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Hallenfussball

LZ-Cup 2017/2018 – Vorbericht Halle Horn

Mehr Favorit geht nicht, wenn der Titelverteidiger und Seriensieger Post TSV Detmold antritt. Klar ist aber auch: Kontrahent SV Diestelbruch/Mosebeck lässt sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen. Sehr ausgeglichen kommt derweil die Gruppe 2 daher, wo auch der B-Ligist BSV Müssen von der Zwischenrunde träumt.

Rollt die Post-Kutsche an?

Lippische Hallenmeisterschaften 2017/2018 (hk). Leute, mit dem Post TSV Detmold gastiert der große Favorit in der Halle am Waldstadion. Der Seriensieger bekommt es in Gruppe 1 mit den beiden A-Ligisten SV Diestelbruch/Mosebeck und der SG Kachtenhausen/Helpup zu tun. Dazu gesellt sich das B-Ligaspitzenteam RSV Hörste. In der zweiten Gruppe ist Spannung garantiert, wenn sich der B-Liga-Aufstiegsaspirant BSV Müssen mit den drei A-Ligisten TuS Horn-Bad Meinberg, TSV Rischenau und CSL Detmold misst.

Von Henning Klefisch

Gruppe 1

RSV Hörste
Post TSV Detmold
SV Diestelbruch/Mosebeck
SG Kachtenhausen/Helpup

 

„Wir haben eine sehr starke Gruppe erwischt und sind auf dem Papier erstmal klarer Außenseiter”, äußert sich RSV Hörste-Kicker Marcus Baumgartner (Bild links) zur Auslosung zunächst reserviert. Er hat sich das Weiterkommen als Ziel gesetzt und erachtet Rang zwei hinter dem Post TSV Detmold als „realistisch.” Baumgartner unterstreicht: „Unser Ziel für den diesjährigen LZ-Cup ist natürlich die Teilnahme an der Finalrunde. Dafür brauchen wir sicher etwas Glück und zwei Sahnetage, doch wir haben dieses Jahr einen noch stärkeren Kader als in den Jahren zuvor und deswegen sind wir guter Dinge”, sind es einige Punkte, die ihn hoffnungsfroh stimmen. Bezüglich des Gewinns der diesjährigen lippischen Hallenmeisterschaften hat er sich bereits festgelegt: „Alles andere als ein weiterer Erfolg des Post TSV Detmold wäre für mich eine Überraschung. Dennoch traue ich Mannschaften wie dem FC Augustdorf oder auch Hörstmar/Lieme den Titelgewinn zu”, schätzt er diese drei Teams sehr hoch ein. Von „keiner angenehmen Gruppe” redet Post TSV-Manager Michael Grundmann (Bild rechts), der sich noch an die vergangenen Duelle unter dem Hallendach gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck erinnert. „Die Spiele waren immer ausgeglichen und schwer”, ruft sich Grundmann diese Spiele ins Gedächtnis zurück. Bei der Analyse über den RSV Hörste fällt ihm auf, dass dort „viele junge Leute” kicken, die „unangenehm zu bespielen sind.” Die SG Kachtenhausen/Helpup charakterisiert Grundmann als eine „ganz neu zusammengewürfelte Mannschaft”, betont er, dass Kachtenhausen in den letzten Jahren „sehr stark” gewesen ist, weiß aber auch, dass die neuformierte Truppe „schwer einzuschätzen ist.” Keinerlei Befürchtung hegt der Postler, dass die Gegner möglicherweise unterschätzt werden. Im Gegenteil: „Wir haben die letzten Jahre bewiesen, dass wir hochkonzentriert Fußball spielen können und jeden Gegner ernst nehmen.” Nach dem Titelhattrick wird es in diesem Jahr darum gehen, den Quattrick perfekt zu machen. Priorität genießt für ihn der Sprung nach Lemgo. Grundmann schwärmt: „Das ist das spektakulärste Ereignis in der Hallenrunde”, besitzt die Lipperlandhalle durchaus Suchtpotential für die Post-Kutsche. SV Diestelbruch/Mosebeck-Sprachrohr Lennart Rethmeier (Bild links) gibt eine Botschaft seiner Truppe mit auf den Weg: „Unsere Jungs sollen dieses Jahr einfach Spaß haben und dabei verletzungsfrei bleiben. Ich spreche ja aus eigener Erfahrung”, hat er sich beim Budenzauber doch das Kreuzband gerissen. Chefcoach Sascha Weber sorgt deshalb vor, wird folglich nur Spieler einsetzen, die in der bisherigen Spielzeit verletzungsfrei geblieben sind. Mit Blick auf die Auslosung teilt „Rethe” Lippe-Kick ehrlich mit: „Mit Sicherheit gibt es einfachere Gruppen in der Vorrunde. Mal wieder treffen wir auf den Post TSV Detmold. Nicht nur in unserer Gruppe der Favorit, sondern auch für das komplette Turnier. Dazu mit der SG Kachtenhausen-Helpup eine weitere Kreisliga A-Mannschaft und mit dem RSV Hörste eine starke Kreisliga B-Truppe”, zählt er die Kontrahenten kurz auf. Rethmeier zeigt sich aber positiv gestimmt, dass „unsere junge Truppe mit Sicherheit motiviert sein wird”, setzt der Pressesprecher auf die Agenda ganz weit oben, dass der Anspruch mit dem Sprung in die Zwischenrunde erfüllt werden soll. Als Geheimtipp für den diesjährigen Triumph tippt er auf die Spielgemeinschaften aus Hörstmar-Lieme und Hiddesen-Heidenoldendorf und die weiteren Bezirksligisten im Teilnehmerfeld. Für Alexander Wolf (Bild rechts), den Spielführer der SG Kachtenhausen/Helpup, steht fest: „Grundsätzlich kann man Halle nicht Eins-zu-eins mit draußen vergleichen, aber es gibt schon geilere Vereine, als wieder auf Post treffen zu müssen”, hat Wolf nach der Auslosung sicherlich keinen Freudentanz zelebriert. Für Wolf und sein Rudel genießt die Halle keine exorbitante Priorität: „Unser Fokus ist dieses Jahr nicht auf die Halle gerichtet, obwohl wir natürlich antreten und alles probieren werden”, berichtet er bei Lippe-Kick. Die Favoritenrolle schiebt er wenig überraschend dem Post TSV Detmold zu, „wobei ich auch nichts gegen eine Überraschungsmannschaft hätte”, räumt er ein.

