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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 12. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Im Tabellenkeller tobt der Gipfel. Die Spitzenteams haben interessante Herausforderungen zu meistern. Lippe-Kick hat die ausgezeichnete Einstimmung. Reinschauen ist erlaubt.

Kellerkrimi in Aspe

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Aktuell zieht der SV Wüsten einsam an der Tabellenspitze seine Kreise. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die TSG Holzhausen/Sylbach. Ob Wüsten den Bonus nach der elften Runde erweitern kann, ist noch unklar. Die Aufgabe gegen den Tabellenfünften TuS Asemissen III ist äußerst anspruchsvoll, gelten die Westlipper doch als eines der großen Überraschungsteams der bisherigen Serie. Am Tabellenende gestaltet sich aktuell die Situation eher trostlos, warten mit den zweiten Mannschaften aus Werl-Aspe (3 Punkte) und Leopoldshöhe (1) noch weiterhin zwei Teams auf den ersten Saisonsieg. Im elften Versuch gibt es das Sieglos-Duell.

Von Henning Klefisch

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. TuS Bexterhagen II

TSG Holzhausen/Sylbach-Coach Stefan Brunk rechnet kurz vor: „Es spielt der Zweite (23 Punkte) gegen den Siebten (16 Punkte)“, zitiert er zudem den TuS Bexterhagen II-Coach Dennis Lütkehölter, der erklärt hat: „Wir sind in der Liga angekommen.“ Die Personallage erschwert die eigenen Hoffnungen massiv, sind doch viele Akteure verletzt krank, im Urlaub oder angeschlagen. Dies, in Kombination mit einem „guten Gegner“, veranlasst Brunk zu der Annahme: „Ich gehe von einem schweren Heimspiel aus, dass wir mit unseren Bordmitteln möglichst siegreich gestalten wollen.“

Der Tabellenzweite aus Holzhausen muss unbedingt gewinnen, wenn sie dem SV Wüsten auf den Fersen bleiben wollen. Das weiß auch der Gast aus Bexterhagen, der mit Selbstvertrauen, aber auch einer Portion Bescheidenheit, zur TSG reist. „Auch wenn es derzeit ganz gut läuft, ist ein Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten für uns immer eine immense Hürde. Machen wir uns nichts vor: Wollen wir was mitnehmen, brauchen wir die beste Saisonleistung“, so TuS-Trainer Dennis Lütkehölter. Die Hausherren haben nach dem Ausrutscher gegen den TuS Lockhausen (0:3) zuletzt wieder an Stabilität gewonnen und zwei Siege in Folge eingefahren. „In Holzhausen zu spielen, ist immer anstrengend, aber auch unterhaltsam. Zweikämpfe sind Trumpf, Emotionen auch immer mit dabei“, freut man sich beim Underdog auf die Aufgabe. So ganz sicher über die Qualität. die auf die “Roten” zukommt, ist sich auch Trainer Lütkehölter nicht. „Ich habe sie einmal in der Vorbereitung beobachtet. In den letzten Jahren haben sie meistens sehr viele Tore geschossen. Im bisherigen Saisonverlauf waren viele knappe Partien mit dabei. Wir werden durch unsere Spielart automatisch auch Chancen bekommen. Entscheidend wird jedoch sein, dass wir uns gegen den Ball alle zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen. Machen sie uns die Tür auf, müssen wir auch bereit sein und durchgehen.”
Personell haben die Gäste soweit „fast volle Kapelle.“ Es bleibt noch abzuwarten, ob Spieler für die erste Mannschaft abgestellt werden. Kandidaten wären hier unter anderem Firas Salih Yousif, Oliver Kampmann oder Abou Soumah. „Die Zusammenarbeit mit Achim Wenzel (Trainer 1.) klappt sehr gut. Wir haben alle das große Ganze im Blick, aber natürlich hat die erste Mannschaft da Priorität und bekommt jegliche Unterstützung von allen im Verein“, erklärt Lütkehölter bei Lippe-Kick.

