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Hallenfussball

Artesia-Cup 2018 – Theesen holt sich den Pott

Der Favorit setzt sich durch. Der VfL Theesen hat die Favoritenrolle voll und ganz angenommen und überzeugend dieses hochklassige Turnier gewonnen. Gastgeber FC Augustdorf scheitert bereits in der Vorrunde, bleibt sogar sieglos, während der Blomberger SV die lippische Fahne im Halbfinale hochhält.

Theesen überragt alle

 

Artesia-Cup 2018 (hk). Die Jubiläumsveranstaltung gewinnt der VfL Theesen. Der favorisierte Landesligist holt sich beim hochkarätig besetzten 5. Artesia-Cup des FC Augustdorf. In der Witex-Halle in Augustdorf gewinnen die Rot-Weißen im Endspiel deutlich gegen den Landesligakonkurrenten Schloß Holte mit 7:0 und beerben damit den Post TSV Detmold. Der Vorjahressieger muss bereits in der Vorrunde die Segel streichen. VfL-Kicker und Futsal-Nationalspieler Muhammet-Raci-Soezer hat sich die Torjägerkanone und die Wahl zum besten Turnierspieler gesichert. FCA-Fänger Björn Wirtz ist zum besten Fänger dieses Wettbewerbs gewählt worden. Von Sportlife Verl haben die beiden Individualsieger Gutscheine erhalten. FCA-Coach und Organisator Matthias Heymann zeigt sich resümierend artig, wenn er sagt: „Mir bleibt nur, den vielen Helfern und natürlich allen teilnehmenden Mannschaften zu danken. Ohne die vielen helfenden Hände wäre so ein Turnier nicht möglich”, hat der FCA als Verein eine tolle Visitenkarte abgegeben.

Von Henning Klefisch

Gruppenphase

Gruppe A

Theesen liefert schon in der Gruppenphase punktemäßig eine Machtdemonstration ab. Mit zehn Zählern laufen sie als Erster ein. Spielerisch erkennt VfL-Co-Trainer Fynn Bergmann aber trotzdem noch reichlich Luft nach oben: „Es war zwar souverän, aber spielerisch nicht das, was jeder Einzelne kann.” Ebenfalls den Sprung in das Halbfinale feiert der SC Bielefeld 04/26 mit acht Zählern. Co-Trainer Michael Wöhrmann ist durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Das Turnier verlief aus unserer Sicht ganz gut”, haben die Leineweberstädter „tolle Spielzüge” im Repertoire gehabt. Gegen jeden Kontrahenten hat es ein Duell „auf Augenhöhe” gegeben. Selig erinnert er sich an das Duell gegen den klassenhöheren Turniersieger aus Theesen zurück. Beim 2:2 sieht Wöhrmann „das beste Spiel” seiner Mannschaft, „wo wir unglücklich unentschieden spielen.” Knapp am Sprung unter die letzten vier Teams gescheitert ist der SV Heide Paderborn, der letztlich mit fünf Zählern auf dem dritten Rang einläuft. Heide-Coach Hartmann hat erfreut registriert: „Generell stand das Fußballspielen im Vordergrund, teilweise waren richtig gute Szenen und Spielzüge zu sehen, ich denke, der Ausrichter hat sich sehr viel Mühe gegeben, das Turnier hätte mehr Zuschauer bzw. eine höhere Resonanz verdient gehabt”, besitzt der letzte Punkt noch reichlich Steigerungspotential. Ärgerlich ist aus seiner Sicht, dass eine 2:0-Führung gegen die Bielefelder verspielt worden ist, weshalb sich die Paderstädter „über das Ausscheiden in der Gruppenphase auch nicht zu beklagen brauchen”, so ein ehrlicher SV-Trainer, bei dem jedoch überwiegt: „Es hat auf alle Fälle viel Spaß gemacht.” Den Kompromiss, den der FC Augustdorf für die Spieler eingegangen ist, wurde nicht mit ausreichend Zuschauern belohnt. Vielleicht ist es der parallel stattfindende Bundesliga-Auftakt gewesen, vielleicht erledigen viele Familien am Samstag ihre Einkäufe oder Hausarbeit, weshalb das Turnier besonders am Nachmittag nicht mit der Resonanz bedacht wird, das es verdient hat, denn auch Augustdorf-Coach und Veranstalter Matthias Heymann hat zufriedenstellend beobachtet: „Sportlich war es wohl eine der stärksten Auflagen.” Mit dem Abschneiden seiner eigenen Truppe zeigt er sich aber „nur teilweise zufrieden”, hat sein Team in der Gruppenphase den späteren Turniersieger aus Theesen spielerisch kontrolliert, belohnt sich aber nicht mit Toren. Richtig bitter verläuft das Spiel gegen Jerxen/Orbke, bei dem sie erst zwei Sekunden vor dem Abpfiff den Ausgleich schlucken. Eine deutliche und verdiente Pleite setzt es gegen den Ligakonkurrenten aus Bielefeld, ehe man sich leistungsgerecht gegen Heide Paderborn die Punkte teilt. Heymanns Resümee: „Insgesamt muss man sagen, dass wir spielerisch mit allen Mannschaften mithalten können, aber uns bis Sonntag im Abschluss noch deutlich steigern müssen”, legt er den Finger in die Wunde. Kein Sieg, nur ein Punkt gegen den Gastgeber FC Augustdorf. Das ist die Bilanz der Eintracht aus Jerxen/Orbke, der bis auf das 1:4 gegen Theesen nur knapp unterlegen war. „Meine Mannschaft hat somit ihre spielerische Qualität bewiesen”, erklärt SVE-Obmann Hubert Orynczak, der eingestehen muss: „Unterm Strich gab es an diesem Tag für uns nicht viel zu holen und wir nehmen das Ausscheiden daher sportlich hin”, wird man jetzt nicht in das Tal der Tränen aufbrechen.

