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Kreisliga A Detmold

Vorberichte 26. Spieltag 17/18 A Detmold

Lügde bittet zum Verfolgerduell

Kreisliga A Detmold (hk). Diese ganzen englischen Wochen zehren an den Nerven und Kräften. In dieser Woche gab es in Detmolds höchster Kreisliga einen kompletten Spieltag, über den Dienstag und Mittwoch verteilt. In den kommenden Wochen werden weitere Partien nachgeholt. Eine ordentliche Trainingswoche kommt da zu kurz. Was für die Bundesliga-Fans der Samstag um 15.30 Uhr ist, ist der Sonntag um 15.00 Uhr für den Amateurfußball, lieb gewonnene Tradition quasi. Runde 26 ist also der Programmpunkt am kommenden Sonntag. Das Highlight dieser Runde: Das Heimspiel des Tabellenzweiten TuS WE Lügde gegen den Dritten FC Fortuna Schlangen.

Von Henning Klefisch

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. SC Augustdorf

Richtig in Schale wirft sich der Rasenplatz Am Bent in Hiddesen, wo am Sonntag das Duell der SG Hiddesen/Heidenoldendorf gegen den SC Augustdorf stattfindet. Petrus lässt wohl die Sonne scheinen und das Catering wird mit kulinarischen Ergüssen die Zuschauer beglücken. Klar favorisiert sind die Hausherren. Als Tabellensiebter treten sie gegen das Schlusslicht an. SG-Coach Markus Rüschenpöhler möchte nicht den Mantel des Schweigens darüber werfen, dass seine Truppe als Favorit dieses Heimspiel bestreitet. Nach einer „wenig inspirierenden Leistung“ beim Torlos-Duell am Dienstag gegen den SC Ditib Detmold wünscht sich Rüschenpöhler nun mehr Torgefahr und Spielfreude von seinem Team. Unterschätzen wollen sie die Augustdorfer nicht, hat der SCA doch zuletzt mit vier Toren gegen Heiden geglänzt, dabei eine beachtliche Moral bewiesen. Auch die zwei Tore gegen Diestelbruch/Mosebeck sorgen für Anerkennung bei Rüschenpöhler, der jedoch nicht vergessen möchte: „Sie haben auch einige Treffer kassiert. Deshalb hoffen wir, dass wir da unsere Ansatzmöglichkeiten erhalten.“ Warnung dürfte sicherlich auch der knappe 1:0-Sieg im Hinspiel sein, hat der SCA doch in diesem Spiel stark performed. Einige Spieler fallen verletzt aus. Die Preisgabe der Namen verteidigt Markus Rüschenpöhler aber wie die Löwin ihre Junge. Immerhin lässt er sich entlocken, dass Mittelfeldmotor Steffen Hinder seine läuferischen Qualitäten, diesmal ohne Ball, beim Hermannslauf demonstriert. Auch talentierte A-Jugendkicker, die im Vorfeld mit ihrer Truppe gegen den SC Herford spielen, stoßen zum Spieltagkader. Sein Wunsch ist klar: „Wir hoffen auf weitere drei Punkte, die uns gut zu Gesicht stehen.“

Die direkte Konkurrenz hat gepunktet. CSL Detmold und die SG Kachtenhausen/Helpup haben die englische Woche dazu genutzt, um mit je drei Zählern ihr Punktekonto aufzubessern. SC Augustdorf-Coach Serhat Tumani gibt zu: „Ich muss gestehen: Das sitzt uns tief im Nacken und sorgt für noch mehr Druck, als eh schon war“, hat der SCA nunmehr sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Das Motto für das Schlusslicht bleibt weiterhin bestehen: In jedem Spiel soll gepunktet werden. „Am Ende werden wir hoffen, dass es dennoch irgendwie reicht.“ Tumani ist sich vollauf bewusst, dass die Partie bei der SG Hiddesen/Heidenoldendorf ein hartes Stück Arbeit für Körper und Geist wird. Seine nachvollziehbare Begründung ist einleuchtend: „Wir werden gegen eine laufstarke, junge Truppe spielen.“ Erfreut registriert er auch, dass einige Kicker ihr Comeback feiern. Yusuf Uzunoglu und Metush Shalja haben gegen Heiden gefehlt, was auf dem Spielfeld spürbar war. „Wir schauen nach vorne und werden unser Bestes geben“, so der Wunsch von Tumani.