 

TuS Ahmsen II vs. TuS Lipperreihe II

Wenn man sich kurz in die Welt der Zahlenfetischisten bewegt, fällt auf, dass die beiden Reserveteams nahezu identische Werte vorzuweisen haben. Gleiche Punktzahl und die gleiche Anzahl an erzielten Toren. Einzig bei den Gegentoren ist ein minimaler Unterschied erkennbar, hat der Aufsteiger aus Ahmsen doch hier eines mehr kassiert. Fast schon traditionell ist die Ausfallliste der Hausherren lang: Verletzt sind Tomasz Pokrzywka, Kevin Buchmann und Rene Hoffmann. Aus privaten Gründen fehlen Damian Janik und Daniel Pehlert. Daniel Redondo Müller trägt an diesem Wochenende das Büßergewand, ist er doch gesperrt. Spielführer Pehlert mutmaßt: „Lipperreihe II schätze ich auch auf ähnlichem Niveau ein wie uns. Je nachdem, welche Spieler sie zur Verfügung haben, wie es ja bei jedem so ist“, hat er hier keine gespaltene Zunge. Mit mehr Effizienz im Torabschluss sieht der TuS Ahmsen II durchaus eine Chance für das eigene Gelingen. „Sollte alles passen, könnte der nächste Dreier folgen, auch weil wir ein Heimspiel haben“, hofft Daniel Pehlert auf den Support vom zwölften Mann.

Lobende Worte findet TuS Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner, als er von Lippe-Kick zu einer Gegnereinschätzung befragt wird: „Trotz der Unruhe im Vorfeld mit der Trainerentlassung finde ich, dass Ahmsen II als Aufsteiger bis jetzt eine sehr gute Saison spielt.“ Selbst wünscht er sich, dass seine Truppe die „kämpferische Leistung“ vom jüngst errungenen 3:3 gegen den SV Werl-Aspe II konserviert, „wieder als kompakte Mannschaft“ auftreten wird. Theunert, Weber und Owen fehlen aus Verletzungsgründen. Franzke ist wegen einer roten Karte gesperrt. Pascal Weiss und Kolja Zantop geben ihr Comeback. Als leidenschaftlicher 1. FC Köln-Fan weiß Taverner, dass Auswärtssiege besonders schön sind. Daher gilt für sein Team und ihn: „Wir werden versuchen, auch auswärts mal wieder zu punkten.“

 

SV Werl-Aspe II vs. TuS Leopoldshöhe II

Was für ein unfassbarer Kellerkrimi, wenn der SV Werl-Aspe II als Tabellenvorletzter das Schlusslicht TuS Leopoldshöhe II begrüßt. „Leo II steht noch hinter uns in der Tabelle und es wird ein erbitterter Kampf werden“, ahnt Aspes Abwehrmann Marius Grimm voraus. Dass die Breite des Kaders genügt, steht für Grimm außer Frage, hat er doch eine Parallele bei den Löwen zu seinem Team erkannt: „Es hapert aber wohl wie bei uns im Abschluss“, rechnet er damit, dass es ein „richtiges Abstiegskampfspiel mit einem Sechs-Punktesieger“ wird. Eine exakte Prognose kann und will Grimm nicht abgeben, ist die Hoffnung doch groß, dass die Schwarz/Weißen die Siegerrolle einnehmen werden. „Leo wird beißen, kratzen und bis zum Schlusspfiff kämpfen.“ Die Umsetzung wird sich kompliziert gestalten, befindet sich doch Julian Lindheim im Urlaub. Unklar ist, ob Florian Rausch, Alexander Graw und Sören Krack (muskulär und gesundheitlich angeschlagen) mitwirken können. Grimm selbst kann maximal erst zur zweiten Halbzeit dabei sein. Die Ausrichtung ist aber klar: „Wir gehen auf die drei Punkte und werden alles dafür geben, diese in Aspe zu halten.“

