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Hallenfussball

LZ-Cup 2018 – Die Gruppenphase der Endrunde

Stimmungsvolle Fans, viele, viele Tore, starke Paraden, Kombinationsfußball, all das wurde gezeigt in den Gruppenspielen der Endrunde. Ein Favorit bleibt mit der SG Hörstmar/Lieme früh auf der Strecke, auch der TBV Lemgo kommt nur über Rang zwei ins Halbfinale. Wir werfen einen Blick zurück auf die 18 Partien der Gruppenphase.

Stimmungsvolle Gruppenspiele

LZ-Cup 2018 (ab). Für reichlich Gesprächsstoff sorgte die Gruppenphase bei der diesjährigen Endrunde des LZ-Cups. Sportlich war die ein oder andere Überraschung geboten, so kam der TBV Lemgo nur als Gruppenzweiter weiter, die SG Hörstmar/Lieme schied sogar nach der Gruppenphase schon aus. Leider wird aber auch Kritik an den Schiedsrichtern geäußert, die den Unmut von Spielern, Trainern und auch Zuschauern auf sich zogen. Positiv erwähnen muss man aber auf jeden Fall die Stimmung in der Halle, etliche Fan-Gruppen sorgen für mächtig Alarm in der Lipperlandhalle.

Von André Bell

Gruppe 1Gruppe 2Gruppe 3

 

Gruppe 1

Jerxen holt Gruppensieg – TBV ballert sich ins Halbfinale

(ab). Für eine mittelgroße Überraschung hat der SV Eintracht Jerxen-Orbke gesorgt, der in dieser spannenden Gruppe den TBV Lemgo hinter sich gelassen hat.

Der Auftakt in diese Gruppe und in die Endrunde gebührt aber den beiden Neulingen TuS WE Lügde und FC Laßbruch/Silixen. Schnell wird deutlich, dass der TuS den besseren Start in den Tag erwischt. Nils Nehrig erzielt den ersten Treffer des Tages, bringt Lügde schnell in Führung. La/Si hat zwar die Antwort darauf mit dem 1:1, verliert am Ende aber klar mit 1:6. Ein perfekter Start für Lügde. Positiv: Beide Teams werden lautstark angefeuert, beide Fan-Gruppen sorgen für gute Stimmung in der Halle. Im zweiten Gruppenspiel stehen sich dann der TBV Lemgo und der SV Eintracht Jerxen/Orbke gegenüber. Es ist ein ausgeglichenes Spiel, der SVE macht seine Sache ordentlich. Der TBV findet jedoch nicht zu seinem Spiel, was in eine klare 0:3-Niederlage mündet. Kurios wird es am Spielende. Eigentlich ist das Spiel schon zu Ende, doch Jerxen/Orbke bekommt noch einen Strafstoß wegen eines Handspiels von Thomas Stirz – er wollte eigentlich nur einen Ball blocken, der weit ins Aus geflogen wäre – der daraufhin sogar mit Rot vom Platz fliegt und gar nicht mehr eingesetzt werden darf. Im Anschluss heißt es allerdings, dass die Uhr noch zwei Sekunden Spielzeit angezeigt haben soll. Für Unverständnis sorgt das auch beim sportlichen Leiter Ulas Tokdemir: „Kuriose Szenen durch die Schiedsrichter, keine einheitliche Linie ins Spiel gefunden, arrogant gewirkt hat und sehr konfus. Solche Sachen wie Notbremsen wurden unterschiedlich bewertet.” Die rote Karte für Thomas Stirz ist die „Krönung” des Ganzen, so Tokdemir. Dennoch, aus sportlicher Sicht kann man „das erste Spiel komplett abhaken”, ist Ulas Tokdemir mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Da stand man sich selbst im Weg. Es war ja auch nicht so, dass Jerxen drückend überlegen war oder uns fußballerisch was aufzeigen konnte, aber so haben wir Jerxen gut uns Turnier gebracht und den Sieg verschenkt mit mangelnder Einstellung und Bereitschaft.”

