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Bezirksliga Staffel 2

Vorberichte 22. Spieltag 17/18 BL2

Zwei Heimspiele, zwei Auswärtsspiele. So lautet das Programm unserer vier lippischen Bezirksligisten am Sonntag. Das Spiel von Asemissen ist am Mittwoch bereits ausgefallen.

Bringt Augustdorf auch Wellensiek ins Stolpern?

Bezirksliga 2 (ab). Nur vier unserer fünf Teams der Staffel 2 sind am Sonntag im Einsatz. Der TuS Asemissen sollte bereits am Mittwoch beim SC Hicret Bielefeld auflaufen, das Spiel fiel aber wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus. Am Sonntag sind dann die restlichen vier Teams im Einsatz. Heimspiele haben der TSV Oerlinghausen, gegen den SV Avenwedde, und der FC Augustdorf, der auf den VfR Wellensiek trifft. Der Post TSV Detmold geht beim SuK Canlar Bielefeld als Favorit ins Spiel, will seine Siegesserie weiter ausbauen. Nach drei Spielen ohne Sieg strebt auch der TBV Lemgo wieder einen Dreier an, es geht zum TuS Friedrichsdorf. Abstiegskampf gibt es beim SV Spexard II, das Schlusslicht hat den vorletzten Schwarz-Weiß Sende zu Gast. Das Top-Spiel steigt beim TuS Dornberg, der im Verfolgerduell den SC Bielefeld 04/26 empfängt.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

TSV Oerlinghausen vs. SV Avenwedde

(ab). Der TSV Oerlinghausen ist am Sonntag gegen den SV Avenwedde auf Wiedergutmachung aus. Denn das Hinspiel verloren die Bergstädter mit 1:8. Eine „Blamage“ nennt es Milko Micanovic. „Das können wir nicht auf uns sitzen lassen. Wir haben am Sonntag 90 Minuten Zeit, das wiedergutzumachen.“ Micanovic gibt ehrlich zu: „Hätte ich damals nicht gewusst, dass zwei Tage später Miron Tadic als Trainer bei uns anfängt, dann wäre ich zur Halbzeit einfach nach Hause gefahren.“ Doch Tadic kam und seitdem ist der TSV auf einem guten Weg, so dass am Sonntag eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen wird. „Zu Hause wollen wie drei Punkte“, gibt Micanovic das klare Ziel vor. Daran werden auch „ein paar angeschlagene“ Spieler nichts ändern, „wir werden eine gute Truppe auf dem Platz haben.“

Entsprechend groß ist der Respekt beim SVA. Trainer Levent Cayiroglu meint: „Oerlinghausen hatte in der Hinrunde noch Probleme. Seitdem aber Miron Tadic Trainer ist, den ich auch persönlich sehr schätze, hat sich die Mannschaft verbessert, sich auch mit Teams von den oberen Plätzen enge Spiele geliefert.“ An einem guten Tage könne der TSV jeden schlagen, so der Coach. „Vorne drin haben sie mit Nils Engmann einen schnellen Stürmer, Yilmaz ist einer der besten der Liga, was die Standards angeht. Und in der Defensive haben sie mit Dawid Stroisz auch einen guten Mann“, gilt es für Cayiroglu und seine Mannen, vor allem diese Spieler im Griff zu haben. Seine eigene Elf ist dagegen eine, die „auf Ballbesitz spielt, wir müssen unser Spiel durchdrücken.“ Ähnlich wie letzte Woche gegen den FCA müssen seine Jungs geduldig sein. „Oerlinghausen wird auch kompakt stehen und sicher Nadelstiche setzen. Aber wir dürfen nicht hektisch werden, kein Harakiri spielen.“ Aus personelle Sicht sind die Gäste „arg gebeutelt“, dennoch hat Avenwedde den Anspruch, „drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ Denn unverhofft tut sich für den SVA doch noch die Chance auf den Aufstieg auf. Durch den Rückzug der zweiten Mannschaft von Arminia Bielefeld erhöht sich die Zahl der Bezirksliga-Aufsteiger auf insgesamt 13, womit die Tabellenzweiten aller zwölf Staffeln nach Ende der Saison in Aufstiegsspielen einen 13. Aufsteiger ausspielen werden.

Um 15 Uhr geht es los in der Arena Am Kalkofen, Maximilian Dolch vom SVE Jerxen-Orbke ist für die Spielleitung zuständig.

