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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 12. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Eine interessante Runde hat der Spielplangestalter auch vor dem kommenden Sonntag kreiert. Lippe-Kick weiß dies auch, hat sich bei den Teams umgehört.

Sorgen Jedral-Jungs für neue Spannung im Aufstiegsrennen?

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Einige sehen schon den SV Wüsten als den sicheren Aufsteiger. Lippe-Kick ist sich da nicht ganz so sicher, glauben wir doch, dass Mannschaften wie die TSG Holzhausen/Sylbach und BSV Leese, auch der TuS RW Grastrup/Retzen, dem Milde-Team bis zum Saisonende ordentlich Feuer unter dem Hintern machen werden. Am Sonntag etwa gibt es das Derby für die Wüstener beim viertplatzierten Verfolger aus Grastrup/Retzen. Mit einem Heimerfolg könnten die Jedral-Jungs bis auf drei Zähler an den Klassenbesten heranrücken. Auch im Tabellenkeller haben der SV Werl-Aspe II und der TuS Leopoldshöhe II weiterhin noch aussichtsreiche Optionen im Kampf um den Klassenerhalt. Durch Dreierschritte ist man schnell zu Fuß unterwegs.

Von Henning Klefisch

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Zwei Niederlagen gab es für die Spielgemeinschaft in der Vorsaison gegen die TSG. Nun formuliert Hörstmar/Lieme II-Coach Hannes Hildebrandt die Unterschiede in einem Satz: „In dieser Saison spielt Holzhausen/Sylbach oben mit und wir gegen den Abstieg.“ Die Voraussetzungen, um am Sonntag dem Tabellenzweiten ein „Top-Spiel“ abzuliefern, stehen eher ungünstig, fallen bei den Hausherren doch einige wichtige Spieler aus. Konkret: Andreas Hildebrandt, Edwin Hildebrandt, Nils Sauerländer und Edgar Kirsch fehlen. Hildebrandt gibt sich jedoch kämpferisch, wenn er sagt: „Trotz dieser Situation versuchen wir, das Beste herauszuholen und ordentlichen Fußball zu spielen.“

Auf den ersten Blick scheint dieses Gastspiel für den Tabellenzweiten TSG Holzhausen/Sylbach zu einer annehmbaren Geschichte zu mutieren. TSG-Coach Stefan Brunk warnt aber sein Team vor diesem „schweren Auswärtsspiel.“ Von den nur acht Saisonzählern der SG Hörstmar/Lieme II möchte sich Brunk nicht in Sicherheit wiegen lassen. Er blickt etwas genauer hin, erkennt, dass die Hildebrandt-Männer über die viertbeste Defensive der Liga verfügen, haben sie doch „erst“ 19 Mal den Ball aus dem eigenen Tor holen müssen. Dazu kommt, dass bei den meisten Niederlagen diese nur knapp ausgefallen sind. Eine Unklarheit für Brunk entsteht mit Blick auf die gegnerische Personalauswahl: „Ebenso ist es immer ein Fragezeichen, wer bei einer Zweitvertretung an welchem Spieltag aufläuft, gegebenenfalls ist der Kader der ersten Mannschaft (Bezirksliga) nur vollständig und keiner muss hochgezogen werden, ebenso wie ggf. sogar welche für Spielpraxis aus der ersten runtergezogen werden“, bleibt hier eine gehörige Portion Überraschungspotential. Was für Brunk aber ganz entscheidend sein wird: „Wir hoffen auf einen sportlich fairen Vergleich, wie immer gegen diesen Gegner, und wünschen uns das Spiel siegreich gestalten zu können“, möchte man die hervorragende Position doch mit einer starken Leistung weiter untermauern.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. SV Wüsten

