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Kreisliga C2 Lemgo

SC Lemgo/West III – Köhler fordert mehr Respekt

Viel Kampfeswille wird den Kickern des SC Lemgo/West III Woche für Woche attestiert. Dennoch gibt es nicht selten zweistellige Niederlagen. Kapitän Markus Köhler spricht nun Klartext.

„Einige denken, es muss zweistellig sein”

Kreisliga C2 Lemgo (ab). Der SC Lemgo/West III ist, wie den meisten bekannt sein dürfte, eine Inklusionsmannschaft, das heißt, Spieler mit körperlicher oder geistiger Behinderung sind ein Teil der Mannschaft und stehen auch regelmäßig bei den Spielen auf dem Platz. Kapitän dieser überaus sympathischen Truppe ist Markus Köhler, nebenbei auch noch der beste Torschütze seines Teams mit elf Treffern. Bei Lippe-Kick fordert Köhler mehr Respekt gegenüber seiner Mannschaft.

Von André Bell

3:14, 2:13, 1:18, nicht selten endet ein Spiel mit Beteiligung des SC Lemgo/West III mit solch einem Ergebnis. Auf der anderen Seite stehen aber mittlerweile auch Erfolgserlebnisse, zum ersten Mal in der zugegebenermaßen noch jungen Vereinsgeschichte gelangen dem Team von der West-Alm zwei Siege innerhalb einer Saison. In der Tabelle liegt man vier Spieltage vor Saisonende sogar vor der eigenen zweiten Mannschaft, die man in der Hinrunde schlagen konnte. Das Rückspiel steht am 22. Spieltag an. Im Vergleich zur Hinrunde hat der SC ebenfalls einen Entwicklungssprung gemacht, die Mannschaft hält gut mit, besonders offensiv ist man gefährlicher geworden. Doch immer noch fallen die Niederlagen, die man kassiert, teils sehr deutlich aus, was Kapitän Markus Köhler (Bild rechts) sauer aufstößt, er wirft den Gegnern fehlenden Respekt vor. „In keinerlei Hinsicht wird Rücksicht auf uns genommen”, sagt Köhler, der nachlegt: „Einige Gegner denken, ein 4:0 oder 5:0 reicht nicht, es muss dann zweistellig sein.” Das hinterlässt natürlich Spuren. Kein Fußballer verliert gerne. Noch weniger will ein Fußballer Wochenende für Wochenende zweistellig verlieren. So auch die Kicker des SC Lemgo/West III. „Fakt ist, dass gerade unsere Jungs von der Lebenshilfe immer weniger Lust auf Fußball haben, weil sie eben merken, dass keine Rücksicht genommen wird. Das erhoffen wir uns aber eigentlich von jedem Gegner. Aber man merkt immer mehr, dass die Jungs einfach keine Lust mehr haben und bei manchen muss man auch aufpassen, wie sie getroffen werden, weil das sonst ganz schlimm werden kann”, kommt eine weitere Komponente hinzu. „Ich habe mir das bei manchen Gegnern auch anders vorgestellt”, meint Köhler, dass „die Gegner mehr Respekt zeigen sollten.” Zwar wird dem Team Woche für Woche ein toller Einsatz attestiert und oft wird der Mannschaft Respekt gezollt, dass sie sich jede Woche auf den Platz stellen, doch wenn man nach 50, 60 Minuten 0:5 zurückliegt, dann kann der Kampfeswille noch so groß sein, irgendwann bricht jeder, irgendwann macht sich die Resignation breit, die Köpfe gehen nach unten. Notfalls muss man Konsequenzen ziehen: „Ich denke mal, es wäre schade für die ganze Liga, wenn nächstes Jahr ein Team weniger an den Start gehen würde. Aber man kann es leider nicht ändern. Mund abputzen und weiter geht’s.” Hoffentlich auch noch nächstes Jahr, denn sicher nicht nur der Schreiber dieser Zeilen würde diese Mannschaft vermissen.

 

Stadtwerke Bad Salzuflen

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