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Kreisliga B1 Lemgo

SG Bega/Humfeld – Scarlata geht nach vier Jahren

Am Ende dieser Spielzeit wird Michael Scarlata das Traineramt bei der SG Bega/Humfeld abgeben. Bei Lippe-Kick erläutert Scarlata seinen schon vor geraumer Zeit gefassten Entschluss.

„Ich gehe als Trainer, aber bleibe als Fan”

Kreisliga B1 Lemgo (ab). Am Ende der Saison wird sich bei der SG Bega/Humfeld etwas ändern. Trainer Michael Scarlata hat seinen Rücktritt angekündigt. Im Sommer wird er das Amt dann vier Jahre innegehabt haben und von Ab- bis Aufstiegskampf einiges gelebt. Weshalb er diesen Entschluss gefasst hat erklärt er bei Lippe-Kick.

Von André Bell

Zunächst einmal möchte Michael Scarlata (Bild links) ausdrücklich betonen, „dass mein Entschluss als Trainer bei der SG Bega/Humfeld im Sommer aufzuhören weder sportliche Gründe noch Unstimmigkeiten mit Mannschaft, Spielern und/oder Verein zu tun haben.” Ganz im Gegenteil, „die Trainingsbeteiligung, der Spirit und Einsatzwille der Mannschaft, der Verein mit allen Beteiligten, hier speziell Atschy (Joachim Drews; Anm. d. Red.) als Obmann und mein direkter Ansprechpartner suchen seines gleichen, wenn es darum geht als Trainer unbekümmert und komplett frei in all seinen Entscheidungen seiner Aufgabe nachzugehen.” Dennoch wuchs schon vor einiger Zeit der Gedanke in ihm, am Ende der Spielzeit den Trainerjob abzugeben. Der Coach, der für seine offenen Worte bekannt ist, gibt ehrlich zu: „Die ersten Gedanken dahingehend sind zum Ende der letzten Saison schon aufgekommen.” Im Sommer 2014 übernahm Scarlata das Amt von seinem Vorgänger Dirk Winkler. In seinem ersten Jahr ging es gegen den Abstieg, doch die Leistungskurve zeigte nach oben. Bereits in der vergangenen und auch in dieser Saison spielt die SG ganz oben mit: „Wir haben mit der SG eine steile Kurve vom Abstiegskandidaten im ersten Jahr hin zum Mitfavoriten für die Meisterschaft in der Kreisliga B im letzten und auch diesem Jahr genommen.” Das bisher beste Ergebnis datiert aus der vergangenen Saison: „Letztes Jahr war es mit Platz vier das beste Abschneiden der SG seit dem Abstieg aus der Kreisliga A im Jahr 2012.” Doch da liegt dann auch der Hund begraben: „Wie wir daran auch ablesen können, fehlt der letzte Meter um am Ende ganz oben angreifen und mitspielen zu können. Es fehlt der letzte Kick, die ein oder andere neue Idee mit der die Mannschaft diesen letzten Schritt nach oben gehen kann. Das Potenzial ist zweifelsohne vorhanden, es ist eine intakte und kameradschaftlich geschlossene Truppe, jung und hungrig, ohne Wenn und Aber.” Der letzte Schritt könnte in dieser Saison auch noch gemacht werden. „Jetzt möge der ein oder andere sagen, dass wir noch eine Halbserie zu spielen haben und noch viel passieren kann, dem stimme ich sogar zu”, meint Scarlata zwar auch, aber nur, um dann den zweiten Grund für seine Entscheidung zu nennen: „Nach vier Jahren hast du in gewissen Sachen Verschleiß, deine Methodik ändert sich kaum, die Ansprachen erfindet man auch nicht immer aufs Neue, man versucht zwar immer neue Ideen einzubringen, das geht dann aber auch nur bis zu einem gewissen Grad.” Schon zu Saisonbeginn stand deshalb schon der Entschluss fest, „egal ob du Meister, Sechster, Siebter oder Achter wirst.” Scarlata macht also den Weg frei für einen neuen Trainer, für einen neuen Impuls, wie man heutzutage sagt. „Ob nun für Kreisliga A oder B, ein neuer Trainer wird neue Ideen, Methoden, Trainingsinhalte etc. mitbringen und jeden dann noch ein Stück besser machen. Mein Entschluss ist also unabhängig vom sportlichen Abschneiden gefallen.”

„Bis zur letzten Minute alles für die Mannschaft geben”

Ein gutes Verhältnis pflegt Scarlata zu allen Mitarbeitern im Verein. „Wie es sich gehört, habe ich immer unseren Obmann Atschy in meine Gedanken mit einbezogen, so habe ich ihm auch schon vor der Saison in der Vorbereitung mitgeteilt, dass ich zum Saisonende aufhören werde. Ich denke, dass war ich ihm auch schuldig, damit er entsprechend planen kann”, ist Scarlata ein gutes Miteinander wichtig. Das wird auch bei den folgenden Worten klar: „Ich habe die Mannschaft, jeden einzelnen Spieler als Persönlichkeit schätzen gelernt, nun habe ich noch 16 Meisterschaftsspiele mit der Mannschaft zu bestreiten, worauf ich mich extrem freue und noch viel Spaß haben und Erfolge feiern will. Wer mich kennt, der weiß, dass ich bis zur letzten Minute alles für die Mannschaft geben werde um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, das habe ich auch der Mannschaft bei der Bekanntgabe des Aufhörens gesagt.” Und wer weiß, was es am Ende vielleicht nicht zu feiern gibt: „Wir haben von 16 Spielen noch zehn Heimspiele, in denen wir alle potentiellen Favoriten zu Hause haben, es kann noch ein schöner Abschluss werden.” So ganz wird Scarlata aber natürlich nicht gehen: „Am Ende gehe ich als Trainer, aber bleibe als Fan!”

Neues Gesicht im Training

In seiner letzten Vorbereitung mit der SG kann Michael Scarlata auch noch ein neues Gesicht im Training begrüßen. Alexander Dawyniak kommt zur SG, sein vorheriger Verein ist unbekannt. Auch Scarlata musste den Neuankömmling im gestrigen Training erst einmal kennenlernen. Den Verein verlassen hat hingegen Tom Neugebauer (Bild links), er läuft künftig für den Liga-Konkurrenten FC Union Entrup auf. Im Laufe der Vorbereitung wird die SG Bega/Humfeld auch Testspiele bestreiten und dabei erneut in den Kreis Detmold fahren. Am kommenden Sonntag tritt man um 15 Uhr beim Post TSV Detmold III an, es folgen Testspiele bei der SG Hiddesen/Heidenoldendorf II (10.02., 17 Uhr) und beim FSV Pivitsheide (18.02., 15 Uhr). Abschließend gibt es noch ein Gastspiel beim SV Wüsten (25.02., 15 Uhr), bevor dann am 4. März das erste Pflichtspiel des Jahres beim TuS Sonneborn II ansteht.

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