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Kreisliga C1 Detmold

SpVgg Hagen/Hardissen – Aufbruch sorgt für Zuversicht

Beim doppelten Abstieg ist Hagen/Hardissen direkt von der A- bis in die C-Klasse heruntergereicht worden. Mit einem klugen Konzept und einer sinnfähigen Struktur sorgen die ersten neuen Schritte für Optimismus.

„André entfachte bei jedem neues Feuer“

 

Kreisliga C1 Detmold (hk). Es gab gewisse und prominente Parallelen zum SC Paderborn 07, die in die Bundesliga aufgestiegen sind und den unliebsamen und direkten Weg bis in die 3. Liga genommen haben. Ähnlich turbulent ging es auch bei der Spielvereinigung Hagen/Hardissen zu. Nach dem Aufstieg unter Chefcoach Michel Wißmann folgte der direkte Abstieg in die B-Klasse, ehe nach einem einjährigen Gastspiel im Kreis-Unterhaus der Gang in die niedrigste Klasse folgte. Der Aufwärtstrend für die Spielvereinigung ist unverkennbar, rangiert das Team von Chefcoach  Christopher André doch mit 23 Punkten auf dem sechsten Rang.

Von Henning Klefisch

 

Eine neue Struktur und viele Veränderungen sind bei der Spielvereinigung Hagen/Hardissen mit dem erneuten Ligenwechsel einhergegangen. Alles auf neu, so lässt sich das Motto für den Traditionsverein zusammenfassen. Neben einem neuen Trainerteam ist eine neue Truppe zusammengestellt. Auch die Infrastruktur wurde mit Kabinen und Rasen erneuert. Was für Co-Trainer Rudi Krein aber ganz entscheidend ist: „Vor allem aber eine neue Art zu trainieren und zu kicken!“ Die Wirkung dieser Erneuerungswelle hat ihr Ziel nicht verfehlt, verrät Krein doch gegenüber Lippe-Kick: „Alles kam sehr gut an und macht seit Beginn sehr viel Spaß.“

 

Krein lobt das „neue Miteinander“

Nach Abgängen von einigen qualitativ starken Akteuren sind die Sorgenfalten der Vereinsverantwortlichen nicht gerade geringer geworden. „Dass wir Christopher André als Trainer von Hagen überzeugen konnten, entfachte bei jedem ein neues Feuer und zeigt, dass Hagen einfach ein geiler Verein ist“, ist die Zeit vollerTristesse längst vorbei. Für Krein ist diese Verpflichtung „ein Fingerzeig an die Konkurrenz!“ Die Spieler haben wieder Spaß am Fußball entwickelt, respektieren sich untereinander, haben bereits einige Teambuildingmaßnahmen durchgeführt, um die mannschaftliche Geschlossenheit zu fördern und zu fordern. Auch das Zusammenfügen der neuen Spieler verlief hervorragend. Rudi Krein schwärmt, dass die neuen Kicker sich „einwandfrei in das Team integriert haben, man hat bei einigen das Gefühl, sie waren schon immer da“, gibt es keine Akklimatisierungsprobleme. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist blendend, wie der spielende Co-Trainer lobend erwähnt: „Das neue Miteinander ist sehr schön anzusehen und mitzuerleben!“

 

Ist Di-Mo II uneinholbar?

Der Saisonstart verlief eher wenig ansprechend. In vielen Spielen wurden unnötigerweise Punkte liegengelassen. Für Krein ist dies keine Weltsensation gewesen, musste sich das Team doch zunächst einmal finden. Das Trainerteam ist dieses Risiko aber ganz bewusst eingegangen, da man wusste, dass ein gewisser Wachstumsprozess, einhergehend mit Rückschlägen, unausweichlich ist. Die jüngste Bilanz liest sich aber ansprechend, ist Hagen/Hardissen doch seit mittlerweile acht Partien ohne Niederlage, entwickelt sich auch fußballerisch prächtig. Rudi Krein betont aber im Lippe-Kick-Gespräch: „Es ist eine Umbruchsaison, bei der vieles neu ist, die Jungs sich neu kennenlernen, ein neues Spielsystem kennenlernen, neue Trainer kennenlernen“, benötigt dies immer noch etwas Zeit. Sechs Punkte Rückstand weist die Spielvereinigung auf den zweiten Rang auf, der möglicherweise zum Aufstieg berechtigt. Rudi Krein spekuliert mit einer Platzierung im Endklassement „auf den Plätzen zwei bis drei.“ Schon vorzeitig schickt er seine Meisterschaftswünsche an den SV Diestelbruch/Mosebeck II, der bis dato eine überragende Serie spielt „und wohl nicht mehr einzuholen sein wird“, merkt der Familienvater an, dass wohl selbst eine kleinere Schwächephase den Sprung der Dörenwald-Kicker in die B-Klasse nicht mehr verhindern kann.

 

„Wir weinen niemandem nach“

Mit Blick auf die Abgabeliste: „Auf die Abgänge möchte ich nicht weiter eingehen. Nur so viel: Wenn ich einen Karren in den Dreck gefahren habe, dann sehe ich zu, dass ich ihn da wieder raushole und haue nicht einfach ab, aber wir weinen niemandem nach.“ Keinen „gewaltigen Unterschied“ erkennt er zwischen der B- und C-Liga. Das Leistungsniveau der ersten fünf, sechs Teams betrachtet er als sehr ansprechend. Er glaubt sogar: „Mit der unteren Hälfte der B-Liga könnten diese Teams mithalten, wenn sie nicht sogar zum Teil besser sind.“ Damit die Perspektive bei der Spielvereinigung gegeben sein wird, wurden auch im Nachwuchssektor neue Strukturen geschaffen. „In Hagen/Hardissen wollen wir in allen Bereichen nachbessern“, betont Krein abschließend.

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