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Hallenfussball

Nordlippische Hallenmasters 2018 – Der Vorbericht

Die heutigen 4. Nordlippischen Hallenmasters sind wie ein Klassentreffen. Gleich neun Teams aus der C1 Lemgo wirken mit. Dazu gesellt sich als „Exot“ die FSG Waddenhausen/Pottenhausen aus der Detmolder C-Klasse. Die letzten Impressionen der Beteiligten können wir euch im folgenden Link anbieten.

Ein Paradies für die C-Ligisten

Nordlippisches Hallenmasters 2018 (hk). Am heutigen Samstag, den 3. Februar 2018, werden die 4. Nordlippischen Hallenmasters in der kleinen Halle in Hohenhausen ausgetragen. Ab 13.30 Uhr erfolgt der Kick-Off bei einer Spielzeit von einmal zwölf Minuten und einer Wechselzeit von 120 Sekunden. Veranstalter ist der SV Germania Westorf. Eine ganz entscheidende Änderung: In diesem Jahr sollen C-Ligateams aus der Region zum Zuge kommen, während bei den ersten drei Auflagen in hohem Maße Teams aus der A- und B-Liga das Teilnehmerfeld bildeten. Es wird in zwei Gruppen zu je fünf Teams gespielt. Als Hauptpreis winkt ein Trikotsatz von Jürgen Strom. Für Speis und Trank ist ausreichend gesorgt. Fleischerei Holzhauer ist etwa vor Ort und verwöhnt den Gaumen.

Von Henning Klefisch

Dennis Ortmeier, der 2. Vorsitzende der SV Germania Westorf, hat eine Begründung für die Teamauswahl: „Nach dem Fokus auf erste Mannschaften in den letzten Jahren haben wir nun beschlossen, den C-Liga Mannschaften, die in der Regel zum Beispiel nicht am LZ-Cup teilnehmen, da es sich überwiegend um Reservemannschaften handelt, eine Bühne bieten zu wollen”, sind auch deshalb Teams aus der näheren Umgebung eingeladen worden, um den Zuschauern ein „attraktives Angebot” zu gewährleisten. Nicht minder attraktiv ist sicherlich auch der Trikotsatz, der sich stets größter Beliebtheit bei dem bisherigen Sieger SG Bentorf/Hohenhausen erfreut. Ortmeier traut einem Spitzenteam aus der C1 Lemgo die Nachfolge zu: „Nach den Resultaten auf dem Großfeld dürfte insbesondere die Reserve des TSV Kirchheide neben den teilnehmenden Erstvertretungen stark einzuschätzen sein.”

Gruppe A

FC Oberes Extertal II
TuS Lüdenhausen II
RSV Schwelentrup
FSG Waddenhausen/Pottenhausen
SG Talle/Westorf

Als „sehr interessant” kennzeichnet Lüdenhausen II-Coach Jan Rügge diesen Wettbewerb, kann seine Truppe sich doch auch mal „gegen andere Mannschaften” unter dem Hallendach duellieren. Widrig ist die Tatsache, dass der Kader eher schmal aufgestellt sein wird, „aber dafür sind ein paar Hallengötter dabei, die bei den Kalletalmeisterschaften nicht da waren”, spendet ihm dieser Punkt ein wenig Trost, weshalb er sich „auf einen schönen Nachmittag” freut. In einer ähnlichen Gefühlswelt hält sich RSV-Coach Norman Dinkelbach auf, der frohlockt: „Es wird ein spannendes Turnier für Mannschaften, die in der C-Liga spielen”, ist die Ausgeglichenheit ein Bonus. Für den RSV Schwelentrup wird es das einzige Hallenturnier sein, Dinkelbach betont: „Wir nehmen gerne an diesem Turnier teil, weil es sehr gut organisiert ist. Wir sind absolut keine Hallenmannschaft”, so seine ehrliche und selbstkritische Einschätzung, hoffend, dass zumindest die Gruppenphase erfolgreich bestritten wird. So postuliert er auch gegenüber Lippe-Kick: „Mal sehen, wie weit unsere Reise an diesem Turnier geht.” Mit ein wenig Stolz in seiner Stimme merkt er auf die Personalsituation angesprochen an: „Ich werde unsere zwei Lippe-Kick Auswahlspieler beim Turnier dabei haben mit Dennis Nolte und Jonas Boehmfeld.” Eine konkrete Gegneranalyse fällt ihm ausgesprochen schwer, hat die Halle doch stets ihre eigenen Gesetze, weil: „In der Halle kann es alles ganz anders ausgehen als man denkt.” Als einzige Mannschaft aus dem FuL-Kreis Detmold tritt die FSG Waddenhausen/Pottenhausen an. „Insofern wird es für uns spannend, sich mit C-Ligisten aus dem Kreis Lemgo zu messen, die uns aber gänzlich unbekannt sind”, so 95er-Vorstand Michael Mahlmann, der somit die vielen Variablen betont. Einige Übungseinheiten wurden in der Halle bestritten. „Wir freuen uns darauf, nach der Winterpause endlich mal wieder zu einem Wettkampf antreten zu können”, ist diese Motivation nicht zu unterschätzen. Einige Ausfälle muss Boris Borowski, der Cheftrainer vom Gastgeber SG Talle/Westorf II, hinnehmen. Dennoch wird ein fähiger Kader zur Verfügung stehen. „Hallenturniere haben stets ihre eigenen Gesetze”, gibt es hier den entscheidenden Unterschied im Vergleich zur Serie. Das nötige Selbstbewusstsein möchte die SG aus den Auftritten bei den jüngsten Kalletalmeisterschaften ziehen. Da Borowski auch selbst seine Qualitäten auf dem Parkett demonstrieren wird, sind Sven Hermeier und Felix Preuß für die Mannschaftsleitung an diesem Tag verantwortlich. Hermeier hat sich bei den Kalletalmeisterschaften schwerer verletzt, weshalb er auch dauerhaft Rico Hecker als Co-Trainer ersetzen wird. „Wir freuen uns auf ein faires Turnier, auf eine ganze Menge Spaß”, ist bei Borowski auch die Wiedersehensfreude bezüglich seiner Truppe nicht zu unterschätzen, wie er gegenüber Lippe-Kick erklärt.

