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Kreisliga C1 Lemgo

Vorberichte 9. Spieltag 18/19 C1 Lemgo

Sechs anregende Partien finden am Sonntag ab 13.00 Uhr statt. Lippe-Kick hat die Teams vorab befragt.

Führungsquintett duelliert sich mit den Herausforderern

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Die neunte Runde in der ersten Lemgoer C-Klasse hat es einmal mehr wahrlich in sich. An der Tabellenspitze geht es eng zur Sache, hat der Tabellenfünfte SG Kalldorf II schließlich nur zwei Punkte Rückstand zum Klassenbesten FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II. Interessant: Das Führungsquintett duelliert sich am Sonntag ausschließlich mit Teams aus der unteren Tabellenregion. Direkte Duelle untereinander gibt es nicht. Zwei Derbys stechen ins Auge. Im Kalletal kommt es zum Aufeinandertreffen der SG Kalldorf II und des FC Unteres Kalletal II. In Schwelentrup bespielen sich die Zwoten des FC SSW und des RSV.

Von Henning Klefisch

 

SG Kalldorf II vs. FC Unteres Kalletal II

Für die gastgebende SG Kalldorf II winkt sogar die Spitzenposition. Selbst müssten die Schwarz/Weißen das Derby gegen Unteres Kalletal II aber gewinnen, zugleich darauf hoffen, dass die vier besser platzierten Teams alle sieglos aus dem neunten Spieltag gehen. Aufgrund der zweiten Konstellation ist eine Übernahme der Tabellenführung am Sonntagnachmittag also reichlich unrealistisch. Seine eigenen Hausaufgaben möchte man aber pflichtgemäß erledigen. Kalldorf II-Coach Jens Rasche frohlockt bereits im fließenden englisch: „It`s Derbytime!“ Das Verhältnis zum FC Unteres Kalletal II bezeichnet er als „sehr gut“, wenn die Spiele jedoch „immer umkämpft“ gewesen sind. Die Maßgabe mit Blick auf das Tableau ist klar: „Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir punkten. Meine Jungs müssen alles geben und das wird auch verlangt“, werden die Gäste seiner Mannschaft nicht allzu viel schenken. Da UK II-Coach Eugen Ajukassov eine Kalldorfer Vergangenheit vorweisen kann, befürchtet sein Ex-Coach: „Er wird es uns nicht leicht machen.“

Für UK II-Kicker Steffen Weiß ist klar: „Es wird ein sehr, sehr schweres Spiel“, beim Rivalen aus der Nachbarschaft, der zwar nur zwei Plätze, dafür aber neun Punkte besser gerated ist. Weiß lobt den kommenden Gegner: „Kalldorf II hat sich extrem entwickelt und sie profitieren von der enormen Kaderstärke aus der Ersten.“ Mit viel Konzentration möchten die UK-Jungs daher dagegenhalten, gibt Weiß als Marschroute aus. Er nennt eine Bedingung für den möglichen Erfolg: „Ich hoffe, die Jungs haben Bock auf dieses Derby!“

 

SG Extertal/LaSi II vs. TuS Lüdenhausen II

Ralf Otto, Coach vom Tabellenzweiten SG Extertal/LaSi II, räumt gegenüber Lippe-Kick ehrlich ein: „Es ist nicht leicht was zum Gegner zu sagen.“ Der Blick auf die letzten Partien hilft ihm immerhin ein wenig, haben doch meist die Extertaler gewonnen. Zur Personalsituation erkennt er eine Gemeinsamkeit mit dem Kalletaler Kontrahenten: „Es sieht bei Lüdenhausen genauso aus wie bei uns. Wer steht alles sonntags zur Verfügung?“ Dies ist vielleicht sogar die wichtigste Frage für einen Trainer einer Reserve. Otto befürchtet ein schweres Spiel, wenn Lüdenhausens Kader komplett bleibt. Selbst möchte er Lippe-Kick nicht zu viel Einblick gewähren, verrät immerhin, dass er über „mindestens elf Spieler“ verfügt. Die Motivation ist nach dem 3:3 im Spitzenspiel gegen Kalldorf II gegeben: „Wir wollen natürlich nach dem Punktverlust vom letzten Spiel, in diesem Spiel drei Punkte behalten, damit es oben spannend bleibt“, möchte die SG Extertal/LaSi II zuvorderst die eigenen Hausaufgaben erfüllen.