Anspruchsvolle Aufgaben warten auf den TuS RW Grastrup/Retzen. Erst gastiert der Primus SV Wüsten, dann geht die Reise zum Tabellendritten BSV Leese. Auch nicht schlecht: Dann duellieren sich Wüsten gegen Leese direkt. Deshalb erklärt auch Grastrup/Retzen-Kicker Niklas Prante bei Lippe-Kick vor dem Spiel: „Start der entscheidenden Wochen.“ Den SVW muss man schlagen, möchte man weiterhin die Aufstiegshoffnungen realistisch am Leben halten. RW-Coach Martin Jedral hat seine Hausaufgaben gemacht, wie sein Schützling verrät: „Wir werden seit Wochen darauf eingestellt, dass die kommenden drei Spieltage alles entscheidend werden. Da hat der Staffellleiter ganze Arbeit geleistet für die Spannung“, sollten Fußballfreunde mit einer schwachen Pumpe aus Eigeninteresse ihre Medikamente nehmen. Prante hat Freudentränen in den Augen, wenn er sich selbst eine rhetorische Frage stellt: „Was will das Groundhopper-Herz mehr?“, könnte man sogar im leicht debilen Zustand die Antwort „nichts“ erwidern. Was die Stimmungslage bei Prante steigert: „Wir erwarten viel Publikum und sind mehr als heiß. Taktisch wird da natürlich nichts weitergegeben“, hält Jedral seinen Matchplan so geheim, wie der Priester das Beichtgeheimnis. Zwei Spieler fehlen bei den Hausherren: Eugen Klimov (Muskelfaserriss) und Andre Brandenburg (Sehnenriss im Finger).

Wüsten-Coach Sebastian Milde plaudert im Lippe-Kick-Gespräch aus: „Wir haben uns sehr intensiv auf das Spiel vorbereitet. Meine Mannschaft ist hochmotiviert, um auch dort zu bestehen.“ Der SV Wüsten, das einzige noch ungeschlagene Team in dieser Saison, möchte unbedingt den elften Sieg aus dem zwölften Spiel verbuchen. Mildes Maßgabe ist eindringlich: „Wir wollen gewinnen und werden dafür alles geben, dass um 16:45 Uhr die nächsten drei Punkte auf unser Konto kommen.“ So habe man zwar Respekt vor den Hausherren, jedoch keine Angst. Keinen Einblick möchte Milde auch diesmal in seinen Kader gewähren, lässt er sich immerhin entlocken: „Wir werden mit Spielern kommen, die hochmotiviert und mit vollem Einsatz spielen werden.“ Bisher verkörpern die Wüstener die Unbesiegbaren. „Wir wollen nicht in Retzen damit anfangen, Punkte liegen zu lassen, aber dafür müssen wir hochkonzentriert spielen“, benennt Milde die Basis für den möglichen Erfolg. Auch Milde weiß, dass allein das Spiel Motivation genug ist.

 

