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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 14. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Derbyfieber und die Mutter aller Spitzenspiele. Freunde der B2 Lemgo wissen gar nicht, auf welches Spiel sie sich am meisten freuen dürfen.

Derbyrunde und Spitzenspiel

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Die wohl anspruchsvollste Herausforderung muss der SV Wüsten am Sonntag bewältigen. Vor zwei Wochen hat der Autor dieser Zeilen prophezeit, dass Grastrup/Retzen für den Spitzenreiter zum Fallensteller mutiert – das Milde-Team siegte in Grastrup aber überzeugend mit 3:1. Klar ist vor dem Spiel in Wüsten: Leese darf nicht verlieren, wäre es dann doch bereits eine Hypothek von neun Punkten, die aufgewogen werden müsste. Auch nicht so schlecht: Allerlei Derbys. Der TuS Lipperreihe II empfängt den TuS Asemissen II, die SG Hörstmar/Lieme II misst sich mit Yunus Lemgo, Lockhausen mit Bexterhagen II und Grastrup/Retzen mit dem SV Werl-Aspe II.

Von Henning Klefisch

 

TSV Schötmar II vs. FC Union Entrup

Ersan Dargecit muss seine grauen Zellen anstrengen, um sich an Spiele gegen den FC Union Entrup zurückzuerinnern. Seit rund drei Jahren gab es nach seiner Aussage keine Duelle mehr mit den Blau/Gelben. „Jedoch sind da einige gute Spieler dabei, die ich von damals noch kenne“, ist die personelle Kontinuität ein echter Vorteil der Unioner. Sein Blick auf das Tabellenbild macht ihm deutlich: „Die Ergebnisse sprechen allerdings für sich und dass sie die drittmeisten Tore der Liga geschossen haben, wirbt ebenso für ihre Offensive.“ So gestattet er den Entrupern das Potential, „sich etwas weiter oben in der Tabelle zu platzieren. Ich denke mal, dass haben sie sich auch als Ziel gesetzt.“ Mit der nötigen Vorsicht werden die Entruper diese Partie bestreiten wollen. Einige Variable existieren bei den Lohfeld-Schützlingen: „Da ich zurzeit mehr Probleme damit habe, meine eigene Mannschaft einzuschätzen, als den Gegner, bin ich gespannt, was wir an dem Tag abliefern werden.“ Die Personalsorgen sind in der Tat beträchtlich. Folgende Spieler fehlen beim TSV Schötmar II: Abaz Isufi (Arbeit), Abdullah Gürel (Urlaub), Sergen Beken und Semih Durmaz (Rot-Sperre). Ahmet Citakoglu und Osman Degirmenci sind verletzt. Eine mindestens sechswöchige Zwangspause muss Murat Incekara hinnehmen, hat er doch einen Außenbandriss und Bruch im Innenbandknochen erlitten. Ein ganzes Jahr muss wohl Utku Karacan aussetzen, der sich einen vorderen Kreuzbandriss zugezogen hat. Dargecit: „Mal sehen, wie wir all diese Verluste kompensieren werden.“

Auch diesmal tut man Entrup-Keeper Timm Lessow keinen Gefallen, wenn man ihn um eine Gegner-Analyse bittet, gibt er doch zu: „Schötmar II ist für uns genauso schwer einzuschätzen wie viele von den anderen Gegnern. In einem Jahr kann sich viel ändern“, trifft er damit den Nagel auf den Kopf. Aufmerksam hat Lessow Schötmars 3:4-Niederlage gegen den SV Wüsten registriert, weiß also, dass der kommende Gegner nicht unterschätzt werden sollte. „Wenn die einen guten Tag haben, stehen wir vor großen Problemen“, ist die Schötmaraner Spielfreude doch ligaweit bekannt. Aktuell plagen sich die Entruper mit einem fiesen Grippe- und Magen-Darm-Virus herum, wünscht sich Lessow dennoch den gleichen Kader wie in der Vorwoche. „Vielleicht schaffen es Sören Gerke und Domenic Wildner wieder aus Verletzung zurück in den Kader“, so sein Wunsch. Die Hoffnung ist bei den Entrupern groß, dass man mit eigenen Siegen den Spitzenteams im Nacken sitzt. Man will die Rolle als Jäger voll ausfüllen: „Sollte doch ein Patzer passieren, wollen wir da sein“, lebt es sich angenehm im Windschatten.