Mehr Endspiel im Tabellenkeller geht wohl nicht. Folglich ist die Temperatursteigerung aus Sicht des TuS Leopoldshöhe II auch leicht nachvollziehbar: „Wir sind für Sonntag natürlich heiß. Nicht nur, dass wir gegen unseren direkten Tabellennachbarn spielen, wir haben auch Mannschaftsmitglieder, mit einer Werl-Asper Vergangenheit, sei es im Verein oder am angrenzenden Schulzentrum“, erklärt Leo II-Spieler Max Meckelmann. So seien aber auch die anderen Akteure ohne Asper-Vergangenheit vor diesem Aufeinandertreffen der beiden Schlusslichter durchaus motiviert. Die positive Entwicklung hebt er hervor, bemerkt Meckelmann doch: „So haben wir uns in den vergangenen Wochen, auch wenn das Ergebnis dies vielleicht nicht immer so wiedergab, stark verbessert, und haben nun die Chance, dies weiterzuführen, und die ersten drei Punkte einzufahren“, ist die Gier danach enorm. Dass dieses Spiel auf dem Rasenplatz am Heerser Bruch ein Selbstläufer wird, glaubt er nicht, weil: „Werl-Aspe II wird genauso motiviert sein, ein Polster zwischen uns aufzubauen, aber wenn wir die Leistungen der vergangenen Wochen weiterführen, und weiterhin genau so viel Kampf und Herz zeigen, werden wir uns am Ende auch hierfür belohnen“, zeigt er sich dann auch optimistisch.

 

SV Wüsten vs. TuS Asemissen III

Viel besser könnte sich die Situation aus Sicht des SV Wüsten überhaupt nicht darstellen. In allen relevanten statistischen Werten sind Bestwerte vorzuweisen. Die 28 Punkte nach zehn Spielen sind schon eine Wucht. Dazu gesellt sich die ansprechende Tordifferenz von 44:11. Einzig beim torlosen Spitzenspiel gegen die TSG Holzhausen/Sylbach gab es keinen Sieg zu bejubeln. Die Reverenz vor dem Tabellenfünften ist enorm bei Coach Sebastian Milde, der zugibt: „Asemissen III hat mich die letzten Wochen überrascht! Sie haben zurzeit einen super Lauf und sind nach dem Spiel gegen Grastrup/Retzen hochmotiviert“, haben sie die stark eingeschätzten Rot/Weißen doch einfach mal deutlich mit 4:1 besiegt. Auch der Punkteschnitt von 2,00 pro Spiel ist ansprechend für die Asemisser, die über hervorragend ausgebildete Akteure verfügen. Milde weiß: „Sie wollen auch uns schlagen. Doch wir werden es niemandem leicht machen, zu Hause bei uns in Wüsten zu gewinnen, geschweige denn einen Punkt zu holen“, ist drei nicht gleich eins. Obacht halten, lautet das Wüstener Motto, dass gegen die Westlipper nicht die erste Niederlage verkraftet werden muss. Ein stolzer Milde: „Wir haben eine tolle Serie. Zehn Spiele und keine Niederlage“, beeindruckt dieser Start sehr. Geht es nach ihm soll diese Sequenz weiter ausgebaut werden. Die Motivation der Konkurrenten ist Milde aber nicht entgangen, wenn er gegenüber Lippe-Kick sagt: „Die anderen Mannschaften warten nur und werden da sein, wenn wir patzen, aber das versuchen wir zu verhindern und auszublenden, denn wir gucken nur auf uns und werden Sonntag die drei Punkte holen“, ist er sich da ziemlich sicher. Der Weg zum Ziel ist ihm egal, verrät er bei Lippe-Kick. Über die Kadergestaltung möchte Sebastian Milde so wenig sprechen, wie das 32-jährige Discoluder über ihr Alter.

