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Kreisliga C2 Detmold

Müssen II vs. Schlangen III – Jetzt spricht der Schiri

Nach dem Vorwurf der Parteilichkeit aus den Reihen des FC Fortuna Schlangen III meldet sich Schiedsrichter Andrew Wilson nun selbst bei Lippe-Kick zu Wort!

Müssen II vs. Schlangen III: Gegendarstellung Andrew Wilson

Kreisliga C2 Detmold (kkv). Nachdem sich Fortuna Schlangen III-Trainer Jens Kempf am vergangenen Wochenende kritisch über die Leistung des Schiedsrichters Andrew Wilson im Spiel gegen den BSV Müssen II geäußert hatte, meldet sich dieser nun selbst zu Wort.

Von Kolya Kleine-Vehn

 

„Sehr betroffen“ zeigte sich Andrew Wilson (Bilder) nach den Anschuldigungen von Schlangen III-Trainer Jens Kempf. „Wir Schiedsrichter pfeifen aus Hobby und machen es gerne“, macht er klar – auch, wenn es oft „sehr anstrengend“ sei, ein Spiel richtig zu leiten und man natürlich auch Fehler mache. „Wir sind genauso Amateure wie die Spieler“, so Wilson.

Dies teilte Wilson am Sonntag nach dem Spiel zwischen dem BSV Müssen II und Fortuna Schlangen III auch den Spielern in der Kabine mit und räumte dabei auch ein, dass er mit Sicherheit einige Fehlentscheidungen getroffen habe. Laut Jens Kempf tat Wilson dies allerdings nicht etwa bei den benachteiligten Gästen aus Schlangen, sondern beim BSV Müssen II. „Das Spiel war schwierig zu leiten, es gab viele Fouls und sicherlich auch kritische Entscheidungen von mir. Möchte mich davon nicht freisprechen. Manchmal haben wir Schiedsrichter auch einfach einen schlechten Tag. Ich war am vergangenen Sonntag auch nicht mehr so hoch konzentriert“, muss Wilson zugeben.

Im Lippe-Kick-Spielbericht des Spiels, welches Müssen mit 6:1 für sich entscheiden konnte, warf Kempf dem Schiedsrichter Parteilichkeit vor und sagte, „so etwas Parteiisches“ habe er „noch nie gesehen.“

„Sowas zu unterstellen, bringt mich auf die Palme“, verrät Schiri Wilson und fügt hinzu: „Ich pfeife schon seit einigen Jahren und habe noch nie Partei für irgendeine Mannschaft ergriffen!“ Bei den nicht gegeben Strafstößen habe es zwar einen Kontakt gegeben, was allerdings für ihn nicht als glasklares Foul durchging. Beim nicht gegebenen Tor habe er auf eine andere Situation geschaut und nur gesehen, wie der Ball wieder vor der Torlinie aufschlägt. „Ich kann nur das geben, was ich auch sehe, die Situation war sehr schnell. Diese Entscheidung war aber nicht spielentscheidend“, so Wilson. Da er selbst auch als Betreuer einer Mannschaft tätig ist, weiß er, dass in solchen Momenten die Emotionen manchmal hochkochen. „Aber ich würde niemals einem Schiedsrichter Parteilichkeit unterstellen“, macht er klar.

„Grundsätzlich sehe ich es auch so, dass jeder mal Fehler macht“, meldet sich auch Jens Kempf nochmal zu Wort. „Aber es waren drei so glasklare Dinger! Beim ersten Elfmeter, beim zweiten Elfmeter und beim Tor“, bleibt Kempf trotzdem bei seiner Meinung. „Selbst, wenn ich ein Ding nicht gesehen hätte, hätte ich dann aber beim zweiten ein Auge zugedrückt“, so der Schlangen III-Trainer weiter. Für ihn war es die Häufigkeit der fragwürdigen Entscheidungen gegen seine Mannschaft, die ihm jedes Verständnis abringt.

Eine Bitte hat Andrew Wilson noch an die Trainer im Fußballkreis: „Wenn ihr euer Spiel analysiert, dann möchte ich doch bitten, manchmal die sogenannte Vereinsbrille abzunehmen und fachlich zu analysieren. Und wenn ihr Probleme mit den Entscheidungen der Schiedsrichter habt, dann sprecht doch bitte persönlich mit ihnen!“ Ein Vorschlag, den sich auch die anderen Trainer im Kreis Lemgo und Detmold zu Herzen nehmen sollten!

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