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Hallenfussball

LZ-Cup 2017/2018 – Nachberichte Bad Salzuflen & Leopoldshöhe

Eine große Überraschung hat es in der Halle in Bad Salzuflen gegeben. Vorjahres-Halbfinalist SC Bad Salzuflen scheitert in der Vorrunde. In Leopoldshöhe hingegen setzen sich die Favoriten durch.

Nachberichte Hallen Bad Salzuflen und Leopoldshöhe

Von Henning Klefisch

Gruppe 1 Bad SalzuflenGruppe 2 Bad Salzuflen
Gruppe 1 LeopoldshöheGruppe 2 Leopoldshöhe

Halle Bad Salzuflen

Gruppe 1

Mitfavorit Bad Salzuflen fliegt raus

(hk). Als Erstplatzierter beendet der favorisierte Bezirksligist TSV Oerlinghausen diese Gruppenphase. Der Start verläuft aber eher so mittelgut, gibt es gegen den B-Ligisten SV Wüsten ein 3:3-Unentschieden. Von einer „Katastrophe” spricht TSV Co-Trainer Milko Micanovic, der ein „glückliches Remis” miterleben muss. Im Laufe des Turniers finden die Bergstädter aber einen besseren Zugang in dieses, siegen mit 3:1 gegen den Gastgeber und Mitfavoriten SC Bad Salzuflen, zugleich der Ex-Verein von Coach Miron Tadic. Micanovic empfiehlt dennoch, dass auch dieser Erfolg gegen den Bezirksligisten „nicht überbewertet wird.” Davor wird der B-Ligist TSG Holzhausen/Sylbach mit einem deutlichen 9:1 auf die Heimreise geschickt. Im letzten Spiel agiert Oerlinghausen ähnlich torgefährlich, schlägt den BSV Leese mit einem klaren 8:1. Micanovic resümiert: „Sicherlich ist der Auftakt ärgerlich, am Ende sind wir aber verdient weitergekommen und das ist am Ende das einzige, was zählt”, sind es treffende Worte, die das Defensiv-Ass hier wählt. In der Zwischenrunde kommt es für die Kalkofen-Kicker nun zu Spielen gegen das A-Ligatrio SG Hörstmar/Lieme, TSV Schötmar und VfL Lüerdissen. Ebenfalls qualifiziert für die nächste Runde ist der SV Wüsten. Sieben Punkte berechtigen zum Weiterkommen. Coach Sebastian Milde ist vor allem entzückt, dass sein Team „mit einem Plan agiert.” Bereits in der Frühphase vom Turnier überzeugt der SVW, führt gegen den Bezirksligisten TSV Oerlinghausen sogar mit 2:0, ehe es gegen einen nicht überzeugenden Favoriten eine Punkteteilung mit dem 3:3 gibt. Reichlich Zuwachs für das Punktekonto und für das Selbstvertrauen gibt es mit dem 7:1-Erfolg über den BSV Leese. Dann verkrampft der B-Ligist im Derby gegen den SC Bad Salzuflen zu sehr. Die Konsequenz ist eine empfindliche 3:7-Niederlage. Der Druck vor dem letzten Spiel gegen die TSG Holzhausen/Sylbach ist groß, muss Wüsten doch mit fünf Toren Differenz siegreich sein, was beim 7:2-Erfolg letztlich auch gelingt. Dabei überstehen die Wüstener sogar eine Schrecksekunde und rennen einem 0:1-Rückstand hinterher. „Wir haben das ruhig und clever gespielt”, freut sich Milde über diese Darbietung doch sehr. Ebenso gut gelaunt urteilt er über den Überraschungscoup seiner Mannen: „Es hätte keiner damit gerechnet, dass wir als Gruppenzweiter weiterkommen.” Diese Platzierung hat Milde als Ziel vor den lippischen Hallenmeisterschaften ausgerufen, findet gut, dass die Umsetzung der Taktik „voll aufgegangen ist.” Er betont: „Wir haben es deutlich mehr verdient gehabt als Bad Salzuflen”, merkt zudem stolz an, dass auch die B-Ligisten aus Leese und Holzhausen/Sylbach die Wüstener für ihren guten Fußball und das verdiente Weiterkommen mit lobenden Worten versehen. Monströs war die Wüstener-Freude über den Sprung in die Zwischenrunde, wo es ein Wiedersehen mit dem Ex-Coach und aktuellen Leopoldshöhe-Trainer Sebastian Brosch geben wird. Auch der Bezirksligist RSV Barntrup und A-Primus TuS Ahmsen sind mit von der Partie. Trotz dieser „Hammergruppe” kündigt Milde aber an, dass sein Team auch dort wieder „für eine Überraschung sorgen möchte.” Vorteilhaft, dass die eine oder andere Verstärkung zum Kader dazustößt. Mit dieser hochmotivierten Truppe darf zu rechnen sein. Von einer „Überraschung” spricht Bad Salzuflen-Abteilungsleiter Marcus Heidemann bezüglich des eigenen Ausscheidens. Er räumt ein: „Richtig überzeugen konnten wir nicht, da uns auch einige wichtige Hallenspieler fehlten”, ist für ihn das 2:2 gegen den BSV Leese entscheidend für das überraschende Aus gewesen. Heidemann moniert, dass seine Mannschaft in dieser Partie „zu kompliziert gespielt habe.” Den Sprung in die nächste Runde vom zwei Spielklassen tiefer agierenden SV Wüsten bezeichnet er als „verdient”, lobt: „Die haben einige sehr gute Hallenspieler und den richtigen “Biss” gehabt, den man in der Halle auch braucht.” Über eine „ganz gute Besucherzahl” schwärmt der SC-Abteilungsleiter Heidemann, bezeichnet das Niveau des Turniers jedoch als „nur durchschnittlich.” Mit einem von zwölf möglichen Zählern belegt das B2-Spitzenteam BSV Leese den letzten Rang in der Gruppenphase. Artig und fair zeigt sich BSV Co-Trainer Jan Plöger, der dem TSV Oerlinghausen und dem SV Wüsten zum Sprung in die Zwischenrunde beglückwünscht. Einzig zum Auftakt, als es eine 2:2-Punkteteilung gegen den Bezirksligisten SC Bad Salzuflen gibt, zeigt Leese einen „guten Hallenfußball”, wie Plöger gegenüber Lippe-Kick anmerkt. Es steht für ihn resultierend fest: „Es ist absolut hochverdient, dass der SV Wüsten als B-Ligist weiterkommt”, freut er sich mit dem Ligakonkurrenten.