TuS Bexterhagen II – TuS Asemissen II

Erneut findet an diesem Spieltag ein Leopoldshöher Derby statt. Die Tabellennachbarn aus Bexterhagen und Asemissen, messen sich um 13:00 Uhr am „Alten Postweg.“ Während man die Gäste doch etwas höher eingeschätzt hatte, spielen die Hausherren als Aufsteiger eine durchaus ordentliche Runde. „Wir freuen uns natürlich auf das Derby. Gerade in Heimspielen haben wir meistens eine gute Leistung zeigen können“, so Bex-II Coach Dennis Lütkehölter. Personell gestaltet sich die Situation erneut schwierig. Während Nick Kampmeier (verletzt) und Jan Piel (Urlaub) ausfallen, werden auch Oliver Kampmann und Kai Hansen wohl erneut in der ersten Mannschaft spielen. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Steven Sonntag (Knie) und Marc Stühlmeyer (Erkältung). Aber es gibt auch positive Nachrichten. Kevin Breder konnte vor Wochenfrist das Training wieder aufnehmen und steht kurz vor dem ersten Pflichtspieleinsatz nach seinem Fußbruch im Juni. „Mich freut das für Kevin ganz besonders. Er ist immer heiß und kann in unser Spiel noch mal eine andere Qualität einbringen. Eigentlich soll er zunächst ein paar Einsatzminuten in der dritten Mannschaft bekommen. Mal sehen, wie wir das schlussendlich entscheiden“, so Lütkehölter.
Die Gäste vom TuS Asemissen schätzt der Coach stark ein. Mit Asemissens Trainer Jascha Pistor hat er eine gemeinsame Spielervergangenheit. „Wenn der TuS alle Mann an Bord hat, sind sie immer noch eine Topmannschaft, die jeden schlagen kann. In dieser Hinrunde hatten sie oftmals nur einen kleinen Kader zur Verfügung, daher stehen sie unter Wert da“, so Dennis Lütkehölter. Den Seinen verlangt er eine „absolute Topleistung“ ab. „Nur wenn wir das Maximum einbringen, werden wir die Partie erfolgreich gestalten können.“ Zuzutrauen ist das den „Roten“ in jedem Fall. Die bisherigen Ortsderbys konnten gegen den TuS Leopoldshöhe II (1:0) und den TuS Asemissen III (5:1) schließlich gewonnen werden.

Zwei Gründe benennt Asemissen II-Coach Jascha Pistor, warum die Aufgabe am alten Postweg eine ohne Entrichten von einer Vergnügungssteuer sein wird: „Bexterhagen II wird eine schwere Hürde. Das liegt einerseits daran, dass wir momentan nicht so gut drauf sind, beziehungsweise momentan nicht das abrufen, was in der Truppe steckt und andererseits weiß ich, dass Lütty seine Truppe immer top motiviert und sehr gut einstellen wird.“ In seinem Team möchte er Akteure haben, die voll konzentriert an diese Aufgabe herangehen, jeder das zeigt, was er fußballerisch in seinem Repertoire besitzt. Dies ist doch zuletzt mehrfach schmerzlich vermisst worden. Die Langzeitverletzten Christian Müller, Dennis Müller und Tobias Risy fehlen weiterhin. Vielleicht gesellt sich noch der eine oder andere Akteur dazu, der aktuell erkältet ist. Für Pistor steht vor allem fest: „Trotzdem verlange ich von jedem, der am Sonntag dabei ist, sich komplett für die Truppe reinzuhängen und dieses Spiel gewinnen will, denn wir wollen unbedingt die drei Punkte“, soll doch auch der Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht aus den Augen verloren werden.

 

TSV Schötmar II vs. SV Werl-Aspe II

Nachdem die Schötmaraner zuletzt drei Schwergewichte vor der Brust hatten, kommt es nun zum Derby gegen den Tabellenletzten. TSV II-Kapitän Ersan Dargecit spricht von einem Spiel gegen einen „etwas angenehmeren Gegner“, um dies zu konkretisieren: „Das soll bloß nicht falsch verstanden werden. Werl Aspe II ist sehr gefährlich, da sie ganz dringend punkten müssen und wir nehmen den Gegner genau so ernst, wie jeden anderen auch. Jedoch waren die letzten Gegner, die wir hatten, ein ganz anderes Kaliber“, ist dies zutreffend. Der Vorteil: Im Vergleich zu den letzten Wochen können nun die Hausherren den Spielrhythmus vorgeben, müssen sich nicht am Gegner orientieren. „Das“, so wünscht es sich Dargecit, „gilt es geschickt anzuwenden.“ Der TSV Schötmar II geht hochkonzentriert in dieses Duell, „da wir uns nach dem Müll, was wir letzte Woche in Leese abgeliefert haben, wieder neu beweisen und erneut einen Respekt in der Liga erarbeiten müssen“, ist der Vorsprung von neun Zählern auf einen Abstiegsrang noch beträchtlich. Neben den verletzten Metehan Ucar und Osman Degirmenci fehlt der TSV-Reserve auch das rotgesperrte Duo Semih Durmaz und Sergen Beken. Kadir Demir und Abdullah Gürel geben ihr Comeback.

