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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 18. Spieltag 17/18 B2 Lemgo

Die Fußballer scharren mit ihren Hufen. Einzig Yunus Lemgo und der TuS Lipperreihe II haben in diesem Fußballjahr schon ein Spiel absolviert. Für die anderen zehn Teams ist es die erste Begegnung. Lippe-Kick hat den umfassenden Vorbericht für die 18. Runde mit Stimmen von allen Teams.

Taverner hofft auf Wiedergutmachung


Kreisliga B2 Lemgo (hk). Sechs Partien bilden am kommenden Sonntag den Bestandteil der B2 Lemgo. Der SV Wüsten genießt direkt zum Auftakt die Spielfreiheit, da der SC Lemgo/West bekanntlich zurückgezogen hat (Lippe-Kick berichtete). Der Rasenplatz in Leese ist nicht bespielbar, weshalb das Spitzenspiel gegen den TuS Asemissen II ausfallen wird. Die restlichen sechs Begegnungen finden allesamt auf Kunstrasen- oder einem Ascheplatz statt. Als einzige Mannschaft aus den Top-Vier spielt Spitzenreiter TuS Bexterhagen. Sie müssen auf dem Jahnplatz in Lemgo beim zuletzt siegreichen Yunus Lemgo ran.

Von Henning Klefisch


TuS Lipperreihe II vs. TSG Holzhausen/Sylbach


Relativ früh aufstehen heißt es für die Akteure der beiden Teams, denn Schiedsrichter Axel Wattenberg pfeift die Partie bereits um 12.45 Uhr an. Nach der enttäuschenden Vorstellung seiner Truppe möchte Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner im anstehenden Heimspiel unbedingt eine Reaktion sehen. Einfach wird es gegen die TSG Holzhausen/Sylbach aber nicht, so viel steht für ihn fest, adelt Taverner den Kontrahenten schließlich: „Der Gegner spielt schon seit Jahren immer einen guten Fußball und hat mit Rönicke und Taper sehr gute Offensivspieler, die ein Spiel alleine entscheiden können”, ist es die gewaltige individuelle Klasse der Brunk-Jungs, die ihm Respekt einflößt. Das erste Heimspiel im neuen Fußballjahr steht unter der Überschrift „Wiedergutmachung”, denn Taverner ist ob der jüngsten Darbietung durchaus etwas eingeschnappt, wie er gegenüber Lippe-Kick auch bestätigt: „Nach so einer desolaten Leistung wie am Sonntag müssen wir wieder zeigen, dass wir Spaß haben am Fußball”, könnte dies auch mit dem Erfolg einhergehen. Die Personalmisere hält aber weiterhin an, fallen doch aus Verletzungsgründen Muschalik, Grüger und Owen aus. Mit Grippe plagen sich Brinker und Neumann herum und Fietzeck, Neufeld und Petzold sind nun fester Bestandteil der A-Ligatruppe. Taverner gibt sich aber gewohnt kämpferisch, wenn er sagt: „Trotz der ganzen Ausfälle werden wir am Sonntag eine Mannschaft stellen, die gegen eine gute Holzhauser Mannschaft dagegenhalten wird”, so ein tatendurstiger Coach. Als „durchwachsen” bezeichnet TSG-Cheftrainer Stefan Brunk die bisherige Vorbereitung, ist der Sportplatz nicht bespielbar gewesen. Dazu kamen Krankheiten, Verletzungen und Urlaube der Spieler. Vielleicht auch deshalb sind die Testspielergebnisse als „eher erschreckend” zu beschreiben, musste in zwei Spielen gegen einen A- und B-Ligisten insgesamt eine 0:10-Pleite hingenommen werden. Mit Blick auf das Hinspiel, dass Holzhausen/Sylbach knapp mit 1:0 für sich entschieden hat, und die Vorbereitung, ist ein Punktgewinn das erklärte Ziel. Auch Brunk weiß um die Gefährlichkeit des Kontrahenten, wenn er gegenüber Lippe-Kick betont: „Die Niederlage des TuS gegen Yunus kann für uns sicher nicht zum Vorteil gemünzt werden, da der TuS auf Wiedergutmachung aus sein wird.”