Die Ergebnisse im Überblick:

SC Bad Salzuflen vs. TSG Holzhausen/Sylbach 5:1
TSV Oerlinghausen vs. SV Wüsten 3:3
BSV Leese vs. SC Bad Salzuflen 2:2
TSG Holzhausen/Sylbach vs. TSV Oerlinghausen 1:9
SV Wüsten vs. BSV Leese 7:1
SC Bad Salzuflen vs. TSV Oerlinghausen 1:3
BSV Leese vs. TSG Holzhausen/Sylbach 1:4
SV Wüsten vs. SC Bad Salzuflen 3:7
TSV Oerlinghausen vs. BSV Leese 8:1
TSG Holzhausen/Sylbach vs. SV Wüsten 2:7

 

Gruppe 2

Don/Voß zaubert sich in die Geschichtsbücher

(hk). Eine blitzsaubere Bilanz hat der FC Donop/Voßheide in der Gruppenphase. Direkt im ersten Spiel demonstrieren sie im Nachbarschaftsduell gegen den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen eine tolle Moral, liegen nach einem verhaltenen Beginn mit 1:2 in Rückstand, werden jedoch bei anhaltender Spieldauer immer besser und gewinnen verdient mit 4:2. „Das erste Spiel war sehr wichtig für den weiteren Turnierverlauf”, erklärt FC-Kicker Marvin Wittelmeyer, der sich über den souveränen Auftritt seiner Mannschaft im zweiten Match beim 7:1 gegen den VfB Matorf erfreut. Deutlich spannender geht es beim A-Ligaduell mit dem TuS Lüdenhausen zur Sache, was mit 2:1 gewonnen wird. Eine „verbesserungswürdige Leistung” attestiert Wittelmeyer seinem Team im abschließenden Gruppenspiel gegen den C-Ligisten aus Bavenhausen. Dennoch springt ein klarer 4:0-Sieg heraus. Man darf fest davon ausgehen, dass das eine oder andere Kaltgetränk konsumiert wird. Die Don/Voß-Spieler samt Chefcoach Ralf Ackmann haben sich in die Geschichtsbücher gekickt, denn: „Dieses historische Weiterkommen (das erste Weiterkommen für den FC Donop/Vossheide v. 2003. e.V.) feiern wir ausgiebig und freuen uns auf die Zwischenrunde im Schulzentrum Werl-Aspe”, wo man mit breiter Brust auflaufen kann. Gegen Unteres Kalletal und Kalldorf ist der FC bestimmt nicht Außenseiter. Als Tabellenzweiter schafft der TuS Lüdenhausen den Sprung in die Zwischenrunde, wo Kaliber wie Asemissen, Lemgo und Rojhilat auf den TuS warten. Drei Siege stehen als Bilanz, einzig beim unglücklichen 1:2 gegen den Spitzenreiter FC Donop/Voßheide gehen die Kalletaler als Verlierer aus dem Spiel. Schönwälder hätte 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff fast den Ausgleich markiert, scheitert aber im direkten Duell gegen den FC-Fänger. Im Derby gegen Bavenhausen lässt man beim 8:0 seine Muskeln spielen, der B1-Ligist FC SSW wird dank einer disziplinierten Vorstellung mit 2:0 besiegt. Viel Geduld beweist Lüdenhausen beim knappen 2:1-Erfolg über den VfB Matorf. Sturmtank Patrick Strate, der diesmal als „Kalletal-Krake” im Lüdenhausen-Gehäuse agiert, fasst zusammen: „Alles in allem ist es ein gelungener Tag für uns. Ich stand im Tor bei uns und habe, glaube ich, die wenigsten Gegentore kassiert”, sind es nur drei Gegentreffer gewesen, die das Schauf-Team schluckt. Vier Zähler aus vier Partien sammelt der FC SSW. Die Gruppe ist „sehr ausgeglichen”, ist es einzig die Spielvereinigung Bavenhausen, „die es als C-Ligist etwas schwer hatten”, erklärt der Sporker Co-Trainer Rouven Post bei Lippe-Kick. Als „auch in Ordnung” empfindet es Post, wenn seine Mannschaft als Zweiter den Sprung in die nächste Runde geschafft hätte. Auch dem VfB Matorf, ebenfalls mit vier Punkten ausgeschieden, bescheinigt er, diese Tugend zu besitzen.

Die Ergebnisse im Überblick:

FC Donop/Voßheide vs. FC SSW 4:2
TuS Lüdenhausen vs. SpVg Bavenhausen 8:0
VfB Matorf vs. FC Donop/Voßheide 1:7
FC SSW vs. TuS Lüdenhausen 0:2
SpVg Bavenhausen vs. VfB Matorf 0:5
FC Donop/Voßheide vs. TuS Lüdenhausen 2:1
VfB Matorf vs. FC SSW 2:2
SpVg Bavenhausen vs. FC Donop/Voßheide 0:4
TuS Lüdenhausen vs. VfB Matorf 2:1
FC SSW vs. SpVg Bavenhausen 7:0

 

