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Kreisliga A Lemgo

Vorberichte 12. Spieltag 18/19 A Lemgo

Stimmen und Stimmungen hat Lippe-Kick in ganzer Pracht von den 16 Vereinen aus der A Lemgo. Mit einem Klick haben wir alle Vorberichte.

Schötmar-Vorfreude vor Aspe-Derby

Kreisliga A Lemgo (hk). Ein munterer Dreikampf entwickelt sich in der A Lemgo weiterhin. In Einser-Abständen führen der TuS Asemissen (29 Punkte), der TuS Lipperreihe (28) und der RSV Barntrup (27) die Tabelle an. Die anspruchsvollste Aufgabe wartet wohl auf den TuS Lipperreihe, der den VfL Lüerdissen in Empfang nimmt. Asemissen (in Bexterhagen) und Barntrup (in Oerlinghausen) scheinen auf den ersten Blick machbare Aufgaben vor der Brust zu haben. Derbyfreude gibt es unterdessen beim Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Schötmar und dem SV Werl-Aspe.

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TBV Lemgo II vs. SG Kalldorf

(ab). Das Kellerduell der A-Liga steigt am zwölften Spieltag auf dem Jahnplatz in Lemgo, wo die Zweitvertretung des TBV, derzeit als 15. Auf dem ersten Abstiegsrang stehend, die vier Punkte und einen Platz besser platzierte SG Kalldorf empfängt. „Ein Blick auf die Tabelle sollte reichen, um jedem klarzumachen, worum es in diesem Spiel geht. Dementsprechend steht die richtige Einstellung an erster Stelle“, hofft Coach Benjamin Rawe, dass seine Mannschaft die Lage ernst nimmt. Bei einer Niederlage ist das rettende Ufer bereits sieben Punkte entfernt. Kalldorf ist „als Aufsteiger ein unbekannter Gegner“, so Rawe, aber er hat erkannt, dass sie „längst in der Liga angekommen sind und viele Spiele knapp und ausgeglichen bestritten haben. Von daher sind wir gewarnt.“ Rawe muss auf sechs Spieler verzichten, Gatzke, Hossain, Hülsmann und Schormann fehlen verletzt. Fuchs (Studium) und Wellmann (als U17-Trainer in Stadtlohn) sind nicht da.

Auch Kalldorf-Coach Stephan Brill weiß um die Bedeutung des Spiels: „Sonntag ist es schon fast mehr als ein Sechs-Punkte-Spiel für uns.“ Aber auch für Kalldorf gilt das gleiche wie für den TBV: „Lemgo ist, wie fast jede Mannschaft, ein unbekannter Gegner.“ Hinzu kommt: „Eine zweite Mannschaft, die ein Heimspiel hat. So weiß man auch nicht, wie die Truppe personell aufgestellt ist.“ Das Ziel des Aufsteigers ist klar: „Wir wollen natürlich punkten und uns leicht absetzen. Allerdings will Lemgo auch nicht den Anschluss verlieren“, tippt Brill so auf ein „offenes Spiel beider Mannschaften mit leichtem Vorteil für den TBV wegen der Eingespieltheit auf dem Kunstrasenplatz.“

Dort wird Sükrü Bulut das Spiel um 13.00 Uhr freigeben.

 

TuS Bexterhagen vs. TuS Asemissen

(hk). „Mehr David gegen Goliath geht am Sonntag wohl nicht“, demonstriert Bexterhagen Co-Trainer Uwe Wehmeyer hier wohl keine gespaltene Zunge. Er differenziert: „Der Erste gegen den Letzten! Das sagt doch wohl alles“, sind Zahlen im Fußball aber teilweise auch Schall und Rauch. Der Aufsteiger möchte kompakt stehen, „damit der Tabellenführer nicht ins Rollen kommt.“ Gromann muss noch verletzt passen. Semmelroth fehlt gesperrt. Wehmeier ist sich im Klaren: „Das sind neben den Langzeitverletzten Grosser und Camara natürlich sehr schmerzhafte Ausfälle.“

Michael Kastner vom TuS Asemissen merkt an: „Eigentlich würde ich ja sagen: Erster gegen Letzter, das wird eine klare Sache!“ Es folgt aber das große Aber: „Es ist Derbytime, da laufen die Uhren anders.“ Kastner vermutet, dass die „Reds“ alles in die Wege leiten, um den Favoritensturz einzuführen. „Ich erwarte da auch keinen Gegner, der sich hinten reinstellt. Das wird sicher ein Kampfspiel, in dem man keinen schönen Fußball erwarten kann“, werden die Primärtugenden wohl erforderlich sein. Der Vorteil für die Hausherren: Sie können gänzlich ohne Druck aufspielen, erwartet doch keiner etwas von ihnen. Kastner hat selbst mehrere Spielzeiten unter Achim Wenzel trainiert. Daher spekuliert er damit, dass diesem Trainerfuchs gegen die hochfavorisierten Asemisser etwas Spitzfindiges einfallen wird. Beim Spitzenreiter gibt es positive Meldungen aus dem Personalsektor. Hatim Bahri hat seinen Urlaub erfolgreich beendet.

