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Kreisliga A Detmold

Vorberichte 21. Spieltag 17/18 Kreisliga A Detmold

Sechs interessante Begegnungen hat die 21. Runde als Nachholspieltag für euch im Angebot. Bei Lippe-Kick bekommt ihr alle wesentlichen Informationen.

Akman mit Überraschungsmannschaft aus dem Ü-Ei

Kreisliga A Detmold (hk). Nachholspieltag 21 wird heute und morgen ausgetragen. Durch Schlusslicht SC Augustdorf, das nach drei nicht angetretenen Spielen sein Recht auf weitere Einsätze verwirkt hat, gibt es nun eine Partie weniger pro Runde. Die SG Kachtenhausen/Helpup profitiert als erstes Team davon, hat heute spielfrei. Ein schönes Derby wird in Hiddesen ausgetragen, wenn der Gastgeber SG Hiddesen/Heidenoldendorf den Spitzenreiter SV Eintracht Jerxen/Orbke guten Tag sagt. Die Eintracht könnte mit einem Sieg die Meisterschaft und den Bezirksliga-Aufstieg eintüten. Beim Spiel zwischen SuS Lage und des TuS Horn-Bad Meinberg kommt es zum Duell zwischen zwei Freunden.

Von Henning Klefisch

SuS Pivitsheide vs. Post TSV Detmold II

Das Gastspiel beim TuRa Heiden hat auf eindrucksvolle Art und Weise unter Beweis gestellt, woran es in diesen Tagen bei der SuS Pivitsheide hapert. Es ist die Entspanntheit, die Ruhe, vor allem die Konzentration beim Torabschluss. Die Pivitker demonstrieren ansehnliche Spielzüge, aber der Belohnungseffekt ist nicht ausreichend genug. Auch der chronisch polyvalente Marvin Schulz, der beide Perspektiven, die des Keepers und des Stürmers kennt, hat die Zeichen der Zeit erkannt, schreibt seinen Mitspielern hinter die Ohren: „Wir müssen endlich wieder die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor wiederfinden.“ Ein „Gefällt mir“ würde er für die momentane Defensivarbeit seiner Truppe geben, wünscht er sich via Lippe-Kick nun Kontinuität: „Das wollen wir auch so weiter beibehalten.“ Die Personalsituation schützt der stürmende Keeper so sehr wie Frauen ab 35 ihr wahres Alter.  Immerhin zeigt sich der Neuzugang für eine messerscharfe Analyse gewappnet, sagt über den Post TSV Detmold II: „Sie sind spielerisch stark, ebenso kämpferisch. Und immer für eine Überraschung gut“, möchte er diese heute Abend aber bitte nicht an der Hebbelstraße erleben.

Nachdem der Post TSV Detmold II bei der 1:4-Niederlage in Schlangen quasi mit dem letzten Aufgebot aufgelaufen ist, stellt sich nun die Personalsituation signifikant verbessert dar. Georg Adam kehrt wohl nach seiner Verletzungspause zurück, Alexander Klefisch nach seiner Gelbsperre. Auf den gesperrten Goalgetter Tim Haskins muss Spielertrainer Jens Kaiser verzichten. Auch der clevere Kaiser weiß: Mit einem Auswärtserfolg würde man SuS Pivitsheide in der Tabelle überholen. Allein dies ist schon Motivation genug.

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

Markus Rüschenpöhler, der Coach der SG Hiddesen/Heidenoldendorf, sieht vor allem einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Teams: Die Personalsituation, die beim SVE deutlich reichhaltiger daherkommt. Dies merkt der erfahrene Coach, der darauf verweist, sechs Spiele in 14 Tagen absolviert zu haben. „Das ist schon extrem heftig.“ Rüschenpöhler ist überzeugt, dass die Eintracht mit einem Sieg in der Nachbarschaft bei schönem Ambiente auf dem Hiddeser Bent die Aufstiegsparty steigen lassen möchte. Für ihn steht der Aufstieg ohnehin schon fest: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch aufsteigen, wenn sie bei uns nicht gewinnen. Gegen Lügde werden sie sich den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen.“ Was für ihn wichtiger ist: „In erster Linie geht es mir darum, dass wir uns gut präsentieren und punkten“, möchte er der möglichen SVE-Meisterschaft nicht zu viel Beachtung schenken. Der ehemalige Coach vom B-Ligisten BSV Müssen erwartet einen „selbstbewussten und ballsicheren Spitzenreiter“, wird es für seine Truppe darauf ankommen, dagegenzuhalten. Das Problem: „Wir kämpfen leider nicht mit den gleichen Waffen“, fehlt die Eingespieltheit bei der Spielgemeinschaft. Eine Serie macht den Hausherren Mut: Vor heimischer Kulisse ist der Tabellenvierte in dieser Saison noch ungeschlagen. Das soll auch so bleiben.