Durch die Tatsache, dass einige Spieler verletzt, andere angeschlagen oder im Urlaub sind, wird erst kurz vor dem Matchday Klarheit bezüglich der Kaderzusammenstellung beim TuS Lüdenhausen II vorherrschen. „Die Rollen sind klar verteilt“, erklärt Lüdenhausen II-Coach Jan Rügge. Er benennt als klares Ziel, „defensiv gut zu stehen und nach vorne etwas zu probieren, nach dem Motto: `hoch und weit bringt Sicherheit.“ Dann könnte man auf die zweiten Bälle gehen. Rügge ist für alle Schandtaten bereit: „Dann schauen wir mal, was bei rumkommt. Vielleicht passiert etwas Verrücktes. Ich bin für alles offen.“

 

RSV Barntrup III vs. RSV Schwelentrup

So ganz langsam sind die Red Devils in Fahrt gekommen. Bei der Reserve des RSV Schwelentrup gab es zuletzt einen klaren 6:2-Erfolg. Vor dem erneuten Duell gegen einen Namensvetter verrät RSV III-Coach Fabio Schwarze aber nun: „Wir wollen das Spiel am Sonntag verschieben, weil sieben Leute verhindert, verletzt oder sonstige Wehwehchen haben.“

RSV Schwelentrup-Trainerfuchs Norman Dinkelbach gilt als fleißiger und akribischer Übungsleiter, der sich die Gegner persönlich unter die Lupe nimmt. Am vergangenen Sonntagmittag hatte er dazu die Möglichkeit, spielte doch seine Reserve auf heimischen Platz gegen den RSV Barntrup III. Dinkelbach erwartet einen „schlagbaren Gegner“, möchte er nicht unerwähnt lassen, dass die „Red Devils“ über viel Kampfgeist verfügen. „Sie gingen nicht zimperlich in die Zweikämpfe“, rechnet er mit einem physischen Duell gegen den Namensvetter. Die letzten Aufeinandertreffen haben stets die Barntruper für sich entschieden. Damals haben sie auch die Meisterschaft am Saisonende feiern können. Vor dem Spiel am Sonntag verspricht Dinkelbach aber bereits: „Diesmal versuche ich meine Mannschaft besser drauf vorzubereiten, sowie taktisch, wie auch spielerisch müssen wir unseren Part durchziehen.“ Erfreulich aus Sicht der Spitzentruppe, dass die Ausfallliste kleiner wird. Einige erfahrene Haudegen kehren wieder zurück. Der Schwelentruper Coach hofft auf viele Punkte, fordert er von seinem Team: „Denn jetzt zum Ende der Hinrunde dürfen wir keine Fehler mehr machen. Noch ist alles drin in unserer Gruppe“, ist – wie im Intro erwähnt – das Spitzenfeld nah beieinander. Zusammen mit der SG Extertal/LaSi II sind die Grün/Weißen als einziges Team der Liga ohne Niederlage durchmarschiert. „Um das zu halten, müssen wir uns bis zur Winterpause noch definitiv den Allerwertesten aufreißen. Uns schenkt keiner was“, benennt er beispielhaft das 5:5 gegen den FC Unteres Kalletal II. Nach zweiwöchiger Schaffenspause ist die Motivation beim RSV Schwelentrup enorm. Gegen den Namensvetter wollen sie auch auswärtig von Anpfiff an voll konzentriert diese Aufgabe angehen, „um die drei Punkte mit nach Schwelentrup zu nehmen“, verrät er Lippe-Kick die eindeutige Zielsetzung.

 

SG Bentorf/Hohenhausen III vs. SG Extertal/LaSi III

Der Anspruch von Bentorf/Hohenhausen III-Kicker Julian Gerber ist leicht nachvollziehbar: „Wir wollen an die Leistungen vor der langen Pause anknüpfen.“ Auch weil es bekanntlich einige personelle Änderungen bei der Spielgemeinschaft aus dem Extertal im jüngsten Sommer gegeben hat, kann sich Gerber nicht dezidiert zum Gegner äußern. Er findet: „Der Gegner ist sehr schwer einzuschätzen aufgrund der letzten Ergebnisse.“ Der Führungsspieler der sechstplatzierten Kalletaler geht davon aus, dass im Heimspiel gegen den Vorletzten „ein hartes Stück Arbeit auf uns zukommen wird.“ Keine Besserung ist mit Blick auf die Personallage der Ben/Hoh-Zweitvertretung in Sicht, weshalb erst im Laufe des heutigen Samstags Kaderklarheit vorherrscht.