 

TuS Leopoldshöhe II vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Der rettende Rang ist so nah. Zwei Zähler Hypothek sind es für den TuS Leopoldshöhe II auf Rang 14, was den Klassenerhalt bedeuten würde. Das Heimspiel gegen die drittplatzierte TSG Holzhausen/Sylbach ist äußerst anspruchsvoll, ist sich dessen doch auch Leo II-Kicker Max Meckelmann bewusst: „Am Sonntag werden wir sicherlich eine unserer schwersten Aufgaben diese Saison haben.“ Dass man gegen die Schwergewichte der Spielklasse über mehrere Runden gehen kann, haben die bissfesten Löwen in dieser Spielzeit schon mehrfach und eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Aber: Die Ergebnisse stimmten in diesen Duellen mit den Leistungen nicht überein. Der Schalker-Jahrhunderttrainer wird in diesem Zusammenhang gerne von Meckelmann zitiert: „Unser Motto für Sonntag heißt frei nach Huub Stevens: ‚die Null muss stehen.‘ Ihr persönliches Waterloo erlebten die Blau/Weißen in der Vorwoche, wurde man doch beim 1:8 von den Entrupern eiskalt versenkt. Meckelmann gibt zu: „Das Spiel letzte Woche sitzt bei uns natürlich noch in den Köpfen.“ Die positive Konsequenz: „Das ist aber auch gut so. Jeder weiß, dass so etwas nicht wieder passieren soll und dementsprechend war auch der Einsatz beim Training“, ist der Wiedergutmachungswillen im gesunden Maße vorhanden. Da bei den Hausherren nach dem derzeitigen Stand die Bestbesetzung winkt, frohlockt Max Meckelmann im Lippe-Kick-Gespräch: „Ich denke, dass wir eine toughe Mannschaft zusammen haben werden.“ Dies wird gegen die nimmersatte Truppe aus Holzhausen/Sylbach aber auch dringend erforderlich sein.

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. Yunus Lemgo

Das gute Verhältnis, was sie mit dem Gegner pflegen, spricht Hör/Lie II-Coach Hannes Hildebrandt mit Nachdruck aus. Er bekennt: „Wir kennen einige Spieler aus alten Zeiten und kommen miteinander super klar.“ Man kennt und schätzt sich: „In der Sommervorbereitung spielen wir immer wieder mal gegeneinander.“ Hildebrandt weiß aber auch, dass die Seinen in den direkten Duellen mit Yunus stets Schwierigkeiten offenbaren. Die Sorgenregion ist weiter allgegenwärtig für die Spielgemeinschaft, die einen fünf Punkte-Bonus auf den ersten Abstiegsrang aufweisen. Dennoch: Auch die Mathematik-Hater wissen: Bei der drei Punkte-Regelung ist dieser Vorsprung schnell aufgebraucht. Dieser Tatsache blickt auch Hildebrandt ins Auge, wenn er Lippe-Kick mitteilt: „Wir möchten gerne weiter Punkte sammeln. Dafür müssen wir aber am Sonntag wieder Vollgas geben, um unser Ziel zu erreichen“, ist Halb- oder Standgas in dieser ausgeglichenen Spielklasse gleichbedeutend mit dem Scheitern.

Auch ohne den Konsum von Ouzo spielt Yunus Lemgo beim Nachbarschaftsverein SG Hörstmar/Lieme II gegen „gute Freunde“, wie Yunus-Spielertrainer Cüneyt Kurt betont. Er ist sich im Klaren: „Hör/Lie II ist eine gute Mannschaft. Es wird sehr schwer.“ Er rechnet mit viel Spannung und einer engen Partie, die aber auf der Kippe steht. Nach dem derzeitigen Stand sind nur neun „Delphine“ spielfähig, könnte es tatsächlich sein, dass die Begegnung ausfallen wird. Der Rübenacker auf der West-Alm hat dafür gesorgt, dass die Hansestädter unzählige Verletzte beklagen müssen. Knie, Rücken, Knöchel, die Malaissen sind umfangreich bei den Yunus-Spielern. Zehn Ausfälle drohen. „Der Platz ist unbeschreiblich schlecht“, hadert Kurt mit den Voraussetzungen. Jeder Greenkeeper würde wohl in Schnappatmung beim Betrachten der Spielfläche verfallen. Das Problem: „Da wird nichts gemacht. Da tut sich nichts“, ist eine Besserung noch nicht in Sicht. Die Zahl der Verletzten steigt stetig an. Die Hoffnung auf ein erfolgreiches Gastspiel sinkt auf ein Minimum. „Wir werden natürlich unser Bestes geben, weil wir die Punkte benötigen“, gibt Cüneyt Kurt bei Lippe-Kick immerhin ein Versprechen für die volle Motivation ab. Die Tabellenlage gestaltet sich weiterhin fast schon dramatisch für Yunus Lemgo: Das Abstiegsgespenst schwebt wie ein Damoklesschwert über die Delphine.