Gegen Lügde steht der TBV dann schon unter Druck, muss unbedingt gewinnen, um im Rennen um das Halbfinale zu bleiben. Der TuS geht mit Rückenwind aus dem ersten Spiel in diese Partie und bietet dem Bezirksligisten Paroli. Lügde spielt gut mit, der TBV hat weiterhin Probleme. „Gegen Lügde haben wir es etwas besser gemacht”, meint Tokdemir, allerdings weiter „ohne klare Linie im Spiel.” „Das hätte man durchaus souveräner gestalten können.” Zwei Zwei-Minuten-Strafen gegen die Westfälische Eiche helfen Lemgo, der das Spiel schließlich knapp mit 3:2 für sich entscheiden kann. „Ein packendes Duell auf Augenhöhe mit sehr fragwürdigen Zwei-Minuten-Strafen gegen uns. Vier Minuten in Unterzahl sind schon hart. Trotzdem hatten wir am Ende zweimal die Chance zum Ausgleich. So blieb es leider bei der knapp 2:3-Niederlage”, kommentiert TuS-Coach Andreas Hoffmann das Spiel. Der zweite Auftritt von Jerxen/Orbke und La/Si wird wieder eine souveräne Angelegenheit für den Detmolder A-Ligisten. Beim 3:0 sichert sich der SVE den zweiten Sieg und eine tolle Ausgangsposition für das letzte Spiel, wo nun ein Unentschieden zum Gruppensieg reichen würde.

Dem TuS hingegen würde ein Sieg ebenfalls helfen, den SVE könnte man so hinter sich lassen und vorübergehend Rang eins übernehmen. Doch es sollte anders kommen. Jerxen/Orbke gewinnt auch sein drittes Spiel, ein Treffer in Überzahl sichert den knappen 1:0-Erfolg. Nochmal Hoffmann: „Chancen auf beiden Seiten Mangelware. Das einzige Tor im Spiel fiel erneut in Unterzahl. Die Zeitstrafen entscheiden die Spiele. Jerxen verdienter Sieger unserer Gruppe.” Somit war auch klar, dass der TBV nur noch über Rang zwei ins Halbfinale einziehen könnte, dazu brauchte es aufgrund der Tabellenkonstellationen in den anderen Gruppen einen hohen Sieg. Der war gegen den FC Laßbruch/Silixen schnell eingetütet. Fast im Minutentakt fallen die Treffer, der TBV Lemgo gewinnt mit 12:0 und holt somit Platz zwei. „Da hätten es noch ein paar Tore mehr sein können”, meint Tokdemir, der sich aber dann doch darüber freut, dass der TBV noch „souverän die Kurve gekriegt hat.”

Freude herrscht auch beim SV Eintracht Jerxen/Orbke über den Gruppensieg. Obmann Hubert Orynczak meint dazu: „In der Gruppenphase haben wir alle Spiele dominiert und absolut souverän und diszipliniert gespielt. Wir sind ohne Gegentreffer und somit verdient als Gruppensieger ins Halbfinale eingezogen.”

Für die Debüttanten Lügde und Laßbruch/Silixen ist das Abenteuer nach der Gruppenphase jedoch bereits beendet. „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, alle haben bei der tollen Atmosphäre super viel Spaß gehabt”, meint Andreas Hoffmann, für den es sich so anfühlt, als wäre „insgesamt mehr drin gewesen.” Aber er kündigt an: „Wir wollen nächstes Jahr wiederkommen.” Für tolle Stimmung sorgte auch der La/Si-Anhang. Die Mannschaft hingegen zahlt Lehrgeld. „Wir haben zu keiner Sekunde auch nur ansatzweise an die guten Leistungen der Vorrunden anknüpfen können. Mit diesem Abschneiden haben ich nicht gerechnet”, so ein etwas enttäuschter Coach Maik Grenner. Aber: „Es war mal eine schöne Sache dabei gewesen zu sein, damit haken wir das Thema LZ-Cup dann ab. Lobend möchte ich die gute Organisation erwähnen. Bedanken wollen wir uns bei den Fans, die mitgereist sind und trotz allem guter Stimmung waren. Danke an euch.”

Die Ergebnisse im Überblick:

TuS WE Lügde vs. FC Laßbruch/Silixen 6:1

TBV Lemgo vs. SVE Jerxen/Orbke 0:3

TBV Lemgo vs. TuS WE Lügde 3:2

SVE Jerxen/Orbke vs. FC Laßbruch/Silixen 3:0

FC Laßbruch/Silixen vs. TBV Lemgo 0:12

TuS WE Lügde vs. SVE Jerxen/Orbke 0:1

Gruppe 2

Barntrup souverän weiter – Frühes Aus für Oerlinghausen

Der RSV Barntrup spielt weiter groß auf und bestätigt in der Gruppenphase, dass man zu den Favoriten auf den Turniersieg zählt. Drei Siege holt die Dettmar-Elf und sichert sich den klaren Gruppensieg. Für den TSV Oerlinghausen, Fortuna Schlangen und SuS Pivitsheide ist die Endrunde nach drei Spielen zu Ende.

