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Frauenfussball

SG Alverdissen/Extertal – Kantersieg bei Don/Voss III

Gegen eine überraschend starken FC Donop/Vossheide III gewinnt die SG Alverdissen/Extertal sehr deutlich. Lippe-Kick wählt einen Rückblick auf diese Partie.

Nächste Hürde übersprungen

 

Damenfußball. Voßheide. Am Sonntag gastierten die Damen der SG Alverdissen/Extertal bei der Drittvertretung des FC Donop Voßheide. Waren diese in der letzten Saison noch im unteren Drittel zu finden, so traten diese heute als Tabellenführer mit 15 Punkten und 24:8 Toren aus sechs Spielen an. Die Gäste waren somit gewarnt das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

So begann man auch in Bestbesetzung und dem gewohnten Spielsystem, in dem man die letzten Spiele sehr sicher gestanden hatte. Die ersten 15 Minuten lief der Ball sehr sicher durch die Reihen der SG. Es fehlte jedoch noch etwas die Bewegung in der Offensive, weshalb man die optische Überlegenheit noch nicht in klare Torchancen ummünzen konnte. Das ungewohnte Neuner-Feld tat hierzu das Übrige. In der 15. Minute war es dann tatsächlich Sina Flakowski, die aus einem indirekten Freistoß das 1:0 für die Heimelf von Trainer Dieter Peuser erzielte. Dieser Treffer fiel quasi aus dem Nichts und war in der Entstehung sicherlich als glücklich zu bezeichnen. Jetzt galt es für die junge Gästeelf, Ruhe zu bewahren und mit dem Selbstbewusstsein aus Saisonübergreifend mittlerweile elf Ligaspielen ohne Niederlage das Spiel zu drehen. In der 21. Minute entschied der Schiedsrichter dann auf Elfmeter, nachdem Spielmacherin Alina Ulmer im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht wurde. Sicherlich ein Elfmeter, den man geben kann, aber auch kein 100-prozentiges eindeutiges Foul, waren sich die Trainer hinterher einig. Der fällige Strafstoß war natürlich Aufgabe von Vivienne Melcher, die den Ball wie gewohnt unhaltbar verwandelte. Kurze Zeit später legte diese nach starker Einzelleistung das 1:2 nach und das Spiel war gedreht. Nun lief der Ball noch sicherer und die Kombinationen nahmen immer mehr Tempo auf. Dennoch hatte die Heimelf zwischenzeitlich die Riesen Chance zum 2:2, als die Stürmerin frei auf die Torhüterin der Gäste zulief. Sina machte das unglückliche 1:0 jedoch sofort wieder vergessen, indem sie die Situation perfekt entschärfte und somit die Führung für ihre Elf sicherte. In der 37. Minute folgerichtig das 1:3 durch die aufgerückte Außenverteidigerin Charlotte „Lotti“ Zuleger, die den geblockten Schuss durch Alina vor die Füße bekam und unhaltbar ins lange Eck verwandelte. Im Verlauf des Spiels wurden die Kräfteverhältnisse nun von Minute zu Minute deutlicher. Trainer Düwel (Bild links) mit dem Luxus, für das Spiel tatsächlich 19 Spielerinnen zur Verfügung gehabt zu haben, nutzte die Möglichkeit aus und wechselte regelmäßig durch, sodass der Konditionsvorteil für die Gäste von Minute zu Minute deutlicher wurde. Während sie in den letzten Spielen und auch in diesem Spiel bereits zweimal wieder mit dem Torevorbereiten beschäftigt war, platzte heute auch bei Alina Ulmer wieder der Torknoten und sie konnte sich gleich dreifach in die Torschützenliste eintragen (42. / 58. / 62.).

Taktische Flexibilität sticht

Somit war natürlich allen klar, dass dieses Spiel entschieden war. Dennoch waren die Gäste bemüht, das Tempo und die Konzentration hoch zu halten. In der 65. Minute war es dann Vivienne ebenfalls mit ihrem dritten Treffer, die für das 7:1 sorgte. Danach ging die Ordnung im Spiel der Gäste allerdings etwas verloren und Donop kam trotz des hohen Rückstandes noch einmal besser ins Spiel. Carolin Scholten konnte so nach einer schönen Kombination den zweiten Treffer für die Heimelf erzielen. Es dauerte dennoch bis zur 85. Minute, bis die Gäste tatsächlich noch einmal einen Gang höher schalteten und in den Schlussminuten durch Kapitän Madita Jacobi zum 8:2 kamen. Nach einem zwischenzeitlichen Eigentor zum 9:2 war es in der letzten Minute Lea Skacel vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Diese belohnte sich damit für eine Partie, in der sie wieder äußerst flexibel agieren musste, da sie durch taktische Umstellungen bedingt im Laufe des Spiels auf fünf der neun möglichen Positionen im Einsatz war. Co-Trainer Drews: „Das ist unglaublich, der stellt im Spiel 42-mal um und die Mädels kapieren trotzdem, wo sie spielen.“

 

Fazit: In einem starken Auswärtsspiel setzt man sich verdient und souverän durch und ist nun mit zwölf Punkten Tabellenzweiter. Trainer Düwel: „Bis auf den Zeitraum 66. bis 85. Minute bin ich wieder höchstzufrieden mit der Leistung meiner Spielerinnen. Bei dem Zwischenstand muss man über solche kleinen Fehler mal hinwegsehen, dennoch haben mich die zwei Gegentore geärgert. Respekt gilt es auch den Damen vom FC Donop/Voßheide zu zollen, die trotz des Spielstandes nie aufgegeben und auch ein sehr faires Spiel abgeliefert haben.“

Diese Woche haben die Damen Trainingsfrei, um die Beine etwas hochzulegen. Denn schon am Freitag kommt es dann bereits zum vorgezogenen Heimspiel gegen Rot-Weiß Dreyen. Anstoß ist um 19.15 Uhr unter Flutlicht auf dem Rasenplatz in Nalhof. Hier ist natürlich ganz klar das Ziel, den fünften Sieg im fünften Spiel zu holen, aber auch hier wird wieder eine 100-prozentige Leistung vonnöten sein, ist sich Trainer Düwel sicher.

 

Quelle: Pressemeldung: Daniel Düwel SG Alverdissen/Extertal.

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