 

TuS Lockhausen – TuS Bexterhagen II

Man ist durchaus bescheiden geworden im Lager des TuS Lockhausen. Coach Marco Höcker spricht nämlich von einer „Schadensbegrenzung für eine mehr schlechte als rechte Vorrunde.“ Ein Trugschluss, den er selbst erkannt hat: „Ich dachte eigentlich, dass wir in den letzten Monaten, ja sogar in dem vergangenen Jahr, ein bisserl mehr gewachsen sind, so dass wir in diese Situation nicht mehr hineinschliddern könnten, aber wir wurden eines Besseren belehrt“, hätte er sich diese Erfahrung allzu gerne erspart. Was bei ihm so viel Vorfreude wie auf eine ausgedehnte Wurzelbehandlung hervorruft: „Der TuS Lockhausen spielt mal wieder gegen den Abstieg in die Kreisliga C“, ist dies für eine Erstvertretung eine eher trostlose Zwischenbilanz. In bester Eichhörnchen-Manier möchte der TuS Lockhausen die Punktejagd beginnen, sammeln was das Zeug hält, egal gegen wen und wo. Marco Höcker zeigt sich bereits ein Stück weit verzweifelt, wenn er urteilt: „Das Wieso und Weshalb liegt zwar für mich als Coach klar auf der Hand, ist jedoch leider nicht so leicht abzustellen.“ Den Blick auf „das Wesentliche und Grundsätzliche“ zu legen, ist wichtig für Höcker, der eine Sache bei Lippe-Kick klarstellen möchte: „Ich für meinen Teil kann mich zudem auch nur bei der Mannschaft entschuldigen, dass ich zur Zeit beruflich sehr eingespannt bin und nicht so nah an der Truppe sein kann, wie ich es derzeit sein müsste. Tut mir sehr leid!“ Marco Höcker hofft, dass seine Kicker die Zeichen der Zeit erkennen, sie deshalb alles investieren wird, um den Erzrivalen aus der Nachbarschaft zu bezwingen.

Am Sonntag um 15:00 Uhr findet auf dem „Sepp“ das ewig junge Nachbarschaftsduell zwischen Lockhausen und Bexterhagen II statt. Die Hausherren stehen im letzten Tabellendrittel und brauchen dringend Punkte, um nicht komplett mit in den Abstiegssumpf gerissen zu werden. Auf Seiten der Gäste ist die Tabellensituation eine andere. „Wir stehen schon sehr gut da. Vor der Saison hätten wir alle unterschrieben, wenn am Ende der Klassenerhalt stünde“, so Bex-II Coach Dennis Lütkehölter. Trotzdem soll der Nachmittag nicht nur dem Zeitvertreib dienen. „Wenn wir in ein Spiel gehen, dann wollen wir immer das Beste rausholen. Unabhängig vom Gegner oder der Tabellensituation“, ist die Marschroute der „Roten“ klar. Das Beste rausholen, scheint auch absolut notwendig, ist die Personalsituation doch eher bescheiden. Mit Dominik Niekamp und Fabian Butzkies sind erneut zwei Offensivspieler bei der ersten Mannschaft aktiv. Der Dreifach-Torschütze vom vergangenen Spieltag, Marc Stühlmeyer, fällt ebenso aus, wie Pascal Linke und Nick Kampmeier. Abou Soumah und Leon Schultz sind noch angeschlagen, Kai Hansen rückt ebenfalls in die erste Mannschaft hoch. In den Kader zurückkehren dagegen Torhüter Max Mäscher und Stürmer Kevin Breder. „Wir haben einen großen Kader, eine gute Truppe und daher beschäftige ich mich mit den Spielern, die vor Ort sind“, haben die Bexterhäger in dieser Serie schon häufiger personeller Engpässe mit positiven Resultaten beantwortet. Über den Gegner weiß Lütkehölter zu berichten, dass „uns eine engagierte und kampfstarke Truppe erwartet, die uns sicherlich alles abverlangen wird. Aber sie haben auch ihre Schwächen und oftmals Probleme, Leistung am Ende auch in Resultate umzuwandeln.“

