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Kreisliga B Detmold

Vorberichte B Detmold vom 31.05.18

Spannung gefällig? Die gibt es in der Kreisliga B Detmold. Ein Ticket für die Kreisliga A ist noch zu vergeben. Und ein Team muss noch runter in die C-Liga.

Wer folgt Brakelsiek/Wöbbel? – Und wer muss noch runter?

Kreisliga B Detmold (ab). Spannender könnte der „letzte“ Spieltag der Saison gar nicht sein. Viele Entscheidungen sind zwar bereits gefallen, aber es wird noch ein zweiter Aufsteiger und ein fünfter Absteiger gesucht. Für Rang zwei kommen mit dem RSV Hörste, dem FSV Pivitsheide und dem BSV Müssen noch drei Teams in Frage. Die beste Ausgangssituation hat der RSV, er muss einfach „nur“ gegen den FC Augustdorf II gewinnen. Der FSV muss bei der SG Sabbenhausen/Elbrinxen dreifach punkten und auf einen Ausrutscher des RSV hoffen, der BSV hingegen muss sogar hoffen, dass beide vor ihm platzierten Teams patzen und selbst seine Partie beim SuS Pivitsheide II gewinnen. Im Tabellenkeller ist die Lage ähnlich verzwickt. Falkenhagen reicht ein Sieg gegen den FSV Pivitsheide II, da sich Hiddesen/Heidenoldendorf II und Klüt/Wahmbeck gegenseitig Punkte wegnehmen. Auch noch gefährdet ist der SuS Pivitsheide II, der von allen Abstiegskandidaten wohl die schwerste Aufgabe vor der Brust hat. Der neue Meister SG Brakelsiek/Wöbbel tritt zum Abschluss bei den SF Oesterholz/Kohlstädt an. Außerdem trifft Istrup/Brüntrup auf Eichholz/Remmighausen.

Von André Bell & Henning Klefisch

RSV Hörste vs. FC Augustdorf II

(hk). Die Motivation im Lager des RSV Hörste ist gewaltig. Defensivspezialist Marcus Baumgartner kündigt via Lippe-Kick an: „Wir sind alle heiß auf dieses Duell, wir werden alles geben, um die Rückkehr perfekt zu machen.“ Ein Heimsieg ist dazu gegen den Nachbarverein nötig. Baumgartner betont mit Nachdruck: „Wir unterschätzen Augustdorf II keinesfalls, nur weil sie nicht mehr um den Aufstieg kämpfen und angeblich die Luft raus wäre.“ Die Erinnerung ist noch präsent, als die Schwarz-Weißen den sicher geglaubten Aufstieg vor zwei Jahren gegen CSL Detmold „versaut haben“, wollen sie diesmal daraus die nötigen Lehren ziehen. Daher gilt: „Wir müssen alles geben um das Spiel zu gewinnen.“ Trotz der jüngsten Schwächephase betrachtet er die Augustdorfer auch noch weiterhin als „eines der stärksten Teams der Liga“, wird gegen die Sandhasen aber Robin Lapp aus Verletzungsgründen ausfallen.

Die Augustdorfer müssen wohl auf einige angeschlagene Akteure verzichten in diesem wichtigen Spiel, was entscheidend ist im Kampf um den Aufstieg. FCA II-Kicker Adam Penkalla betont jedoch: „Wir wollen uns dennoch vernünftig präsentieren am letzten Spieltag.“ Er kündigt bei den aufstiegswilligen Hörstern an, dass „wir es ihnen schwer machen wollen.“ Die mögliche Erfolgstaktik, um dem Tabellenzweiten in die Aufstiegssuppe zu spucken: „Wir stellen uns hinten rein und wollen die Null lange halten.“ Seine Hoffnung: „Nach vorne hin kann immer was passieren.“

Rainer Lengert pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr an.