Halle Leopoldshöhe

Gruppe 1

Favoriten erfüllen die Rolle mit Leben

(hk). Die beiden A-Ligisten SG Hörstmar/Lieme und der TuS Leopoldshöhe haben die Favoritenrolle angenommen und stehen völlig verdient in der Zwischenrunde. Beide sind mit jeweils zehn Punkten glänzend platziert und haben die Gruppe A dominiert. Dennoch: Von „keinem guten Turnierstart” spricht Hör/Lie-Torwarttrainer Dennis Wieder, der trotz des 3:1-Sieges über Grastrup/Retzen konstatiert: „Wir waren nicht gut, zu wenig Bewegung, zu verspielt”, fehlt ihm auch die „Zielstrebigkeit” im Spiel seiner Mannschaft. Gegen die „Freunde” von Yunus Lemgo feiert der Aufstiegskandidat einen 2:0-Sieg. Das Team steigert sich zwar, offenbart aber dennoch einige Defizite. Im dritten Spiel, dem 3:3 gegen Leopoldshöhe, hat die Spielgemeinschaft mehr als die Hälfte der Spielzeit die Szenerie dominiert und 3:0 geführt. Individuelle Fehler sind es, die zu den vermeidbaren Gegentoren und Unterzahlsituationen bei diesen führen. Im letzten Spiel muss die Truppe von Coach Matthias Wölk einen wahren Kantersieg einfahren und sie liefern eine tadellose Vorstellung ab, schlagen den TuS Bexterhagen klar und deutlich mit 16:1. Diese 15-Tore-Differenz ist erforderlich gewesen, um als Gruppensieger den Sprung in die Zwischenrunde zu bewerkstelligen. „Uns wurde unterstellt, es wäre asozial, den Gegner so hoch abzuschießen, aber das ist Sport und es geht um Platz eins. Ich finde dieses Ergebnis und die Mannschaftseinstellung legitim”, offenbart Wieder, dass die Bexterhäger sich auch nicht hätten beschweren dürfen, wenn sie noch „fünf, sechs weitere Gegentreffer kassiert hätten.” So ist ihm aufgefallen, dass der Gegner „sehr auf Zeit gespielt hat.” Hör/Lie hat den zahlreichen eigenen Fans eine Machtdemonstration abgeliefert. „Wir haben gezeigt, dass wir kicken können und Bock darauf haben. Dann sind wir schwer zu schlagen.” Insgesamt aber fühlt sich Dennis Wieder an die Vorrunde aus dem letzten Jahr zurückerinnert, wo ebenfalls ein „behäbiger Fußball” gezeigt wird. Nun hofft er auf eine Leistungssteigerung in der Zwischenrunde – ähnlich wie 2017. Leo-Kicker Sven Sielemann ist nach einer positiven Tordifferenz von plus 18 für den Gastgeber wohl gestimmt, sagt folglich auch: „Wir sind soweit zufrieden. Die Vorrunde ist für uns relativ gut gelaufen”, zeigt er sich auch erleichtert, dass die Zielsetzung erreicht wird. Als einen „faden Beigeschmack” bezeichnet er das letzte Gruppenspiel, wo Hörstmar/Lieme den TuS Bexterhagen mit 16:1 abkanzelt. „Wenn man sich 16 Gegentore einschenken lässt, ist das schon finster”, so Sielemann bei Lippe-Kick. Der Fokus liegt nun darauf, dass der TuS Leopoldshöhe sich in der Zwischenrunde „vernünftig verkauft”, hat man doch bereits in der ersten Gruppenphase „ordentlich Spaß” bei den diesjährigen lippischen Hallenmeisterschaften erleben dürfen. Eine absolut ordentliche Bilanz weist Yunus Lemgo auf. Zwei Siege und zwei Niederlagen