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Kreisliga A Detmold

Vorberichte 28. Spieltag 17/18 A Detmold

Eintracht mit harter Bewährungsprobe vor der Brust

Kreisliga A Detmold (hk). Stets und ständig wird in der höchsten Detmolder A-Klasse um Punkte und Tore gekickt. Heute Abend bestreiten CSL Detmold und die SG Hiddesen/Heidenoldendorf noch die Abschlusspartie des 27. Spieltags und am Sonntag geht es mit der 28. Runde direkt weiter. Der Meisterschaftskampf scheint aktuell recht deutlich zu Gunsten des SV Eintracht Jerxen/Orbe entschieden zu sein. Im Heimspiel gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck wartet jedoch eine heikle Aufgabe. Der erste Verfolger aus Lügde hat es mit dem SC Ditib Detmold zumindest auf dem Papier da deutlich leichter. Mit den Duellen des TuS Horn-Bad Meinberg gegen den FC Fortuna Schlangen und des SuS Pivitsheide gegen den TuRa Heiden kommt es auch zu Aufeinandertreffen zweier emotionaler Spiele, sind diese Begegnungen doch stets hart umkämpft gewesen.

Von Henning Klefisch

 

Post TSV Detmold II vs. SG Kachtenhausen/Helpup

Gut für Körper und Geist ist der überzeugende 4:1-Auswärtssieg beim TuRa Heiden zuletzt gewesen. Nun empfängt der Tabellenachte den Vorletzten aus Kachtenhausen/Helpup, der selbst noch wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigt. Die Postler wissen, dass auch das Kellerkind keineswegs unterschätzt werden darf, will man diese Aufgabe doch möglichst seriös angehen. Auf den Rotsünder Tim Haskins muss auch weiterhin verzichtet werden.

Alexander Wolf, aktuell verletzter Kapitän der Spielgemeinschaft, spekuliert hoffnungsfroh: „Vielleicht kommt es uns zugute, dass Post TSV am Donnerstag ein Spiel hatte und der eine oder andere Spieler müde ist. Jedoch wurde das Spiel deutlich gewonnen und Post spielt zu Hause“, zählt er zwei Vorteile für die Residenzler auf. Auch ist der Kunstrasenplatz in der Werre-Arena nicht gerade der Lieblingsuntergrund vom Wolf-Rudel. Einen deutlichen Hinspielsieg haben die Postler eingefahren. Auf eine Wiederholung diesbezüglich haben die Gäste kein Interesse. Sie fühlen sich vielmehr in der Pflicht zu punkten, um die Wahrscheinlichkeit auf den Ligaverbleib weiter zu steigern. „Da bringt es nicht viel auf Unentschieden zu spielen“, gewährt Wolf einen dezenten Einblick in die Taktik. Immerhin ist auch ihm bewusst, dass Hauptkonkurrent CSL „jederzeit punkten kann.“ Auch deshalb gilt die Devise: „Wir müssen einfach alles riskieren und dann sehen wir, wo wir stehen“, ist dieses risikoreiche Vorgehen beim 0:5 gegen den TuS Horn-Bad Meinberg eher schief gegangen. „Hoffentlich haben wir Sonntag mehr Erfolg“, so Wolf abschließend bei Lippe-Kick.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

Ein Großkaliber jagt das nächste. So scheint es in diesen Tagen beim Spitzenreiter SV Eintracht Jerxen/Orbke zu sein. SVE-Manager Hubert Orynczak fällt bei der Gegneranalyse auf: „Diestelbruch/Mosebeck hat am vergangenen Spieltag eine überzeugende Leistung gegen Lügde geboten. In der Vergangenheit konnten wir jeweils nur einen Punkt mitnehmen, daher müssen wir dieses Mal noch eine Schippe drauflegen, um auch den Abstand zu Lügde zu wahren, die im Spiel gegen Ditib klarer Favorit sein werden“, wird es keine Kaffeefahrt gegen die Dörenwald-Kicker. Mit einer energischen Zweikampfführung soll der bärenstarken Offensivabteilung der Di-Mo-Jungs die Lust am Fußball spielen vergehen. „Technisch und konditionell haben wir das Niveau, um sie zu bezwingen und dieses Mal einen Dreier auf heimischen Platz einzufahren“, vertraut Orynczak seinem Team und prophezeit: „Es wird ein hochkarätiges Match bei sommerlichen Temperaturen.“ Chefcoach Bastian Möller steht ein ausreichend besetzter Kader zur Verfügung.