 

SuS Lage vs. CSL Detmold

Klar favorisiert geht SuS Lage in das Heimspiel gegen CSL Detmold. Die Lagenser belegen immerhin einen hervorragenden fünften Tabellenplatz, sind das Überraschungsteam der bisherigen Spielklasse. Die Hausherren können in Bestbesetzung antreten. Einzig Verteidigungsminister Manuel Eßer lässt sich die Sonne Mallorcas auf seinen Astralkörper scheinen. SuS-Manager Hüseyin Haner prophezeit „kein leichtes Spiel“ und fordert: „Wir wollen auf jeden Fall die drei Punkte holen.“ CSL wird einzig und allein um den Klassenerhalt kämpfen. Allerdings haben die Residenzler zuletzt beim Auswärtssieg gegen Diestelbruch/Mosebeck ihre Qualitäten bewiesen. Zurzeit ist CSL nur aufgrund der besseren Tordifferenz im Vergleich zur SG Kachtenhausen/Helpup nicht auf einem Nichtabstiegsplatz.

 

SC Ditib Detmold vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

Abgesehen von einigen kleinen Aussetzern, wie etwa die letzte 0:1-Auswärtspleite beim CSL Detmold, spielt der SV Diestelbruch/Mosebeck „eine klasse Saison“, findet Ditib-Coach Erhan Eksioglu Worte voller Respekt für den Gegner. „Die Entwicklung mit dem Sascha Weber passt einfach“, ist er auch von den Fähigkeiten vom Trainerkollegen angetan. Der Abstand zwischen den beiden Teams von sechs Rängen und 13 Punkten kommt nicht von ungefähr, weshalb Eksioglu völlig zu Recht befürchtet: „Es wird kein leichtes Match.“ 77 Tore der Dörenwald-Kicker belegen, dass diese wohl aus der Epoche der „Sturm und Drangzeit“ kommen. Trotzdem spielt der SC Ditib vor den heimischen Zuschauern und „wir wollen auch den Wind der letzten Spiele mitnehmen“, könnten die Residenzler damit vielleicht auf einer Erfolgswelle segeln. Mögliche Schwachpunkte beim Gegner hat er bereits ausfindig gemacht. „Mit einem erfolgreichen Spiel wollen wir uns in der Tabelle weiter im Mittelfeld platzieren“, so der Wunsch von Eksioglu, der abschließend bei Lippe-Kick hofft: „Ich wünsche mir ein faires und gutes Spiel.”

Bei der Auswärtsschmach in Hohenloh unter der Woche war Diestelbruch/Mosebeck-Pressechef Lennart Rethmeier nicht zugegen. Beim SC Ditib Detmold will er gar nicht erst diskutieren, fordert frei von der Leber: „Ganz klar: Wiedergutmachung“, braucht es für sein Team auch kein Verb, um dies zu verdeutlichen. Die Rethmeiersche Botschaft ist eindeutig, denn der Stachel der Enttäuschung sitzt tief im Mark. Man möchte wieder die Rückkehr in die Erfolgsspur feiern. Dennoch weiß Rethmeier: „Die Spiele beim SC Ditib sind allerdings immer sehr schwierig“, haben die Schützlinge von Cheftrainer Sascha Weber in den letzten Spielzeiten dort stets Punkte liegen gelassen. „Ich gehe aber davon aus, dass die Jungs eine Reaktion zeigen“, so die Botschaft vom Di-Mo-Sprachrohr. Philip Herclik, Timo Schiewe und Jannis Brocks stehen wieder im Kader, Christian Zimmermann ist nach seiner High Five im„Gelbe-Kartesektor“ vom Spiel ausgeschlossen.

