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Achtelfinale

Vorberichte Kreispokal Detmold, Achtelfinale 18/19

Die ersten fünf von insgesamt acht Achtelfinalpartien des Detmold Kreispokals finden heute Abend statt. Wir stimmen euch darauf ein.

„Wir wollen den Pokal“

Kreispokal Detmold (ab). Diese selbstbewusste Ansage kommt nicht etwas von einem Team aus der Bezirksliga oder von einem der A-Liga-Spitzenmannschaften. Sondern von einem Aufsteiger in die B-Liga, der den ganz großen Coup geplant hat. Fünf Spiele des Achtelfinales finden heute Abend steht, ehe am morgigen Mittwoch zwei weitere folgen. Das letzte gibt es dann erst nächste Woche Dienstag. Auf dem Spielplan heute: Das Re-Match zwischen der SG Hiddesen/Heidenoldendorf und dem FC Augustdorf. Bestens bekannt sind sich auch die Kontrahenten CSL Detmold und SC Türkgücü Detmold. Ein Spitzenspiel ist auch zwischen dem SuS Pivitsheide und dem SV Eintracht Jerxen/Orbke zu erwarten. Erneut ein A-Liga-Team ärgern will die SG Sabbenhausen/Elbrinxen. Zu Gast ist der SuS Lage. Zu guter Letzt hätten wir noch die SG Belle/Cappel im Angebot. Hier kann sich der SV Diestelbruch/Mosebeck warm anziehen.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. FC Augustdorf

(ab). Ein Déjà-vu gibt es für diese beiden Kontrahenten. Schon letztes Jahr gab es dieses Duell in der ersten Runde des Kreispokals. Damals behielt die SG im Elfmeterschießen die Oberhand. Schon in der Vorsaison galt der FCA leicht favorisiert. Und SG-Coach Markus Rüschenpöhler sieht die Gäste auch diesmal „als Bezirksligist mit Sicherheit als Favoriten.“ „Ich kenne die beiden Trainer ganz gut, die werden uns als Gegner definitiv nicht unterschätzen und ihre Mannschaft gut auf uns einstellen“, ist sich der Coach sicher. „Der FCA kommt über die Physis und die Einstellung, die werden mit Vollgas hier auftreten. Ich weiß nicht, ob sie rotieren, aber sie haben auch eine starke zweite Reihe, haben sich im Sommer gut verstärkt“, vermutet Rüschenpöhler, dass der FC Augustdorf „eine Top-Mannschaft auf den Platz bringen wird.“ Seine eigene Truppe geht „sehr selbstbewusst“ ins Spiel, hat „zuletzt gute Ergebnisse“ abgeliefert, ist derzeit Tabellenzweiter der A-Liga. Mit welchem Personal die SG auflaufen wird, entscheidet sich kurzfristig, „aber quantitativ haben wir einen ansprechenden Kader. Der ein oder andere, der am Sonntag gespielt hat, wird ausfallen, aber das müssen und werden wir kompensieren können.“ Der Trainer gibt selbstverständlich als Ziel aus, „eine Runde weiterzukommen. Der Pokal ist ein super Wettbewerb“ findet Rüschenpöhler, denn: „Die Spiele machen Spaß, heute gibt es definitiv eine Entscheidung. Ich freue mich auf das Spiel und wir machen uns keinen Druck, wollen aber erfolgreich sein.“ Vorfreude herrscht auch bezüglich der Flutlicht-Atmosphäre. Der Coach vermutet: „Sie werden sicher auf Wiedergutmachung aus sein nach der doch etwas überraschenden Niederlage am Sonntag. Wir werden aber mit der gleichen Leidenschaft und der gleichen Energie dagegenhalten.“

Beim FC Augustdorf weiß man nur zu gut, „was da auf uns zukommt.“ „Im letzten Jahr sind wir mit 11:10 nach Elfmeterschießen ausgeschieden“, erinnert sich Matthias Heymann vermutlich eher ungern an den letzten Auftritt in Heidenoldendorf. Aber er verspricht: „Die Jungs sind heiß und brennen darauf, das letzte Jahr und auch das Spiel gegen Hicret Bielefeld vergessen zu machen.“ So erwartet das Trainerteam auch „ganz klar eine Reaktion unserer Mannschaft.“ Das Spiel unter der Woche wird aus personeller Sicht zwar nicht problematisch werden, der ein oder andere Spieler wird aber fehlen. „Personell wird es wie schon in der ersten Runde in Rischenau wieder eng“, so Heymann, das sieht er aber als Chance für „die Jungs mit weniger Einsatzminuten in der Liga zu zeigen, was sie draufhaben.“

Um 19:00 Uhr ist bereits Anstoß, Michael Joyce leitet das Spiel.