Diestelbruch/Mosebeck-Pressesprecher Lennart Rethmeier glaubt: „Wie es aussieht, wird Jerxen/Orbke der diesjährige Aufsteiger“, führt die Eintracht doch aktuell mit sieben Zählern die Tabelle an. Im Hinspiel gab es in einem offenen Spiel eine Punkteteilung. Auch deshalb mutmaßt Rethmeier: „Spielerisch sehe ich uns auf einem ähnlichen Level.“ Ein Pluspunkt, der für den SVE spricht, ist die bessere Abwehrleistung, haben sie doch deutlich weniger Gegentreffer im Vergleich zu den Dörenwald-Jungs schlucken müssen. Auch die Konstanz in den Leistungen ist ausgeprägter. Die Gäste wünschen sich dennoch: „Wir möchten am Sonntag wieder Paroli bieten.“ Mittelfeldakteu Philip Herclik wird aufgrund eines Bänderrisses definitiv in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten. Dafür könnte Sturmführer Martin Rethmeier sein Comeback geben. Die Planungen für die neue Saison laufen unterdessen auf Hochtouren. Vom FC Augustdorf konnte Gianni Bovino in die Dörenwald-Arena gelotst werden. Von der SG Klüt/Wahmbeck kommt Abwehrmann Patrick Hoffmann.

 

SuS Pivitsheide vs. TuRa Heiden

Zutreffende Worte sind es, die SuS-Kicker Marvin Schulz vor dem Heimspiel gegen den TuRa Heiden wählt: „Ein Sieg vor heimischer Kulisse wäre natürlich sehr wichtig für uns und für unsere Zuschauer, die man dann auch mal loben muss, die zu jedem Spiel wirklich immer zahlreich erscheinen“, sind es die SuS-Ultras, die die Laune von Schulz heben. Beeindruckend ist für den polyvalenten Kicker, dass einige Pivitsheider Schlachtenbummler sogar an einem Dienstagabend die weite Reise nach Lügde quer durch Lippe auf sich genommen haben, um ihren Herzensverein zu supporten. Löblich, dass Schulz sich auch mit dem Turn- und Rasensportverein aus Heiden umfassend beschäftigt hat. Für ihn stellen die Heidener einen „sehr kampfstarken Gegner“ dar. Die Pivitker wollen dieser Stärke mit einer Mischung aus Kampf und Spielkunst antworten. Bis auf den Langzeitverletzten Oliver Petkau kann Cheftrainer Carsten Skarupke wohl seine beste Formation aufbieten.

Die gestrige 1:4-Heimniederlage gegen den Post TSV Detmold II hat merklich wehgetan im Lager des TuRa Heiden. Coach Dragan Ostojic befürchtet: „Das wird ein schweres Spiel“, auch weil er beobachtet: „Die sind überall gut besetzt.“ Für die Heidener wird es primär darauf ankommen, defensiv stabil zu agieren. Auf die Leistungsträger Marvin Scholten und Peter Werner wird er wohl verzichten müssen.

 

TuS WE Lügde vs. SC Ditib Detmold

Für den TuS Westfälische Eiche Lügde gab es zuletzt den Remis-Hattrick. Nach den drei Punkteteilungen in Serie ist die Sehnsucht in Lügde groß, vor den eigenen Fans einen Sieg zu bejubeln. Die Langzeitverletzten fehlen aber ebenso weiterhin wie der rotgesperrte Philipp Deppe und Jagalla. TuS-Trainer Andreas Hoffmann ärgert sich mit Blick auf die letzten Spiele: „Wir haben uns das Leben zuletzt selbst schwer gemacht, Tore hergeschenkt“, soll es für sein Team nur ein Gas, und zwar „Vollgas geben.“ Die volle Punktzahl will der Favorit gerne an der Emmer behalten. Auf dem Hartplatz im Schulzentrum Mitte gab es einen 2:0-Sieg für den TuS, auch diesmal „wollen wir unserer Favoritenrolle erneut gerecht werden“, so die Forderung von Hoffmann im Lippe-Kick-Gespräch.

