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Hallenfussball

Fliesen-Kanke-Cup – Ein Träumchen

Spannende Spiele, eine gute Zuschauerkulisse und eine perfekte Organisation. Die Erstauflage vom Fliesen-Kanke-Cup hat für meist zufriedene Gesichter gesorgt. Lippe-Kick blickt auf dieses Turnier zurück, hat die Aussagen der Protagonisten.

Gastgeber holt sich den Pott

Kanke-Cup 2018 (hk). Ein voller Erfolg ist die Premiere vom Fliesen-Kanke Cup gewesen. Kein Hollywood-Regisseur hätte dieses Drehbuch besser schreiben können, denn Gastgeber FC Augustdorf II gewinnt den Pokal. Das Endspiel gegen den A-Ligisten und Endrundenteilnehmer der lippischen Hallenmeisterschaften, SuS Pivitsheide, gewinnt der B-Ligist überzeugend mit 4:1. Den Titel als Torschützenkönig teilen sich zwei Akteure. Marcel Heisler vom TuS Leopoldshöhe und der Augustdorfer Samuel Friesen netzen jeweils sechsfach. Heisler wird zudem noch zum besten Spieler gewählt. Bei seinem Comeback für die Sandhasen holt sich Sefik Kartal die Auszeichnung als bester Hüter des Turniers. Gutscheine vom Sportgeschäft für die Geehrten sind die Belohnung.

Von Henning Klefisch

Gruppenphase

Gruppe A

Die beste Mannschaft in der Gruppe A stellt der FSV Pivitsheide, der ausnahmslos seine Gruppenspiele siegreich gestaltet hat. Resultierend ist es für Spielmacher Jürgen Bolinger ein „super Turnier” gewesen, was zudem verletzungsfrei überstanden wird. Auch er hat mit dem FCA II einen verdienten Gewinner gesehen, freut er sich, dass sein Team den Gastgeber immerhin in der Gruppenphase mit 2:1 geschlagen hat. „Nach diesem Spiel blühte Augustdorf auf und mit den Zuschauern im Rücken, die wie immer super Stimmung gemacht haben, kannst du das Turnier auch nur gewinnen”, zeigt er sich von den Fans begeistert und beglückwünscht Erfolgscoach Artur Kanke und dessen Mannschaft. Klar ist für Jürgen Bolinger: „Über eine Einladung würde sich FSV auch im kommenden Jahr sehr freuen.” Gastgeber FC Augustdorf II braucht etwas, um in das Turnier zu kommen. Zum Auftakt setzt es bekanntlich die Niederlage gegen FSV. Auch mit dem Gesamtvortrag in der Gruppenphase zeigt sich Kicker Simon Janzen nicht zufrieden, wenn er sagt: „Wir haben eine ziemlich schwache Vorrunde gespielt. Trotzdem haben wir die Vorrunde überstanden und sind knapp ins Halbfinale eingezogen.” Wegen der schlechteren Tordifferenz, aber mit immerhin sieben Punkten, reist der Post TSV Detmold II vorzeitig nach Hause. Der diesmal mitspielende Trainer Jens Kaiser hat jetzt nicht wirklich Lust, einen ausführlichen Vortrag über das Vorrundenaus zu liefern, gibt Lippe-Kick immerhin einen Exklusivblick in sein Seelenleben: „Für mich war das enttäuschend”, teilt „der Post TSV-Kaiser” mit. In vier Spielen verbucht der Hakedahler SV drei Zähler für sich. Nuri Kurt hat zunächst einmal lobende Worte parat: „Ein Kompliment an den Veranstalter, das war ein tolles Turnier! Top organisiert und beste Bedingungen”, reckt nach seiner Einschätzung mit dem FC Augustdorf II der „absolut verdiente Sieger” den Pokal unter das Hallendach, „weil die Jungs von der ersten bis zur letzten Sekunde gezeigt haben, dass sie gewinnen wollen”, hat ihm diese Tugend sehr beeindruckt. Nicht viel Positives fällt ihm zu seiner Mannschaft ein. Deshalb wählt er deutliche Worte: „Von den individuellen Fähigkeiten her wäre einiges möglich gewesen, aber gerade in der Halle kommt es darauf an, als Team aufzutreten und zu harmonieren, und das haben wir nicht geschafft”, wird dies mit dem Vorrundenaus bitterböse bestraft. Richtig bitter ist das Turnier für den TSV Kirchheide verlaufen, der jedes seiner vier Gruppenspiele mit je einem Treffer Differenz verloren hat. „Wir waren nicht schlechter als die anderen Teams in unserer Gruppe”, so Kicker Thomas Dick, der als Defizite benennt: „Durch fehlende Durchsetzungskraft vorne und Fehler hinten, sind wir leider in der Vorrunde ausgeschieden.”

TSV-Coach Andre Plaß findet deutliche Worte: „Wir haben da echt voll enttäuscht, kein Spiel gewonnen. Zwar waren wir in keinem Spiel so richtig unterlegen, aber konnten weder defensiv noch in der Offensive glänzen”, sind es deutliche Worte, die er hier wählt. Seiner Mannschaft attestiert er einen „ganz schwachen Auftritt” beim letzten Gastspiel unter dem Hallendach. Eine Sache stimmt Plaß versöhnlich: „Ich bin froh, dass es bald wieder draußen losgeht.”