Gruppe B

Mit drei Siegen aus vier Spielen hat Landesligist VfB Schloß Holte die Gruppenphase überzeugend als Sieger beendet. VfB-Kapitän Kevin Kröger sieht sich folglich gut gestimmt und sagt: „Die Jungs hatten Spaß und sind relativ problemlos durch die Vorrunde gegangen. Im Großen und Ganzen war alles ok.” Eine gute Gruppenphase spielt der Blomberger SV bei seinem letzten Hallenturnier bis Dezember. Nach Ansicht von Manager Michele Caporale kommt dies vielleicht schon zu spät, denn: „Langsam sind wir in der Halle angekommen”, haben sich die Nelkenstädter hervorragend präsentiert. Nun fordert er, dass der komplette Fokus vollständig auf die Rückserie gelegt wird. Ein Aspekt, der voll und ganz seine Zustimmung findet: „Die Spieler haben verstanden, um was es geht”, hat er abschließend auch noch ein paar nette Worte für den Gastgeber parat: „Ich möchte mich beim FC Augustdorf auch nochmals für die super Organisation bedanken. Es hat mal wieder riesig Spaß gemacht, dort anzutreten.” Drei Zähler und Platz vier in der Gruppe stehen als Ausbeute für die SG Hiddesen/Heidenoldendorf zu Buche. Interimstrainer Markus Rüschenpöhler (ersetzte den bei der A-Jugend weilenden Chef Lütfi Soylu) will sich zunächst einmal in die Caporalsche-Lobeshymne einreihen, bescheinigt dem FC Augustdorf ein „sehr gut organisiertes Turnier”, präzisiert er seine Zufriedenheit diesbezüglich: „Gutes Catering, zügige Durchführung der Spiele, Empfang der Mannschaften bereits im Foyer, da war alles top – ein Kompliment an den FCA.” Sportlich läuft es für die Spielgemeinschaft eher so mittelgut. Einzig das Abschlussspiel gegen den FC Augustdorf wird mit 2:1 gewonnen, weshalb Rüschenpöhler auch von einem „ordentlichen Abschluss für uns” spricht. Bei der Analyse für diese nicht zufriedenstellende Leistung stößt er aber schnell auf die Personalsituation. „Da wir personell nicht so stark aufgestellt waren, konnten wir insgesamt sportlich nicht viel reißen”, will er sich aber dennoch bei sämtlichen eingesetzten Akteuren bedanken, haben diese doch alles in die Waagschale geworfen. Unglücklich wird mit 0:1 gegen den Blomberger SV verloren, während die Unterlegenheit bei den Nullrunden gegen den Post TSV Detmold (1:4) und VfB Schloß Holte (0:2) augenscheinlich ist. Sieglos und nur mit einem Remis auf dem letzten Platz eingelaufen ist der FC Augustdorf mit seiner zweiten Truppe. Heymann hat eine mögliche Begründung dafür parat: „Die Jungs hatten so in der Halle noch nie zusammengespielt. Die erste Hälfte in jedem Spiel konnte gut mitgehalten werden”, schildert er, hat er als ursächlich erkannt, dass im Laufe der Partie die Konzentration weniger wurde, „und so wurden einige Spiele hergeschenkt.” Grämen ist dennoch fehl am Platz. Immerhin haben die Sandhasen bis zum Schlusspfiff alles in die Waagschale geworfen, was mit einem Punktgewinn im finalen Spiel gegen den Post TSV Detmold auch honoriert wird.

K.-o.-Phase

Theesen hat sich für das Finale durch einen 6:3-Sieg über die Blomberger durchgesetzt. Mit 3:1 siegt Schloß Holte gegen den Sportclub aus Bielefeld. VfB-Leader Kröger spricht von einer „guten Leistung” in diesem Match. „Das Halbfinale gegen Schloß Holte hat leider nicht die bessere Mannschaft gewonnen”, ärgert sich Wöhrmann, der immer noch schwärmt: „Ansonsten war es ein Highlight, einzelne Aktionen von Memos Söder zu sehen.” Der lippische Vertreter Blomberger SV sichert sich Rang drei durch einen 2:1-Sieg über den SC Bielefeld 04/26. BSV-Manager Michele Caporale bringt klar zum Ausdruck: „Wir haben verdient den dritten Platz erreicht”, ist die Finalteilahme illusorisch gewesen, weil: „Im Halbfinale war Theesen einfach zu stark, obwohl wir eine sehr gute Partie gespielt haben.” Daher zieht „Capo” imaginär seinen Hut: „Was die im Stande sind zu spielen, haben sie ja im Finale gezeigt (7:0-Sieg gegen Schloß Holte)”, kann wohl davon gesprochen werden, dass Theesen einfach eine Klasse für sich gewesen ist. „Im Endspiel fehlte den Jungs auch die Kraft. Wir hatten durch eine leichte Verletzung von Henrik Brummelte noch einen Spieler weniger zur Verfügung und dann hat Theesen uns sehr überlegen geschlagen”, liefert Kevin Kröger plausible Gründe für diese eindeutige Angelegenheit. Theesen Co-Trainer Fynn Bergmann ist erleichtert: „Es war natürlich sehr schön, dass wir da gewinnen konnten. Wir hoffen sehr, dass wir im nächsten Jahr den Titel verteidigen können”, bei diesem „top-besetzten Turnier”, wie Bergmann anerkennend lobt.

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