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Bezirksliga Staffel 2

Vorbericht Hicret BI vs. Asemissen vom 11.04.18

Ein weiteres richtungsweisendes Duell steht heute Abend an, der TuS Asemissen ist beim SC Hicret Bielefeld zu Gast und muss punkten.

Der nächste Keller-Knaller

Bezirksliga 2 (ab). Für den TuS Asemissen steht das nächste Abstiegsspiel an, der Aufsteiger ist zu Gast beim SC Hicret Bielefeld, der nur eine Position vor dem TuS ebenfalls einen Abstiegsplatz belegt. Der ohnehin spannende Abstiegskampf kann heute Abend noch fesselnder werden. Zwischen Rang acht und Rang 14 liegen derzeit nur sieben Punkte. Der SC Hicret Bielefeld und der TuS Asemissen stehen sich ab 19 Uhr auf dem Hartplatz am Gleisdreieck in Bielefeld-Brackwede gegenüber, der Gütersloher David Zschocke wird das Spiel leiten.

Von André Bell

 

Die Ausgangslage

Der SC Hicret Bielefeld belegt derzeit den 14. Rang und damit den ersten Abstiegsplatz. Mit 20 Zählern liegt man nur zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer, zudem haben die Bielefelder noch zwei Nachholspiele. Die 33 erzielten Treffer sind unterer Durchschnitt, nur vier Teams haben weniger Tore erzielt. Auch die 60 Gegentreffer sind im unteren Drittel der Liga anzusiedeln, hier haben nur zwei Teams noch mehr Treffer kassiert. Die Formkurve ist alarmierend. Von den letzten sechs Spielen gewann der SC Hicret nur ein einziges. Allerdings musste man vor zwei Wochen erneut den Trainer wechseln, nachdem der vom TSV Schötmar bekannte Ikram Ugran aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist. Aufstiegstrainer Mehmet Ertunc, der den SC Hicret bereits aus der Kreisliga B in die Bezirksliga führte, schwingt seitdem wieder das Zepter.

Für den TuS Asemissen sieht es aktuell noch etwas schlechter aus. Mit drei Punkten weniger, aber einem ausgetragenen Spiel mehr, liegt der TuS hinter dem SC Hicret auf Rang 15. Mit 30 erzielten Toren liegt auch Asemissen im unteren Bereich der Liga, 59 Gegentore hat man bisher kassiert. Die Formkurve ist beim Aufsteiger nur ein wenig beruhigender, immerhin gelang am Sonntag ein wichtiger Sieg gegen den SV Spexard II. Zuvor holte man aus sieben Partien aber auch nur einen Dreier.

Das Hinspiel

In der Hinrunden-Partie am siebten Spieltag war der TuS Asemissen nach einer halben Stunde auf einem guten Weg. Ein Eigentor des SC Hicret und ein Treffer von Hatim Bahri brachten den TuS mit 2:0 in Front, danach tat man aber zu wenig, verschoss zudem noch einen Elfmeter, und die Bielefelder kamen noch zurück, erkämpften sich einen verdienten Zähler. Gökhan Gebedek und Ilker Aslan trafen für den SC Hicret, der nach einem Platzverweis gegen Johannes Driediger sogar noch eine Viertelstunde in Überzahl spielen konnte.

Die Historie

Die Historie der beiden Teams ist schnell erzählt, es gibt nämlich keine. Das 2:2 am 24. September war das erste Aufeinandertreffen überhaupt.

Rechenspiele

Mit einem Sieg würde der SC Hicret Bielefeld einen großen Sprung machen und bis auf Rang elf klettern können, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz würde aber nur ein mickriges Pünktchen betragen. Man hätte aber in einem weiteren Nachholspiel die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Der TuS Asemissen kann mit einem Sieg mit dem SC Hicret gleichziehen und den Abstand auf das rettende Ufer auf zwei Punkte verkleinern, man wäre wieder mittendrin im Kampf um die Klasse. Gewinnt man heute Abend mit zwei Toren Unterschied, würde man den SC Hicret hinter sich lassen.

Das sagen die Teams

Der Teammanager des SC Hicret Bielefeld, Serkan Tatlici, spricht sogar von einem „Neun-Punkte-Spiel“ und erwartet von Asemissen, dass sie „einen körperbetonten und robusten Fußball spielen werden. Wir haben uns schon drauf eingestellt, dass es ein kampfbetontes Spiel wird.“ Trainer Mehmet Ertunc kann auf den „kompletten Kader zugreifen. Alle verletzten Spieler sind Gott sei Dank wieder dabei. Die Jungs sind heiß auf die drei Punkte.“ Nach dem Wechsel zum ehemaligen Erfolgstrainer hat „die Mannschaft neuen Schub bekommen. Trotz allem respektieren wir jeden Gegner aus der Liga.“

Für die Gäste aus Asemissen zählt im richtungsweisenden Spiel „nur ein Sieg.“ „Selbst ein Punkt wäre bei der jetzigen Situation viel zu wenig“, meint Michael Kastner. Auch der TuS-Obmann erwartet „kein schönes Spiel, aber sicher ein Spiel, in dem um jeden Zentimeter gekämpft wird.“ Er empfiehlt seiner Truppe, „von der ersten bis zur letzten Minute hellwach zu sein und konzentriert ins Spiel zu gehen.“ Aus personeller Sicht muss Trainer Florian Müller auf Hannes Witthöft verzichten, der sich gegen Oerlinghausen einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Auch die Torwartfrage wird sich erst kurz vor dem Spiel klären, „da es arbeitstechnisch noch nicht feststeht, wer dabei ist.“

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