Unangenehm gestaltet sich die Ausfallliste bei den Aspern. Niklas Rehder (rot), Alexander Graw, Julian Lindheim, Florian Pook (Urlaub) und Florian Rausch (Zerrung) stehen Chefcoach Alexander Ruge definitiv nicht zur Verfügung. Deshalb beschleicht Abwehrspieler Marius Grimm bereits ein ungutes Gefühl: „Somit ist die Kaderquantität wieder niedrig.“ Nach dem bitteren 0:1 im Kellerduell gegen den TuS Leopoldshöhe II benötigen die Asper dringend Zähler. Elf kämpfende Kicker sind dafür die Basis, laut Grimm. Er moniert: „Die Einstellung ist leider noch nicht bei allen so, wie sie sein sollte. Vielleicht klappt es ja am Sonntag.“ Grimm hat aufmerksam die Lippe-Kick-Berichte durchgelesen, um mit freier Sicht auf den Gegner zu konstatieren: „Der TSV war nach dem Spiel in Leese sehr bedient und wird am Sonntag versuchen, das Ergebnis wieder gut zu machen.“ So haben die Schötmaraner gegen den Spitzenreiter SV Wüsten eindrucksvoll demonstriert, über welch großes Potential sie verfügen. Daher ist für ihn klar: „Es wird schwierig für uns.“

 

TuS Lipperreihe II vs. FC Union Entrup

Gut bekannt ist der FC Union Entrup dem TuS Lipperreihe II. Bis auf die vergangene Spielzeit kreuzten sich ihre Klingen meist in der B2 Lemgo. Deshalb kann sich Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner vor dem Spiel am Sonntag um 12.45 Uhr ein seriöses Urteil bilden, wenn er analysiert: „Sie spielen einen schnellen Ball und arbeiten sehr gut nach hinten.“ Selbst möchten die Rot/Weißen an die starke Darbietung vom 10:1-Auswärtssieg in Ahmsen anknüpfen. Der TuS II-Coach bleibt aber mit beiden Beinen auf dem Boden, erklärt er doch felsenfest bei Lippe-Kick: „Ich werde nicht abheben, weil wir mal ein gutes Spiel gemacht haben, sondern erwarte, dass die Mannschaft zeigt, dass sie es auch über mehrere Spiele kann“, ist Konstanz hier das wichtige Zauberwort. Weber, Owen und Albrecht sind weiterhin verletzt. Sven Theunert feiert nach Verletzungspause seine Rückkehr. Taverners Augen glänzen wie zuletzt beim Double seines 1. FC Köln im Jahr 1978 nach Christus, wenn er sagt: „Somit habe ich einen fast kompletten Kader zusammen und hoffe, auf den nächsten Dreier.“

Union Entrup-Obmann Timm Lessow eröffnet Lippe-Kick: „Lipperreihe II ist für uns eine große Unbekannte.“ Weil: „Wenn ich das richtig verfolge, sind kaum noch bekannte Gesichter von vor zwei Jahren da.“ Selbstkritisch gibt er zu, dass „die größeren Probleme wir uns momentan selbst machen.“ Nach dem 1:5-Debakel beim Aufsteiger TuS Bexterhagen II gab es zuletzt einen mühseligen 2:1-Sieg gegen die SG Hörstmar/Lieme II. Sieben Spieler fallen für das Spiel auf dem Kunstrasenplatz in Lipperreihe erkrankt aus. Auch demgemäß mutmaßt Lessow: „Es wird also eine große Aufgabe, uns gegen Lipperreihe II zu beweisen.“

 

