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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 10. Spieltag B2 Lemgo 18/19

Es wird zweistellig in Lemgos B2-Klasse. Alle wichtigen Informationen zum 10. Spieltag hat Lippe-Kick für euch.

Milde bemängelt die Einstellung

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Man tut sich merklich schwer damit, wie weit gedehnt man die Spitzengruppe sieht. Auf den ersten Blick zählt das Spitzenquartett SV Wüsten, TuS RW Grastrup/Retzen, TSG Holzhausen/Sylbach und BSV Leese zu den Teams mit den höchsten Ansprüchen in Sachen Aufstiegskampf. Der Punkteabstand von den lauernden Teams des TuS Asemissen III und FC Union Entrup (jeweils 17 Zähler) zum Führenden SV Wüsten liegt schon bei acht. Allerdings ändert sich durch die Dreipunkteregel viel, positiv wie negativ. Ein Beispiel für die zehnte Runde: Asemissen III empfängt den TuS RW Grastrup/Retzen und könnte mit einem Sieg bis auf zwei Zähler verkürzen.

Von Henning Klefisch

 

TuS Lipperreihe II vs. SV Werl-Aspe II

(hk). Die Leistungen in den letzten Spielen haben Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner ganz und gar nicht gepasst. Folglich wurden kommunikative und zielgerichtete Maßnahmen eingeleitet: „Am Dienstag hatten wir eine intensive, aber sehr gute Besprechung mit der Mannschaft aufgrund der letzten Wochen“, wünscht er sich, dass diese Zusammenkunft schon beim kommenden Spiel eine positive Wirkung zeigt. Probleme offenbart Taverner, eine korrekte Bewertung vom Gegner vorzunehmen. Die eher mäßige Bilanz vom SV Werl-Aspe II möchte er nicht allzu ernstnehmen. „Unser Ziel wird es sein, den Dreier einzufahren“, so sagt es Taverner. Theunert, Weber und Owen müssen verletzungsbedingt passen. Flegel und Weiß arbeiten, Zantop und Mathea fallen aus familiären Gründen aus. Capitano Patrick Muschalik kehrt aus dem Urlaub zurück. All dies beunruhigt Thorsten Taverner aber nicht, kündigt er doch voller Tatendrang an: „Trotzdem werden wir eine Mannschaft auf dem Platz haben, die die letzten Spiele wettmachen werden.“

Auch vor der zehnten Runde ist beim SV Werl-Aspe II die Sehnsucht enorm, endlich dreifach zu punkten. Aktuell gestaltet sich die Tabellensituation nach zwei Remis aus neun Partien eher trüb. Um den Kontakt zum rettenden Ufer nicht zu groß werden zu lassen, sollte zeitnah in dreifacher Ausführung gepunktet werden, am liebsten schon am Sonntag ab 12.45 Uhr beim TuS Lipperreihe II. Aspes-Abwehrspieler Marius Grimm ist sich jedoch im Klaren: „Lipperreihe II ist ein schwieriger Gegner.“ Mit Blick auf den eigenen Leistungsstand gibt er via Lippe-Kick zu Protokoll: „Die tatsächliche Form hängt immer vom Kader und Laune ab“, muss dies im Maximalbereich anzutreffen sein, um für Punkte in Frage zu kommen. Der Blick in den Rückspiegel sorgt nicht gerade für ein Lächeln in Grimms-Gesicht, erinnert er sich doch: „Schlechte Erfahrung haben wir noch an das letztjährige Spiel in Lipperreihe II. Wir wollten punkten, mussten uns aber schnell geschlagen geben“, ist die Hoffnung, diesmal zu punkten enorm. Die Basis, um für Zuwachs auf dem eigenen Konto zu sorgen: „Wir müssen konzentriert und kämpferisch auftreten. Sollten wir wieder Geschenke verteilen und / oder unsere Chancen nicht nutzen, werden wir keine Punkte nach Aspe bringen“, so seine Befürchtung. Auf ein paar Akteure muss Coach Alexander Ruge wohl auch diesmal verzichten. Niklas Vezzon weilt im Urlaub, Alexander Peters ist verhindert. Alexander Graw quält sich mit muskulären Problemen herum, weshalb sein Einsatz noch unklar ist. Nach der empfindsamen 1:5-Heimpleite gegen Hörstmar/Lieme II hofft er auf eine Trotzreaktion: „Ich hoffe, dass durch die bittere Niederlage letzten Sonntag der Kampf- und Siegeswille nun noch größer ist und wir am Sonntag Punkte holen.“ Er zeigt sich jedoch vor dem Spiel beim Tabellenelften realistisch: „Es wird aber nicht leicht.“

