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Kreisliga C2 Lemgo

Kreisliga C2 Lemgo – Goalgetter-Report Winter 17/18

Die Top 5 der Kreisliga C2 Lemgo scheint Rot-Weiß, doch ganz vorne hat sich ein Stürmer des SV Wüsten II platziert, der je zwei Spieler aus Bexterhagen und Grastrup-Retzen hinter sich lässt. Hier ist der Goalgetter-Report der fünf besten Torjäger.

Die besten Torjäger der Liga im Portrait

Kreisliga C2 Lemgo (ab). 90 Tore haben allein die Top 5 der aktuellen Torjägerliste erzielt, ein starker Wert. Während der TuS Bexterhagen II und der TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II jeweils ein Duo vorne platziert haben, hat der SV Wüsten II nur einen unter den besten Fünf, der liegt aber an der Spitze der Liste. Anders als in unseren anderen Reports wird dieses Bild nicht verzerrt, denn alle drei vertretenen Teams haben die gleiche Anzahl an Spielen absolviert.

Von André Bell

David Begemann, SV Wüsten II, 20 Tore

David Begemann hat sich Platz eins in der Torjägerliste zur Winterpause gesichert. 20 Treffer hat der routinierte Stürmer für den Sechstplatzierten der Kreisliga C2 Lemgo erzielt. Tobias Krause stellt den Torjäger vor: „David ist ein sehr ehrgeiziger Spieler, der gerne und immer auch versucht das Trainerteam zu unterstützen mit Ideen und Vorschlägen. Er ist mittlerweile einer der „alten Hasen” und solcher Charaktere sind natürlich immer sehr wichtig für eine Mannschaft, die zum großen Teil aus sehr jungen und unerfahrenen Spielern besteht. Klare Stärke ist, dass er immer wieder weiter motiviert ist und vom Spielerischen her vor dem Tor sehr abgeklärt ist. Verbesserungspotenzial hat er in der Arbeit nach hinten gegen den Ball und das Spiel ohne Ball.”

Jascha Prüßner, TuS RW Grastrup/Retzen II, 19 Tore

Knapp hinter Begemann folgt Jascha Prüßner mit 19 Treffern. Der Sommer-Zugang des TuS hat voll eingeschlagen. Sein Trainer Timo Drechshage beschreibt ihn als einen „sehr griffigen Spielertypen, schnell, auch mit Ball am Fuß.” Prüßner ist nicht auf eine Position festgelegt, ist flexibel einsetzbar. „Er liebt das Eins gegen Eins, mit Mut zum Risiko, wie ich es mag. Er ist kaum aufzuhalten und sieht sehr oft auch den Nebenmann, der vielleicht besser steht. Absoluter Team-Player und korrekter Führungsspieler. Vor dem Tor clever und abgezockt. Schwächen so gut wie keine, aber manchmal wünschte ich mir, dass er in der ein oder anderen Situation ruhiger bleibt. Ein besonderes Tor war bestimmt das 1:1 in Lieme, als alles schon nach einer Niederlage aussah und Jascha dann das Ding einfach mal aus 22 Metern Dropkick aufs Tor scheuert und der Ball unhaltbar im Netz zappelt. Ein Typ, den ich menschlich wie sportlich nicht missen möchte.”

Christopher Wright, TuS Bexterhagen II, 19 Tore

Gleichauf mit Prüßner liegt Christopher „England” Wright, der für Bexterhagen II ebenfalls 19-mal eingenetzt hat. Das Besondere an ihm: Er spielte zuvor in der Wilden Liga in Bielefeld. Über einen Kollegen fand er den Weg zum TuS. Trainer Sven Gleisner charakterisier ihn als einen „Strafraum-Spieler, er ist sich aber auch nicht zu schade, Wege nach hinten zu gehen für die Mannschaft.” „Er geht dahin, wo es weh tut im Sechzehner, schont da weder sich noch Gegner”, gehört Wright in die Kategorie „Knallharte englische Kante”. Ein besonderes Tor war sein 3:2 gegen den SC St. Pauli: „Wir lagen 1:2 zurück und Chris hatte einen Tag, wo er einige 100%ige liegen lassen hatte. Wir hatten Torchance um Torchance und er vergab Chance um Chance, in der 70. Minute habe ich dann reingerufen, wir gewinnen hier heute und wer das Tor macht ist ja wohl klar oder? Chris! Und dann kam es genauso. 90. Minute, Nachspielzeit angezeigt, Flanke von rechts und „England” hält den Schädel rein, 3:2, Ende, aus.”

Florian Perner, TuS RW Grastrup/Retzen II, 18 Tore

Nur einen Treffer weniger als sein Teamkollege Jascha Prüßner hat Florian „Pablo” Perner erzielt, der vor der Saison vom SV Wüsten gekommen ist. „Florian ist bestimmt nicht der talentierteste Stürmer, aber bestimmt immer einer der fleißigen auf dem Platz”, meint sein Coach Timo Drechshage. „Ich hatte ihn schon einige Jahre in Wüsten bei mir im Team, er hat sich von Jahr zu Jahr verbessert, weil er aber auch zuhört und an sich arbeitet. Er lebt davon, sehr oft zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu stehen, wo ein Stürmer sein muss. Er läuft und arbeitet während des Spiels sehr viel und reißt dadurch Löcher und macht Räume, die natürlich sehr wichtig sind für unser Spiel”, lobt der Coach seinen Stürmer. Verbesserungspotenzial sieht er im „Kopfballspiel, aber ansonsten bin ich sehr froh, dass wir ihn haben. Sportlich wie menschlich mag ich ihn, ein positiv verrückter Typ, das mag ich.” Ein besonderes Tor erzielt er beim knappen Sieg gegen den Tabellenführer: „Besonders erinnern kann ich mich an das 1:0 gegen Ahmsen, er stand wieder goldrichtig und macht ihn eiskalt weg. Da war die Freude sehr groß.”

Dirk Semmelroth, TuS Bexterhagen II, 14 Tore

Ebenfalls ein Neuzugang im Team des TuS Bexterhagen II ist Dirk Semmelroth, der 14 Treffer erzielen konnte. „Dirk habe ich bei uns an der Theke vorm Sporthaus reaktiviert, er hatte schon mal beim TuS gespielt, dann studiert und lebt inzwischen aber in Paderborn. Und zack, hatten wir ein neues Sturmduo für unsere Zweite”, berichtet Trainer Sven Gleisner. Er beschreibt seinen Torjäger: „Dirk „Dirkules” Semmelroth ist im Vergleich zu Chris eher rund um den Sechzehner zu Hause. Hohes Laufpensum, geht viele Wege für die Mannschaft, hilft auch oft hinten aus und ist dann wieder schnell vorne. Durch seine Schnelligkeit lässt er dann so manch einen Gegenspieler stehen. Er hat aber vielleicht zu oft den Blick für den freien Mann, etwas eiskalter wäre hin und wieder nicht schlecht.” Als besonderes Spiel hebt Gleisner seinen Fünferpack beim Kantersieg gegen Lemgo/West II hervor.

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