Sascha Kreye pfeift dieses Spiel ab 15.00 Uhr in Bexterhagen an.

 

TuS Brake vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Die Maßgabe von TuS Brake-Cheftrainer Axel Wehmeier ist eindeutig: „Sonntag gegen Ben/Hoh wollen wir unser Heimspiel gewinnen!“ So könnten die Walkenfeld-Kicker mit einem Sieg ein, zwei Plätze in der Tabelle gutmachen. Zuletzt hat sich Brake mit dem Punkten arg zurückgehalten. Drei Zähler sind aus den letzten vier Partien eingefahren worden. Wehmeier kann gegen den einen Punkt und einen Platz schlechter platzierten Tabellennachbarn in Bestbesetzung antreten. „Mit der entsprechenden Einstellung gehen wir selbstbewusst in dieses Spiel!“ Wehmeier wünscht sich, dass seine Spieler sich für „ihren Aufwand belohnen.“ Bei den Trainingseinheiten hat er bemerkt. „Es war richtig Feuer drin und es macht richtig Spaß, mit der Truppe zu arbeiten“, schwärmt er bei Lippe-Kick.

Mit einer „kampfstarken Mannschaft“ des TuS Brake rechnet Ben/Hoh-Angreifer Niklas Brand, hat er die primären Bedürfnisse für dieses Spiel ausbaldowert: „Wir sind Tabellennachbarn und jeder benötigt die drei Punkte, um im gesicherten Mittelfeld zu landen.“ Brand glaubt, dass ein einfacher Punktgewinn für beide Mannschaften „im Normalfall zu wenig wäre“, gilt es doch zugleich auch nach hinten sich ein akzeptables Polster zu erspielen. Persönlich kehrt er allzu gerne in das Walkenfeld zurück, wenn er sagt: „Ich habe ganz gute Erinnerungen an die Sportanlage (Lippe-Kick-Sieg 2018).“ Auch der Rasen entspricht voll und ganz seinem Geschmack. Mit einem 14-Mann-Kader gehen die Kalletaler in dieses Spiel. Allesamt sind frisch und gut erholt, haben keine Spielzeit von der Zweiten in den Knochen. Eine mögliche Hypothek: „Ein Wermutstropfen ist allerdings das Oktoberfest in Bad Salzuflen, welches am Samstagabend ist und so ziemlich alle Spieler der ersten und zweiten Mannschaft dort anwesend sind. Aber das ist Kreisliga-Fußball“, kann man nicht erwarten, dass die Kicker am Samstagabend mit einer Fanta beim Aktuellen Sportstudio einschlafen. Feierbiest Brand verrät augenzwinkernd bei Lippe-Kick: „Auf dem Platz macht es doch genau so viel Spaß, wie die Feierlichkeiten den Tag vorher.“

Denis-Toprak Kudat ist der Schiedsrichter für diese Begegnung ab 15.00 Uhr im Walkenfeld.

 

TuS Sonneborn vs. TSV Kirchheide

(hk). Als einen „unbequemen Gegner“, der zudem „sehr robust spielt“, beschreibt TuS Sonneborn-Offensivmann Oliver Drawe die Gästetruppe vom Westhang. Insbesondere die Umschaltaktionen sorgen bei ihm für Respekt. „Sie sind sehr gefährlich.“ Für ihn ist es „erstaunlicherweise“, dass die Kirchheider auswärts beachtlich gepunktet haben. „Daher sind wir definitiv gewarnt.“ Damit die Sonneborner erfolgreich sein können, wird es erforderlich sein, alles zu zeigen, zudem im Mittelfeld die entscheidenden Duelle für sich zu entscheiden. Auf dem heimischen Rasenplatz an der B1 wollen die Sonneborner geschickt die Kugel durch die eigenen Reihen laufen lassen. Drawe erhofft sich, dass der Untergrund regeneriert hat. Der Wunsch vom Torhai ist klar: „Drei Punkte und Kirchheide auf Abstand halten“, sind es momentan fünf Zähler Differenz. Einzig die Langzeitverletzten fehlen weiterhin.

