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Best of Lippe-Kick

Best of Lippe-Kick 2017 – Die Referees sprechen

Wie haben die Referees diese interessanten Kreisvergleiche gesehen? Lippe-Kick hat die Aussagen für euch.

„Es gab zum Glück nicht so viele strittige Szenen”

Best of Lippe-Kick 2017 (hk). Was wäre der Fußball nur ohne Schiedsrichter? Oft sind Sie die Buhmänner, weil das eine oder das andere Team oder sogar beide Mannschaften etwas an der Spielführung auszusetzen haben. Sicherlich müssen sich auch die Referees der Kritik stellen, wie es auch Trainer, Spieler und Journalisten tun müssen. Lippe-Kick hat mit zwei Schiedsrichtern vom Best of Lippe-Kick 2017 über das Spiel und die strittigen Szenen gesprochen.

Von Henning Klefisch

Bernhard Engelke, der Spielleiter vom Auftaktspiel der B- und C-Ligateams, freut sich auch einige Tage nach dem Spiel noch, wenn er sagt: „Es war mir eine große Ehre, mit meinen Assistenten Dorian Egner und Jannik Simon ein Auswahlspiel zu leiten. Das Spiel der B / C hatte ein hohes Niveau”, will er sich auch an dieser Stelle bei den Spielern und Trainern „für die faire Spielart bedanken.” Auf die Kritik im Lippe-Kick-Spielbericht bezüglich der beiden Handspiele möchte er anmerken, „dass absichtliches Handspiel strafbar ist.” Der entscheidende Unterschied zu den strittigen Fällen am Sonntag: „Wird ein Spieler aus zwei Metern an die Hand geschossen, dann ist die Armhaltung natürlich und das Handspiel nicht strafbar”, hat er diese Argumentation auch in beiden Fällen den Spielern so mitgeteilt. Für den Linienrichter aus dem Bezirks- und A-Ligaspiel, Sebastian Termöllen, ist die Lemgoer-Truppe im ersten Abschnitt „das dominierende Team” gewesen, lobt er insbesondere den starken Vorwärtsdrang der Hansestädter und die Tatsache, dass sie in der Defensive nur wenig Lücken offenbarten, weshalb die 1:0-Pausenführung „völlig verdient” gewesen ist. Nachdem die Detmolder Trainer zur zweiten Hälfte einige taktische Wechsel vorgenommen haben, kamen auch die Hausherren zu Abschlussaktionen, konnten durch die Kruggel-Tore auch für Spannungsmomente sorgen. Termöllen ist aber aufgefallen: „Team Lemgo hat aber aus meiner Sicht zu keinem Moment die Kontrolle über das Spiel verloren”, weshalb er einen „verdienten Sieg” für den Herausforderer beobachtet hat. Auch ist es nach seiner Einschätzung wichtig gewesen, dass es eine torreiche Partie gegeben hat, wodurch auch die zahlreichen Zuschauer „auf ihre Kosten kamen.” Vorteilhaft, dass die strittigen Szenen in diesem Spiel eher Seltenheitswert genossen. Elfmeter hätte man bei den Attacken an Niklas Brand und Patrick Strate geben können, der beim Foulspiel an Ali Celik schließlich verhängt wurde. Termöllen hat zu den beiden möglichen Elfmeterentscheidungen eine klare Meinung: „Du versuchst natürlich als Schiedsrichter in einem noch offenen Spiel keine Mannschaft mit einem Elfmeter zu bestrafen, wo du dir nicht 100-prozentig sicher bist. Von daher kann ich die ersten beiden Aktionen nachvollziehen”, hätte er beim Foulspiel an Celik auch auf Strafstoß entschieden. Er glaubt nicht, dass hier eine „Wiedergutmachung” für die zuvor nicht verhängten Elfmeter betrieben worden ist, „sondern vielmehr eine richtige Schiedsrichterentscheidung getroffen wurde.” Klar ist auch, dass der Referee in jedem Moment der Partie „absolut neutral” entscheidet, wie Termöllen deutlich macht und weiter ausführt: „Wenn du bei zwei strittigen Entscheidungen jeweils für eine Mannschaft entschieden hast, wirst du beim nächsten Foul noch genauer hinsehen und möglicherweise eher auf Foulspiel entscheiden”, auch deshalb ist die Strafstoßentscheidung „absolut gerechtfertigt.”

Termöllen lobt Pöhlert: „Insgesamt hat er das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle gehabt, was auch zeigt, dass keine der Mannschaften sich durch falsch entschiedene Szenen benachteiligt gefühlt hat”, merkt er aber auch an, dass der Spielleiter in der einen oder anderen Szene durchaus einen gelben Karton hätte zeigen können. Er räumt jedoch auch ein: „Allerdings ist es bei so einem Spiel, welches insgesamt auch sehr fair war, nicht nötig wegen jeder Kleinigkeit einen Spieler zu verwarnen.”

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