Ein Duell mit einem „ganz starken Gegner“, der eine „ganz starke Saison“ spielt, erwartet Ditib Detmold-Cheftrainer Erhan Eksioglu. Er adelt den Tabellenzweiten: „Die Entwicklung in dem Verein ist klasse mit der ersten Mannschaft. Aber auch Lügde hat in dieser Saison auch in den letzten Spielen gezeigt, dass sie zu knacken sind“, sieht man sich keineswegs chancenlos in der Osterräderstadt. Eksioglu sieht seine Truppe vernünftig auf diese Herausforderung vorbereitet, strebt an: „Wir wollen auch etwas aus Lügde mitnehmen.“ Bis auf den weiterhin rotgesperrten Yasin Karaman kann er seine beste Formation aufbieten in einem Spiel, was er sich als „schön und erfolgreich“ wünscht.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. FC Fortuna Schlangen

An eine „bittere Hinspielniederlage“ erinnert sich TuS-Coach Kemal Akman, der diese auch nicht vergessen kann. Mit einem satten 0:5 verloren die Kurstädter am Rennekamp. Deshalb hat er für sein Team eine eindeutige Botschaft parat: „Wir wollen diese hohe Niederlage wieder gut machen. Es wird nicht einfach, aber unmöglich ist es auch nicht“, haben die Horner doch ihre gute spielerische Qualität in dieser Serie mehrfach unter Beweis gestellt, sich insgesamt aber unter Wert geschlagen. Nun fordert Akman ein gewisses Maß an Konzentration und Fokussierung, sagt: „Wir werden alle Kräfte sammeln, um zum Saisonende solche Niederlagen nicht wieder zu erleben“, möchte er darauf allzu gerne verzichten. Kampflos gibt es die begehrten drei Zähler nicht, kündigt er an. Der Coach selbst hat Rückenschmerzen aus dem Kachtenhausen/Helpup-Spiel davongetragen, teilt Lippe-Kick aber mit einem Schmunzeln auf den Lippen mit: „Aber ich bin ja gut zu ersetzen.“ Erik Lippmann hat sich im gleichen Spiel eine Schulterprellung zugezogen, fällt definitiv aus.

Keinen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es bei der Fortuna. Die Personalsituation bessert sich auch weiterhin nicht wirklich. Daher wird es auch in Horn ein schweres Spiel“, befürchtet FC-Abwehrspieler Yannik Vukadinovic in Anbetracht des Personalengpasses. Im neuen Fußballjahr hat Schlangen noch kein einziges Spiel verloren, hat erst zuletzt dem Primus aus Jerxen/Orbke ein respektables Remis abgetrotzt. Unvergessen ist für die Blau-Weißen die Auswärtsniederlage in Bad Meinberg in der vergangenen Saison: „Letztes Jahr in Horn war richtig bitter und wir haben dort den Aufstieg verspielt“, dient die Erinnerung an dieses Spiel vielleicht als zusätzliche Motivationsspritze. Nun soll bei diesem Nachbarschaftsduell bitteschön die volle Punktzahl mitgenommen werden. Durch die jüngsten drei Partien zeigt sich Vukadinovic „zuversichtlich“, möchte jedoch auch nicht verhehlen: „Personell wird das anspruchsvoll.“

 

CSL Detmold vs. SC Augustdorf

Viel mehr Kellerkrimi gibt es nicht, denn immerhin spielt der Drittletzte gegen das Schlusslicht. CSL ist noch heute Abend fußballerisch unterwegs, weshalb es der Respekt gebietet, sie erst einmal ihr Heimspiel gegen Hiddesen/Heidenoldendorf bestreiten zu lassen. Klar ist aber auch, dass der positive Trend der Residenzler unverkennbar ist. Die Defensive kommt deutlich stabiler daher. Im Offensivbereich haben die Neumänner mehr Varianten zu bieten. Kurzum: Es hat sich etwas getan beim Aufsteiger.

SCA-Coach Serhat Tumani findet: „CSL spielt eine ähnlich bescheidene Saison wie wir“, lobt er dennoch auch: „Allerdings machen die in der letzten Zeit gute Dinge in Sachen Klassenerhalt.“ Selbst wollen die Augustdorfer alles dafür tun, um nach den herben Pleiten zuletzt endlich wieder ein „vernünftiges Ergebnis zu erzielen.“ Hinter dem Einsatz von zahlreichen Spielern steht noch ein Fragezeichen. Tumani spricht sogar von der halben Mannschaft, die ausfallen könnte.

