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Hallenfussball

LZ-Cup 2017/2018 – Vorbericht Halle Barntrup

Die „roten Teufel“ sind am Sonntag Gastgeber in eigener Halle und begrüßen acht weitere Teams zur Vorrunde des diesjährigen LZ-Cup. Neben dem RSV wollen drei A-Ligisten eine Runde weiterkommen. In der zweiten Gruppe strebt ein C-Ligist eine Überraschung an, müsste dazu aber Lipperreihe und zwei Kalletaler hinter sich lassen.

„Hammer-Gruppe” und ein ambitionierter Underdog

Lippische Hallenmeisterschaften 2017/2018 (ab). Neun Teams beherbergt die Halle in Barntrup am Sonntag, vier davon qualifizieren sich für die Zwischenrunde Anfang Januar. Als Gastgeber fungiert natürlich der RSV Barntrup, der es in seiner Gruppe aber mit starker Konkurrenz zu tun bekommt. Der TSV Schötmar kennt das Gefühl des Sieges bereits, holte den Cup im Jahr 2013. Aber auch der SV Werl-Aspe und der TuS Brake wollen hoch hinaus. Der SC Lemgo/West ist der Außenseiter dieser Gruppe, was aber nicht bedeutet, dass man schon im Vorfeld klein beigibt. In der zweiten Gruppe ist der TuS Lipperreihe der klare Favorit, hat es aber mit zwei Spitzenteams aus der Kreisliga B1 zu tun. Die SG Kalldorf und die SG Talle/Westorf schicken sich an, dem A-Ligisten ein Bein zu stellen. Ambitioniert geht auch C-Ligist SV Rojhilat Bad Salzuflen, der sich sogar das Erreichen der Finalrunde auf den Wunschzettel geschrieben hat.

Von André Bell

Gruppe 1

SV Werl-Aspe
SC Lemgo/West
TSV Schötmar
RSV Barntrup
TuS Brake

 

Der Begriff „Hammer-Gruppe” fällt ein wenig öfter mit Blick auf die Besetzung dieser Vorrunden-Gruppe. Werl-Aspe-Co-Trainer Carsten Voelzke verwendet diesen Begriff zum Beispiel. „Ich denke, wir haben eine Hammer-Gruppe. Mit Barntrup haben wir eines der besten lippischen Hallenteams, dazu noch in ihrer eigenen Halle, in unserer Gruppe”, gehört der RSV für ihn zu den Favoriten, wozu er aber auch Schötmar und Brake zählt, „die auch eine enorme Qualität haben.” Auch „Lemgo/West sollten wir als Underdog nicht unterschätzen”, was SVWA-Coach Thorsten “Bonzo” Meier (Bild links) so nur bestätigen kann: „Mit Schötmar und Barntrup haben wir es mit sehr guten Hallenfußballern zu tun. Auch Brake und Lemgo/West darf man nicht unterschätzen. Ich glaube, es könnte eine sehr spannende Gruppe werden.” Das Ziel des A-Ligisten ist zunächst einmal die Zwischenrunde in eigener Halle, aber „es wäre es eine super Sache, sich für die Endrunde zu qualifizieren.” Neben den Vorjahresfinalisten traut man beim SV auch Teams wie dem TBV Lemgo, TuS Asemissen, Hörstmar/Lieme, Augustdorf und Barntrup den ganz großen Wurf zu.

Ebenfalls als „Hammer-Gruppe” empfindet Torsten Berlin, Coach des SC Lemgo/West diese Zusammenhäufung an klassenhöheren Teams. „Alles Bezirks oder Kreisliga A-Mannschaften, da wird es schwer werden, etwas zu holen”, meint der Coach, der deshalb recht kleine Brötchen backt: „Unser Ziel wird es sein, uns Sonntag so gut es geht zu verkaufen, auf mehr zu hoffen wäre wohl etwas vermessen.”

Auf etwas Mehr hofft aber der TSV Schötmar, der den Pokal bereits einmal in die Höhe stemmen durfte. „Die Gruppe ist auf jeden Fall keine leichte Gruppe”, so Schriftführer Yasin Altinsik, aber „in der Halle ist alles möglich”, sind hier definitiv drei Euro für das Phrasenschwein fällig. Als klaren Favoriten sieht Altinsik den Gastgeber aus Barntrup, doch dahinter ist noch ein Platz frei, den der TSV gerne belegen möchte: „Mit der Motivation gehen wir auch ans Werk. Wir wollen möglichst weit kommen, Ziel ist das Finale in Lemgo.”

Da will auch der RSV Barntrup erneut hin, auch, wenn Andreas Schlingmann die Erwartungen ein wenig runterschraubt. „Es ist sicher eine interessante Gruppe. Sicher gehen wir als leichter Favorit aus der Tatsache, dass wir der Bezirksligist sind, in die Spiele. Aber Werl-Aspe und auch Brake werden uns sicher alles abverlangen. Das werden Spiele auf Augenhöhe.” Zwar sind der TSV Schötmar und Lemgo/West für Schlingmann die Außenseiter in dieser Gruppe, „allerdings muss man auch diese Teams erst einmal schlagen. In der Halle ist das nicht so einfach. Hier reichen wenige gute Spieler, um erfolgreich zu sein.” Dass der Fokus beim RSV Barntrup in dieser Spielzeit aber eher auf dem Klassenerhalt in der Bezirksliga liegt, ist nachvollziehbar: „Es geht mehr darum, allen Spielern auch die nötige Pause zu geben. Wer fit ist und spielen möchte, läuft diesen Winter auf. Wieviel dann wirklich am Ende spieltechnisch dabei herausspringt, wird man sehen. Natürlich möchten wir die Vorrunde überstehen und weiterkommen, es ist aber kein Muss.”