 

TuS Bexterhagen II – FC Union Entrup

Mit dem FC Union Entrup kommt so etwas wie die Mannschaft der Stunde an den „Alten Postweg”. Nach zwei Auftaktniederlagen und dem Unentschieden gegen den BSV Leese holte das Team von der Ilse zuletzt 16 Punkte aus sechs Spielen. „Wir müssen eine außergewöhnliche Leistung zeigen, um punkten zu können“, weiß TuS-Trainer Dennis Lütkehölter, was auf sein Team zukommen wird. Doch auch die Bexterhäger haben sich wieder gefangen. Die Kadersituation ist nun nach schwierigen Wochen wieder entspannter. „Die Urlauber und Verletzten sind größtenteils zurück – nun haben wir im Training wieder einen echten Kampf um die Kaderplätze. Das wird uns auf Dauer guttun“, will man bei den „Roten” nun weiterhin regelmäßig punkten. Ein Fragezeichen steht noch hinter den Einsätzen von Leon Schultz (Knöchel) und Firas Salih Yousif (Knie), welche sich im letzten Spiel Blessuren zugezogen hatten. Nick Kampmeier fällt weiterhin verletzungsbedingt aus. Abou Soumah und Oliver Kampmann werden wohl für die erste Mannschaft auf Punktejagd gehen. Doch bange machen gilt nicht. „Wir haben eine gute Trainingswoche gehabt und wissen, was uns erwartet“, rechnet man auf Seiten der Gastgeber mit einer „sehr körperlichen Partie.“ Ob die blau-gelben Entruper auch in Bexterhagen ihren Lauf fortsetzen können, bleibt also abzuwarten.

Mehr als ein Jahr ist es für den FC Union Entrup und Coach Peter Lewecke schon her, als Spiele gegen den TuS Bexterhagen absolviert wurden. Damals war es die Erstvertretung in der gleichen Spielklasse. Mehr lässt sich Trainerfuchs Lewecke von der Tabellensituation beeindrucken. 13 Zähler hat der Aufsteiger auf der Habenseite, damit nur vier weniger als die Unioner. „Zudem haben sie ein Heimspiel. Wir sind aber frohen Mutes und werden alles geben und versuchen, die Punkte mit nach Entrup zu nehmen, was aber leider nicht einfach sein wird“, so seine Prognose gegenüber Lippe-Kick. Mindestens zwei Wochen ausfallen wird Tormaschine Nils Lessow. Am Sonntag hat er sich verletzt. Neben den bekannten Langzeitverletzten gesellt sich auch der rotgesperrte Cengiz Erdem. Einige sind vergrippt, weshalb auch aus diesem Lager Ausfälle drohen. „Gejammert wird nicht“, ist das Leweckesche Motto allseits bekannt: „Wir haben mit beiden Mannschaften einen großen Kader und werden am Sonntag elf Spieler und mehr auf dem Platz haben“, droht trotz einiger Ausfälle kein Spielausfall mangels Masse.