Hui und Donnerwetter, was ist denn nur mit dem TuS Asemissen III los? Dies fragt sich der aufmerksame Beobachter. Vier Dreier an vier Wochenenden in Serie, das hat zuletzt wohl nur noch Gina-Lisa Lohfink geschafft. Die Asemisser haben 16 Treffer bei ihren vier Siegen erzielt, nur vier Stück kassiert. Zweifelsfrei ist der Trend eindeutig der Friend der Meerkötter-Männer, die beim Primus aber nicht vollzählig antreten können. Raffael Giebel, Christian Völkel, Willi Hänel und Christoph Nagel fehlen. Ein Duo ist noch gesundheitlich angeschlagen. Hinter deren Einsatz steht noch ein Fragezeichen. Niklas Suchy feiert seine Rückkehr in den Kader. „Wüsten spielt bis jetzt eine starke Saison und steht zu Recht auf Platz eins“, betont TuS III-Coach Florian Meerkötter bei Lippe-Kick. Was ihm nicht entgangen ist: „Allerdings scheinen sie in den letzten Spielen etwas nachgelassen zu haben und gewinnen nicht mehr so überzeugend, wie noch am Anfang dieser Saison. Trotzdem sind sie weiterhin, insbesondere in der Offensive, stets gefährlich“, kommen doch die 44 erzielten Tore nicht von ungefähr. Aber auch die Asemisser spielen einen guten Ball, wollen die bemerkenswerte Serie von sieben ungeschlagenen Partien in Reihe verlängern. „Dementsprechend müssen wir unsere Leistung vom letzten Sonntag bestätigen, damit wir etwas Zählbares aus Wüsten mitnehmen“, ist mit einer starken Vorstellung der TuS RW Grastrup/Retzen mit 4:1 niedergerungen worden.

 

TuS Lockhausen vs. TuS RW Grastrup/Retzen

TuS Lockhausen-Coach Marco Höcker gilt grundsätzlich als realistisch, bezeichnet er doch völlig zu Recht die Aufgabe gegen den TuS RW Grastrup/Retzen als „schwierig.“ Er ordnet die Verhältnisse kurz ein, wenn er sagt: „Nach der verdienten Pokalniederlage gegen Ahmsen, heißt es nun, ein wichtigeres Spiel zu bestreiten. Wichtiger insofern, dass wir so langsam wieder abliefern MÜSSEN, um nicht ganz in den Tabellenkeller abzurutschen“, hegt Höcker dafür eine gewisse Antipathie. Die Spielweise der Rot/Weißen bezeichnet er als „solide und ertragreich.“ Selbst möchte Lockhausen vor allem die eigenen Grundtugenden abrufen, was im Optimalfall zur einen oder anderen Torchance führt. Mit Blick auf die Tabelle sagt Höcker schließlich: „Wir könnten sicherlich jeden Punkt gebrauchen.“ Bei Grastrup/Retzen-Coach Martin Jedral und dem gegnerischen Team möchte sich Marco Höcker schon vorab für den „mehr als schlechten Rasenplatz entschuldigen.“ Ursprünglich wollte der Gastgeber auf den Ascheplatz ausweichen. Das Problem: „Allerdings stehen uns die neuen Tornetze für den Ascheplatz erst Mitte nächster Woche zur Verfügung, weshalb wir leider nun doch nicht ausweichen können“, wünscht sich Höcker an einem wohl sonnigen Sonntag dennoch ein „schönes Fußballspiel.“

Den battle of Lockhausen wird es am Sonntag um 15.00 Uhr nicht geben. Schließlich betont doch Grastrup/Retzen-Kicker Niklas Prante „Beide Mannschaften verstehen sich sportlich wie freundschaftlich sehr gut, die Lockhauser hatten uns auch erst angeboten, das Spiel auf den Samstag zu legen, um danach gemeinsam zu grillen. Leider hatten schon zu viele von uns Samstag etwas geplant und daher müssen wir das Grillen erstmal vertagen“, zaubern diese Schilderungen doch dem geneigten Beobachter ein Lächeln ins Gesicht. Es ist doch schön, wenn die beiden sympathischen Vereine so gut miteinander harmonieren. Einfach nur vorbildlich. Der Stachel nach der 1:4-Pleite beim TuS Asemissen III sitzt tief. Deshalb wünscht sich Prante nun: „Sportlich gesehen wollen wir nach dem herben Dämpfer wieder zurück in die Spur finden.“ Ob Spieler tatsächlich fehlen, ist aktuell noch nicht bekannt. Einige sind jedoch angeschlagen, weshalb sie geschont werden könnten, vielleicht sogar müssen.