 

Post TSV Detmold II vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen

Gewaltige Personalnot herrscht beim Tabellenachten Post TSV Detmold II vor: „Es wird schwierig, eine Mannschaft voll zubekommen“, verrät Coach Jens Kaiser bei Lippe-Kick, mehr aber auch nicht.

„Die Jungs sind heiß auf die nächsten Spiele, um deutlich zu machen, dass sie es deutlich besser können als zuletzt gezeigt“, formuliert BHK-Manager Matthias Kuhlmann die spezielle Motivation vor diesem Nachbarschaftsduell. Vielleicht erkennt Kuhlmann auch eine Änderung der Zeitenwende gegen den Post TSV Detmold II. Nach der deutlichen Hinspielniederlage, „wollen wir dieses Mal den Spieß umdrehen.“ Erst kurzfristig wird sich entscheiden, welche Spieler im Kader stehen, da einige Akteure noch angeschlagen sind. „Post TSV II ist schwer auszurechnen, aber wir wollen und werden Sonntag etwas mitnehmen“, so die Ankündigung von Kuhlmann gegenüber Lippe-Kick.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. SG Kachtenhausen/Helpup

Nicht berauschend ist die jüngste Partie des SV Eintracht Jerxen/Orbke in Pivitsheide gewesen. Eher glücklich holten sie beim 2:2 einen Punkt. SVE-Manager Hubert Orynczak spricht eine Empfehlung aus: „Das letzte Spiel ist abgehakt und wir haben unsere Lehren daraus gezogen. Wir werden am Sonntag mit aufgeladener Batterie in das Match gehen und siegessicher auftreten“, so die klare Marschroute. Orynczak glaubt fest daran, dass die Spielgemeinschaft aus Kachtenhausen/Helpup das meist gepflegte Kombinationsspiel des Klassenbesten stören möchte. „Wir gehen davon aus, dass sie defensiv kompakt stehen und auf Kontergelegenheiten lauern werden“, so die Prognose vom Obmann. Bertram und Jans sind wieder im Team, daher sieht Hubert Orynczak „uns personell gut aufgestellt.“

Fast schon täglich grüßt das Murmeltier bei der SG Kachtenhausen/Helpup. Der Kapitän außer Dienst, Alexander Wolf, befürchtet: „Jerxen/Orbke wird von der Qualität wie Lügde sein und somit klarer Favorit gegen uns“, hat die Westfälische doch nicht grundlos bereits 54 Punkte auf dem Konto. Das Lazarett ist fast noch größer als beim ruhmreichen 1. FC Köln in dieser Serie, so scheint es. Wolf betont: „ Personalnot ist noch stark untertrieben.“ Ein A-Jugendtrio kann nicht mitwirken, weshalb Akteure aus der Reserve hochgezogen werden sollen. Auch Altherren-Spieler stellen eine Option dar.

 

TuS WE Lügde vs. FC Fortuna Schlangen

„Das sind die Spiele, die am meisten Spaß machen“, so ein voller Vorfreude strotzender Lügde-Coach Andreas Hoffmann. Er prognostiziert, dass es Kleinigkeiten sind, die über den Ausgang der Begegnung entscheiden werden. „Mit Schlangen erwartet uns ein absoluter Top-Gegner, der uns alles abverlangen wird.“ Die Personalsituation ist so medium, fehlt doch Jagalla verletzt und ein Einsatz von Fabian Deppe ist noch unklar.