 

TuS Asemissen II vs. TuS Lockhausen

Die Asemisser Zweitvertretung ist derzeit arg vom Verletzungspech gebeutelt. Dies führt dazu, dass Coach Jascha Pistor wieder kräftig rotieren muss. „Trotzdem möchten wir voll auf Sieg spielen, um wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren“, erklärt er und weiß auch, was dafür erforderlich sein wird: „Natürlich müssen wir im Verbund und Kollektiv besser agieren, da wir in letzter Zeit zu viele Gegentore bekommen haben.“

Wie ein fünfjähriger Junge auf das Weihnachtsfest freut sich Lockhausen-Coach Marco Höcker über die Platzverhältnisse auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen. Solch einen Platz wie in Lockhausen, als in der Vorwoche durch den Dauerregen der Rasenplatz schlecht bespielbar gewesen ist, wird es am Sonntag nicht geben. „Ich empfand solche Plätze immer mehr als angenehm und es hat zusätzlichen Schub gegeben“, plaudert er bei Lippe-Kick aus dem Nähkästchen. Er verlangt von seiner Truppe, dass sie in diesem Spiel noch enger zusammenrücken wird, muss doch der eine oder andere wichtige Leistungsträger ersetzt werden. Jan Sundermann hat sich im letzten Spiel eine Zerrung zugezogen.  Hendrik Stockhecke fehlt nach seiner Ampelkarte. Deshalb fordert Höcker von den restlichen Spielern umso mehr, mit „voller Konzentration und Hingabe“ in dieses Spiel zu gehen. Was er bedauerlich findet: „Ich persönlich finde es immerzu so schade, dass wir beim TuS Lockhausen eigentlich vernünftig Fußballspielen könnten, es aber nur teilweise bis selten abrufen können.“ Seine Meinung ist hoch über die Qualitäten seiner Mannschaft, glaubt er doch: „In der Mannschaft steckt die Möglichkeit, locker im obersten Drittel zu stehen, doch leider leisten wir uns zu viele individuelle Fehler, was das Punkteerzielen nicht gerade einfacher macht“, wünscht er sich vor dem Gastspiel im westlichen Teil von Lippe eine gehörige Portion Konzentration. „Dann“, zeigt er sich optimistisch, „wird es schon werden.“ Er konkretisiert seine Wünsche vor dem Spiel: „Man kann gewinnen oder verlieren, aber das alles Entscheidende ist doch, dass man den Siegeswillen abrufen kann und sein Möglichstes rausholt. Dann schauen wir, was dabei rausgekommen ist“, sollten dies nach seinem Gusto doch drei Punkte sein.

 

TSV Schötmar II vs. SV Wüsten

Kartenspieler und Schötmar II-Capitano Ersan Dargecit mag kein Hokuspokus, isst kein Spekulatius, ist ein bodenständiger Zeitgenosse, der sich selbst nicht in die Tasche lügt. So haben ihn seine Eltern erzogen, so hat ihn Lippe-Kick bis dato kennengelernt. Deshalb ist er auch ein Mann für klare Aussagen, sagt er vor dem Heimspiel gegen das definitiv beste Team der Spielklasse: „Wenn man die Karten offen auf den Tisch legt, sind die Rollen klar verteilt, da brauchen wir uns nichts einreden.“ Aus der Rolle des Außenseiters möchten die Schötmaraner aber liebend gerne im Windschatten den Favoriten ärgern. „Wir legen uns das als Vorteil aus, da von uns niemand einen Sieg erwartet, können wir im Gegensatz zu Wüsten befreiter aufspielen“, liegt genau darin ein Vorteil, weiß man doch, dass Fußball stets auch im Kopf entschieden wird. Dass diese Herausforderung gegen den SVW keine einfache Aufgabe darstellt, möchte er gar nicht erst verneinen, verlässt er sich doch ganz pragmatisch auf die Statistik: „Wüsten steht immerhin nicht umsonst ohne Niederlage an der Tabellenspitze, aber kampflos geschlagen geben, werden wir uns sicherlich nicht“, sucht man seine Chance. Ihren wohlverdienten Urlaub genießen auch weiterhin Kadir Demir, Hasan Osmanov, Hakan Cetinkaya und Osman Degirmenci.

