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Olympiasieger Julius Brink im Interview

Was seine Mutter als Köchin mit seinem Start in den Beachvolleyball zu tun hat, warum er seltener seinen Lieblingsverein Bayer 04 Leverkusen besucht und vieles mehr hat Lippe-Kick im folgenden Interview für euch hier.

„Wenn ich die Augen schließe, wird vieles lila“

 

Allgemein (hk). Olympiasieger ist Julius Brink seit 2012. Doch er fühlt keine großartige Veränderung, seitdem er in London mit seinem Partner Jonas Reckermann im Beachvolleyball die höchsten Weihen einfuhr. Im Lippe-Kick-Interview mit Reporter Henning Klefisch benennt er die Erfolgsfaktoren, verrät sein Erinnerungsvermögen und erklärt, wie auch andere Sportarten neben „König“ Fußball in den Fokus gerückt werden können.

 

Lippe-Kick: Hallo Herr Brink, zunächst einmal recht herzlichen Dank, dass Sie sich für uns Zeit nehmen. Wie lebt es sich als Olympiasieger, nachdem Sie bei den Olympischen Spielen 2012 zusammen mit Jonas Reckermann im Beachvolleyball diesen historischen Triumph eingefahren haben? Inwiefern hat sich das Leben für Sie verändert?

Julius Brink: „Eigentlich gar nicht. Zumindest fühle ich es nicht als Veränderung. Ich habe schon immer versucht, mein sportliches und nun berufliches Leben vom Privaten zu trennen. Zumeist attestiert man mir, dass dies gelingt.“

Lippe-Kick: Um solch einen Titel zu erreichen, ist viel erforderlich. Was sind die Faktoren für den Triumph gewesen?

Brink: „Ich glaube, dass bei Jonas und mir das Nutzen des „anders sein“ und das Ansehen dessen als Stärke ein großer Vorteil war. Wahrscheinlich der entscheidende. Ich halte viele Vorträge zu dem Thema „Diversity“, da geht es vor allem um diesen Faktor. Neben Fleiß, Einstellung und Hingabe und ganz viel Leidenschaft!“

Lippe-Kick: Welche Erinnerungen haben Sie an London 2012?

Brink: „Traumhaft schöne. Wenn ich die Augen schließe, wird vieles lila. Abendspiele, Flutlicht, tolle Tage im Spätsommer!“

Lippe-Kick: Kurz zu Ihrer Vergangenheit: Wie kamen Sie zum Beachvolleyball, gab es eine Inspiration?

Brink: „Meine Mutter ist und war eine super Köchin. Wir kommen aus dem Münsterland. Da isst man deftig. Ihr war wichtig, dass ich Sport treibe, sicher aus sozialen Aspekten, aber auch, um ein paar Kalorien zu verbrennen. War sicher keine schlechte Entscheidung, dass ich damit damals begonnen habe.“

Lippe-Kick: Durch diesen Erfolg stand die Sportart im Fokus. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation im deutschen Beachvolleyball?

Brink: „Bei den Frauen hervorragend. Wir haben fünf Teams in den Top 20 der Weltrangliste. Bei den Herren überzeugte zuletzt ein junges Team aus Hamburg. Ich bin sicher, wir fahren mit zwei Frauenteams nach Tokio. Bei den Herren hoffe ich auf Thole-Wickler.“

Lippe-Kick: König Fußball scheint medial omnipräsent zu sein. Was kann verändert werden, damit auch andere Sportarten mehr Beachtung finden?

Brink: „Sie sind ja gerade in den neuen Medien ebenso omnipräsent. Sportdeutschland.tv, und auch viele weitere Plattformen, übertragen doch auch sehr viel Sportarten, die sich oft selbst als „Randsportarten“ bezeichnen. Das Umdenken muss meiner Meinung nach auch beim Fan einsetzen.“

Lippe-Kick: Wie ist ihre Beziehung zum Fußball?

Brink: „Sehr gut. Ich bin in Leverkusen unweit des alten Haberlandstadions groß geworden. Bin immer noch Fan von Bayer 04. Ich gehe jedoch seltener ins Stadion. Gerade die Ausschreitungen in den letzten Jahren und die Gewaltbereitschaft einiger Krimineller, die sich im Umfeld des Fußballs tummeln, versauen mir dieses Erlebnis leider oft.“

Lippe-Kick: Vielen Dank für das Interview und das Sie sich die Zeit genommen haben.

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