 

TuS Asemissen II vs. Yunus Lemgo

Mehr Mittelfeld geht nicht, als das, was aktuell der TuS Asemissen II verkörpert. 14 Punkte nach zehn Spielen sind gleichbedeutend mit dem zehnten Rang. Je vier Spiele haben die Westlipper gewonnen respektive verloren. Der aktuell urlaubende Coach Jascha Pistor stellt vor dem Heimduell gegen Yunus Lemgo klar: „Wir wollen natürlich gewinnen.“ Zum Gegner: „Yunus ist normalerweise eine spielstarke Truppe.“ Da bei den Asemissern noch einige Akteure angeschlagen sind, „muss man sehen, wen wir Sonntag aufs Eis kriegen“, erklärt Pistor gegenüber Lippe-Kick.

Ein „schweres Spiel“ gegen einen „guten Gegner“ erwartet Yunus-Spielertrainer Cüneyt Kurt. Die Motivation sollte auch schon mit Blick auf die letzten Duelle ausreichen, gab es im Vorjahr gegen die Asemisser doch zwei Niederlagen. Die sechs Zähler aus zehn Spielen sind nach Bewertung von Kurt „zu wenig“, könnten die Delphine mit einem Überraschungscoup auf Rang 13 springen. Die Voraussetzung: Die SG Hörstmar/Lieme II gewinnt nicht beim FC Union Entrup. Bei den Hansestädtern fehlt der rotgesperrte Volkan Erdem, vielleicht der erkrankte Ercan Erdem, möglicherweise Yusuf Yeldan (Sprunggelenk). Definitiv werden Engin Eroglu (Rückenverletzung) und Halid Tufan (Leistenbeschwerden) ausfallen. Was Cüneyt missfällt: „Wir haben derzeit eine schlechte Trainingsbeteiligung aufgrund von Spätschicht und Verletzungen“, sagt er bei Lippe-Kick. Defensiv möchte Yunus nicht viel zulassen, im Offensivbereich eiskalt zuschlagen. Auch in den Schlussminuten muss Yunus Lemgo konzentriert agieren. In einigen Saisonspielen verloren de Delphine durch Unkonzentriertheiten in dieser Spielphase wichtige Punkte. Wenn dies erfolgreich umgesetzt wird, erhofft sich Cüneyt Kurt: „Dann könnte auch ein Punktgewinn möglich sein.“   Ein möglicher Vorteil für die Gäste: „Der Kunstrasen liegt uns sehr gut.“

 

FC Union Entrup vs. SG Hörstmar/Lieme II

An der Ehre gepackt fühlt sich nach der herben 1:5-Klatsche beim TuS Bexterhagen II Union Entrup-Keeper Timm Lessow: „Nach dem letzten Wochenende haben wir was gut zu machen.“ Aber: „Gegen Hör/Lie II wird es nicht einfach.“ Vor zwei Spielzeiten haben sich die Unioner „schwergetan“, was bedeutet: „Wir sind gewarnt.“ Da es einige Personalprobleme gibt, werden wohl Akteure aus der Reserve ihre Chance bekommen. Für den Tabellensechsten gilt: „Die drei Punkte sind für uns zwingend notwendig, sonst verlieren wir den Anschluss nach oben komplett“, befürchtet Lessow.

Die Älteren werden sich erinnern. „Es ist schon zwei Jahre her, dass wir gegen Entrup gespielt haben. Daher kann ich leider nicht viel zu der Mannschaft sagen“, so Hörstmar/Lieme II-Coach Hannes Hildebrandt zur Schnelllebigkeit im lokalen Fußballgeschäft. Rang 13 mit acht Punkten aus zehn Spielen, dies ist keine ungefährliche Zwischenbilanz. Mit der Dreierregel können nämlich aus den aktuell fünf Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang in Kürze nur noch deren zwei werden. Die 1:2-Heimniederlage gegen den Liganeuling TuS Ahmsen II liegt Hildebrandt noch ungut im Magen. Er weiß: „Wir haben von letzter Woche noch einiges gutzumachen.“ Was eher so mittelgut ist: Verletzt oder erkrankt sind Andreas Hildebrandt, Edwin Hildebrandt, Nils Sauerländer, Edgar Kirsch, Dominik Granitza und Marc Strathmeier. Kein Grund, um durchzudrehen, gibt sich der Hör/Lie II-Coach doch überzeugt: „Wir werden aber eine gute Truppe zusammenbekommen.“