Den berühmten Tunnelblick empfiehlt SV Eintracht-Defensivspezialist Tim Bertram seinem Team: „Wir konzentrieren uns ausschließlich auf uns und versuchen unsere beste Leistung auf den Platz zu bringen“, betont er via Lippe-Kick. Wenn seine Worte in die Tat umgesetzt werden, „dann werden wir den Platz als Sieger verlassen.“ Einzig die Langzeitverletzten müssen ersetzt werden. Ansonsten fehlen SVE-Chefcoach Bastian Möller keine weiteren Spieler.

CSL Detmold vs. TuS WE Lügde

Man muss schon fast Mitleid für den CSL Detmold aufbringen. Da spielen sie – auch dank defensiver Stabilität- eine richtig gute Rückserie, schlagen den einen oder anderen Favoriten, um dann womöglich abzusteigen. Nach einer Recherche im SC Augustdorf-Lager wird die SG Kachtenhausen/Helpup ihr für heute angesetztes Heimspiel kampflos mit 2:0 gewinnen, womit der CSL-Abstieg nur mit einem mittelgroßen Fußballwunder verhindert werden kann. Die Residenzler schauen nur auf sich selbst. Obmann Andreas Jansen sagt zur Ausgangslage: „Mit dem klaren Topfavoriten TuS WE Lügde gibt es einen besonders schweren Gegner. Lügde wird uns alles abverlangen und ein Ziel des Sieges haben, um oben mitzuspielen beziehungsweise, um an Jerxen heran zu kommen.“ Auch die Detmolder streben einen Sieg an, um die eigenen Hausaufgaben im Abstiegskampf zu erledigen. „Dieses Ziel ist schwer zu erreichen“, besticht Jansen mit einem hohen Maß an Realismus. Der mögliche Matchplan ist bereits klar: „Wir versuchen, nicht zu früh in Rückstand geraten und unsere Chancen zu nutzen. Hoffentlich können arbeitstechnisch alle Spieler antreten und nochmal Gas geben.“

Nur Siege helfen dem TuS WE Lügde im Aufstiegskampf weiter. Zugleich hoffen die Hoffmänner, dass der Rivale Jerxen/Orbke in Hiddesen nicht gewinnt. Die Konzentration der Westfälischen Eiche liegt aber auf dem Vorletzten CSL Detmold. TuS-Coach Andreas Hoffmann rechnet mit einem „schweren Spiel, bei dem der Gegner alles reinhauen wird.“ Er glaubt an ein „Kampfspiel“, wo sein Team vor allem auch über die Körperlichkeit kommen muss. „Nur dann können wir die drei Punkte mitnehmen“, ist dies die Voraussetzung dafür. Mit der vollen Punktzahl soll dieses Spiel enden. „Meine Jungs sind heiß“, hat Hoffmann positiv registriert. Auf den arbeitenden Patrik Blum muss er verzichten.

TSV Rischenau vs. SC Ditib Detmold

Das letzte Saisonspiel erlebt der TSV Rischenau mit der heutigen Heimpartie gegen den SC Ditib Detmold. Der Gegner am letzten Spieltag, der SC Augustdorf, ist zum dritten Mal in Serie nicht angetreten, weshalb dieses Duell nicht mehr stattfindet. Im Abschlussspiel wollen die Rischenauer „natürlich noch einmal alles raushauen und drei Punkte einfahren.“ Im Hinspiel sind die Südostlipper ihrem Kontrahenten gnadenlos überlegen gewesen, gewannen mit 8:0. Seitdem hat sich aber beim SC Ditib Detmold einiges getan. Tunke rechnet mit einem „engen Spiel“, lobt er doch den Gegner: „Ditib hat sich im Laufe der Saison sehr gesteigert, jetzt auch fast gegen Jerxen/Orbke gepunktet.“