Eröffnet wird die Gruppe von Oerlinghausen und Pivitsheide. Und der SuS kommt gut ins Turnier, ist spielbestimmend gegen den klassenhöheren TSV, kann aber kein Profit daraus erzielen. Gute Möglichkeiten werden liegen gelassen, zehn Sekunden vor Schluss kassiert man den Ausgleich. Ein bitteres 2:2 zum Auftakt für Pivitsheide. Der TSV kann im ersten Spiel noch nicht überzeugen. „Gegen Oerlinghausen waren wir die spielbestimmende Mannschaft”, so SuS-Kicker Daniel Wichmann, der allerdings bemängelt, dass „die Chancenverwertung leider schwach war”. Der SuS „hätte schon frühzeitig das Spiel entscheiden können, zehn Sekunden vor Schluss kassieren wir dann noch den Ausgleich, das tat weh.” „Das erste Spiel ist immer entscheidend und gibt die Richtung für den Tag vor”, ahnt Wichmann nach dem Unentschieden.

Ganz anders läuft es für den RSV Barntrup, der gegen den FC Fortuna Schlangen direkt in guter Form ist. Die Fortuna verschläft das erste Spiel und steht nach dem 0:3 bereits mit dem Rücken zur Wand.

Doch gegen den TSV Oerlinghausen macht es der A-Ligist nicht viel besser, im Gegenteil. Ohne große Probleme können die Bergstädter den ersten Sieg einfahren, gewinnen klar mit 4:0 und sind mit nun vier Punkten auf einem guten Weg.

Seine starke Form unterstreicht der RSV Barntrup mit einem weiteren klaren Erfolg gegen den SuS Pivitsheide. Für Pivitsheide zählte nur ein Sieg, sonst wäre man bereits ausgeschieden. Schnell führt Barntrup mit 3:0 und kann das Spiel am Ende mit 4:0 für sich entscheiden. „Leider kamen wir sehr schlecht ins Spiel rein”, analysiert Daniel Wichmann. „Nach wenigen Minuten lagen wir schon mit 0:3 zurück. Barntrup war einfach eine Nummer zu groß für uns und wir konnten nicht das abrufen, was uns in Vor- und Zwischenrunde ausgezeichnet hat.”

Im letzten Spiel wollen sich Pivitsheide und Schlangen mit einem Sieg verabschieden. Der Plan geht aber nur für die Fortuna auf, die das torreiche Spiel mit 5:4 für sich entscheiden kann. Dennoch bedeutet der dritte Rang das Aus. „Wir haben die ersten beiden Spiele verschlafen und dumme Fehler gemacht, die du dir bei einer Endrunde nicht erlauben darfst. Wir waren hinten nicht konzentriert und vorne nicht durchschlagskräftig. Im letzten Spiel wollten wir uns wenigstens gut aus dem Turnier verabschieden, was uns dann auch gelungen ist.” Enttäuschung herrscht beim SuS Pivitsheide nach dem sieglosen Ausscheiden. „Im letzten Spiel wollten wir uns mit einer guten Leistung aus dem tollen Turnier verabschieden. Leider hat auch das nicht funktioniert. Es ist am Ende bitter, dass wir die zwei schlechtesten Spiele des LZ-Cups ausgerechnet am gestrigen Tag gezeigt haben. Damit hat es einfach nicht gereicht. Trotzdem sind wir stolz, in Lemgo dabei gewesen zu sein und dieses Event miterlebt zu haben. Wir nehmen das positive Gefühl mit in die Vorbereitung in die Rückrunde. Uns war vorher klar, dass an diesem Tag alles passieren kann. Wenn alles stimmt, dann kommen wir weiter. Wenn nicht, können wir ebenso als Letzter aus der Gruppe rausgehen. Leider ist Zweiteres eingetreten”, so Daniel Wichmann abschließend.