 

SuS Lage vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen

Manuel Eßer gilt als lebende Vereinslegende, als Mentalitätsmonster und vor allem als motivierter Abwehrspieler. Die jüngste Bilanz stimmt ihn alles andere als positiv, merkt er doch gegenüber Lippe-Kick an: „Nach vier torlosen Spielen sollten wir endlich mal wieder treffen, wir müssen einfach unsere Chance besser nutzen“, könnte dies ein Allheilmittel sein. Es ist nicht wirklich zu erwarten, dass in dieser Partie der schöne Sambafußball seine Auferstehung feiert, geht es doch auf die harte Asche an der Eichenallee. Eßer zeigt sich gewohnt pragmatisch, fordert: „Wir müssen über den Kampf kommen!“

Bei wohl 30 Grad und hochsommerlichen Temperaturen wird diese Begegnung wohl auf dem Aschenplatz an der Eichenallee ausgetragen. „Bei diesen Wetterverhältnissen ist das extrem schade“, zeigt sich BHK-Obmann Matthias Kuhlmann ob dieser Platzwahl eher so medium begeistert. „Nicht nur, weil die Eichenallee als bekanntester Hartplatz Lippes bekannt ist“, weist auch er dezent auf die äußeren Bedingungen hin. Die Lagenser bezeichnet Kuhlmann als „unangenehmen Gegner“, den der aus seiner Jugendzeit bekannte Christian Martens „wachgeküsst hat.“ Der Sportfreunde-Obmann lobt den bisherigen Saisonverlauf des Tabellensechsten, der deshalb auch mit einer „schwierigen Aufgabe“ für sein Team rechnet. Angetan zeigt er sich von der Trainingsbeteiligung seiner Mannschaft. „Die Jungs sind heiß, haben den Schuss vor den Bug verstanden“, wünscht sich Kuhlmann endlich wieder zu punkten. Nach einem guten 1:1 gegen den Post TSV Detmold II gab es aus seiner Sicht eine „unglückliche“ Heimniederlage gegen SuS Pivitsheide. Daher gilt: „Wir sind an diesem Sonntag mal wieder dran.“ Am morgigen Samstag gibt es Klarheit bezüglich der Kaderzusammensetzung. Nach vielen intensiven Spielen in den englischen Wochen sind einige Spieler angeschlagen, weshalb erst kurzfristig ein Kadermandat erteilt werden kann.

 

TSV Rischenau vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

Irgendwie macht der TSV Rischenau in dieser Saison große Freude. Mehrfach habe ich, der Autor dieser Zeilen, in diesem Jahr die Freude gehabt, dem TSV-Spiel zuzuschauen. Stets bin ich begeistert gewesen von dem schnellen Umschaltspiel, von den variablen Außenbahnspielern, der guten individuellen Klasse wie mannschaftlichen Geschlossenheit. Kurzum: Diese Rischenauer bieten Erlebnisfußball. Auch in Sachen Ergebnis haben die Südostlipper zuletzt einiges richtig gemacht. Die Niederlage in Pivitsheide war wirklich bitter, das torlose Remis gegen SuS Lage war nach Ansicht von Obmann Sebastian Tunke eher ein wenig unglücklich zustande gekommen. Nun geht es also gegen die Spielgemeinschaft aus Hiddesen/Heidenoldendorf, die heute Abend noch beim CSL Detmold aktiv ist. Tunke erwartet eine „sehr schwere Partie“, sagt mit Blick auf das Hinspiel: „Sie haben uns schon da alles abverlangt.“ Mit den Worten „sehr düster“ umschreibt er die Personalsituation in seinem Team, zeigt sich gespannt: „Mal sehen, welche Fußballrentner wir aktivieren müssen“, werden diese Verstärkungen aber körperlich topfit sein müssen. Immerhin gibt sich Tunke bei der Analyse vom Gegner überzeugt: „Sie sind eine junge und sehr laufstarke Truppe.“

Mit einem anderen Kader im Vergleich zum CSL Detmold-Spiel tritt Hiddesen/Heidenoldendorf beim TSV Rischenau an. Einige Spieler fallen aus, dafür werden nur wenige Kicker ihr Comeback geben. „Wir fahren nach Rischenau, um möglichst zu punkten und ein gutes Spiel zu machen“ wünscht sich SG-Coach Markus Rüschenpöhler, der auch die Verhältnisse zurechtrückt: „Ohne CSL zu nahe treten zu wollen, ist Rischenau ein ganz anderes Kaliber. Sie sind eine Spitzenmannschaft“, ist der Respekt vor diesem Kontrahenten gewaltig.

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