 

SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. FSV Pivitsheide

(ab). Die SG Sabbenhausen/Elbrinxen muss im letzten Heimspiel auf Trainer Sven Grossmann verzichten. Er ist schon im Familien-Urlaub, der wurde bereits geplant, bevor der 24. Spieltag auf einen Tag nach dem offiziellen letzten Spieltag gelegt wurde. Er und die Jungs sind froh, wenn morgen der Schlusspfiff ertönt: „Gottseidank das letzte Spiel.“ Das heißt aber nicht, dass man vorher nur noch mit Halbgas antritt, man will sich vor eigenem Publikum in der berühmt berüchtigten Wörmke-Arena mit Anstand verabschieden. „Wir wollen im letzten Spiel den FSV Pivitsheide noch ein bisschen ärgern und zu Hause mindestens einen Punkt holen. Dafür werden die Jungs alles geben“, kündigt Grossmann an.

Für den FSV Pivitsheide ist es der Showdown. „Morgen sind wir alle endlich schlauer und wissen, wo es uns nächstes Jahr hintreiben wird“, so Jürgen Bolinger. B-Liga? Oder doch noch A-Liga? Dafür braucht es einen Sieg in Sabbenhausen. „Für mich persönlich war Sabbenhausen einer der stärksten Gegner der Hinrunde“, sagt Jürgen Bolinger zwar, allerdings: „Für mich sehr unverständlich wie dieses Team so zusammenbrechen konnte. Wenn man sich aber heute die Heim/Auswärts-Tabelle anschaut, sind wir der klare Favorit dieses Spiels“, so der Mittelfeldstratege. „Unterschätzt wird aber niemand“, hofft man neben einem eigenen Sieg auch auf „Schützenhilfe von Augustdorf.“ Die Sandhasen müssen ihr Spiel in Hörste nämlich gewinnen, damit der FSV noch auf Rang zwei klettern kann. „In den letzten Jahren hat Hörste immer weiche Knie in der Schlussphase der Saison bekommen, vielleicht haben wir ja Glück und es ist dieses Jahr nicht anders“, so die Hoffnung. „Allerdings konzentrieren wir uns nur auf uns selbst. Erst müssen wir unsere schwere Aufgabe meistern“, wird dafür nach aktuellem Stand der ganze Kader zur Verfügung gesehen hat. Abgesehen von Jan Kemmler, der eine Gelbsperre absitzen muss. „Er hat das Vergnügen sich das Spiel in Hörste anzuschauen“, wird die Leitung zwischen Sabbenhausen und Hörste sicherlich heiß glühen. Bolinger ist zuversichtlich: „Ich denke, wenn wir so spielen wie gegen Müssen am Sonntag, mit viel Kampf und Leidenschaft, dann wird es schwer für Sabbenhausen sein die Punkte zuhause zu behalten.“

Walter Lüddecke ist für die Spielleitung zuständig, um 15 Uhr ist Anstoß.

 

SV HW Falkenhagen vs. FSV Pivitsheide II

(hk). Es ist angerichtet für den SV HW Falkenhagen. Mit einem Sieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht FSV Pivitsheide II würden die Südostlipper sich ein weiteres Jahr die eingleisige B-Liga sichern. Bei einem Remis müssten sie darauf hoffen, dass die SG Klüt/Wahmbeck im Kellerkracher gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II keine Punkte holt. Nach der bitteren 2:3-Heimniederlage zuletzt gegen den RSV Hörste sehnt sich Falkenhagen nach dem endgültigen Schritt zum Klassenerhalt. Der Vorteil für die Szymkowiak-Schützlinge ist klar: Man hat alles in der eigenen Hand. Für FSV II-Kicker Jürgen Schubert ist die eigene Personalsituation noch unklar. Seine Vermutung vor dem Spiel: „Ich denke, das wird ein Spiel, in dem beide gewinnen können, es für uns aber um nichts mehr geht. Von daher können die Jungs frei aufspielen“, liegt der Druck auf Seiten der Hausherren.

 

SuS Pivitsheide II vs. BSV Müssen

(hk). Die Hausherren wollen auf dem heimischen Hartplatz unbedingt Punkte gegen den Lokalrivalen einfahren. SuS II-Antreiber Henning Diekmann spricht von einem „sehr, sehr wichtigem und schwerem Spiel für uns.“ Diekmann erwartet einen ausgesprochen starken Gegner, sagt aber zu den Aufstiegschancen des Kontrahenten: „Die Möglichkeiten auf den Sprung in die A-Klasse sind sehr, sehr gering und eigentlich nur noch theoretisch.“ Feierbiest Diekmann hofft auf eine feuchtfröhliche Saisonabschlussfeier, die mit dem Klassenerhalt natürlich einen passenden Anlass haben würde.