 

SV Wüsten vs. BSV Leese

Sebastian Milde möchte noch jeden Morgen in den Spiegel gucken, sich nicht selbst anlügen. Deshalb will er sich auch vor dem Heimspiel gegen den wohl hartnäckigsten Rivalen um das A-Liga-Ticket nicht in die Tasche lügen: „Leese zählt für mich als der stärkste Konkurrent um den Aufstieg.“ Auch die Personalnot schlägt ihm ein Schnippchen, erschwert sich die Situation doch arg. Der Grund: Mehrere wichtige Akteure fallen lange wegen komplizierten Verletzungen aus. Mit der Glücksgöttin Fortuna wird Milde wohl keine innige Affäre eingehen, hadert er doch mit dem Schicksal im Lippe-Kick-Gespräch: „Es ist schon wie verhext, dass gerade gegen Leese wir so viele Ausfälle haben, aber das sollte uns für Sonntag egal sein. Wir haben auch andere Spieler, die heiß auf dieses Spiel sind. Ich habe auch gute Erfahrungen gemacht, wenn wir einige Ausfälle haben“, können nun die Edelreservisten ihre Fähigkeiten in solch einem bedeutungsvollen Spiel demonstrieren. Selig erinnert sich Milde an die abgelaufene Serie zurück, als seine Schützlinge den damaligen Spitzenreiter TuS Asemissen II besiegt haben. Nun ist die Maßgabe eindeutig: „Wir müssen als Mannschaft agieren und jeder muss für den anderen doppelt so viel Einsatz zeigen, dann werden wir auch zum Erfolg kommen.“ Auf dem heimischen Platz wird der Support vom zwölften Mann dem SVW gewiss sein. Milde, ein Liebhaber der Wahrscheinlichkeitsrechnung, rechnet kurz vor: „Also spielt für uns keine Rolle, wer Sonntag spielt und wer verletzt ist, es zählt, wer auf dem Platz 120 Prozent geben will und ich bin davon überzeugt, dass jeder Spieler das geben will“, vertraut er hier seinem Team. Der lippische Nagelsmann betont, dass unwichtig ist, was bisher geleistet ist, ist es doch am Sonntag entscheidend auf dem Platz. Die drei Euro für das chronisch hungrige Phrasenschwein zahlt er aus der Portokasse. Er macht deutlich: „Wir wollen uns nur auf Leese konzentrieren und nicht, was vor Leese war.“

Sechs Punkte Rückstand hat Leese auf den Klassenbesten SV Wüsten. Mit einem Sieg könnte man diesen Abstand auf einen Schlag halbieren. BSV Co-Trainer Jan Plöger: „Mehr Top-Spiel geht wohl nicht“, stellt er komprimiert fest. Wüsten hat zwölf seiner 13 Spiele gewonnen, dazu einmal Remis gespielt. Leese war acht Mal hintereinander siegreich. Man braucht kein summa cum laude beim Studiumabschluss, um zu erahnen: Eine Serie wird also definitiv reißen. Plöger weiß, dass seine Mannschaft über ausgesprochen viel Selbstvertrauen verfügt, was ein interessantes Spiel bewirken könnte. Dennoch ist er aber auch wirklichkeitsnah, wenn er sagt: „Wir wissen natürlich, dass ein Auswärtsspiel in Wüsten zurzeit das schwerste Spiel ist, was man vor der Brust haben kann.“ Dennoch gehen die Gäste mit dem Ziel in die Begegnung, dieses siegreich zu gestalten, somit der Liga mehr Spannung an der Tabellenspitze zu schenken. Auch mit der Einfuhr von einem Zähler würde man nicht mit Schamesröte durch Leese laufen. Plöger weiß, dass sein Cheftrainer Tobias Kasper die Ilsetal-Kicker exzellent auf diese Aufgabe vorbereitet, weiß man doch um die Qualitäten des SVW bestens Bescheid. Plögers Prognose: „Am Ende wird das Spiel wahrscheinlich durch Kleinigkeiten entschieden und es wird auch auf die Tagesform ankommen.“ Keine endgültigen Aussagen kann er treffen, ob es zu Ausfällen kommt oder jemand die Rückkehr nach einer Verletzungspause feiert.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. SV Werl-Aspe II