SC Bad Salzuflen II vs. TuS Leopoldshöhe II


Der “Käfig” an der Waldstraße wird Austragungsortes des ersten Spieles im Jahr 2018. Der heimische SC empfängt die Löwen vom TuS Leopoldshöhe. Bad Salzuflen II-Coach Bülent Yilmaz prognostiziert: „Es wird nicht einfach, wir haben nicht die optimale Vorbereitung hinter uns, aber wir wissen, dass wir kämpfen müssen, damit wir die drei Punkte haben wollen”, ist dies die Grundtugend. Yilmaz ist es bewusst, dass auch die „Löwen” mit einer kämpferischen Tugend agieren werden. Die Kurstädter müssen verletzungs- und krankheitsbedingt auf einige Akteure verzichten. Yilmaz weiß, dass die Stunde geschlagen hat und urteilt: „Wir sind mitten im Abstiegskampf. Das muss jedem meiner Spieler eigentlich klar sein, deswegen müssen wir momentan nicht mit Puderzucker, sondern mit Pfeffer arbeiten”, soll dieses Spiel aus Sicht der Gastgeber auch schmackhaft daherkommen. „Wir fahren nach Salzuflen, um dort gleich zu punkten”, gibt Leo-Trainer Dennis Lütkehölter die Marschroute aus. Gleichwohl weiß der Trainer auch, dass die ersten Partien nach der langen Pause wohl noch etwas holprig sein dürften. „Wie wohl fast alle Teams, hatten wir in der Vorbereitung mit den üblichen Winterproblemen zu kämpfen.” Das sind die Ausfälle von Testspielen und die schlechten Bedingungen aufgrund des frostigen Wetters. „Trotzdem haben viele der Jungs super mit durchgezogen. Manch einer hat aber noch Rückstand nach Grippe oder Erkältungen und kommt somit wohl noch nicht für einen Einsatz über die volle Distanz infrage”, weiß Lütkehölter zu berichten. Fraglich sind bisher Einsätze von Reh, Özen, Giebner und Richter. Marcel Podskocjic fällt mit einer Grippe sich aus, während Jascha Klatt und Christian Langenfelder mit Verletzungen passen müssen. Es werden trotzdem auch zusätzlich noch Spieler an die erste Mannschaft abgegeben, die personell derzeit auch nicht auf Rosen gebettet ist und ihrerseits gegen Laßbruch/Silixen um Punkte für den Klassenerhalt kämpft. „Das ist kein Problem, da haben wir ganz klare Absprachen. Die Jungs, die ich Sonntag beisammen habe sind durchaus in der Lage, eine gute Leistung abzurufen und die ersten Zähler einzufahren.”
Den SC schätzt er stärker ein als den Tabellenstand. „Sie befinden sich im Abstiegskampf und brauchen die Zähler. Im Hinspiel war es lange eine enge Kiste”, blickt man auf das 3:0 mit Vorsicht zurück. Auch der kleine Aschenplatz ist speziell zu bespielen. „Nach einigen Problemen haben wir in den letzten Jahren immer ganz ordentlich dort ausgesehen, das ist nicht der entscheidende Faktor. Es wird die Mannschaft siegen, die den größeren Willen an den Tag legt und die Konzentration in jeder Aktion permanent hochhalten kann. Einfache Fehler gilt es zu vermeiden.” Die Leos liegen derzeit auf einem einstelligen Tabellenplatz und wollen dort erstmal bleiben. „Unser Ziel ist es bis Ostern einige Punkte einzufahren, um uns von unten abzusetzen. Im Anschluss schauen wir dann, welches Saisonziel realistisch sein wird”, ist der Aufsteiger noch keineswegs im sicheren Hafen.