 

CSL Detmold vs. SC Türkgücü Detmold

(ab). Auch diese beiden Teams kennen sich sehr gut. Nicht nur aus den letztjährigen Duellen in der A-Liga. Denn auch dieses Spiel gab es bereits im Kreispokal. In der Saison 2015/2016 standen sich der CSL Detmold und der, damals noch, SC Ditib Detmold im Halbfinale gegenüber. Ditib behielt knapp mit 1:0 die Oberhand und zog ins Finale ein. Auch dieses Jahr sind die Rollen ähnlich verteilt, der CSL Detmold tritt wieder als B-Ligist an, entsprechend auch als Außenseiter. „Wir gehen voll motiviert in das Spiel gegen Türkgücü Detmold. In einem Pokalspiel ist alles möglich, sodass wir hoffen. mit guter Leistung und etwas Glück auch eine Runde weiter zu kommen“, kündigt Alfred Leingang an. Aber: „Der Gegner steht in der Kreisliga A im Mittelfeld, daher wird es mit Sicherheit ein schweres Spiel für uns, Türkgücü geht als Favorit in das Spiel.“ Wenn der CSL aber „konzentriert spielt und dem Gegner keine Räume lässt“, rechnet man sich durchaus Chancen aus. Leingang vermutet: „Der SC wird mit Sicherheit probieren eine Reaktion auf das Spiel vom Wochenende zu zeigen, aber wir hoffen über unseren Kampf und den unbedingten Willen eine Runde weiter zu kommen.“ Für das Vorhaben fehlen „ein paar Spieler, die aufgrund von Verletzung oder Arbeit nicht dabei sein können“, ansonsten sind aber alle Spieler da und voll motiviert.

Entsprechend erwartet Türkgücü-Coach Erhan Eksioglu auch „keine leichte Aufgabe“, schließlich ist „CSL kein leichter Gegner.“ Hinzukommt die altbekannte Weisheit, dass „der Pokal immer seine eigenen Gesetze hat.“ Doch all das spielt bei der Formulierung des Ziels überhaupt keine Rolle. „Wir wollen in die nächste Runde und hoffen auch, dass wir unser Spiel dem Gegner aufdrängen und das Match für uns entscheiden“, kündigt Eksioglu an. Zudem erwartet er „nach der desolaten Vorstellung von Sonntag eine Reaktion von meiner Mannschaft.“ Der Coach muss auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten. Aykut Firinci, Ayoub Hanafi, Yasin Karaman, Erdem Cömert, Bünyamin Cinar, Abdülhamid Köse und Ihsan Souk stehen nicht zur Verfügung.“ Eksioglu hofft auf ein „ein faires und schönes Match.“ Von der Personalfront gibt es unterdessen eine Neuigkeit. Der SC Türkgücü Detmold hat sich mit Murat Ünlü vom TSV Horn verstärkt und ist ab sofort spielberechtigt, wird heute Abend aber auch noch fehlen. „Er hat 1,5 Jahre wegen beruflichen Gründen nicht spielen können“, so der Coach. „Ein starker, defensiver Spieler, der auch unsere Mannschaft durch seine Qualität bereichern wird“, freut sich Eksioglu über den Zugang.

Cemil Türkoglu hat ab 19:30 Uhr die Spielleitung.

 

SuS Pivitsheide vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

(hk). Das Achtelfinale im Detmolder Kreispokal hat es wahrlich in sich. Von einem Derby kann man nicht sprechen, wenn SuS Pivitsheide auf den SV Eintracht Jerxen/Orbke trifft. Doch es hat Prestigecharakter, weshalb der Begriff Derbychen angebracht ist. SuS ist gut in Form, bestach in der Liga beim konzentrierten und effizienten 2:0-Heimsieg über Fortuna Schlangen. Auch wenn Schlangen mehr vom Spiel hat, müssen die Pivitsheider sich für diesen Sieg nicht schämen. Fußball ist kein Eiskunstlauf und deshalb zählt die B-Note nicht, einzig und allein das nackte Ergebnis. Mit einem überlegenen Gast ist auch heute zu rechnen, hat der SV Eintracht Jerxen/Orbke doch nach dem überzeugenden ersten Saisonsieg in Dornberg mächtig Rückenwind. SuS-Kicker Daniel Wichmann sinniert über die Kreisliga A-Duelle im Vorjahr: „An Jerxen habe ich gute Erinnerungen. In der letzten Saison haben wir zu Hause 2:2-Unentschieden gespielt. Es war ein umkämpftes Match und war sehr intensiv, aber fair geführt!“ Da die Pivitker aber in diesem Jahr große Lust auf den Pokal verspüren, streben sie nun einen Sieg gegen den Bezirksligisten an. „Die letzten Ergebnisse und Leistungen sollten uns Auftrieb geben für das heutige Duell“, hofft Wichmann, der „mit Kampf und Laufbereitschaft“ punkten kann. Wichmann zeigt eine gewisse Begeisterung für den Wettbewerb, begründet er doch: „Wir wollen so weit wie möglich kommen im Kreispokal, es ist ein toller Wettbewerb, in dem man sich dann – wie heute – gegen überkreislich spielende Mannschaften messen kann“, um auch zu überraschen. Im Vergleich zum Schlangen-Spiel kann SuS Pivitsheide-Coach Carsten Skarupke auf die gleiche Truppe setzen. Dimitri Block, Christopher Petkau und Oliver Petkau urlauben aber weiterhin. Die Pivitker gewannen mit 3:1 gegen den Bezirksliga-Absteiger Blomberger SV in ihrem ersten Pokalspiel in dieser Serie.

Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass es auf dem „roten Rasen“ für den amtierenden A Detmold-Meister ein spannendes Pokalspiel wird. „Aus der Erinnerung wissen wir, dass es ein unbequemes Spiel gegen SuS war“, so SVE-Obmann Hubert Orynczak. Seine Ankündigung ist relativ simpel: „Wir wollen jedoch in die nächste Runde und werden wieder Vollgas geben, wissen jedoch auch, dass SuS ordentlich Gegenwehr leisten wird.“ Neben den Langzeitverletzten fallen auch Lennart Rühlemann und Damian Prochotta aus. Ihre Rückkehr feiern Kim Eichhorst und Malte Schüppel.“ Mit einem satten 18:0-Sieg über den zwei Klassen tiefer spielenden FC Augustdorf löste die Eintracht das Ticket für das Achtelfinale.

Sebastian Fischer pfeift den Pokalfight ab 19.30 Uhr auf dem Ascheplatz in Pivitsheide an.

 

SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. SuS Lage

(ab). Mit A-Ligisten hat der SG Sabbenhausen/Elbrinxen im Kreispokal so seine Erfahrungen. Nicht nur positive. In der Vorsaison gelang unter anderem mit einem klaren Sieg über den SC Ditib Detmold der Einzug bis ins Halbfinale, wo dann aber gegen Fortuna Schlangen Schluss war. Jan Hundertmark rechnet der Truppe auch für das heutige Duell gegen den SuS Lage etwas aus: „Wenn wir konzentriert unser Spiel aufziehen können und die Offensive zur Effektivität zurückkehrt, ist in unserer kleinen Pokalbastion Wörmkearena alles drin.“ Dass die Gäste nicht gut in die Liga gestartet sind, spielt dabei keine Rolle: „Wir müssen auf uns schauen und besonders berühmt war unser Start ja auch nicht.“ Verzichten muss die SG heute Abend auf Fabian Ahlers, Haydar Demirkutlu und Niklas Meier und Burak Karaduman. Hinzu kommt Julian Will. „Das wiegt schon schwer“, so Hundertmark. Ein kleiner Lichtblick ist die Rückkehr von Lucas Wettke, zudem wird der A-Jugendliche André Katthagen wohl auch zum Einsatz kommen.

Für die Gäste geht es nur darum „eine Runde weiterzukommen“, so die Marschroute, die Coach Christian Martens vorgibt. Man will keine Zweifel aufkommen lassen: „Gegen einen B-Ligisten ist die Zielvorgabe ganz klar ein Sieg.“ Doch der Kader wird für das heutige Spiel „sehr dezimiert“ sein. „Trotzdem muss man erkennen, wer A-Liga spielt und wer B-Liga“, meint Martens. Aufzählen will oder kann Martens die Liste der Ausfälle nicht, „dazu „ist sie zu lang.“ Sogar so lang, dass man „gerade so elf Mann auf den Platz bekommen“ wird. Und auch, wenn die Liga „ganz klar die Priorität hat, wollen wir erstmal dieses Spiel gewinnen und dann sehen wir, wie weit wir kommen.“

Um 19:30 Uhr pfeift Erdogan Sayan die Partie an.

 

SG Belle/Cappel vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

(ab). Nach zuletzt zwei Siegen in der Liga und dem Erstrunden-Erfolg über den FSV Pivitsheide ist das Selbstbewusstsein beim Gastgeber groß. Der Aufsteiger verfolgt ein klares Ziel. Trainer Timo Welsandt verkündet selbstbewusst: „Wir wollen den Pokal.“ Mehr lässt er sich zum heutigen Spiel gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck nicht entlocken.

Wäre da eben nicht genau dieser Gegner, würde dem Ziel auch etwas weniger im Weg stehen. Denn Lennart Rethmeier und seine Mannschaft haben auch ein Ziel: „Wir wollen ganz klar in die nächste Runde.“ Abgeschenkt wird definitiv nicht, denn „wir nehmen den Wettbewerb genau so ernst, wie alle anderen Pflichtspiele. Vor der Saison war ein Highlight-Spiel gegen eine höherklassige Mannschaft unser ausgesprochenes Ziel“ wird man entsprechend „den Gegner ernst nehmen.“ Auf dem wohl „schweren Untergrund in Cappel“ müssen aber „hellwach sein, sonst laufen solche Spiele schnell in die falsche Richtung.“ Für das heutige Spiel fällt Philip Herclik nach dem unglücklichen Zwischenfall mindestens drei Wochen aus. Jannis Brocks zog sich in Heiligenkirchen eine Prellung am Sprunggelenk zu und fällt ebenfalls drei Wochen aus. „Das sind glaube ich unsere Verletzungen 24 und 25 in dieser Saison. Rick Rüther und Christian Hüls werden aus der zweiten Mannschaft aushelfen“, so Rethmeier.

Auch hier ist um 19:30 Uhr Anstoß. Geleitet wird die Partie vom Unparteiischen Sebastian Termöllen.

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