 

SuK Canlar Bielefeld vs. Post TSV Detmold

(hk). Im Sportpark Gadderbaum an der Rehwiese empfängt der SuK Canlar Bielefeld als Tabellenelfter den sechstplatzierten Post TSV Detmold. Rene-Pascal Wagner leitet dieses interessante Aufeinandertreffen ab 15.00 Uhr. „Wenn wir an Detmold denken, kriegen wir Alpträume“, gibt Canlar-Coach Zafer Atmaca gegenüber Lippe-Kick ehrlich zu: „Wir stehen abends nassgeschwitzt auf“, weiß der erfahrene Coach doch, dass die Lipper seine Leineweberstädter beim 9:0-Hinspiel „regelrecht und in der Höhe verdient auseinandergenommen haben.“ Deshalb ist es sicherlich auch nicht strafbar, dass SuK mit einer gehörigen Portion Respekt in dieses Heimspiel geht, denn voller Respekt spricht Atmaca über den Gegner: „Sie sind eine richtig gute Truppe, die über die Saison phasenweise ihre volle Leistungsstärke nicht abgerufen hat durch Verletzungen“, adelt er und spricht bedeutungsschwere Worte: „Nach Kaunitz ist der Post TSV Detmold die stärkste Mannschaft in der Liga. Das ist eine brutal starke Truppe“, erinnert er sich noch an die psychisch schmerzhaften Momente nach dem ersten Duell zurück: „Wir saßen in der Kabine und wussten nicht, was mit uns geschehen ist. Die haben uns überrollt über die kompletten 90 Minuten.“ So ist er überzeugt, dass andere Teams nach dem fünften, sechsten Treffer mehr Amnestie mit einem total unterlegenen Gegner bewiesen hätten, die Post-Kutsche vernaschte die Bielefelder aber nach allen Regeln der Kunst. Auch wenn Canlar den Schock auch ein halbes Jahr später noch nicht so richtig überwunden zu haben scheint, so muss nun der Blick auf das kommende Spiel gerichtet werden. Einen Wunschgegner gibt es für das Team aus dem unteren Tabellenmittelfeld nicht. „Ich wäre superzufrieden, wenn wir einen Punkt mitnehmen“, sagt Atmaca zur Zielvorgabe, der sich wünscht, dass die Post TSV-Angriffsreihe, besonders Goalgetter Felix Buba, kaltgestellt wird. Möglichst lange soll die Null gehalten werden, „um dann selbst Nadelstiche zu setzen“, so die Hoffnung vom Canlar-Coach. Sein letztes Spiel pausieren muss Kevin Schürstedt, der nach einer Roten Karte zuletzt in den Wartestand gezwungen war. Überdies treten die Hausherren mit ihrer stärksten Truppe an. „Niemand wird den Post TSV Detmold unterschätzen“, verhehlt Zafer Atmaca nicht, begründet diese Ansicht damit, dass das Hinspiel „eine Lehrstunde war. Wir haben uns tagelang davon nicht erholen können. Es war ganz schlimm“, bleibt ihm immerhin als Trost: „Das ist eine Mannschaft, die eigentlich nicht in diese Liga hineingehört.“

Von einem „sehr gefährlichen Gegner“, der zudem „gegen uns doppelmotiviert ist“, spricht Post TSV-Manager Michael Grundmann. Leicht wird die Aufgabe nach seinem Dafürhalten nicht, hat sich Canlar doch in der Winterpause auch verstärkt. „Spielerisch und technisch ist der Gegner sehr gut, bringt Leidenschaft mit“, geht es für die Postler doch auch darum, die Siegesserie auf fünf Siege am Stück auszubauen. Tim Smithen hat zuletzt seine Operation erfolgreich absolviert, wird nach eigenen Angaben wohl noch bis Oktober ausfallen. Der ebenfalls langzeitverletzte Christian Schiprowski wird langsam mit dem Training wieder beginnen. „Er muss wieder fit werden, hat alle Zeit der Welt“, macht ihm Grundmann keinen Druck. Johann Felker wird seinen Muskelfaserriss in der Leiste noch bis Ostern auskurieren, Philip Wichmann kehrt auch nach Ostern zurück. Tobias Stork und Ingo Schmitz weilen im Urlaub. „In dieser Staffel musst du immer 100 Prozent geben, sonst wird das Siegen schwer“, hofft er auf die volle Punktzahl.