Ganz ähnlich sieht das auch beim TuS Brake aus, der ebenfalls den Klassenerhalt in der A-Liga ganz oben auf der Agenda stehen hat. „Für mich hat der LZ-Cup eine eher untergeordnete Bedeutung”, erklärt Trainer Axel Wehmeier (Bild rechts), für den „eine gute Vorbereitung auf die Rückrunde und schnellstmöglich Punkte zu sammeln” entscheidend ist. Deshalb hat er seinen Spieler die Wahl gelassen: „Wer Lust hat in der Halle zu spielen, kann das tun und dann schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.” Trotz allem wird der TuS aber „eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen.” Für Wehmeier hätte es auch eine etwas leichtere Gruppe sein können, aber „man muss die Gegner nehmen, wie sie kommen”, ist die Auslosung schließlich kein Wunschkonzert. Abgesehen davon darf man sich „in der Halle nicht von der Spielklasse oder Tabellenständen blenden lassen.” „Am Samstag vor der Vorrunde gehen wir ins Trainingslager auf unserer Weihnachtsfeier und werden schon gut vorbereitet auflaufen”, verspricht Wehmeier. Als Top-Favoriten auf den Pokal sieht er den Titelverteidiger: „Insgesamt wird der Titel nur über den Post TSV Detmold laufen, die ja nicht umsonst dreimal hintereinander gewonnen haben.”

Gruppe 2

SV Rojhilat Bad Salzuflen
TuS Lipperreihe
SG Kalldorf
SG Talle/Westorf

 

Der TuS Lipperreihe geht als klassenhöchster Verein sicher als Favorit dieser Gruppe ins Rennen. Doch die Gegner hegen Ambitionen. Allen voran C-Ligist SV Rojhilat Bad Salzuflen, der hoch hinauswill. „Wir sind Außenseiter, aber so wollen und werden wir nicht auftreten, das verspreche ich”, haut Spielertrainer Saleh Maan (Bild links) eine Kampfansage raus. Der SV ist „fleißig dabei, in der Halle zu trainieren.” Als oberstes Ziel steht aber zunächst einmal: „Wir wollen besser als letztes Jahr dastehen.” Das dürfte allerdings keine allzu große Hürde sein. Letztes Jahr trat man mit nur fünf Spielern an und verlor seine Vorrunde-Spiele teils deutlich. Das wird dieses Jahr anders sein: „Dieses Jahr kommen wir mit einer kompakten Mannschaft.” Hinzu kommt: „Wir haben zum Beispiel gegen Kalldorf gute Erfahrungen und dieses Mal haben wir uns für die Halle vorbereitet.”

Gleich im ersten Spiel trifft der C-Ligist aber auf den TuS Lipperreihe, schon ein vorentscheidendes Duell. Auch der TuS selbst will es dieses Jahr weit schaffen. Trainer Carsten Schulze (Bild rechts) meint mit Blick auf die Gruppe: „Ich denke, es hätte schlimmer kommen können, allerdings gibt es in der Halle immer wieder Überraschungen und Talle bzw. Kalldorf haben schon die Qualität dafür.” Der Post TSV Detmold und der TBV Lemgo sind für Schulze die Favoriten auf den Titel, „aber auch Oerlinghausen und Bad Salzuflen werden in der Halle stark sein.” Der A-Ligist geht mit dem Ziel „Endrunde in der Lipperlandhalle” in das Turnier, „weil das einfach ein überragendes Event ist”, so Schulze, der aber weiß: „Das wird super schwer, da wir natürlich nur Außenseiter sind und es viele starke Mannschaften gibt.”

Doch auch die Gegner haben den TuS auf der Rechnung. So meint Kalldorf-Coach Stephan Brill (Bild links): „Lipperreihe geht für mich als Favorit in die Gruppenphase.” Aber auch er hat den Außenseiter SV Rojhilat Bad Salzuflen auf dem Zettel, denn: „Aus Erfahrung bringen die südländischen Mannschaften immer feine Techniker aufs Parkett.” Liga- und Lokal-Konkurrent SG Talle/Westorf sieht der Coach als „gleichwertigen Gegner, aber in der Halle ist eh alles nicht vorhersehbar.” In die Karten schauen lässt Stephan Brill sich aber erstmal nicht: „Wir gehen das ganze locker an, hoffen verletzungsfrei zu bleiben und wollen ein bisschen Spaß haben und sehen, was dabei am Ende für uns herausspringt.”

Denn auch die SG Talle/Westorf verfolgt das Ziel, zumindest einmal die Zwischenrunde zu erreichen. „Lipperreihe ist auf dem Papier der Favorit”, so Trainer Naki Sevgül, „aber bekanntlich ist in einem Hallenturnier alles möglich, so dass ich mich schwertue, eine Prognose abzugeben.” Realistisch betrachtet sollte das Überstehen der Vorrunde machbar sein, laut Sevgül: „Wir wollen eine Runde weiterkommen und das ist sicherlich nicht utopisch. Da vertraue ich meiner Truppe.”

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