TuS Leopoldshöhe II vs. TuS Ahmsen II

„Viele Berührungspunkte haben wir mit Ahmsen II nicht“, stellt Leopoldshöhe II-Kicker Max Meckelmann fest. Trotz deren jüngster 1:10-Demütigung gegen den TuS Lipperreihe II ist der Respekt vor dem Aufsteiger dennoch groß. Meckelmann sieht das große Ganze, hat den gesamten Saisonverlauf des Tabellenelften im Blick, wenn er sagt: „Natürlich haben wir Respekt vor Ahmsen II. Sie spielen gerade in der Offensive einen sehr effektiven Ball.“ Der Tabellenvorletzte aus Leopoldshöhe, der gewiss mit Aufwind nach dem 1:0-Sieg über Werl-Aspe II in das kommende Spiel geht, möchte sich die zuletzt starke Defensive erneut präsentieren. Meckelmann gesteht: „Der Sieg letzte Woche hat uns sehr motiviert, das hat man den Jungs im Training ansehen können.“ Auch erfreulich, dass sich die Kadersituation bei den Hausherren positiv gestaltet. Was klar ist: Eine schlagfertige Truppe wird ab 13.00 Uhr auf dem Naturrasen in Leopoldshöhe den zweiten Sieg in Serie anstreben.

„Leopoldshöhe II hat nicht den besten Saisonstart hingelegt“, bemerkt Ahmsen II-Kicker Daniel Pehlert und sieht seine Truppe „einen Hauch stärker, wenn alles passt“, meint der Kapitän im Lippe-Kick-Gespräch. Pehlert spekuliert mit einer abwartenden Spielweise der Leos. „Wir wollen eine positive Reaktion auf das Spiel gegen Lipperreihe II“, hofft er darauf, dass solch klare Niederlagen der Vergangenheit angehören. „Ich spiele Fußball, um zu gewinnen“, so Pehlert, der aber auch nicht Jammern würde, wenn je nach Spielverlauf, auch einfach gepunktet wird. Rene Hofmann und Tomasz Pokrzywka fehlen verletzt, Harry Zisge und Christopher Otto haben private Termine.

 

Yunus Lemgo vs. TuS Lockhausen

Der Abstand auf die Abstiegsränge ist geschmolzen aus Sicht von Yunus Lemgo. Selbst hat man sechs Zähler auf der Habenseite, damit nur zwei mehr als der auf einem Abstiegsplatz befindliche TuS Leopoldshöhe II. Deshalb stellt Yunus-Spielertrainer Cüneyt Kurt fest: „Für uns ist das ein ganz, ganz wichtiges Spiel“, das möglichst gewonnen werden sollte. Die Trainingsbeteiligung ist positiv gewesen bei den Delphinen, der Konkurrenzkampf ist positiv. Kurts Beobachtung: „Die Jungs sind heiß, endlich mal wieder drei Punkte zu holen“, möchte man dem Tabellenkeller möglichst schnell entfliehen. Vielleicht hilft die Erinnerung an Duelle gegen den TuS Lockhausen. In der Vorsaison gab es für Yunus einen Heimsieg. Auf dem Lockhauser Ascheplatz auf dem Sepp gab es aus Sicht der Hansestädter eine „unglückliche Niederlage.“ Was für Cüneyt Kurt erwähnenswert ist: „In beiden Spielen waren wir die überlegene Mannschaft. Ich hoffe, dass dies auch am Sonntag wieder so sein wird.“ Mit einer konzentrierten und willensstarken Vorstellung will man keine Zähler gegen einen direkten Konkurrenten abgeben. Seine Spielsperre muss Volkan Erdem verbüßen. Yusuf Yeldan plagt sich mit einer Knöchelverletzung herum. Engin Eroglu und Halid Tufan fehlen auch weiterhin.