Spannungsreiche Partien hat es zuletzt zwischen der Kalletaler und Extertaler Drittvertretung gegeben. Knappe Spiele standen an der Tagesordnung. SG Extertal/LaSi III-Coach Marcel Bonte sagt: „Wir werden Sonntag wieder mit viel Kampf und Willen ins Spiel gehen. Wir sind heiß auf das Spiel und werden bis zur letzten Minute alles geben“, könnte es dann etwas mit dem dritten Saisonsieg werden. Was die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg in Bentorf erhöht: „Wir werden mit einem gut bestückten Kader anreisen.“

 

FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II vs. RSV Schwelentrup II

Den Nachbarn kennt man gut. Das ist auch im Fußball der Fall. Dies trifft auch auf SSW II-Coach Torsten Petri zu, wenn er sagt: „Wir kennen natürlich die Ergebnisse und die Tabellensituation vom RSV II.“ Dieses Zahlenwerk soll aber nach Petris Wunsch nicht dafür sorgen, dass dieses Ortsderby „ein Selbstläufer wird.“ Dass die RSV-Zweitvertretung bis dato noch ohne einen Sieg als einziges Team der Spielklasse dasteht, könnte der Personalmisere und der fehlenden Erfahrungswerten in dieser neuen Konstellation geschuldet sein. „Aber ich könnte mir vorstellen, dass der RSV II am Sonntag im Derby diese Probleme nicht haben wird und sie eine starke Truppe aufstellen“, merkt er an. Reichlich Fragezeichen stehen derzeit hinter der Einsatzfähigkeit von einigen Akteuren, muss schließlich erst noch mit Markus Kettern, dem Coach der Erstvertretung, abgesprochen werden, wie viele und welche Spieler B-Liga-Fußball am Sonntag erleben dürfen. Innerlich unruhig wird Petri aber nicht: „Alles in allem habe ich da aber keine Bedenken.“ Im Vergleich zum jüngsten 2:0-Sieg bei der SG Talle/Westorf II erhofft sich Petri mehr Zielstrebigkeit beim Torabschluss. Der Wunsch ist klar: „Wir wollen früh deutlich machen, dass die Punkte am Sonntag in Spork bleiben.“

Wenig außerordentlich, dass RSV Schwelentrup II-Coach Sebastian Beine vor dem Ortsduell befindet: „Ja, gegen den FC zu spielen, ist immer sehr interessant. Es ist für alle Spieler immer was Besonderes. Für viele ist es die alte fußballerische Heimat“, wird diese Reise in die eigene Vergangenheit stets auch mit gewissen Emotionen verbunden sein. Dass die Aufgabe für das noch sieglose Schlusslicht außerordentlich schwer wird, steht nicht zur Diskussion. Beine sieht seine Mannschaft in der klaren Außenseiterrolle, wünscht sich einen „Sahnetag, um punkten zu können.“ Fast schon traditionell, dass auch am Sonntag das Personalkarussell sich munter dreht. Einige Verletzte geben ihr Comeback, auch Urlaube stehen auf dem Programm. Was aber bereits jetzt klar ist: „Egal, wer Sonntag spielen wird, jeder Akteur auf dem Platz wird natürlich heiß auf das Derby sein“, ist auch dies nicht verwunderlich.

 

SG Talle/Westorf II vs. SG Bega/Humfeld II

Bei seiner Gegneranalyse lässt sich Talle/Westorf II-Betreuer Sven Hermeier wenig überraschend von den ersten Saisonspielen beeinflussen. Er blickt einem „spielstarken Gegner“ entgegen, der zudem mit einem „guten Spielaufbau“ zu bestechen weiß. Die allgemeine Konzentration wird beim Tabellenzehnten daher zunächst darauf ausgerichtet sein, die Einschläge im eigenen Gehäuse zu verhindern, „um dann über blitzschnelle Konter zum Erfolg zu kommen“, ist mit dieser Taktik Borussia Dortmund in diesem Jahrzehnt die Mannschaft gewesen, die die einzigen Nicht-Bayern München-Meisterschaften eingefahren hat. Ganz so prominent wird es für die Zweitvertretung aus Talle/Westorf nicht zugehen, zumal die Personalsituation nicht BVB-like ist. Die Grippewelle grassiert beim Kalletaler Kult-Club, weshalb einige Ausfälle drohen.

Pflichtgemäß gibt Bega/Humfeld II-Vorstand Achim Drews zum Besten: „Da geht es immer hoch her in Talle“, ist dieses Duell nichts für zarte Seelen. Das Tableau weist die Dörentruper eindeutig in der Favoritenrolle aus. Das Neunermodell möchte Drews aber nicht außer Acht lassen, wenn er anmerkt: „Das ist eine Neuner-Mannschaft, da sieht das schon ganz anders aus.“ Er vermutet: „Da haben meine Jungs zu viel Platz, da wissen wir gar nichts mit anzufangen.“ Die Dörentruper wollen den eigenen Matchplan durchsetzen, um dann zu schauen, was möglich ist. „Druck haben wir keinen. Wenn es klappt, ist gut, ansonsten geht ‚das Lebbe auch weida’“, zitiert er den einstigen Frankfurter Kulttrainer Dragoslav Stepanovic. Auch ein anderer Held aus der Zeit rund um die Jahrtausendwende wird zitiert: „Oli Kahn würde sagen: `Eier, wir brauchen Eier`, dann klappt es auch in Talle.“

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