzeit zum Aufstieg bei. Im Interview mit Lippe-Kick Reporter Robin Engelking äußert sich „Mäx“, wie er von seinen Freunden und Fans genannt wird, darüber, was ihn an seinem immer noch neuen Verein begeistert, wie er die aktuelle Situation sieht und welche Perspektiven der TuS zu bieten hat. Außerdem findet er deutliche Worte darüber, was ihn zu seinem Wechsel bewog.

 

Lippe-Kick: Hallo Mäx, inzwischen geht deine zweite Saison am Erlenhain auf die Zielgeraden. Bist du inzwischen beim TuS schon richtig heimisch geworden?

 

Maximilian Schönwälder (Bild links): „Ja, auf jeden Fall! Ich fühle mich hier total wohl. Der Zusammenhalt ist super, so wie ich es auch schon aus Hohenhausen gewohnt war. Der Aufstieg schweißt dann natürlich noch einmal zusätzlich zusammen.“

 

Lippe-Kick: Du betonst, dass du dich auch in Hohenhausen sehr wohl gefühlt hast. Was war denn vor zwei Jahren der ausschlaggebende Grund für deinen Wechsel nach Lüdenhausen und was macht den Verein aus deiner Sicht aus?

 

Schönwälder: „Entscheidend dafür war, dass die TSG Hohenhausen sich dazu entschieden hat, eine Spielgemeinschaft mit Bentorf zu gründen. Ich hatte keine Lust auf Bentorf! Den TuS macht aus, sowohl einen super Zusammenhalt zu haben, als auch ein gutes sportliches Niveau.“

 

Lippe-Kick: Welche Religion wird in Lüdenhausen eigentlich am intensivsten gelebt? Der Schützenverein oder der TuS?

 

Schönwälder (lacht): „Von mir persönlich auf jeden Fall der TuS. Es wurde allerdings auch schon von verschiedensten Ecken versucht, mich zum Beitritt in den Schützenverein zu überreden. Was man sagen muss: Wenn Schützenfest ist, dann sind die erste und zweite Mannschaft komplett anwesend. Das klappt beim Training irgendwie nie. Schützenfest ist allerdings auch nur alle zwei Jahre. Mit dem TuS wird tagtäglich mitgefiebert.“

 

Lippe-Kick: Kommen wir zur Gegenwart. Du bist unumstrittener Stammspieler und hast vor kurzem im wichtigen Spiel gegen Wüsten sogar das goldene Tor des Tages erzielt, obwohl dies nicht einmal deine primäre Aufgabe ist. Mit deiner persönlichen Situation kannst du also mehr als zufrieden sein, oder?

 

Schönwälder: „Ja, alles in allem schon. In der Rückrunde habe ich nun allerdings noch nicht so zu meinem Spiel gefunden. Das geht aber leider nicht nur mir so, sondern der gesamten Mannschaft.“

 

Lippe-Kick: Und wie siehst du die Situation der Mannschaft? Ihr spielt über weite Strecken eine tolle Saison als Aufsteiger. Zuletzt reichte es aber gegen das Krisenteam aus Helpup nur zu einem 0:0 und anschließend musstet ihr in eine 0:2-Niederlage beim bisherigen Schlusslicht FC SSW einwilligen. Hinzu kommt, dass das Szenario mit vier Absteigern durchaus realistisch ist mittlerweile. Wird der TuS doch noch einmal in den Abstiegskampf geraten?

 

Schönwälder: „Ich persönlich gehe davon aus, dass es am Ende nur drei Absteiger geben wird. Dann hätten wir jetzt acht Punkte Vorsprung. Leider Gottes hatten wir in der Hinrunde schon viele Heimspiele gegen direkte Konkurrenten und jetzt überwiegend Auswärtsspiele. Da haben wir uns bislang noch nicht so gut präsentiert und erst fünf Punkte eingefahren. Natürlich sind wir trotz des Vorsprungs gefragt, auch auswärts und in Spielen, wo nicht jeder damit rechnet, zu punkten!“

 

Lippe-Kick: Was meinst Du, wie viele Punkte am Ende zum Klassenerhalt benötigt werden?

Schönwälder: „Vor der Saison haben wir uns vorgenommen, zehn Spiele zu gewinnen. Ich denke, dass diese 30 Punkte auch am Ende ausreichen werden, um die Liga zu halten. Ich gehe nämlich wie gesagt davon aus, dass nur drei Teams absteigen.“

Lippe-Kick: Wie bereits angedeutet, könnte es einige Teams geben, die die Bezirksliga in Richtung Kreisliga A Lemgo verlassen. Das würde bedeuten, dass die Liga in der nächsten Saison wohl noch stärker wird. Siehst du die Gefahr, dass es für Euch das berühmte schwere zweite Jahr werden könnte, zumal mit „Buddy“ Nitschke (Bild rechts) ein absoluter Leistungsträger den Verein verlässt?

 

Schönwälder: „Das zweite Jahr ist generell schwieriger und dass die Liga etwas stärker wird, davon muss man ausgehen. Buddys Abgang trifft uns schon sehr hart. Natürlich wird es sehr schwierig nächstes Jahr, jedoch habe ich volles Vertrauen in unseren Trainer Tim Schauf. Er wird wieder eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen bringen. Wenn der diesjährige Klassenerhalt erst einmal geschafft ist, dann ist der im nächsten Jahr auch auf jeden Fall wieder ein realistisches Ziel!“

 

Lippe-Kick: Ich danke dir für das nette Interview und wünsche dir und deiner Mannschaft alles Gute für den restlichen Saisonverlauf!

More in Kreisliga A Lemgo

%d Bloggern gefällt das: