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Kreisliga A Lemgo

SG Kalldorf – Aufstiegscoach Stephan Brill im Interview

Die SG Kalldorf feiert nach 57 Jahren die Rückkehr in die Kreisliga A. Wir haben Aufstiegstrainer Stephan Brill im Interview.

„Wollen mutig auftreten und haben keine Angst“

Kreisliga A Lemgo (ab). Lange ist es her, dass es in Kalldorf A-Liga-Fußball zu bestaunen gab. Fast sechs Jahrzehnte hat es gedauert, in der kommenden Spielzeit ist es aber endlich wieder so weit. Kalldorf spielt Kreisliga A. Das Team wurde gut verstärkt und will eine ordentliche Rolle spielen, man ist sich aber auch bewusst, dass man den ein oder anderen Rückschlag erleiden wird. Stephan Brill sieht das Team gut aufgestellt, wie er im Interview verrät.

 

Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg, für Kalldorf ist ein historischer, das letzte A-Liga-Spiel ist etliche Jahrzehnte her. Wie beurteilst du das vergangene Jahr mit der SG Kalldorf, in dem der Verein sehr viel erreicht hat? Welchen Stellenwert hat der Aufstieg für Kalldorf, aber auch für das gesamte Kalletal?

Stephan Brill: „Wir wussten nach der letzten Saison, dass wir offensiv was machen mussten. Durch viele Kontakte konnten wir uns verstärken und gerade in diesem Bereich gut nachlegen, was man auch an der Torschützenliste sieht.

Eigentlich wollten wir auch noch gar nicht hoch. Das Ziel war eigentlich im oberen Drittel zu landen und dann in der Saison 18/19 anzugreifen. Aber wenn man aufsteigt, muss es ein tolles Jahr gewesen sein. Die Truppe die ich trainieren durfte bzw. darf ist ein charakterlich toller Haufen mit Ecken und Kanten. Natürlich hat es auch mal ordentlich geknallt, aber es wurde auch viel gelacht.

Für die Fußballbegeisterten in Kalldorf hat dieser Aufstieg einen sehr hohen Stellenwert. Viele Leute haben uns gratuliert und waren auch auf den Festlichkeiten dabei. Leider ist der TuS Lüdenhausen abgestiegen. Von daher ist es diesmal auch wichtig für das Kalletal gewesen, dass eine Kalletaler Mannschaft aufgestiegen ist!“

Was hat dich an deiner Mannschaft am meisten beeindruckt?

Brill: „Beeindruckt hat mich an meiner Mannschaft, dass dieser bunt gemischte Haufen so schnell zu einer Einheit geworden ist. Jeder hat für jeden gekämpft, es wurde fast immer gut gearbeitet, die Veranstaltungen neben dem Platz waren top organisiert und jeder hat einfach jeden so akzeptiert wie er ist.“

Ab wann hast du gemerkt, dass mit der Truppe der Aufstieg in die Kreisliga A schon in dieser Saison realisierbar ist?

Brill: „Im Herbst hatte ich schon die erste Vermutung und zu Hause habe ich auch schon davon gesprochen. Richtig realisiert habe ich es erst nach dem Entrup-Spiel. Ich habe natürlich versucht das von meiner Mannschaft fern zu halten und immer verboten davon zu sprechen. Aber dann hatten die Jungs sich Kosenamen ausgedacht und irgendwie nahm es dann so seinen Lauf.“

Wie geht ihr nun die Kreisliga A an? Vorjahresaufsteiger FC Laßbruch/Silixen war bereits früh im Hintertreffen, ist euch das auch eine Warnung?

Brill: „Natürlich habe ich die Situation mit Laßbruch im Auge behalten und es tat mir auch leid, dass die Saison so gelaufen ist, da Maik und ich uns sehr gut verstehen. Wir sind schon eher in die Vorbereitung gegangen und müssen einiges tun. Wichtig ist, dass der Kader im gesamten Paket funktioniert. Wir wollen mutig auftreten und haben keine Angst.“

Zugänge: Dominik Delius (SC Vlotho II), Alex Metlaf (SV Hausberge), Sören Wahrendorff (SV Weser-Leteln), Jannik Ackermann (FC Löhne-Gohfeld), Corin Giesselmann (TuS Bonneberg), Mario Sander (TuS Bonneberg), Juan Namo (TBV Lemgo A-Jugend), Lennard Koppsieker (reaktiviert)

Abgänge: Julien Granzotto (SC Vlotho II), Kevin Walder (VfL Herford)

Wie schwer wird die Umstellung von B- auf A-Liga?

Brill: „Da wird schon ein anderer Fußball gespielt. Alles ist schneller und robuster. Natürlich werden wir das ein oder andere Mal Lehrgeld bezahlen, das wissen wir auch, lassen uns aber nicht einschüchtern und werden die Herausforderung annehmen in der Liga zu bestehen.“

Mit welchem Kader geht ihr die neue Herausforderung an? Sind Verstärkungen geplant?

Brill: „Der Kader wird ca. 22 Spieler umfassen. Wir konnten diesen mit acht neuen Spielern (siehe Info-Box rechts) verstärken, so dass wir in der Breite noch besser aufgestellt sind. Durch die Abgänge von Granzotto und Walder mussten wir auf den Positionen nachlegen. Auch ein weiterer Torwart wurde geholt. Die ersten Einheiten zeigen aber, dass die „neuen“ sich super einfügen, die Intensität im Training ist hoch, weil jeder jetzt weiß, dass er um seinen Platz kämpfen muss.“

Vielen Dank und alles Gute für die neue Saison!

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