Um Rang eins geht es im Spiel zwischen Barntrup und Oerlinghausen. Ein Unentschieden würde dem RSV bereits reichen, Oerlinghausen musste gewinnen und würde dann sogar Barntrup ganz aus dem Turnier werfen, da der TBV Lemgo in Gruppe 1 das klar besserer Torverhältnis der Gruppenzweiten hatte. Doch der RSV Barntrup macht kurzen Prozess, ist auch im Bezirksliga-Duell das spielbestimmende Team und gewinnt souverän mit 5:1. Der TSV verabschiedet sich nach mäßiger Leistung aus dem Turnier. „Wir spielen am Anfang glücklich 2:2, aber das war unnötig, wir sind einfach nicht ins Spiel gekommen”, wie TSV-Kapitän Milko Micanovic findet. Auch im abschließenden Spiel gegen Barntrup war man dann „zu sehr mit sich selbst und dem Schiedsrichter beschäftigt.” Das lag laut Micanovic aber auch am Schiedsrichter selbst. „Die hatten keine klare Linie”, schließt sich der Kapitän den Worten von Ulas Tokdemir an. „Ich habe es noch nie erlebt, dass man eine gelbe Karte dafür bekommt, wenn man von der falschen Seite des Tores wechselt. Dann wurde jede Aktion von uns abgepfiffen. Der Schiedsrichter hatte so eine arrogante Art und das in so jungen Jahren. Sowas macht den Fußball kaputt. Die Schiedsrichter im Kreis Detmold sind eine einzige Katastrophe. In einer Situation entscheiden sie so, in einer anderen so.” Und auch die Variabilität der Unparteiischen beim Anhalten der Zeit war nicht nachvollziehbar: „Man liegt zurück, der Ball ist nicht im Spiel und die Uhr läuft weiter”, kann Micanovic das nicht verstehen. So tendierte der Spaßfaktor schnell Richtung null. „Dann wird man noch angemeckert, weil man nicht bis zum Schluss dableibt. Ist doch klar, dass man nach solchen Aktionen keine Lust mehr hat.” Sein Vorschlag: „Die Turnierleitung hat das doch gesehen! Jeder hat das gesehen. Warum handelt man denn nicht? Dann muss man halt nach den ersten Spielen die Schiedsrichter austauschen. Wenn wir draußen spielen, dann müssen wir das so hinnehmen. Aber hier hätte man handeln können. Wenn meine Mutter in der Halle gewesen wäre, die hätte besser gepfiffen.” Auch war wohl unklar, nach welchen Regeln gespielt wurde: „Keiner wusste, ob wir Fußball oder Futsal spielen. Die kannten alle die Regeln nicht.” Micanovic will das aber nicht als Grund für das Ausscheiden verstanden wissen: „Daran sind wir dann schon selbst schuld.”

Der RSV Barntrup hingegen ist mehr als glücklich über den gelungenen Auftritt in der Gruppenphase. Der Vorsitzende Andreas Schlingmann urteilt: „Es war schwer, gegen uns ein Tor zu schießen, wir haben gut gestanden. Unser Trainer hat die Mannschaft gut eingestellt, großes Lob an Jörg Dettmar, der das überragend gemacht und analysiert hat.” Etwas unverhofft kommt auch Nico Haase zu seiner zwölften Endrunden-Teilnahme. Da Oliver Sölter kurzfristig ausfällt, reaktiviert Dettmar den „alten Hasen”. „Der hat so viel Erfahrung in der Halle, das tat uns sehr gut”, so Schlingmann. „Wir haben sehr solide gespielt und verdient die drei Spiele gewonnen”, so sein abschließendes Urteil.

Die Ergebnisse im Überblick:

TSV Oerlinghausen vs. SuS Pivitsheide 2:2

FC Fortuna Schlangen vs. RSV Barntrup 0:3

FC Fortuna Schlangen vs. TSV Oerlinghausen 0:4

RSV Barntrup vs. SuS Pivitsheide 4:0

SuS Pivitsheide vs. FC Fortuna Schlangen 4:5

TSV Oerlinghausen vs. RSV Barntrup 1:5

Gruppe 3

FCA marschiert – Hör/Lie und Di/Mo scheitern

Viel Spannung hatte diese Gruppe zu bieten. Mit Hörstmar/Lieme, Augustdorf und Diestelbruch/Mosebeck waren drei Teams in der Gruppe, die bis hierhin eine starke Vor- und Zwischenrunde gespielt hatten. Aber auch der TuS Asemissen spielte solide, konnte aber nichts ausrichten. Den Gruppensieg sichert der FC Augustdorf, das knappe Aus müssen Hör/Lie und Di/Mo hinnehmen.

Das Detmolder Duell zwischen dem FCA und dem SV Di/Mo war der Auftakt in dieser Gruppe. Zwei große Fanlager feuerten ihre Teams an, die Fans des FCA und von Diestelbruch/Mosebeck feierten in zwei nebeneinanderliegenden Blöcken. Stimmungsvoll war auch die Partie. Beide Teams schenken sich nichts, die Sandhasen kommen aber besser ins Spiel und gehen mit 2:0 in Führung. Doch der SVD kämpft sich zurück ins Spiel, kommt zum 2:2, wirkt insgesamt aber zu nervös. Das hat auch Lennart Rethmeier festgestellt: „Leider konnten wir über das gesamte Turnier unsere Nervosität nicht abstellen. Für die Jungs war es das erste Turnier vor so einer Kulisse. Dennoch haben wir uns in allen drei Spielen gut verkauft. Gegen den späteren Turniersieger Augustdorf kommen wir nach 0:2 zurück. Mit etwas mehr Konzentration nehmen wir dort etwas mit.” So aber gewinnt Augustdorf noch mit 4:2.

Im zweiten Spiel der Gruppen stehen sich dann die SG Hörstmar/Lieme und der TuS Asemissen gegenüber. Und Hör/Lie unterstreicht seine Ambitionen direkt einmal, siegt gegen den Bezirksligisten klar mit 5:0. „Dort passte wirklich alles, offensiv und defensiv”, stellt Betreuer Dennis Wieder zufrieden fest.

Doch schon im zweiten Spiel kann die SG nicht daran anknüpfen. „Wir spielten katastrophal, viel zu unruhig und hektisch. Wir haben uns nicht an die Abläufe, die besprochen wurden, gehalten. Jeder ist mehr alleine mit dem Ball gelaufen, anstatt zu spielen und sich dann wieder zu bewegen, dass man anspielbar ist. Und gegen abgezockte Augustdorfer hat es halt so mit der Einstellung nicht gereicht.” Auf der Anzeigetafel ist aus Sicht der SG Hör/Lie ein 0:3 zu sehen. Ein verdienter Sieg für Augustdorf, die sich damit den Gruppensieg mit einem Unentschieden im nächsten Spiel sichern konnten.

Doch zunächst sind Asemissen und Di/Mo an der Reihe. Diestelbruch/Mosebeck zeigte nun, weshalb man zu den Geheimfavoriten gehörte. Gegen den klassenhöheren TuS holt man beim 3:1 drei verdiente Punkte. Für Asemissen bedeutete diese Niederlage bereits das Aus. Di/Mo und Hör/Lie hatten zumindest noch theoretische Chancen auf das Halbfinale.

Mit einem deutlichen Sieg hätten beide Teams zumindest kurzfristig auf Rang eins klettern können. Im direkten Duellen liefern sich die beiden Kontrahenten ein Spiel auf Augenhöhe, keines der Teams kann sich absetzen. Am Ende siegt die SG knapp mit 6:5. Den Sprung auf Rang eins hat man damit verpasst, bei einer Niederlage des FCA könnte man aber trotzdem noch den Gruppensieg feiern. „Im letzten Spiel konnten wir zwar nochmal gewinnen, aber es war teilweise offensiv nicht zielstrebig genug und defensiv war auch nichts”, so Dennis Wieder. „Wir brauchten ein hohes Ergebnis um eventuell doch noch weiterzukommen, nur mit der Vielzahl an Gegentreffern konnte das nicht klappen.”