„Schötmar II ist ein unangenehmer Gegner, der immer viel ins Spiel investiert“, beschreibt SV Wüsten-Coach Sebastian Milde die mögliche DNA vom Gegner. Nicht sonderlich angetan zeigt er sich von den jüngsten beiden Darbietungen seiner Mannschaften. Sowohl beim 4:1 in Lipperreihe, als auch beim 3:1 gegen Leopoldshöhe II muss er mit Erschrecken eine „leichte Schwäche“ bei seinem Team feststellen. Diese Nachlässigkeit sollte der Vergangenheit angehören, befürchtet Milde sonst die erste Nullrunde für seine Truppe. Die steigerungsfähige Darbietung gegen das Schlusslicht aus Leopoldshöhe erhofft er sich als „Weckruf“ und ein Indiz, dass jeder Gegner mit viel Konzentration bespielt werden soll. „Bei uns ist das spielerische Niveau deutlich besser als letzte Saison. Nur im Kopf muss die Mannschaft sich noch entwickeln, was die Einstellung vor dem Spiel betrifft“, findet Sebastian Milde hierzu deutliche Worte bei Lippe-Kick. „Wir haben gegen Leopoldshöhe II es einfach nicht ernst genommen und sowas darf uns nie wieder passieren“, hofft er sehr auf den Einmaleffekt. Im Lohfeld bei der Schötmaraner Reserve erhofft er sich eine völlig andere Einstellung, die sein Team zeigt, erwartet er eine klare Reaktion. Da Milde nicht nur stimmungstechnisch, auch körperlich die Woche über verschnupft gewesen ist, wird er sein Vertrauen in die Hände von seinem Co-Trainer Sedat Özen legen, was die Startformation betrifft. Dass zwei Spieler fehlen, ist klar. Luca Sievert kehrt nach seiner Rot-Sperre immerhin zurück, ebenso wie einige Urlauber. „Es ist zurzeit ein bisschen verhext, aber dann werden sich andere Spieler für die Jungs zerreißen, die nicht da sind“, können doch Kicker, die bisher erst dosiert zu Spielzeit gekommen sind, nun Eigenwerbung betreiben. Die Marschroute ist leicht ersichtlich: „Wir wollen natürlich gerne gewinnen, aber wir werden sehen, was meine Mannschaft für eine Einstellung an den Tag legt. Sollten sie voll dabei sein, werden wir gewinnen. Davon bin ich überzeugt. Aber ein einfaches Spiel wird es auf keinen Fall“, rechnet er folglich keineswegs mit einem Schützenfest gegen die technisch starken Schötmaraner.

 

TuS Leopoldshöhe II vs. BSV Leese

Man müsste wohl schon den Fachbereich Analyse der Deutschen Sporthochschule in Köln bemühen, um sich ein fundiertes Urteil über den TuS Leopoldshöhe II zu machen. Der spielende Leese Co-Trainer Jan Plöger zumindest kann nicht tiefer in die Materie einsteigen, kann er dies auch konkretisieren: „Sie haben eine komplett neue zweite Mannschaft aufgebaut“, ist der ehemalige Leo II-Coach Dennis Lütkehölter nicht gerade auf einer Sänfte liegend verabschiedet worden. „Guckt man sich die Tabelle an, kann man schon seine Schlüsse ziehen und weiß, dass Sonntag ein defensiv eingestellter Gegner auf uns wartet, den wir wohl 90 Minuten bespielen müssen und die nur auf Konter setzen werden“, haben sich die blau/weißen Löwen bisher eher als sanfte Stubentiger entpuppt. Plöger will erst gar nicht beginnen, mit Floskeln zu arbeiten oder um den heißen Brei herumzureden, fordert vielmehr klar und deutlich: „Wir sind natürlich Favorit und müssen die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Alles andere wäre eine Enttäuschung“, möchte man diese keineswegs erleben. Da Coach Tobias Kasper sich auf der Suche nach dem dicken Fisch im Angel-Urlaub befindet. Unklar ist noch, ob Christoph Scheibe und Tim Lutter wieder mitkicken können. Eine längere Ausfallzeit droht bei Fabian Frölich.