Spieltechnisch erkennt Kirchheide-Coach Andre Plaß den TuS Sonneborn stets als einen „unangenehm“ zu bespielenden Gegner an, geht er ins Detail: „Sehr kampfstark und unberechenbar in ihrer Spielweise.“ Daher rechnet er mit einer anspruchsvollen Aufgabe. Im Gegensatz zu den letzten Partien, in denen die Kirchheider ansprechend besetzt gewesen sind, ist die Personalsituation nun deutlich komplizierter. Definitiv werden fehlen: Ellermeier, Rapier, König und Mlak. Unklar ist noch, ob Jannik v. Heiden, Robin Winter und Alex Kurz die Reise nach Sonneborn antreten können. Dafür steht Thomas Dick wieder zur Verfügung, ist auch wieder „voll belastbar.“

Lisa Glowatzki pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Sonneborn an.

 

TSV Schötmar vs. SV Werl-Aspe

(hk). Ozan Kurban hat sich einen Nasenbeinbruch zugezogen, fehlt dem TSV Schötmar deshalb. Zafer Siviloglu kann aufgrund von  nicht dabei sein. Einmal mehr im Urlaub befinden sich Hakan Erol und Ilhan Arslan. Möglich, dass auch Levent Kozak und Ahmet Ayhan noch ausfallen. TSV-Schriftführer Yasin Altinisik gibt unumwunden zu: „Das vor so einem wichtigen Spiel tut sehr weh.“ Die Duelle gegen den SV Werl-Aspe sind für Altinisik die „Derbys schlechthin“, ist eine gegenseitige Sympathie absolut vorhanden: „Wir respektieren, schätzen und mögen uns sehr“, unterstreicht er. Dennoch erwartet er ein „hartes Stück Arbeit für uns“, was auch der Personalsituation geschuldet ist. Werl-Aspe steht fünf Plätze und vier Punkte besser da als die Schötmaraner, weshalb Yasin Altinisik die Gäste als den „klaren Favoriten“ bezeichnet.

Die Minusleistung mit der klaren Klatsche gegen den TuS Leopoldshöhe möchte der SV Werl-Aspe schnell vergessen. Dabei könnte sich eine „positive Reaktion der Mannschaft“ als hilfreich erweisen. Dies meint Aspe Co-Trainer Carsten Voelzke, der aber prophezeit: „Schötmar wird uns das Leben versuchen, schwer zu machen, daher müssen wir von Anfang an dagegenhalten!“ Zu den ohnehin Fehlenden gesellt sich nun auch Till Meßmann hinzu, der sich einen Mittelfußbruch zugezogen hat. Voelzke bezeichnet auch deshalb die Personalsituation als „nicht rosig.“

Axel Wattenberg pfeift die Begegnung um 15.00 Uhr im Lohfeld an.

 

TuS Leopoldshöhe vs. TuS Ahmsen

(hk). Nach dem jüngsten 1:0-Heimsieg über den VfL Lüerdissen und einer sehr ordentlichen Vorstellung erwartet Leo-Coach Sebastian Brosch eine „ähnliche Truppe“ aus Ahmsen. Er ist sich im Klaren: „Seifert und Jahn stechen heraus. Die gilt es in den Griff zu bekommen“, fordert er. Die mögliche Erfolgsformel gegen das derzeit viertbeste Team der Liga: „Wir müssen im Vergleich zu Donnerstag noch eine Schippe drauflegen. Dann sind drei Punkte möglich“, so seine Prognose.

Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann räumt ein, dass seine Mannschaft mit „gemischten Gefühlen“ die Reise nach Leopoldshöhe antritt. Er liefert die Begründung für dieses innere Gefühlschaos gleich hinterher: „Sei es der fulminante Start in die Serie oder auch der doch holprige Rasenplatz, der uns ein klein bisschen Kopfzerbrechen bereitet.“ Andererseits: „Wir haben immerhin letztes Jahr beide Spiele gewinnen können. Zwar haben wir durch eine sehr harte Entscheidung beim Zweikampf kurz vorm 16er Bengt Pyka mit einem Platzverweis verloren, aber dennoch in Unterzahl dort gewonnen“, ruft diese Vorstellung ein Lächeln in Köhnemanns Antlitz hervor. Was seine Lippen nach unten hängen lässt: Frenzel, zur Heide, Kampf und Anker fallen weiterhin aus, somit vier Stammspieler. Dennoch hat ihn der 4:0-Heimsieg über den TuS Lipperreihe aus der Vorwoche darin bestärkt, dass man gegen jedes Team der Liga mithalten kann. Der Ahmser Obmann erklärt: „Wir werden schon mit nötigem Respekt auftreten und entsprechend starten“, rechnet sich Köhnemann trotzdem etwas aus, um das Spiel zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. Eine konzentriert agierende Abwehrreihe wird dafür wohl die Basis sein, weil: „Leopoldshöhe hat doch exzellente Offensivkräfte in ihren Reihen.“ Mit der nötigen Aufmerksamkeit, gepaart mit der passenden Einstellung, soll der erhoffte Auswärtssieg erwirkt werden.