TSV Schötmar II vs. TuS RW Grastrup/Retzen


Keine gute Erinnerung hat der TSV Schötmar II an die Hinspielpartie, die satt mit 1:9 verloren worden ist. Kapitän Ersan Dargecit hat eine plausible Erklärung parat: „Das lag hauptsächlich daran, dass viele von uns im Urlaub waren und wir alte Spieler um einen Gefallen bitten mussten”, gestaltet sich der Kader im Vergleich zum Hinspiel folglich auch völlig runderneuert. Minimum acht bis neun Kicker aus dem ersten Duell werden Sonntag nicht mitwirken. Die Schötmaraner scharren mit den Hufen, wie Dargecit in Worte fasst: „Wir sind alle motiviert, da wir nach so einer langen Pause wieder Fußball spielen dürfen. Die Devise ist natürlich klar, wir wollen die drei Punkte bei uns behalten”, soll der Start in das Fußballjahr 2018 auch gelingen. Auf die urlaubenden Murat Incekara und Fatih Gürel und den arbeitenden Ümit-Can Ok muss verzichtet werden. Um 13.00 Uhr ist auf dem Hartplatz im Lohfeld unter Leitung von Referee Yasin Kocagöz Anstoß für diese Partie. Man mutmaßt, dass Sascha Döller bereits im Mutterleib Fußball gespielt hat. Deshalb ist es auch nicht wirklich überraschend, wenn er den ersten Anstoß im neuen Fußballjahr kaum erwarten kann, weil: „Vier Monate Winterpause ist eine verdammt lange Zeit”, freut sich der ewig junge Goalgetter des TuS RW Grastrup/Retzen, dass nun wieder in den Wettkampfmodus geschaltet wird. Viele Worte über den Gegner will er im Gespräch bei Lippe-Kick nicht verlieren. „Nicht aus mangelndem Respekt dem Gegner gegenüber, sondern weil das erste Spiel nach so einer langen Pause immer schwer ist. Keine Mannschaft weiß wirklich, wo sie steht”, muss man sich stets an die Abläufe gewöhnen. Döller  hat schon so einige Vorbereitungen erlebt, weshalb er überzeugt ist: „Es wird Trainer geben, die sagen: „Was für eine Top-Vorbereitung”, andere werden sagen: „Die Vorbereitung ist so lala gelaufen. Aber am Ende des Tages ist es egal, wer, wann, wo was sagt. Die Wahrheit werden wir am Sonntag auf dem Platz sehen”, spricht er hier wahre Worte. Nicht vorteilhaft, dass mit Jannis Flügge den Jedral-Jungs ein echter Ausnahmekönner fehlt. „Er ist nicht nur unser Kapitän, sondern auch ein wichtiger Spieler in unserem System”, so Döller, der sich überzeugt gibt, dass seine Truppe gewinnt, wenn jeder einzelne Kicker seine beste Leistung zeigt und zudem die mannschaftliche Geschlossenheit demonstriert wird.

Yunus Lemgo vs. TuS Bexterhagen


Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe hat Yunus Lemgo am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr auf dem Jahnplatz in Lemgo zu bewältigen. Das beste Team der Liga gastiert in der Hansestadt. Yunus-Spielertrainer Cüneyt Kurt ist voll des Lobes über die Fähigkeiten des Kontrahenten, wenn er gegenüber Lippe-Kick sagt: „Bexterhagen ist eine Mannschaft, die konstant gut spielt, eine starke Defensive hat und im Sturm mit Camara einen Top-Mann, der nur schwer zu halten ist.” Die Lemgoer selbst benötigen jeden Zähler im Kampf um den Klassenerhalt, wollen auch gegen den hohen Favoriten alles geben. „Gegen Bexterhagen haben wir nichts zu verlieren”, unterstreicht Kurt, der große Vorfreude, aber auch Respekt vor dem Gegner besitzt. Dennoch gibt er seinen Jungs mit auf den Weg: „Wir werden schauen, was möglich ist.” Auf Alaa Rekan, Muhterem Ünal und Halid Tufan muss verzichtet werden. Auch beim TuS aus Bexterhagen ist die Vorfreude enorm, dass es endlich wieder um Tore und Punkte geht. Chefcoach Achim Wenzel und sein Assistent Uwe Wehmeyer haben beim jüngsten Yunus-Sieg über Lipperreihe II eine Gegneranalyse vor Ort betrieben. „Sie haben wirklich ein paar gute Kicker in ihren Reihen”, so die Beobachtung von Wehmeyer, der von seiner Truppe dennoch fordert: „Aber unser Anspruch muss es sein, gegen solche Gegner aus dem Mittelfeld das Spiel erfolgreich zu gestalten. Auch wenn wir nach der langen Pause nicht genau wissen, wo wir stehen, sind wir am Sonntag sicher Favorit und werden auch versuchen, drei Punkte einzufahren”, sollte dies der Anspruch sein. Vor allem unter der Prämisse, dass nach dem heutigen Stand in Bestbesetzung angetreten werden kann. Der Wehmeyersche Wunsch ist klar: „Wir hoffen, dass sich das bis Sonntag auch nicht ändert!”

