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Kreisliga A Lemgo

Vorberichte 18. Spieltag 17/18 A Lemgo

Exakt vier Partien finden am kommenden Sonntag statt, vier Plätze, die auf einem Rasenplatz angesetzt sind, fallen aus. Im Fokus steht ein echtes Spitzenspiel zwischen einem Aufsteiger und einer Zweitvertretung.

Hält sich Ahmsen die Hansestädter vom Leib?

Kreisliga A Lemgo (hk). Schon am morgigen Samstag startet die 18. Runde in der höchsten Lemgoer Spielklasse. TuS Brake begrüßt auf dem heimischen Tenneplatz am Walkenfeld die Bergstadt-Kicker des TSV Oerlinghausen II. Für die Hausherren geht es um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt, ist der erste Abstiegsrang doch gerade einmal einen Zähler entfernt. Das große Spitzenspiel dieses Spieltags wird in Ahmsen ausgetragen, wenn der gastgebende TuS als Spitzenreiter den Tabellendritten TBV Lemgo II begrüßt. Auch interessant ist das Duell zwischen dem TuS Lipperreihe und der SG Bentorf/Hohenhausen. Die Gäste sind als Tabellenelfter deutlich unter den eigenen Ansprüchen, wollen im Auftaktspiel direkt ein Zeichen setzen.

Von Marcel Meyer und Henning Klefisch

10.03.18, 16.00 Uhr, TuS Brake (14.) vs. TSV Oerlinghausen II (7.)

(mm). Die Vorbereitung verlief eher suboptimal, sind sich beide Trainer einig. Gerade durch die gehäuften Spielabsagen am Ende der Hinrunde sowie einigen Krankheitsausfällen im Zuge des Trainings auf die Rückrunde und der damit einhergehenden mangelnden Spielpraxis kann man sich bei dieser Partie auf eine durchaus spannende freuen. Man möchte möglichst mit dem dritten Heimsieg der Saison in die Rückserie starten, so Axel Wehmeier, Coach des TuS. Allerdings wäre man im Falle eines Punktgewinns, wie im Hinspiel, auch nicht unzufrieden. Den Versuch mit einem Erfolgserlebnis in die zweite Hälfte der Spielzeit zu starten, möchten auch die Oerlinghauser unternehmen. Trotz der Kluft, die sich zwischen beiden Teams in der Tabelle aufgebaut hat, rechnet auch der Trainer des TSV, Sebastian Boer mit einem offenen Spiel, bei dem er im Vorfeld keinen klaren Favoriten ausmachen kann. Er schätze den Gegner aus Brake jedoch stärker als noch im Hinspiel ein, weshalb seine Mannschaft durchaus gewarnt sein sollte. Wehmeier erwartet weiter ein Kampfspiel, bei dem die Einstellung und die Bereitschaft über Sieg oder Niederlage entscheiden werden. Aufgrund dieser Vorzeichen und auch der Tatsache, dass der TuS Brake ein paar Punkte zwischen sich und die Abstiegsplätze bringen möchten, können die Zuschauer ein enges Spiel erwarten, welches trotz der tabellarischen Vorteile auf Seiten der Oerlinghauser einen offenen Ausgang verspricht.

11.03.18, 15.00 Uhr, TSV Schötmar (8.) vs. TuS Sonneborn (10.)

(mm). Ein interessantes Spiel wird am Sonntagnachmittag beim TSV Schötmar stattfinden. Diese empfangen die TuS Sonneborn. Mit Blick auf die Tabelle wird dies ein klassisches Duell im Mittelfeld der Liga. Jedoch ist durch die geringe Punktedifferenz der Teams, insbesondere bei denen um die Plätze zehn bis sieben, der Spannungsbogen durchaus straffgezogen. Der Sieger dieser Partie wird auf jeden Fall vor dem Kontrahenten stehen und wird auch ein wenig Bewegung in die Tabelle bringen, so viel kann jetzt schon gesagt werden. Ein „richtungsweisendes Spiel” erwartet der Schriftführer des TSV, Yasin Altinisik. Gerade weil beide Teams zuletzt viermal nicht gewinnen konnten, prognostiziert dieser ein Spiel auf Augenhöhe. Dieser Fakt kann auch im Hinblick auf die Heim- und Auswärtstabelle unterstrichen werden. Beide Teams belegen dort jeweils Platz 15 der Liga. Diese Bilanzen gilt es mit einem Sieg zum Start der Rückrunde aufzupolieren. Auf Seiten des TSV gibt es keine personellen Veränderungen im Kader und ebenso keine Ausfälle für das sonntägige Spiel zu vermelden. Gleiches gilt auch für die TuS Sonneborn, deren Vorbereitung, nach Aussage von Michael Kamlah zwar eher durchwachsen verlief, vor allem in Anbetracht von krankheitsbedingten Ausfällen, jedoch sind alle Spieler pünktlich zum Rückrundenauftakt wieder fit. Ob das Team nun letztlich stark genug sei, um die spielstarke Mannschaft aus Schötmar zu schlagen, werde man sehen, so Kamlah weiter. Insofern ist Spannung garantiert im Duell der Tabellennachbarn.

11.03.18; 15 Uhr TuS Lipperreihe (6.) vs. SG Bentorf/Hohenhausen (11.)