Gruppe B

TSV Kirchheide II
SG Kalldorf II
SpVg Bavenhausen
TuS Almena II
SG Bentorf/Hohenhausen III

„Ich weiß noch nicht genau, mit welcher Mannschaft wir antreten. Ich werde aber wohl nicht alle Akteure mitnehmen, denke, neun Mann sollten genügen”, äußert sich TSV Kirchheide II-Coach Julian Meise zur Personalsituation. Auch für ihn gibt es einige Variable bezüglich der Gegneranalyse, weshalb er für sein Team folgende Devise ausgibt: „Lassen wir uns überraschen. Wir wollen Spaß haben.” Für Kalldorf II-Trainer Jens Rasche bietet dieser Wettbewerb „eine gute Abwechslung zur Vorbereitung”, die bei den Kalletalern parallel stattfindet. Die Drittvertretung der SG Bentorf/Hohenhausen sieht er als die „stärkste Mannschaft” in diesem Turnier. Er wünscht sich das Weiterkommen in dieser Gruppe, kündigt für den Personalsektor an, dass diesmal andere Spieler für den Kader nominiert werden, „damit alle mal in der Halle gespielt haben”, so seine plausible Begründung. Konkret geht es um die Kicker Brauner, Mohard, T. Flörkemeier, Kunert und Jortzek, die sich dazugesellen. Bei der Spielvereinigung Bavenhausen wird wohl eine gemischte Truppe an den Start gehen. Sturmführer Dominik Horstmann betont gegenüber Lippe-Kick: „Die Hallensaison spielt für uns allgemein keine große Rolle bzw. es besteht kein Druck, was reißen zu müssen”, hat er dieses Turnier als „bis jetzt immer gut” in Erinnerung. Ein Aspekt, der durchaus seinen Reiz hat: „Die Konkurrenz bewegt sich auf einem guten, hohen Level”, bleibt daher für ihn die Quintessenz: „Es wird spannend, wer das Ding gewinnt.” Über Personalprobleme klagt der TuS Almena II. Coach Andre Hilker lobt die Tatsache, dass solch ein Turnier für C-Ligatruppen angeboten wird. Seine Einschätzung zum Teilnehmerfeld: „Beide Gruppen sind gut besetzt, wobei ich die erste Gruppe etwas stärker besetzt sehe”, schiebt er dem TSV Kirchheide II die Rolle als Gruppen- und als Turnierfavorit zu. Bentorf/Hohenhausen III-Akteur Julian Gerber, der seinen Vater Michael bei diesem prestigeträchtigen Turnier an der Seitenlinie vertritt, befindet, er kann diesem Wettbewerb für Reserveteams viel Positives abgewinnen. Seine Begründung ist einleuchtend: „Wir haben bei den Kalletalmeisterschaften schon oft gesehen, dass auch da ein attraktiver Budenzauber geboten werden kann”, hat er die Ligakonkurrenten TSV Kirchheide II und den RSV Schwelentrup auf seiner persönlichen Favoritenliste. Mit Blick auf die Gruppenauslosung spekuliert Gerber: „Die Gruppenkonstellation lässt sogar das Finale mit den beiden Teams zu”, lobt er auch den Gastgeber aus Westorf, der für eine „hervorragende Organisation sorgen wird. Da Ben/Ho III über ein Heimspiel in der Hohenhauser Sporthalle verfügt, rechnet Gerber mit einigen eigenen Fans. Die sportlichen Ziele werden davon jedoch nicht tangiert, will man sich ganz bewusst kein konkretes setzen. Gerbers Wunsch ist einleuchtend: „Wichtig ist, dass wir alle – genau wie bei der Kalletalmeisterschaft vor drei Wochen – Spaß haben und verletzungsfrei bleiben. Dann schauen wir, was dabei rauskommt. Man muss bedenken, dass wir die einzige dritte Mannschaft sind”, erklärt er gegenüber Lippe-Kick. Es gibt ein gewisses Personalroulette im Vergleich zu den Kalletalmeisterschaften. „Die drei Brecheisen Hoffmann, Wiens, Linnenbecker und Seitfallzieher-Torschütze “Kralle” Krahl” (O-Ton Julian Gerber) fehlen allesamt. Eickmeier wird dafür als alter Hase seine Qualitäten gewinnbringend einsetzen können. In der Altliga hat er dies eindrucksvoll demonstriert. Weitere Kaderinterna: „Jan Diekmann wird sein Debüt in der Dritten feiern. Unser Youngster Louis Huxoll, Laufwunder “Ömmes” Sander, Allrounder “Thiago” Brink, Rückkehrer Tropmann und im Tor die “Katze vom Fassensteg”, Brian Reissmann, werden uns die nötige Stabilität und Durchschlagskraft geben”, so hofft er, der weiß, dass die Fluktuation bei den Blau-Schwarzen traditionell stark ausgeprägt ist. Für ihn stellt dies aber keinen Grund dar, um ein Trauerlied anzustimmen, denn: „Das ist normal und kein Problem für uns, bilden wir doch das Fundament unserer erfolgreichen SG.”

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