Die Diagnose von Ditib-Coach Erhan Eksioglu ist klar: „Rischenau ist kein leichter Gegner. Mit dem Trainer Wächter spielen sie eine gute Serie“, belegen die Rischenauer immerhin den fünften Rang. „Zuhause sind sie sehr stark vor eigener Kulisse“, hat die TSV-Truppe dort 24 Zähler gesammelt. Personalgeschwächt fahren die Residenzler in den Südosten von Lippe. Neben dem Stammfänger Stefan Henryk Skrzypiec fallen auch die Spieler Yasin Karaman, Ahmet Firinci und Ali Rahmati aus. Eksioglu formuliert eine klare Hoffnung: „Ich wünsche, dass es ein faires und erfolgreiches Match für uns wird.“

SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

Der Schwere der Aufgabe ist sich Berlebeck/Heiligenkirchen-Obmann Matthias Kuhlmann vollauf bewusst: „Diestelbruch/Mosebeck ist eine der Top-Mannschaften der Liga, hat sich in den Top 5 in den letzten Jahren festgesetzt“, ist hier eine gewisse Konstanz in den Leistungen auszumachen. Die Kaderqualität lobt Kuhlmann, wenn er sagt: „Sie sind offensiv gut besetzt, defensiv kompromisslos.“ Auch deshalb glaubt er, dass der Tabellendreizehnte vor einer „schweren Aufgabe“ steht. Da unter der Woche bekanntlich einige Akteure im Schichtdienst aktiv sind, fehlen bei BHK einige. „Wir werden aber eine schlagkräftige Truppe aufs Feld bringen, die im letzten Heimspiel der Saison punkten will“, so die Ankündigung von Kuhlmann.

Die Anspruchshaltung von Diestelbruch/Mosebeck-Sprachrohr Lennart Rethmeier ist alles andere als verwerflich: „Wir wollen natürlich gegen unseren Lieblingsgegner gewinnen. Besonders nach dem sehr bitteren Unentschieden am vergangenen Sonntag“, meint er das 1:1 gegen den TuS Horn-Bad Meinberg. Was Rethmeier die Sorgenfalten auf die Stirn treibt: „Mal wieder ein individueller Fehler kurz vor Ende.“ Das Lazarett ist lang: Martin Rethmeier, Timo Flecker, Timo Schiewe, Janick Bahms, Fabian Reimer, Philip Herclik und Christopher Wessel können allesamt nicht mitwirken. „Wir wollen die letzten Spiele erfolgreich bestreiten und mit einem guten Gefühl in die Sommerpause“, so die Vorgabe von Rethmeier. Die Bilanz spricht für die Dörenwald-Jungs. Gegen die SF BHK haben sie von den letzten zehn Spielen neun gewonnen, weshalb durchaus von einem Lieblingsgegner gesprochen werden kann.

SuS Lage vs. TuS Horn-Bad Meinberg

Lage-Defensivspezialist Manuel Eßer sagt vor dem Spiel: „Wir haben noch was offen vom Hinspiel, diesmal wollen wir die Punkte!“ Das Hinspiel haben nämlich die Horner mit 1:0 gewonnen. Den TuS Horn-Bad Meinberg vergleicht er mit dem jüngsten Gegner TuRa Heiden. „Ein Auf und Ab.“ Auf Dominik Zlatar und Andrej Pyrlitesku müssen die Lagenser verzichten. Die Martens-Jungs gehen favorisiert in dieses Heimspiel, stehen sie doch mit 48 Punkten nach 28 Partien auf dem sechsten Rang. Zwölf Zähler haben sie damit mehr als die Kurstädter.

TuS-Trainer Kemal Akman zeigt sich realistisch, dass SuS Lage selbst in bester Formation nur schwer zu besiegen ist. Das Problem: „Ich muss leider mit einer Überraschungsmannschaft aus dem Ü-Ei spielen.“ Auf die verletzten Malte Wrenger, Erik Lippmann und Pascal Ihmels muss er verzichten. Verhindert sind Dimitri Block und Maurice Grüttner, Housseb Rassil ist gesperrt. Akman befindet kritisch: „Einige Spieler sind anscheinend schon im Urlaubsmodus.“ Der ehemals höherklassig aktive Akman sagt über die Konsequenz der Personalsituation: „Ein Einsatz von mir von Anfang an ist mit Sicherheit nicht zu verhindern.“ Auch Jugendspieler werden ein Kadermandat erhalten.

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