Fast schon traditionell schlecht bleibt die Personalsituation des FC Fortuna Schlangen. Der verletzte Fortuna-Kapitän Yannik Vukadinovic prognostiziert: „Es warten auf uns jetzt Sonntag und auch im Heimspiel am Dienstag die beiden Mannschaften auf uns, die den Aufstieg unter sich ausmachen.“ Ihm ist bewusst, dass der Aufstiegszug ohne die Schlänger abfährt. Dennoch existiert eine Motivation bei den Blau-Weißen: „Wir möchten in den direkten Duellen beide Teams noch einmal ordentlich fordern.“ Immerhin geht es doch auch darum, den dritten Rang vor dem stürmischen TSV Rischenau save zu machen.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. TuRa Heiden

(hk). Kurz und bündig macht es Kemal Akman, der zum Saisonende scheidende Coach vom TuS Horn-Bad Meinberg, in seiner Analyse vor dem Spiel: „Personell sieht es schlecht aus bei uns“, sind zahlreiche Kicker verletzt oder beruflich verhindert. Auch deshalb sagt er gegenüber Lippe-Kick: „Das Spiel wird nicht einfach.“ Mit 29 Punkten nach 23 Partien stehen die Kurstädter auf dem elften Rang, damit einem Platz im unteren Tabellenmittelfeld.

Beim Tabellenzehnten aus Heiden gibt es wohl einige Ausfälle zu bedauern. Markmann befindet sich im Urlaub, Grabosch und Nispel sind noch angeschlagen. TuRa-Chefcoach Dragan Ostojic hat viel Respekt vor dem Gegner, sagt: „Horn ist eine Truppe, die jeden schlagen kann, ist schwer einzuschätzen!“ Zudem weiß er in einer sehr speziellen Rhetorik zu warnen: „Sie haben eine flinke Offensiverfahrung im Mittelfeld“, ist auch das Konterspiel nicht zu unterschätzen. Die aktuell gut in Form befindlichen Heidener wollen ebenso mutig wie in den letzten Spielen agieren.

 

SuS Pivitsheide vs. TSV Rischenau

SuS-Fänger Marvin Schulz gilt als pflichtbewusster Zögling, postuliert daher: „Wir haben ja aus dem Hinspiel etwas gut zu machen und wollen unbedingt die drei Punkte bei uns behalten.“ Gerne möchten die SuSler ein unangenehmer Gastgeber sein, sich auf ihr Spiel fokussieren und Kraft und Stärke aus dem letzten Spiel ziehen. Dies endete 2:2 gegen den Klassenbesten SVE Jerxen/Orbke. „Aufgrund der Leistung von Dienstag hoffe ich, dass wir an diese Leistung anschließen können und wieder so als Team auftreten, wie wir es dort getan haben“, so sein Wunsch. Als Primärtugend gilt die kämpferische Darbietung, wodurch die Wahrscheinlichkeit Punkte zu holen, sukzessive erhöht wird.

Bockstark war der Auftritt des SuS Pivitsheide gegen den SV Eintracht Jerxen/Orbke. Beim 2:2 waren die Pivitker dem Sieg eindeutig näher. TSV-Obmann Sebastian Tunke hat sich vorab informiert, sagt mit Blick auf das jüngste Spiel: „Pivitsheide ist ein starker Gegner, der auch erst Unentschieden gegen den Primus gespielt hat“, wird er für diese Aussage keinen Ärger mit der Justiz wegen einer möglichen Falschaussage befürchten müssen. Tunke erinnert sich, dass an der Hebbelstraße „immer enge und umkämpfte Spiele“ stattgefunden haben. Mit einem Hauch von Freude diktiert er Lippe-Kick in den Notizblock: „Unser letztes Auswärtsspiel diese Saison.“ Schwierig wird für Cheftrainer Wolfgang Wächter die Personalsituation aussehen, weiß Tunke immerhin: „Irgendwie werden es wieder elf Spieler werden.“ Beibehalten möchten die Rischenauer die kompakte Spielweise der letzten Partien, zudem mehr Effizienz bei den Abschlussaktionen zeigen.

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