ergeben in der Gesamtheit sechs Zähler. Coach Cüneyt Kurt sagt bei ausgeglichener Gefühlslage gegenüber Lippe-Kick: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden”, ist einzig die Vorstellung bei der 2:7-Niederlage gegen den TuS Leopoldshöhe nicht wirklich stimmungsfördernd. Danach sieht Kurt „drei gute Spiele” und befindet: „Wir haben unseren Verein gut präsentiert.” Immerhin zeigt der B2-Aufsteiger eine „faire und spielerisch gute Leistung”, schafft Yunus jedoch verdientermaßen nicht den Sprung in die nächste Runde, denn auch Cüneyt Kurt muss einräumen: „Die beiden Teams an der Spitze sind verdient weitergekommen.” Einen Sieg aus vier Spielen eingefahren hat der TuS Bexterhagen, der mit dem 1:16 gegen die klassenhöhere SG Hörstmar/Lieme wohl eine historische Niederlage kassiert hat. Im Derby beim A-Ligisten TuS Leopoldshöhe erlebt Bexterhagen eine satte 0:7-Klatsche. Sven Gleisner, der für das Coaching an diesem Tag verantwortlich ist, sieht es selbstkritisch: „Vielleicht habe ich da auch falsch aufgestellt oder die nicht richtigen Vorgaben gegeben.”
Im zweiten Match haben die „Reds” aus den Fehlern gelernt, präsentieren eine couragierte Vorstellung beim verdienten 4:2-Sieg gegen den Ligakonkurrenten TuS RW Grastrup/Retzen. Eine tolle Moral zeigt Bexterhagen im folgenden Spiel gegen Yunus Lemgo. Nach einem 1:3-Rückstand gleicht Bexterhagen aus, verliert letztlich aber doch noch mit 3:5, „weil Yunus ein Ticken besser war”, so Gleisner. Die herbe Pleite im abschließenden Gruppenspiel sorgt bei Gleisner jetzt nicht dafür, dass er einen Marsch in das Tal der Tränen anstrebt, denn: „Die Spieler haben heute viel lernen können und nehmen ganz viele neue Ansätze mit, wie ich als Trainer auch.” Als positiv ist zu konstatieren, dass beim TuS Bexterhagen sich kein Spieler verletzt hat, alles in die Waagschale geworfen wird. Dazu können auch junge Spieler wie Henning Schildmann und Maximilian Schmidt wichtige Erfahrungswerte im Seniorenfußball sammeln. Mit seinen Jungs zeigt er sich summa summarum „zufrieden.” Dennoch hat er noch den Wunsch, dass der aktuelle Modus „überdacht werden sollte.” Konkret merkt er an: „Vielleicht sollte wieder morgens und nachmittags gespielt werden, so ist für alle der komplette Tag im Eimer”, spekuliert der Bexterhagen-Obmann, dass „noch einige Köpfe rauchen werden.” Er führt weiter aus: „Auch sollte man überlegen, ob es Sinn macht, dass Lippereihe in Barntrup spielt und Unteres Kalletal in Leopoldshöhe. Wir hatten Losglück, aber ich möchte nicht morgens um 10.00 Uhr in Barntrup spielen”, zeigt er sich letztlich froh, dass sein Team die lippischen Hallenmeisterschaften „über die Bühne gebracht hat und nicht komplett untergangen ist.” Alle vier Gruppenspiele hat der TuS RW Grastrup/Retzen deutlich verloren. Für Coach Martin Jedral steht deshalb auch nicht überraschend fest: „Wir sind verdient ausgeschieden! Wir haben viermal verloren und uns nicht gut präsentiert.”