TuS Lockhausen vs. SG Hörstmar/Lieme II


Auch beim TuS Lockhausen hat sich in der Vorbereitung als nachteilig erwiesen, dass sie über keinen eigenen Kunstrasenplatz verfügen. Coach Marco Höcker benennt den markanten Unterschied: „Die Vereine, die einen Kunstrasen besitzen, konnten sicherlich halbwegs ihre gesteckten Ziele der Vorbereitung umsetzen. WIR allerdings leider mal gar nicht”, bedauert er sehr. Sieben Testspiele sind geplant gewesen, nur deren zwei sind tatsächlich bestritten worden. Dazu ist der TuS von der Grippewelle heimgesucht worden. Höcker flüchtet sich immerhin in Galgenhumor, wenn er gegenüber Lippe-Kick erklärt: „Es ist schön, dass die Rückrunde im Jahr 2018 weitergeht, da es nur besser werden kann.” Für das anstehende Spiel gegen die Spielgemeinschaft wird es zunächst einmal darauf ankommen, wer fit und einsatzfähig ist. „Der Rest wird persönliche Einstellung, Bereitschaft und Siegeswille sein”, schildert Höcker, der allzu gerne die volle Punktzahl im Heimspiel für sein Team verbucht sehen möchte. Hannes Hildebrandt, der Coach der SG Hörstmar/Lieme II, erwartet den TuS Lockhausen als eine „sehr zweikampfstarke Mannschaft, die um jeden Meter kämpfen wird”, gesellt sich noch der Heimvorteil hinzu auf dem grundsätzlich ungeliebten Ascheplatz. Die Spielgemeinschaft tritt in Bestbesetzung an, Hildebrandt wünscht sich: „Wir wollen aus einer sicheren Abwehr herausspielen und nach vorne haben wir einige Optionen”, besitzt die Offensive durchaus Potenzial. Ein Versprechen gibt Hannes Hildebrandt bereits ab: „Wir werden alles geben, damit wir die Punkte mitnehmen.”

TuS Asemissen III vs. SV Werl-Aspe II


Von einer „ganz ordentlichen Vorbereitung” spricht Asemissen III-Coach Florian Meerkötter, der planmäßig diese hat durchführen können. Ehrlich gibt er zu: „Da haben wir sicherlich von unserem guten Kunstrasenplatz profitiert.” Nicht nach Plan ist hingegen die lange Verletztenliste gewesen, die konstatiert werden muss. Meerkötter selbst wird nach seiner Knie-Operation in dieser Spielzeit nicht mehr gegen den Ball treten und seinen Fokus auf das Coaching legen. Dazu haben sich in der Vorbereitung noch Philip Plaschke, Philip Löwen und Kevin Karpfinger verletzt. Unklar, wann dieses Trio wieder einsatzfähig ist. Bitter: Auch auf Manuel Kesting, Robin und Steven Treimann, sowie Willi Hänel muss verzichtet werden, weshalb erst beim heutigen Abschlusstraining die endgültige Kaderzusammenstellung klar sein wird. TuS III-Kicker Niklas Suchy verrät aber erfreut: „Ehemalige A-Jugendspieler wie Toni Schirmacher und Marcel Plaschke haben sich sehr gut weiterentwickelt.” Was für Meerkötter dennoch feststeht: „Ich bin mir sicher, dass die Jungs, die mir zur Verfügung stehen, alles dafür geben werden, die drei Punkte zu Hause zu behalten.” Obwohl Werl-Aspe II tief im Tabellenkeller steht, möchten sich die Asemisser nicht davon beirren lassen. „Wie das 0:0 im Hinspiel zeigte, kann Werl-Aspe ein unangenehmerer Gegner sein, als es deren Tabellenplatz aussagt”, warnt TuS III-Kicker Niklas Suchy, zeigt er sich dennoch optimistisch, dass ein Sieg eingefahren wird. „Für uns wird ab Sonntag jedes Spiel ein Endspiel sein”, ist sich Werl-Aspe II-Coach Alexander Ruge der Situation vollauf bewusst. Die langzeitverletzten Ullmann und Schneider kehren zurück. Dazu gibt es die Verpflichtung von einem „weiteren Mittelfeldstrategen” Wortmann. Positiv: Das Kellerkind tritt gegen den starken Aufsteiger nahezu in Bestbesetzung an.

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