 

TuS Friedrichsdorf vs. TBV Lemgo

(ab). „Schwierig einzuschätzen“ ist der kommende Gegner aus Lemgo für Friedrichsdorf-Coach Evran Cinar. „Das ist eigentlich eine der stärksten Mannschaften der Liga, die spielen aber weit unter ihren Möglichkeiten. Woran das aber liegt, weiß ich nicht.“ Daraus folgert Cinar allerdings, dass seine Mannschaft „nicht chancenlos“ ist gegen den TBV. Das Hinspiel hat der TuS mit 2:0 für sich entscheiden können. „Das hätte zwar auch andersrum ausgehen können“, meint Cinar, „aber der Sieg war schon verdient.“ Ähnliches will er mit seiner Mannschaft auch am Sonntag schaffen. „Wir müssen unser Spiel durchbringen, wir sind eine Mannschaft, die spielerisch zu Lösungen kommen will, mit Zug nach vorne. Wir müssen defensiv gut stehen und dann mit Tempo nach vorne spielen“, lautet die Marschroute.

TBV-Coach Ulas Tokdemir schätzt den TuS Friedrichsdorf als eine Mannschaft ein, „die über das Kollektiv kommt.“ „Die arbeiten gut gegen den Ball, das war auch Hinspiel schon so. Da haben wir ein recht ordentliches Spiel gemacht, uns viele gute Chancen erspielt, die aber kläglich vergeben“, erinnert sich Tokdemir zurück. Das soll am Sonntag natürlich besser werden. „Da haben wir die Punkte verschenkt, trotz einer guten Leistung. Dementsprechend sind wir für Sonntag eingestellt, dass wir aus den Fehlern aus dem Hinspiel gelernt haben. Ich bin­ optimistisch, dass wir die drei Punkte mit nach Hause nehmen.“ Neben den Langzeitverletzten fehlen am Sonntag auch Engin Yildiz, Oliver Hett, der am Dienstag im Training umgeknickt ist, Thomas Stirz und Dennis Reichert.

Der Herforder Unparteiische Samir Mabrouk pfeift die Begegnung um 15 Uhr an, gespielt wird vermutlich auf dem Kunstrasenplatz in Friedrichsdorf.

 

FC Augustdorf vs. VfR Wellensiek

(ab). „Schlag auf Schlag“ geht es für den FC Augustdorf gegen die Topteams der Liga, so Matthias Heymann. Nach Avenwedde am letzten Sonntag kommt nun Wellensiek. Der VfR „gehört zu den stärksten Mannschaften der Liga. Die Niederlage in der letzten Woche hat mich schon sehr überrascht“, meint Heymann zum 1:3 des VfR gegen Friedrichsdorf. Dennoch kommt Wellensiek als „haushoher Favorit“ zum FCA. Doch man hat gute Erfahrungen gemacht gegen spielstarke Mannschaften, besonders auf dem kleinen Kunstrasenplatz. „Wenn uns das wie vor zwei Wochen gegen den SC Bielefeld gelingt, können wir auch diesen Sonntag punkten“, wollen die Sandhasen dem nächsten Favoriten ein Bein stellen. Personell lichtet sich das Lazarett auch allmählich. Mark Babori, Serdar Caliskan, Willi Hildebrandt und Malte Kiel fehlen zwar weiterhin, dafür kehren André Schreiber, Cedrik Berkemeier, Marco Mescheder, Eduard Heinrich und Marc Wiemann in den Kader zurück. „Wir haben für Sonntag daher wieder deutlich mehr Optionen und können auch unsere zweite Mannschaft unterstützen“, so der FCA-Coach.

Eine Leistungssteigerung erwartet Dominik Popiolek von seiner Mannschaft: „Nach der sehr schwachen Vorstellung letzte Woche gegen Friedrichsdorf muss die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen.“ Das heißt: „Mehr Mut, mehr Coaching untereinander und vor allem mehr Entschlossenheit bei den Offensivaktionen.“ Denn was der FCA draufhat, hat sich auch bis nach Wellensiek bereits rumgesprochen: „Gerade gegen die großen, kopfball- und zweikampfstarken Augustdorfer ist volle Konzentration, besonders bei Standards, gefragt. Der FCA ist mittlerweile in der Liga angekommen und gerade bei Heimspielen ein harter Gegner.“ Der VfR-Coach muss auf einige Spieler krankheitsbedingt verzichten, Matthias Schürmann-Averbeck ist nach seinem Platzverweis letzte Woche in Augustdorf gesperrt.

Halit Özbay aus dem Fußballkreis Paderborn wird das Spiel leiten, Anstoß ist wie gewohnt um 15 Uhr.

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