Die Ergebnisse im Überblick:

TuS Leopoldshöhe vs. TuS Bexterhagen 7:0

TuS RW Grastrup/Retzen vs. SG Hörstmar/Lieme 1:3

Yunus Lemgo vs. TuS Leopoldshöhe 2:7

TuS Bexterhagen vs. TuS RW Grastrup/Retzen 4:2

SG Hörstmar/Lieme vs. Yunus Lemgo 2:0

TuS Leopoldshöhe vs. TuS RW Grastrup/Retzen 7:1

Yunus Lemgo vs. TuS Bexterhagen 5:3

SG Hörstmar/Lieme vs. TuS Leopoldshöhe 3:3

TuS RW Grastrup/Retzen vs. Yunus Lemgo 0:5

TuS Bexterhagen vs. SG Hörstmar/Lieme 1:16

 

Gruppe 2

Unteres Kalletal überrascht alle

(hk). Den Sprung in die Zwischenrunde hat der FC Unteres Kalletal teuer bezahlt. Zwar haben die Kalletaler mit sieben Zählern die Gruppenphase als Erstplatzierter abgeschlossen, aber beim abschließenden 1:1 gegen den TuS Asemissen zwei verletzte Spieler konstatieren müssen. Die beiden Kicker des B1-Ligisten haben sich wohl jeweils eine Knieverletzung zugezogen. Für UK-Coach Sven Mingram sind diese Verletzungen „nicht mutwillig gewollt”, kommen vielmehr „sehr unglücklich zustande”, will man explizit den Asemissern keinen Vorwurf machen. Mit dem Turnierverlauf zeigt sich Mingram „zufrieden”, ist für ihn ersichtlich: „Wir haben taktisch gesehen wirklich gut gespielt und wenige Chancen zugelassen.” Deshalb ist dieser Gruppensieg „absolut verdient.” Die Belohnung ist eine Zwischenrunde mit Gegnern aus Donop/Voßheide und Kalldorf. Zwei Hindernisse gibt es für den TuS Asemissen vorab zu bewältigen. So haben die Asemissen-Jungs am Samstagabend die Weihnachtsfeier bewältigen müssen. Dazu fehlen einige Stammkräfte. Für den Obmann Michael Kastner ist klar: „Wir können ganz zufrieden sein!” Belangvoll ist für ihn gewesen, dass keine Verletzungsprobleme sich ergeben haben. Ein Aspekt, der ihn etwas beunruhigt: „Leider hat das Niveau des Turniers in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen, viele Mannschaften gehen mit ihrer B- Mannschaft an den Start oder schicken ihre zweite Mannschaft! Auch immer mehr Trainer bleiben vom Turnier fort und schicken ihren Co”, weiß er zu berichten, dass sieben Teams überhaupt nicht bei den lippischen Hallenmeisterschaften teilgenommen haben. „Man merkte vielen Spielern die Unlust auch förmlich an”, beobachtet er und sagt zur eigenen Kaderauswahl: „Mit welcher Mannschaft wir die Zwischenrunde angehen, müssen wir uns auch noch genau überlegen, da wir ja am 17. Februar schon wieder in die Saison starten werden”, genießt diese Vorbereitung nachdrücklich Priorität. Am 7. Januar geht es aber in die Duelle gegen den Ligakonkurrenten TBV Lemgo, gegen den A-Ligisten TuS Lüdenhausen und den C-Ligavertreter SV Rojhilat Bad Salzuflen. Mit der Bilanz von einem Punkt pro Spiel beendet der FC Union Entrup die diesjährige Gruppenphase. Obmann Timm Lessow zeigt sich