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Kreisliga C2 Lemgo

TuS RW Grastrup/Retzen II – Ganz oben dabei! Bis zum Schluss?

Der TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II hat eine starke Hinrunde gespielt und überwintert auf dem zweiten Tabellenplatz, der zum Saisonende auf jeden Fall ein Relegationsplatz sein wird. Die Rot-Weißen planen bereits zweigleisig, wie Trainer Timo Drechshage bei Lippe-Kick verrät.

„Mit Fleiß, Disziplin und Ehrlichkeit zum Erfolg”

Kreisliga C2 Lemgo (ab). Elf Siege aus vierzehn Partien haben den TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II bis auf Rang zwei katapultiert, auf dem man auch überwintert. Auch zwischenzeitliche Rückschläge wie das 0:8 beim TuS Ahmsen II haben der guten Stimmung keinen Abbruch getan. Zum Ende des Jahres gelang gegen den großen Aufstiegsfavoriten sogar die Revanche (3:1). Trainer Timo Drechshage verrät im Gespräch bei Lippe-Kick, dass man schon einen Plan für die Kreisliga B in der Schublade liegen hat, sollte man am Ende der Spielzeit immer noch auf dem zweiten Platz stehen, wobei er aber auch betont, dass der Aufstieg kein Muss ist.

Von André Bell

Große Besonderheiten wies die vergangene Saison 2016/2017 bei den Rot-Weißen nicht auf. Mit 20 Zählern landete man im Niemandsland der Tabelle, nach oben ging nichts. Im Sommer übernahm dann Timo Drechshage (Bild links) das Ruder. „Ich habe mir vor der Saison ein Bild von der Truppe gemacht und gesehen, dass offensiv auf jeden Fall was passieren muss”, war dem neuen Coach sofort klar, denn 20 Tore nach 18 Spieltagen war die schwächste Ausbeute der gesamten Liga. Hilfe war schnell gefunden: „Die Neuzugänge waren so nicht verwunderlich, außer Dominik Exner, alles Offensivkräfte.” Das Resultat: Nach 14 Spieltagen haben die Rot-Weißen bereits 62 Tore erzielt, stellen damit die viertbeste Offensive der Liga. Auch die neuen Jascha Prüßner und Florian Perner schlugen voll ein, sind mit 19 bzw. 18 Saisontoren in der Torjägerliste ganz weit vorne zu finden. Für Drechshage war zunächst aber einmal wichtig, „so schnell wie möglich eine Einheit zu bilden, auf wie neben dem Sportplatz. Führungskräfte erkennen und in der Vorbereitung alles rausholen was geht bei den Jungs, um zu sehen, wie weit wer geht.” Zur Freude des Trainers hat „die Truppe mitgezogen und meine Sprache sehr schnell verstanden.” Er versprach seiner Mannschaft: „Mit Fleiß, Disziplin und Ehrlichkeit, was ganz oben auf meiner Liste steht, kommen wir zum Erfolg.” Der Erfolg ist da, nicht zuletzt, weil auch „die Neuzugänge gegriffen haben und die Truppe aus dem letzten Jahr auch noch einmal 30% zum Vorjahr draufgepackt hat.” „Hochmotiviert” ging es in diese Spielzeit.

Man plant auch für die B-Liga

Der Saisonstart verlief aber zunächst ein wenig holprig. Das erste Spiel wurde zur Halbzeit bereits abgebrochen und mir 4:0 für den TuS gewertet, es folgten Niederlagen gegen Ahmsen II und Borussia Bad Salzuflen. Zwar wurde das Spiel gegen die Borussia mittlerweile auch als Sieg gewertet, aber auch das vierte Spiel beim SV Wüsten II ging verloren. Doch allmählich kam die Maschinerie ins Rollen. Die Niederlage in Wüsten Ende August sollte die bis jetzt letzte der Saison gewesen sein. Dass in dieser Spielzeit was geht, war Drechshage „nach dem 2:1-Auswärtssieg in Union Entrup klar”. Er erinnert sich: „Elfer verschossen, Siegtreffer in der 90. Minute, das sind so Momente als Trainer wo etwas im Kopf passiert.” Seitdem ist der TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II ungeschlagen. Der Coach hat den Luxus, aus einem sehr großen Kader auswählen zu können. Dieser bleibt auch so zusammen, „nach Gesprächen sogar über den Sommer 2018 hinaus.” Verstärkungen sind im Winter nicht geplant, aber „drei oder vier richtige Verstärkungen im Sommer, nicht Quantität, sondern konkurrenzfähige Qualität, sollen den Kader im Sommer noch einmal nach vorne bringen”, will man im Falle des Aufstiegs einen Kader haben, „der aus B-Liga nicht absteigen müsste”, aber im Fall, dass man auch nächste Saison in der C-Liga kickt, erneut „in der C-Liga ganz oben mit spielen könnte.” Dennoch betont Drechshage: „Der Aufstieg ist keine Pflicht und soll auch kein Thema sein, aber wenn die sportliche Leistung reicht, wollen wir uns natürlich der Herausforderung stellen.” Die Planungen sind dennoch recht weit fortgeschritten. „An Verstärkungen aus B- wie A-Liga bin ich dran, aber noch ist nichts fix”, verrät Drechshage noch keine Namen.

Interessante Vorbereitung

Die Vorbereitung auf die Rückrunde, die für den TuS am 11. März mit dem Rückspiel bei Borussia Bad Salzuflen startet, wird am 4. Februar beginnen. Eine „fünfwöchige Vorbereitung” steht für die Rot-Weißen an, in „drei Einheiten und einem Testspiel pro Woche” werden die Jungs in Form gebracht. Getestet wird am 11.2. beim TSV Kirchheide II, am 18.2. beim TV Elverdissen II, am 25.2. gegen den BSV Müssen II und am 4.3. gegen TuRa Heiden II. Und auch, wenn es keine externen Verstärkungen geben wird, wird Drechshage noch mehr Auswahl haben als ohnehin schon, denn: „Im Winter kehren Dominic Exner, Marc Kesting und Tufan Alper in den Kader zurück, die den Konkurrenzkampf noch einmal mächtig aufmischen.” Von der Kadersituation, die der Coach vorfindet, träumen sogar viele erste Mannschaften: „Wir sind auf jeder Position doppelt, oder sogar dreifach besetzt, und jeder Spieler weiß, dass es keinen Freifahrtschein gibt, für einen Trainer natürlich gute Voraussetzungen.” Für die Rückrunde gilt dann „das gleiche wie vor der Saison, unabhängig vom zweiten Tabellenplatz, wir wollen jedes Spiel gewinnen und von Woche zu Woche denken, so sind wir sehr gut gefahren.” „Der Teamgeist und die Einstellung stimmt”, könnte es derzeit fast nicht besser laufen, aber „wichtig ist, dass dies auch bis zum letzten Spieltag so bleibt und keine Unzufriedenheit aufkommt, wenn es für den ein oder anderen nicht für den Kader am Sonntag reicht.” Denn „dann glaube ich fest daran, dass wir bis zum Ende eine gute Rolle spielen können und unter den Top drei einlaufen können.” Und vielleicht gibt es für den FC-Fan im Sommer dann sogar doppelten Grund zu feiern. „Die Hoffnung für den FC lebt übrigens noch”, hat Drechshage auch den Klassenerhalt der Domstädter noch lange nicht abgeschrieben.

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