Gruppe 2

TuS Horn-Bad Meinberg
BSV Müssen
TSV Rischenau
CSL Detmold

 

Vor heimischer Kulisse tritt der TuS Horn-Bad Meinberg an. Die Bedeutung dieser Veranstaltung ist beim TuS-Trainer Kemal Akman (Bild links) in eher geringer Dosierung anzutreffen: „Die Hallenrunde ist mir persönlich nicht so wichtig. In der Halle kann jeder jeden schlagen”, kann Akman für diese Phrase direkt mal drei Euro ins Phrasenschwein werfen. Was er als „schön” empfindet: „Auch die schwächeren Mannschaften können etwas Spaß und Motivation tanken und dann mit in die Rückrunde nehmen”, hat er damit sicherlich nicht die Unwahrheit gesprochen und so postuliert er frisch, fröhlich und frei: „Genau das ist unser Ziel”, gibt es doch Aspekte, die ihm Hoffnung bereiten: „Ich habe eine technisch gute Mannschaft, hoffe, dass wir Spaß haben und sich niemand verletzt. Mehr möchte ich nicht erreichen”, macht er deutlich. Als „an sich schon stark” bewertet BSV-Kicker Pascal Swoboda (Bild rechts) das Teilnehmerfeld, was auf seine Mannschaft in der Vorrunde wartet. Die Aufeinandertreffen mit gleich drei A-Ligisten rauben ihm nicht den Schlaf, weil: „Dass wir mit einer stärkeren Gruppe umgehen können, haben wir in den letzten Jahren aber schon bewiesen, da wir jedes Jahr eine Gruppe mit drei starken Kreisliga A-Mannschaften hatten und trotzdem die Zwischenrunde erreicht haben”, lässt er ganz locker die Ergebnisse sprechen. So eine wirklich tiefgehende Gegneranalyse liefert er nicht, vielmehr gilt für ihn Devise: „Ich denke, in der Gruppe und sowieso in der Halle, ist alles offen. Es wird interessante und offene Spiele geben”, will man als klassentieferes Team den Sprung in die Zwischenrunde realisieren. „Danach”, so gibt Swoboda zu Protokoll, „sieht man weiter.” Sein Comeback nach mehrjähriger Abstinenz feiert der TSV Rischenau auf der Bühne der lippischen Hallenmeisterschaften. Obmann Sebastian Tunke wünscht sich: „Die Jungs sollen Spaß haben und das kann man als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen sehen”, hofft er vor allem auf Verletzungsfreiheit. Als Favoriten auf den Gesamtsieg benennt er den Post TSV Detmold, während in der Vorrundengruppe der TuS Horn-Bad Meinberg nach seinem Dafürhalten den Heimvorteil nutzt und sich das Weiterkommen sichert. Tunke glaubt, dass auch Müssen und CSL Detmold über „einige gute Hallenkicker” verfügen.

CSL-Vereinsboss Karl Schmid (Bild links) kündigt an: „Wir tun alles, um weiterzukommen.” Zu viel Druck macht sich der Tabellenletzte der A Detmold aber auch nicht: „Wenn es nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm. Der Klassenerhalt ist wichtiger”, klingt diese Prioritätenanordnung realistisch. Bezüglich der Kontrahenten weiß er zu berichten: „In der Halle kann man nicht nach der Spielklasse gehen. Es ist machbar, aber dennoch schwer”, sagt er bei Lippe-Kick.

 

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