(mm). Eine Begegnung, die ebenfalls die „Konferenz” am Sonntag um 15.00 Uhr umfasst, ist die des TuS Lipperreihe und der SG Bentorf/Hohenhausen. Trotz der enttäuschenden Hinserie verfüge die SG über „eine hohe Qualität in der Offensive”, so Lipperreihe Coach Carsten Schulze. Das Lob an die Gäste wird vervollständigt von der Einschätzung Schulzes, dass die Mannschaft der SG Bentorf/Hohenhausen „vom Potenzial her zu den Top-Fünf der Liga gehöre.” Allerdings gibt er sich auch angriffslustig, indem er sagt, dass sein Team trotz alledem auf Sieg spielen wird. Die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel ist noch nicht gänzlich vergessen. Daher möchte man gerade vor heimischer Kulisse die Bilanz auf dem eigenen Platz ausbauen und erfolgreich in die Serie starten. Mit einem kurzen Blick in die Vergangenheit beginnt auch die Analyse von Andreas Annutsch, Co-Trainer der SG, der sich erinnert, dass in den letzten Jahren der TuS zu Hause spielerisch seiner Mannschaft meistens überlegen war. Daher wird sein Team entsprechend vorbereitet sein und versuchen, den Spielfluss von Lipperreihe einzuschränken. „Die Truppe möchte auch endlich wieder spielen”, so Anntsch weiter. In Bezug auf die Personaldecke kann der Trainer noch nicht alles genau abschätzen, er hoffe und rechne jedoch noch mit dem ein oder anderen Rückkehrer. Somit bleibt auch der Ausgang dieser Partie einer, der nahezu unmöglich vorherzusagen ist.

11.03.18, 15.00 Uhr, TuS Ahmsen (1.) vs. TBV Lemgo II (3.)

(hk). Es geht wieder los. Und dann noch mit solch einem wahnsinnigen Spitzenspiel. Der Klassenbeste aus Ahmsen hat mehr als drei Monate die Tabelle von oben betrachten dürfen. Nun gastiert der Tabellendritte TBV Lemgo II, der gerade einmal vier Zähler Rückstand auf den Aufsteiger aufweist, mit einem Sieg bis auf einen Zähler herankommt. Von „keiner guten Vorbereitung” spricht Ahmsen-Manager Lothar Köhnemann, der allerdings beschwichtigend einschränkt: „Allerdings glaube ich, kaum eine Mannschaft wird ordentlich trainiert und gespielt haben.” Der hart gefrorene Boden und personelle Ausfälle haben in Ahmsen für eine schwache Vorbereitung gesorgt. In keiner einzigen Partie hat Coach Jörg Horstkötter seine Wunschformation aufgeboten. Oftmals standen gerade einmal zwei Joker zur Verfügung, da der Ausfall von kranken und verletzten Spielern Hochkonjunktur genossen hat. Die Abteilung Attacke ist arg geschrumpft. Stammkräfte wie Tim Köhnemann (Handbruch), Niklas Böhmer (Mittelfußbruch) und Philipp Schüler (Schulter/Brustwirbelprobleme) fallen aus. „Die Personalprobleme sind ein einziges Horrorszenario für uns”, klagt Köhnemann via Lippe-Kick, führt weiter aus: „Dadurch müssen wir leider logischerweise Umstellungen vornehmen, die so nicht vorhersehbar und eingeplant waren”, sind dies Herausforderungen, die gemeistert werden müssen, zugleich auch Spielern, die bis dato eher wenig Einsatzzeit erhalten haben. „Lemgo II hingegen wird mit hochmotivierter Truppe aufschlagen und dazu bestimmt noch ein paar Neuzugänge aufs Papier bringen, mit denen wir jetzt noch nicht rechnen können”, spekuliert Köhnemann, möchte zugleich eine mögliche Prognose tunlichst vermeiden. Der Respekt vor diesem Gegner ist aber gewaltig, sieht er die Hansestädter als „eine der stärksten Mannschaften der Hinrunde.” So rechnet er fest damit, dass „eine überragende Offensive uns gehörig unter Druck setzen wird und unserer Abwehr alles abverlangt, was eben nur geht.” Fast schon bescheiden merkt er an: „Unser einziger Pluspunkt ist unsere ebenfalls überragende Offensive, sofern es uns denn gelingt, an die schlüssigste der Hinserie anzuknöpfen.” So kritisiert er gewohnt frisch, fröhlich und frei, dass seine Truppe „das Tor aus den Augen verloren hat”, man sich zwar Abschlussaktionen erspielt habe, diese aber nur unzureichend nutzte. Köhnemann, offensichtlich ein Mann der Prozentrechnung, spekuliert: „Genutzt haben wir nicht mal 40 Prozent.” Die Hoffnung bleibt auch bei Köhnemann weiterhin bestehen, wenn er betont: „Sollte uns dieses Vorhaben gelingen und uns den richtigen Weg vorne wiederfinden, ja dann wird es ein Spektakel geben am Sonntag, dann kann es sogar Tore satt geben.” Köhnemann weiß jedoch, dass man sich der eigenen Stärke vollauf bewusst ist, zudem auch die der Hansestädter kennt und so erinnert er sich noch allzu gut an den klaren 5:0-Sieg der TBV-Truppe im Hinspiel zurück. „Wir haben gerade dieses Hinspiel noch gut vor Augen und wissen, dass wir in Halbzeit 1 nicht die schlechtere Mannschaft, sondern mindestens gleichauf waren und sogar die besseren Chancen hatten. Die zweite Halbzeit zählt für mich nicht mehr, weil wir da noch Kreisliga-B Fußball mit ambitioniertem Offensivdrang und Hauruck-Fußball spielen wollten und viermal klassisch ausgekontert wurden”, hat man diese Schmach beileibe nicht vergessen, würde nur allzu gerne Wiedergutmachung betreiben.

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