Gruppe B

Als Gruppensieger beendet der TuS Lipperreihe die erste Turnierphase. Deshalb gibt sich Chefcoach Carsten Schulze auch absolut versöhnlich, wenn er sagt: „Wir sind mit dem Auftritt und dem Abschneiden der Truppe mehr als einverstanden”, bestätigt er etwa Nuri Kurt: „Mit Augustdorf hat die Mannschaft gewonnen, die sich im Turnierverlauf am meisten gesteigert hat”, zeigt er sich angetan vom B-Ligisten. Jedoch bescheinigt er auch den A-Ligateams Post TSV Detmold II und Leopoldshöhe „ein gutes Niveau.” Positiv überrascht zeigt sich SuS Pivitsheide-Wirbelwind Nico Zimmermann, der sein Team „relativ zusammengewürfelt” sah, vielleicht auch deshalb sich verwundert die Augen reibt: „Das Turnier verlief besser als am Anfang erwartet.” Nach einem holprigen Start gelingt der Sprung in das Endspiel. Deshalb setzt Zimmermann auch ein Lächeln auf, als er von Lippe-Kick zu einer Bilanz befragt wird: „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden mit dem Ergebnis”, ist die Konzentration nun auf die Endrunde gerichtet. „Wir sind gespannt, was uns dort erwartet. Ich bin auf jeden Fall mehr als heiß auf diese Endrunde, bei der ich das erste Mal dabei sein darf”, ist das erste Mal doch in vielen Bereichen eine feine Sache. Das Rundum-Wohlfühlpaket erleben auch die Kicker des TuS Leopoldshöhe, die sich recht herzlich bei den Augustdorfern bedanken. Nicht gerade die Glücksgöttin Fortuna ist ein Bündnis mit den Löwen eingegangen. Nach einem respektablen Remis gegen Lipperreihe folgt ein knapper 4:3-Erfolg über den RSV Hörste. Richtig ungünstig verläuft das Spiel gegen SuS Pivitsheide, was kurz vor der Schlusssirene mit 1:2 verloren geht. Der 7:1-Kantersieg gegen die Augustdorfer reicht nicht mehr aus. Da Hörste beim 1:3 gegen Pivitsheide keine Schützenhilfe leistet, kommt auch für Leopoldshöhe das Vorrundenaus. Einzig gegen das Schlusslicht SC Augustdorf gibt es Punkte für den RSV Hörste. Nach dem Auftaktsieg erfolgt „eine wirklich bittere Niederlage gegen Leo”, sagt Hörste-Spieler Marcus Baumgartner, der schonungslos offenbart: „Leider haben wir zu viele Dinger aufgelegt und waren auch nicht mit dem nötigen Biss bei der Sache”, möchten die Schwarz-Weißen dennoch beim FC Augustdorf II für die Einladung und den reibungslosen Ablauf Danke sagen. Das Wichtigste: „Es hat Spaß gemacht.” SC Augustdorf-Vorstand Recep Kirikci schließt sich diesen Worten an, lobt zudem: „Für unsere Mannschaft war es eine gute Trainingseinheit!”, muss er aber nach null Zählern und einer Tordifferenz von minus 14 erkennen: „Sportlich waren wir leider nicht erfolgreich.”

K.-o.-Phase

Auch beim Halbfinale hat der Fußballgott ein Einsehen, denn es kommt zum „El Classico” im lippischen Fußball, da sich FSV und SuS Pivitsheide duellieren. Die Skarupke-Jünger beweisen beim 5:4-Erfolg im Neunmeterschießen mehr Nervenstärke. Nach einem 15-minütigen, gepflegten Kick steht es 2:2. „Das Penaltyschießen dauert sehr lange, weil beide Torhüter einen Sahnetag erwischten und super gehalten haben”, verrät Bolinger. Im zweiten Halbfinale ist der FCA II deutlich mit 4:0 gegen den TuS Lipperreihe erfolgreich. Den dritten Rang holt sich FSV Pivitsheide durch einen 2:0-Erfolg über den TuS Lipperreihe. Schulze lobt, dass die Begegnungen „super fair” waren, „besonders bei den Halbfinalmannschaften“, winkt Wiederholungsgefahr: „Insgesamt hat das Turnier Spaß gemacht und wir kommen nächstes Jahr gerne wieder!” In Finale sind die Pivitker ihrem Konkurrenten aus Augustdorf klar unterlegen, Zimmermann stimmt jedoch nicht den Minnesang an, denn: „Wir wurden aber Zweiter und fuhren dann mit 100 Euro für die Mannschaftskasse nach Hause”, kann dieser „Elch” doch sinnvoll investiert werden. Zum Beispiel in stimmungsfördernde Getränke. Von einem „starken Hallenfußball” spricht Janzen, der das Augustdorfer Spiel lobt: „Vorne haben wir stark kombiniert und hinten haben wir nur ein Tor aus der Distanz kassiert”, ist diese Mischung doch prädestiniert für den Turniersieg.

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