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. TuS Ahmsen II

Den zwölften Tabellenplatz vom TuS Ahmsen II sieht Hörstmar/Lieme II-Coach Hannes Hildebrandt als nicht gerechtfertigt an, urteilt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Ahmsen II ist eine gute Truppe, die meiner Meinung nach nicht da stehen, wo sie hingehören.“ Die Marschroute ist eindeutig: „Wir möchten gerne etwas Zählbares bei uns am Platz behalten.“ Tobias Hamm und Daniel Warkentin weilen im Urlaub, Nils Sauerländer muss verletzungsbedingt passen.

Ahmsen II-Spielführer Daniel Pehlert erlebt am Sonntag eine Premiere. Zum ersten Mal in seiner sportlichen Vita tritt er gegen die SG Hörstmar/Lieme II an. „Bisher“, erklärt er launig bei Lippe-Kick, „hatte ich das Vergnügen noch nicht. Sie sollen aber ähnlich stark sein wie wir und daher gehe ich auch hier davon aus, dass es ein Spiel auf Augenhöhe sein wird“, hat er sich berichten lassen. Trotz der 1:2-Niederlage zeigt sich Pehlert mit der Leistung seiner Mannschaft definitiv zufrieden, hat nur einen Ansatzpunkt zur Verbesserung erkannt: „Wir müssen nur noch konsequenter in der Chancenverwertung werden und werden uns dann auch wieder belohnen“, so glaubt er. Ahmsen II wird auf die verletzten Kevin Buchmann und Julius Fleher und die privat verhinderten Rahman Othmann und Daniel Brinker verzichten. Ohnehin fällt der langzeitverletzte Tomasz Pokrzywka aus.

 

Yunus Lemgo vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Definitiv angetan zeigt sich Yunus Lemgo-Spielertrainer Cüneyt Kurt von den Fähigkeiten der TSG Holzhausen/Sylbach: „Sie sind ein Gegner, der definitiv immer oben mitspielt, einen guten Fußball spielt. Vor allem sind sie im Sturm sehr stark“, fordert Kurt daher eine „stabile Defensive“ der Seinen. Die gute Verteidigung hebt er jedoch mahnend hervor, sind die 21 Gegentreffer kein überragender, aber auch kein vernichtender Wert. Ein Mutmacher: „Wir haben gegen starke Gegner immer gut ausgesehen, haben am Ende aber oft unglücklich verloren“, fehlt die nötige Belohnung doch allzu sehr bei den Delphinen, die sich endlich freischwimmen wollen in den Tiefen des Abstiegskampfes. Vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang sind kein beruhigendes Polster, weshalb Bonuspunkte gegen Schwergewichte dankend angenommen werden würden. Es ist oft der Klassiker, wenn man das Team lobt, dass dieser doch schlechter platziert ist, als er es tatsächlich verdient hätte. Im Fall von Yunus jedoch steckt ganz viel Wahrheit. Zuletzt gegen Union Entrup (1:3) oder auch am fünften Spieltag gegen den Tabellenführer SV Wüsten (1:2) verloren die Kicker von der West-Alm trotz einer starken Leistung nur knapp. Es fehlt nicht an viel, es geht vor allem darum, mit mehr Punch den Gegner in der gefährlichen Zone zu treffen, überzeugender im letzten Spielfelddrittel aufzutreten. Auffällig: Die Defensive der Delphine schwimmt oft in der Finalphase einer Partie, wurden in dieser wichtigen Phase schon einige Zähler liegen gelassen. Der am Rücken geplagt Engin Eroglu fehlt weiter, auch Halid Tufan, dem eine Leistenverletzung schmerzt. Unklar, ob Kerim Kücüker (Knieverletzt) mitspielt. Allerdings: „Letzten Donnerstag sah es zunächst ähnlich gut aus. Dann ist aufgrund von Krankheit oder anderen Terminen der eine oder andere ausgefallen“, hofft er, dass sich dies nun nicht wiederholt. Die Zielsetzung: „Einen Punkt wollen wir mindestens mitnehmen, aber zu Hause wollen wir auch gegen sie gewinnen“, so hofft Cüneyt Kurt, der „Disziplin und Kampf“ als ganz wesentliche Erfolgstugenden im Auge hat.