Die Analyse von Dennis Gerstenberg zum Gegner SuS Pivitsheide II ist klar: „Wir spielen gegen eine Truppe, die bis zum Ende der Saison im Abstiegskampf steckt und immer wieder Rückschläge hinnehmen musste“, so der Defensivspieler des BSV Müssen. Die Pivitker sieht er im kämpferischen Segment als „eine der stärksten Truppen“, möchte das Spitzenteam jedoch anders auftreten. „Wir wollen allerdings spielerisch überzeugen“, kündigt Gerstenberg an. Er ist sich vollauf bewusst, dass die Nachwirkungen der Abrissparty von der Vornacht nicht allzu leicht zu verkraften sein werden. Schon jetzt ist klar, dass der beruflich involvierte Max Habernoll ausfällt und Christian Born eine Verletzung auskurieren muss. „Im Endeffekt hoffen wir auf Patzer der anderen Mannschaften, denn rechnerisch haben wir noch die Chance, in die A-Liga aufzusteigen“, wollen die Blau-Weißen diese Chance unbedingt nutzen. Der pflichtbewusste Schüler Gerstenberg möchte die eigenen Hausaufgaben erledigen, kündigt deshalb via Lippe-Kick an: „Um uns am Ende nichts vorwerfen zu müssen, holen wir uns heute die drei Punkte!

Auf dem Ascheplatz an der Hebbelstraße ist ab 15.00 Uhr Olaf Dubbert für die Spielleitung zuständig.

 

SG Istrup/Brüntrup vs. TuS Eichholz/Remmighausen

(ab). In Brüntrup geht es noch um eine gute Abschlussplatzierung. Und um einen Abschied, denn Fabio Cucchiara wird sein letztes Spiel im Trikot der SG Istrup/Brüntrup absolvieren. Mit dem TuS kommt ein „spielstarkes Team“ zum Saisonabschluss. „Wie wir hatten die anfangs Schwierigkeiten in die Saison zu kommen“, findet Coach Roy Wangert. „Doch kurz vor der Winterpause spielten sie sich in einen Rausch und haben sich in der Tabelle nach oben gespielt.“ Da beide Teams befreit und ohne Druck aufspielen können, rechnet Wangert mit einem „schönen Spiel.“ „Beide Mannschaften versuchen mit kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen“, so seine Analyse. Die Marschroute für seine Elf: „Wir versuchen schnell das Spiel an uns zu reißen und Ball und Gegner laufen zu lassen. Im letzten Spiel von Fabio möchten wir ihn mit einem Sieg und ein, zwei Toren von ihm verabschieden.“

Zumindest den Sieg hat man auch beim TuS fest eingeplant. „Wir wollen auf jeden Fall die drei Punkte mit nach Eichholz nehmen und den sechsten Tabellenplatz behalten“, meint Felix Tcheon vor dem Duell. Für die Gäste gilt: „Wir müssen die Chancen, die wir bekommen, nutzen und hinten gut stehen.“ Allerdings mangelt es an einsatzfähigem Personal. So ist Felix Tcheon selbst verletzt, Timo Tcheon im Urlaub, Jannik Rother beim Tennis und auch Marco Stuckenschneider und Serkan Altunbas sind verhindert.