Und auch der FC Augustdorf spielte da nicht mit. Denn im Bezirksligaduell gegen den TuS Asemissen hat der FCA auch die Nase vorn. Mit dem 3:2 sichert sich Augustdorf Rang eins in der Gruppe. „Wir haben eine sehr starke Vorrunde gespielt und uns Stück für Stück im Laufe des Turniers gesteigert”, hat FCA-Coach Matthias Heymann da schon erkannt, dass es noch sehr weit gehen könnte. Das Aus muss, trotz zweiter Siege, die SG Hörstmar/Lieme hinnehmen. Beim A-Ligisten war man enttäuscht. „Wir müssen uns selber an die Nase packen, es fehlte Konzentration, die Abgeklärtheit, Ruhe und in einigen Situationen das nötige Selbstbewusstsein”, so die Analyse von Dennis Wieder, der ebenfalls noch Kritik äußert: „Allgemein möchte ich noch anmerken, dass die Endrunde dieses Jahr in allen Belangen die schlechteste war, seitdem wir in der Lipperlandhalle waren.” Er meint damit die Schiedsrichter-Leistungen, die Wieder als „katastrophal” wahrgenommen hat. Als „Höhepunkt” nennt er das „Tor von Barntrup gegen Jerxen (Halbfinale; Anm. d. Red.). Bis dahin war Jerxen taktisch die disziplinierteste Mannschaft des Turniers.” Er führt weiter aus: „Es wurden so schnell zwei Minuten ausgesprochen, auch bei teils harmlosen Fouls. Wie zum Beispiel bei Lügde gegen Lemgo. Man begeht ein Foul und musste direkt runter. Und wenn man viel Pech hatte, so wie der RSV Barntrup, verliert man einen Spieler für vier Wochen, nur weil er sich vor den Schuss im Strafraum wirft und dies als Grätsche gewertet wird. Da kann man zwei Minuten und Neunmeter geben, dann ist gut, aber rot ist völlig überzogen. Die Schiedsrichter haben sich wichtiger gemacht als die Spiele. Schade, wirklich schade sowas.” Seine Empfehlung: „Man sollte eventuell drüber nachdenken, in der Endrunde von beiden Kreisen Schiedsrichter einzusetzen. Einige Vorfälle in manchen Spielen von Mannschaften oder Schiedsrichtern war schon ziemlich suspekt. Wir waren zum Glück nicht die einzigen die das so sehen. Auf den Rängen und zwischen den Trainern gab es auch viele Diskussionen aufgrund der oben genannten Situationen.” Was Wieder ebenfalls störte, war die Tatsache, dass „die Spieler alle in Block C sitzen sollten und nicht bei den Fans”, was er auch als „Schwachsinn” empfindet, denn: „Dafür sind wir doch da, dass die Jungs auch mal bei den Fans sitzen können. Alles in allem gab es definitiv schon bessere Endrunden.” Das versteht Dennis Wieder als „kleine Kritik an Heidenoldendorf.” Aber auch der Veranstalter des LZ-Cups bekommt noch einen Vorschlag: „Zudem sollte die LZ darüber nachdenken den Modus etwas zu ändern. Zwei Gruppen á sechs Teams wären glaube ich sinnvoller. Oder vier Gruppen á drei Mannschaften. Dann die Spielzeit auf zwölf Minuten runter oder sowas, wenn es sonst zu lange dauert. Weil es schon bitter ist mit zwei Siegen auszuscheiden. Das ging ja nicht nur uns so.”

Beim SV Diestelbruch/Mosebeck war man trotz des Aus nicht lange enttäuscht. „Zusammen mit dem FC Augustdorf haben wir für die meiste Stimmung in der Halle gesorgt und eine super Visitenkarte abgegeben, ein geiler Tag für den gesamten SVD”, so Lennart Rethmeier. Vor allem im Duell mit dem FC Augustdorf sorgten beide Fanlager für mächtig Alarm auf den Rängen: „Ich war in den letzten vier Jahren in der Lipperlandhalle als Zuschauer dabei. Das Spiel zwischen uns und dem FC Augustdorf war das stimmungsvollste Spiel in der Lipperlandhalle und das trotz erstem Gruppenspiel. Man stelle sich vor, was abgegangen wäre, wenn es ein K.O.-Spiel geworden wäre.” Was dem SV Di/Mo am Ende gefehlt hat: „Mehr Konzentration und fehlende Erfahrung. Es war ein sehr junges Team und auch taktisch war der FC Augustdorf uns überlegen. Daraus werden aber alle Spieler lernen.”

Beim TuS Asemissen musste man abschließend ernüchtert feststellen, dass „der TuS Asemissen nie eine Hallenmannschaft war und werden wird”, so Obmann Michael Kastner. „In all den Jahren, in denen ich beim TuS aktiv bin, haben wir in der Halle noch nie etwas, außer mal einen Preis bei einer Tombola, gewonnen.” Dem TuS fehlt der Vorteil, sich in einer Halle auf solche Turniere vorbereiten zu können, aber: „Wir waren dabei, nehmen die tolle Stimmung mit und hoffen, dass es dem ein oder anderen Spieler nochmal den gewissen Kick für die Rückrunde gegeben hat.”

Die Ergebnisse im Überblick:

FC Augustdorf vs. SV Diestelbruch/Mosebeck 4:2

SG Hörstmar/Lieme vs. TuS Asemissen 5:0

SG Hörstmar/Lieme vs. FC Augustdorf 0:3

TuS Asemissen vs. SV Diestelbruch/Mosebeck 1:3

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. SG Hörstmar/Lieme 5:6

FC Augustdorf vs. TuS Asemissen 3:2

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