TSG Holzhausen/Sylbach-Trainer Stefan Brunk sagt kurz zur Ausgangslage: „Wir bestreiten ein Auswärtsspiel bei einer guten Mannschaft, die an einem guten Tag sicher jedem Gegner das Leben schwer machen bzw. punkten/siegen kann“, gilt Yunus als ungemein spielstarke Truppe. Leicht wird diese Hürde daher nicht zu überspringen sein, gab es im letzten Vergleich ein Remis zwischen den beiden. Keine exakten Angaben kann Brunk zur Kadergestaltung machen, lässt er sich von Lippe-Kick immerhin entlocken, dass einige Spieler verletzt oder erkrankt sind. Das Wochenende wird hier mehr Klarheit bringen.

 

TuS Asemissen III vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Ganz tief durchatmen muss Asemissen III-Coach Florian Meerkötter ist seine Ausfallliste doch ähnlich lang, wie die Liste der Defizite des FC Schalke 04 in dieser Saison. Die Blau/Weißen aus Lippe müssen auf Michael Sedlaczek, Kevin Karpfinger, Niklas Suchy, Dennis Heinrichs, Raffael Giebel und Christoph Nagel verzichten. Niklas Brühl und Marc Schubert sind angeschlagen, weshalb es ein Spiel mit der Zeit wird, bis eine Kadertauglichkeit notiert werden kann. Meerkötter klammert sich an das Tabellenbild, was den kommenden Gegner als zweitbestes Team ausmacht, sagt er doch gegenüber Lippe-Kick: „Grastrup/Retzen ist gut in die Saison gestartet und hat den Abgang von Sascha Döller gut als Mannschaft kompensiert. Sie stehen, ähnlich wie wir, in der Defensive stabil und sind vorne immer für Tore gut“, ist diese Mischung schwer zu bespielen. Da die beiden Kontrahenten auch gerade einmal fünf Zähler trennen, rechnet er mit einem „Spiel auf Augenhöhe“, in dem die Gäste in der leichten Favoritenrolle sein werden. Vorab aufzugeben, kommt für den traditionell ehrgeizigen Meerkötter jedoch nicht in die Tüte, betont er: „Nichtsdestotrotz haben wir den Anspruch, zu Hause zu punkten und werden es Retzen so schwer machen wie möglich.“ Eine gute Voraussetzung, um den Rückstand auf zwei Zähler zu verkleinern: „Meine Jungs sind motiviert und wollen sich nun gegen die Top-Mannschaften der Liga beweisen.“

Niklas Prante konstatiert: „Gegen Asemissen III hatten wir letzte Saison zwei sehr unterschiedliche Spiele und sind ja selbst diese Saison eine Art „verdiente Überraschung“, beeindruckt ihn der fünfte Tabellenplatz der Asemisser sehr. Die Zielsetzung richtet sich aber nach Aussage von RW Grastrup/Retzen-Kicker nach dem Maximalertrag: „Natürlich wollen wir auch in diesem Spiel wie in jedem die drei Zähler einfahren und reisen mit viel Rückenwind aus den letzten Einheiten an“, ist die Belastung im Training enorm gewesen. Prante verrät gegenüber Lippe-Kick: „Unsere Einheiten werden selten pünktlich nach eineinhalb Stunden beendet, sondern noch mit Extraeinheiten Sprints und Intervalltraining abgerundet.“ Dies ist auch der Grund, warum sich die Jedral-Jungs „gut“ fühlen, zudem auch im spielerischen Bereich Fortschritte erkennbar sind. „Die Trainer sehen aber auch noch einiges an Verbesserungspotential und das macht Laune auf mehr“, ist die Entwicklung des Tabellenzweiten absolut positiv. Zwei feste verletzungsbedingte Absagen gibt es bereits. Fänger Andre Brandenburg (Sehnenriss im kleinen Finger) und Eugen Klimov (Muskelfaserriss) fehlen. Ob noch weitere Akteure sich dazugesellen, steht aktuell noch in den Sternen.

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