Vor Ort ist aber der Unparteiische Matthias Gorka, der das Spiel um 15 Uhr anpfeift.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf II vs. SG Klüt/Wahmbeck

(ab). Der Abstiegsknaller schlechthin! Spannender geht es eigentlich nicht. Gut möglich, dass der Verlierer dieser Partie den Gang in die C-Liga antreten muss. Vermutet zumindest Sören Müller: „Es ist ein Endspiel, was wir für uns entscheiden wollen. Der Verlierer wird in die C-Liga absteigen, glaube ich.“ Von seiner Truppe erhofft er sich eine klare Leistungssteigerung gegenüber der letzten Partie: „Mit der nachlässigen Einstellung im letzten Spiel in Hardissen war ich nicht zufrieden. Diesmal müssen wir konzentrierter und besser agieren.“ Er muss auf Christoph Schreckenbach, Roman Reger und Michael Fritzmann verzichten. Dennoch: „Wir werden alles tun, um gegen den direkten Konkurrenten zu gewinnen. Die Motivation beim Gegner Klüt/Wahmbeck wird hoch sein, verlassen den Verein doch viele Spieler am Saisonende.“

Zum Beispiel Patrick Hoffmann, der extra für dieses Spiel seinen Urlaub verschoben hat und anders als geplant erst nach dem Spiel abreisen wird. In doppelter Hinsicht, denn im nächsten Jahr schnürt er bekanntlich für den SV Diestelbruch/Mosebeck die Schuhe. Auch Keeper Marcus Alf feiert seinen Abschied. Hoffmann ist Fußballer durch und durch: „Für solche Spiele spielt man doch Fussball – Alles oder nichts!“ Fest steht: „Wir sind bereit! Die Einstellung stimmt, einige Spieler haben extra Termine verschoben, um bei diesem Spiel dabei sein zu können. Wir wollen unbedingt in der Liga bleiben und dafür brauchen wir den Sieg – wir freuen uns auf das Spiel.“

Mit Spannung wird das Duell erwartet. Für die Leitung ist Zsolt Seevald zuständig, auch hier geht es um 15 Uhr los.

 

SF Oesterholz/Kohlstädt vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). „Es endet eine sehr, sehr lange Saison und ich glaube ich bin nicht der einzige der sagt: Gott sei Dank!“ In der Tat ist Björn Brinkmann damit nicht alleine. Der Vorteil seiner Sportfreunde: Sie können befreit aufspielen. „Bei vielen Vereinen geht es noch um richtig was, sei es im Aufstiegsrennen oder gegen den Abstieg. Da kann noch sehr viel passieren, ich bin gespannt“, freut sich Brinkmann darüber, dass seine Mannschaft „aus allem raus“ ist. „Auch Brakelsiek/Wöbbel ist letzte Woche verdient Meister geworden. Und das, wie ich finde, absolut verdient. Glückwunsch nochmal an die Mannschaft und Trainer.“ Was für ein Spiel der Obmann erwarten soll, weiß er nicht so Recht: „Wie sie bei uns auflaufen werden weiß ich nicht. Vielleicht geben sie nochmal alles, vielleicht sind sie vom Feiern verkatert, mal schauen.“ So oder so: „Wir haben keinen Druck mehr, möchten aber gegen den Meister gut aussehen und auch gewinnen. Soviel Anspruch haben wir an uns selber um die Saison auch mit einem Sieg zu beenden. So geht man besser in die Pause um Kraft für neue Taten zu sammeln. Ich bin gespannt wie das Spiel wird, nur Geschenke werden wir nicht verteilen.“ Die Planungen für die neue Saison laufen unterdessen auch bereits. So verkündet Brinkmann man die Zugänge von Jean-Patrick Walter (zum Schluss TSC Steinheim) und Simon Strohdiek (Bundeswehr), die „den Weg zu uns zurückgefunden haben und uns zur kommenden Saison verstärken werden. Herzlich Willkommen zurück Jungs!“

„Glücklicherweise geht es für beide um nichts mehr“, meint Falk Weskamp mit Blick auf das Duell. So geht man zum einen deutlich entspannter in die Partie und zum anderen sind Ausfälle leichter zu verkraften, denn: „Bei uns sind einige schon auf Mallorca.“ „Wir werden trotzdem eine gute Truppe auf die Beine stellen. Ich möchte mit allen gesund wieder nach Hause fahren“, ist das für den Coach am wichtigsten und „der Rest ist für mich sekundär. Der Druck ist raus.“ Man genießt nur noch „den Platz an der Sonne.“

Das letzte Saisonspiel für beide Teams beginnt ebenfalls um 15 Uhr, Artur Speczyk ist der Schiedsrichter.

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