Niklas Gessat leitet ab 15.00 Uhr diese Begegnung.

 

TuS Lipperreihe vs. VfL Lüerdissen

(hk). „Der VfL Lüerdissen ist eine typische Kreisliga A-Mannschaft, sie sind körperlich robust und nehmen jeden Zweikampf an“, analysiert Lipperreihes spielender Trainer Timo Blodow. „Die Mannschaft lebt vom Offensivspiel des Spielertrainers, das müssen wir direkt unterbinden“, so seine Erkenntnis und Forderung zugleich. Von Anpfiff an müssen sie die direkten Duelle annehmen, Wachsamkeit demonstrieren, „das Spiel und den Gegner durch Ballkontrolle dominieren“, so Blodows Maßgabe.

Vor der Saison wurde spekuliert, dass der TuS Lipperreihe, aber auch der VfL Lüerdissen in den oberen Tabellengefilden mitspielen. Im Lipperreiher-Fall ist diese Prognose durchaus eingetreten. Mit 28 Punkten aus elf Spielen belegen die Westlipper einen ausgezeichneten zweiten Tabellenplatz. Zuletzt haben sie trotz einer anständigen Leistung eine heftige 0:4-Watschn gegen den TuS Ahmsen kassiert. Mehr versprochen vom bisherigen Saisonverlauf hat sich der ehemalige Bezirksligist VfL Lüerdissen. Erst am gestrigen Abend ist in einer ausgeglichenen Partie beim TuS Leopoldshöhe 0:1 verloren worden. Der sechste Rang mit 17 Punkten ist die Zwischenbilanz. VfL Spielertrainer Tim Steffen ist sich bewusst, dass einige Zähler liegen geblieben sind.

Andre Sami pfeift die Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Lipperreihe an.

 

TSV Oerlinghausen II vs. RSV Barntrup

(hk). Auch weiterhin geistert das Abstiegsgespenst in der Umgebung des TSV Oerlinghausen II umher. Es sind nur vier Punkte Vorsprung für die Westlipper auf den ersten Abstiegsrang, der vom TBV Lemgo II eingenommen wird. TSV II-Coach Sebastian Boer verspricht bereits via Lippe-Kick: „Wir werden uns reinhängen, um vielleicht eine Überraschung hinzubekommen!“ Dass die Barntruper für ihn in der klaren Favoritenrolle sind, steht außer Frage. Boer bescheinigt den Roten Teufeln eine „sehr solide Serie.“ Die Hausherren müssen keine Ausfälle hinnehmen.

Keine präzise Analyse kann Barntrup-Coach Daniel Barbarito mit Blick auf den kommenden Gegner anbringen. „Oerlinghausen II kann ich absolut null einschätzen. Liegt einfach daran, dass wir nun 14 Jahre überkreislich gespielt haben und auch die Entfernung zu groß ist, als das ich Einblicke in den Verein hätte“, gibt er zu. Dennoch steht für ihn fest, dass es stets „mit Vorsicht zu genießen ist“, sich mit einer Zweitvertretung zu duellieren. Als möglich erachtet Barbarito, dass die Bergstädter sich mit Akteuren aus der Erstvertretung möglicherweise verstärken. „Deshalb dürfen wir uns nicht von der Tabellensituation blenden lassen und müssen höchst konzentriert an die Aufgabe gehen“, möchte der Dritte vor dem Gastspiel beim Zwölften die Aufgabe keineswegs unterschätzen. Als Warnung dient das Spiel aus der Vorwoche gegen den TuS Bexterhagen. Insbesondere in der ersten Spielhälfte ist der Außenseiter unterschätzt worden, weshalb sich die Roten Teufel mit dieser Aufgabe auch erstaunlich schwergetan haben. „Das“, so hebt er mahnend den Zeigefinger, „darf uns dieses Mal nicht passieren. Beherzigt meine Truppe das und geht mit der richtigen Einstellung ins Spiel, dann nehmen wir die drei Punkte mit, so lautet das erklärte Ziel“, will der Bezirksliga-Absteiger doch auch weiterhin frisch, fröhlich und frei im Aufstiegsrennen mitmischen. Dennis Meier und Ingo Brand fehlen, sie urlauben. Das sind aber auch die einzigen Ausfälle.

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