Von einer „schweren, aber wichtigen Aufgabe“ redet TuS Lockhausen-Coach Marco Höcker, wenn er zu einer Stellungnahme vor dem Gastspiel auf der Westalm bei Yunus Lemgo ansetzt. Für Höcker ist das Duell unter Tabellennachbarn ein „sechs-Punkte-Spiel.“ Mit einem Sieg könnte man die Delphine bis auf acht Zähler distanzieren. Falls es aber eine Auswärtsniederlage geben sollte, so befürchtet er, „wird es für uns Richtung bedrohlichen Tabellenkeller gehen.“ Erschwerend kommt die komplizierte Personalsituation hinzu, müssen viele verletzte Spieler ersetzt werden. Zudem befindet sich der Spielführer im Urlaub. Unklar, welche Kicker in der Startformation stehen. Die vergangene Saison hat Marco Höcker gelehrt, „dass wir den Gegner nicht unterschätzen dürfen, denn, wenn wir uns nicht konzentrieren und wenig Laufbereitschaft zeigen, kann es dort oftmals ganz schnell gehen und man verliert das wichtige Spiel“, gelten die Lemgoer schließlich als technisch äußerst starke Truppe.

 

TuS Asemissen III vs. BSV Leese

Zunächst zur Asemisser Personalsituation: Kevin Karpfinger, Lutz Jonaitis, Max Diekhof und Niklas Suchy fallen weiterhin aus. Raffael Giebel befindet sich wieder im Trainingsbetrieb, könnte in Bälde wieder eine ernsthafte Alternative darstellen. Sehr ansprechend ist die Trainingsbeteiligung in dieser Woche mit 20 Akteuren gewesen. Asemissen III-Coach Florian Meerkötter kramt in seinem Gedächtnis: „Ich persönlich habe an das letzte Spiel zu Hause gegen Leese keine gute Erinnerung, schließlich war ich am Ende im Krankenhaus“, wird er diese unliebsame Erfahrung wohl nie aus seinem Gedächtnis streichen können. Den Aufstiegsanwärter aus Leese bezeichnet Meerkötter als eine „gute und robuste Mannschaft“, die ihr Heil vor allem in der Physis legt, in Summe schwer bespielbar ist. Die mögliche Erfolgstaktik hat er sich bereits ausbaldowert: „Es wird entscheidend sein, dass wir die Zweikämpfe im Mittelfeld annehmen und dort direkt Zugriff bekommen.“ In den Wochen der Wahrheit mit Duellen gegen die Großkaliber wird also eine weitere Prüfung fällig. Meerkötter möchte gerne die Leistung aus dem erfolgreichen Spiel gegen Grastrup/Retzen (4:1-Sieg) konservieren. Dann rechnet er mit einem „engen Spiel auf Augenhöhe“ gegen das traditionelle Spitzenteam. Meerkötter befürchtet: „Nur eine gute Halbzeit – wie gegen Wüsten – wird nicht reichen.“ Was er bereits erkannt hat: „Meine Jungs sind jedenfalls heiß und wollen die Punkte zuhause behalten.“

Nussknackerfreund Jan Plöger ist sich bewusst: „Mit dem Auswärtsspiel in Asemissen haben wir natürlich eine harte Nuss zu knacken.“ Immerhin haben die Asemisser doch bis zur jüngsten Niederlage in Wüsten (1:4) vier Dreier in Serie gelandet. Deshalb ist die Prognose von Plöger nicht völlig abwegig: „Sie werden wahrscheinlich mit Selbstvertrauen auftreten.“ Nicht minder schlecht drauf ist Leese, die mit sechs Siegen zuletzt aufgewartet haben. Die Marschroute ist eindeutig: „Wir wollen unsere Siegesserie fortführen, um mit Rückenwind in die Spitzenspiele gegen Retzen und Wüsten zu gehen“, wo epische Härtetests auf die Ilsetal-Kicker warten. Langer und Frölich fallen definitiv aus. Beim Rest befindet sich Leese-Coach Tobias Kasper noch in der Entscheidungsfindung.

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