einzig vom Gruppensieger FC Unteres Kalletal „positiv überrascht.” Ansonsten gibt es keine besonderen Vorkommnisse. Zum Auftakt erleben die Unioner eine 2:5-Niederlage gegen die Kalletaler, was aber auch seinen Ursprung darin hat, dass einige Spieler zu diesem Zeitpunkt ausgefallen sind. Gegen den Bezirksligisten TuS Asemissen kassiert der B2-Ligist eine empfindsame 1:4-Niederlage, sie begehen vor den Gegentoren leichte Fehler. Ein Erfolgserlebnis fährt der FC Union im letzten Gruppenspiel beim 4:2-Erfolg über den TuS Lockhausen ein. Es gibt aber auch einen Kritikpunkt, den Lessow nicht verschweigen möchte: „Sehr bescheiden war, wie schon im Vorbericht erwähnt, die Wartezeit. Das vorletzte Spiel fand um 11:48 Uhr statt und das letzte nach Verzögerungen erst um 14:45 Uhr. Wir werden uns dazu unsere Gedanken machen”, kündigt er bereits via Lippe-Kick an. Den beiden verletzten UK-Spielern wünscht er auf diesem Wege eine „gute Besserung.” Kritische Worte wählt er für das Auftreten von zwei Spitzenteams aus dem FuL-Kreis Lemgo: „Aus meiner Sicht tragen Vereine wie Asemissen, allen voran Hörstmar/Lieme dazu bei, dass der Spaß an solchen Turnieren komplett vergeht. Überhartes Einsteigen oder maßlose Überheblichkeit und Arroganz den Gegnern gegenüber, da habe ich keinen Bock drauf. Muss jeder für sich wissen und einschätzen”, kann er aber abschließend ganz tief durchatmen, wenn er sagt: „Wir sind froh, dass bei uns alle weitestgehend ohne Blessuren in die verdiente Winterpause gehen können.” Nach einem Zähler aus drei Spielen sind für den TuS Lockhausen als Tabellenletzter die lippischen Hallenmeisterschaften zum frühestmöglichen Zeitpunkt vorbei. Gegen den zwei Spielklassen höher befindlichen TuS Asemissen liegt Lockhausen zunächst mit 2:0 in Führung, kassiert das 2:3, holt sich letztlich doch noch einen Zähler. Der diesmal als Coach fungierende Alexander Pamp bedauert: „Leider konnten wir den Rückenwind nicht nutzen, haben klare Aktionen vermissen lassen und so auch völlig verdient 3:0 gegen Unteres Kalletal verloren”, scheidet der B2-Ligist immerhin gegen den späteren Gruppensieger aus. Im Finalspiel ist der Drops gelutscht, gegen den FC Union Entrup gibt es eine 2:4-Niederlage. Pamp tadelt: „Wir haben die ersten Minuten auch total verpennt und gehen 0:2 in Rückstand”, verkürzt Lockhausen zwar schnell auf 1:2, kassiert aber letztlich eine verdiente 2:4-Niederlage.

Die Ergebnisse im Überblick:

FC Union Entrup vs. FC Unteres Kalletal 2:5
TuS Asemissen vs. TuS Lockhausen 3:3
FC Union Entrup vs. TuS Asemissen 1:4
TuS Lockhausen vs. FC Unteres Kalletal 0:3
FC Unteres Kalletal vs. TuS Asemissen 1:1
TuS Lockhausen vs. FC Union Entrup 2:4

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