 

BSV Leese vs. TSV Schötmar II

Heimlich, still und leise hat sich der BSV Leese mit nunmehr 22 Punkten auf den dritten Rang vorgeschoben. In den letzten beiden Spielen haben die Kicker von Coach Tobias Kasper ihr Torverhältnis mächtig aufbessern können. Nach einem 11:0-Sieg über den TuS Lipperreihe II folgte ein 6:1-Erfolg beim TuS Leopoldshöhe II. Nun rechnet BSV-Goalgetter und Co-Trainer in Personalunion, Jan Plöger, mit einem erhöhten Schwierigkeitsgrad: „Mit Schötmar II wartet am Sonntag natürlich ein ganz anderes Kaliber auf uns, als in den letzten beiden Spiele, wo wir jeweils hoch gewonnen und deutlich überlegen waren“, gibt sich Plöger schließlich überzeugt:  „Schötmar II wird nicht nach Leese kommen und kampflos die Punkte abgeben.“ Schließlich beschreibt Plöger die Lohfeld-Jungs als eine „Mannschaft mit einer sehr guten Mentalität, die niemals aufgeben und immer 100-prozentigen Einsatz zeigen. Dazu kommt noch, dass sie einige ganz gute Kicker in ihren Reihen haben.“ Dies ändert aber nichts an der eigenen Marschroute, dass Leese die volle Punktzahl auf dem heimischen Platz behalten möchte. „Und wenn wir so agieren, wie die letzten Wochen ist das definitiv auch möglich“, hat Leese doch fünf Siege in Serie eingefahren. Unklar ist aktuell noch, wer neben Patrick Hergesell tatsächlich fehlt. Es ist aber „gut möglich“, dass Akteure wie Fabian Frölich, Tim Lutter und Rene Bonath ihr Comeback geben. „Ansonsten steht uns der dünne Kader von letzter Woche zur Verfügung, der seine Qualität allerdings bewiesen hat“, sagt Plöger nicht ohne einen Hauch von Stolz in seiner Stimme.

Die Wochen der Wahrheit gehen weiter für den TSV Schötmar II. Nach den Duellen gegen zwei Schwergewichte und einer klaren (Grastrup/Retzen 2:6) und einer knappen (SV Wüsten 3:4) Niederlage wartet nun mit dem BSV Leese der dritte Hochkaräter in Serie. Der Tabellendritte BSV Leese empfängt die Schötmaraner. TSV II-Capitano Ersan Dargecit räumt ein: „Es ist nicht leicht, der Reihe nach in so schwere Partien zu gehen, dennoch wollen wir uns bestmöglich präsentieren und wenn wir es auch noch schaffen, einen Sieg mit nach Hause zu nehmen, dann ist es natürlich umso glücklicher für uns.“ Sehr hilfreich für den Glauben in die eigene Stärke ist sicherlich das jüngste Wüsten-Spiel gewesen, in dem der TSV Schötmar II seine Spielstärke demonstriert hat. Für diese Aufgabe fühlen sich die Lohfeld-Kicker bestens vorbereitet: „Die besonders schwierigen Spieler von Leese sind uns bekannt und wir werden versuchen, die nicht in Aktion zu setzen. Sollte uns das gelingen, könnte es ein schönes Wochenende für uns werden“, hat man die Schlüsselspieler laut Dargecit bestens analysiert. Kadir Demir und Hakan Cetinkaya urlauben. Abdullah Gürel plagt sich mit Leistenproblemen herum. Hasan Osmanov wäre zwar wieder am Start, aber sein Mitwirken ist noch unklar. Der Grund laut Ersan Dargecit: „Er ist konditionell nicht auf dem Stand der Mannschaft.“ Da Huzeyfe Keles am Samstag heiratet, wird er am Sonntag nicht mitspielen können.

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