In den letzten vier Spielen haben die Spieler des TuS RW Grastrup/Retzen eher in homöopathischer Dosis gepunktet. Drei Spiele gingen verloren, einzig beim TuS Lockhausen feierte das Team von Coach Martin Jedral einen 3:2-Sieg. Nun sieht Jedral seine Elf in der Pflicht, erklärt bei Lippe-Kick: „Klar, dass unser Ziel ist, nach den negativen Ergebnissen wieder drei Punkte einzufahren. Da werden wir alles dransetzen“, gibt er dieses Versprechen bei Lippe-Kick bereits ab. Derzeit weiß er noch nicht, wer in diesem Derby endgültig ausfallen wird, plagen sich einige seiner Schützlinge doch noch mit Wehwehchen herum. Er konstruiert: „Aspe wird definitiv nicht gegen uns mauern, wir gehen auch hier von einem Spiel mit offenem Visier aus, einen fairen Kampf nehmen wir natürlich an.“ Die richtigen Lehren wollen sie aus den bitteren Niederlagen ziehen. Für Martin Jedral ist dies doch ein Indiz, „was unsere junge Truppe ja irgendwo auch auszeichnet“, soll aus dem Gegenwind nun ein Rückenwind werden.

Richtig schmerzhaft ist für das immer noch sieglose Schlusslicht SV Werl-Aspe II das 1:7 gegen den TuS Asemissen III gewesen. Auch für Aspes Defensivmann Marius Grimm ist der vergangene Sonntag nicht gerade der Höhepunkt in seinem fußballerischen Dasein gewesen: „Das letzte Spiel war sehr bitter. Eigentlich hatten wir uns recht gut verkauft.“ Besonders die Frühphasen der beiden Halbzeiten sind katastrophal gewesen. „Wir müssen unsere Chancen nutzen, füreinander kämpfen und voll konzentriert spielen“, ist dies der Wunsch von Grimm. Den TuS RW Grastrup/Retzen kann er aber nur „schwer einschätzen“, denn: „Sie spielen recht wechselhaft und es wird die Tagesform entscheiden.“ Dennis Haugk und Alexander Graw stehen Chefcoach Alexander Ruge wieder zur Verfügung. Ob die angeschlagenen Florian Rausch und Timo Höke wieder am Start sind, muss abgewartet werden. „Es ist leider etwas frustrierend, dass wir nicht zwei Wochen am Stück mit einem relativ ähnlichen Kader auflaufen können!“ Nachteilig erweisen sich die vielen personellen Umbaumaßnahmen. Deshalb stockt auch der Spielfluss eminent. Marius Grimm spekuliert: „Mal schauen, ob die ungewohnte Anstoßzeit vielleicht dem ein oder anderen doch besser liegt und wir einen schlagkräftigen Kader zur Verfügung haben“, geht bis dahin noch etwas Zeit ins Land.

 

TuS Asemissen III vs. TuS Ahmsen II

Beim TuS Asemissen III droht der Ausfall von wichtigen Akteuren. Das Quintett Kevin Karpfinger, Alex Klassen, Niklas Suchy und Christoph und Marius Nagel wird ausfallen. Der Einsatz von ein, zwei Spielern ist noch nicht vollends geklärt. In der C2 Lemgo haben die Asemisser bereits mit dem TuS Ahmsen II die Klingen gekreuzt. Asemissen III-Coach Florian Meerkötter kann sich noch bestens an Spiele auf Augenhöhe zurückerinnern. Mit freier Sicht auf den Tabellenelften gibt er bei Lippe-Kick zu Protokoll: „Sie sind insbesondere in der Offensive gut besetzt. Nichtsdestotrotz haben wir unseren Fußball seit unserer Aufstiegssaison weiterentwickelt und haben insbesondere zu Hause den Anspruch, die drei Punkte einzufahren.“ Nun möchten die Asemisser alles in die Wege leiten, um mit sechs Punkten aus zwei Spielen die Hinserie erfolgreich zu beenden.

Capitano Daniel Pehlert wiederholt es gebetsmühlenartig. Die „geordnete Defensive“, dies ist ein beliebtes Stilmittel vom Aufsteiger TuS Ahmsen II. Was auch nachvollziehbar ist: Man möchte sich Toroptionen erarbeiten, diese dann auch nutzen, damit die Fahrt nach Greste triumphal wird. Der Schwere dieser Aufgabe ist sich Pehlert bewusst, erläutert er doch: „Das wird aber mit Sicherheit kein einfaches Spiel, da Asemissen III schon ganz gut dasteht bisher“, haben die Meerkötter-Männer doch dank starker Leistungen Rang fünf als Zwischenbilanz stehen. Die Gäste müssen auf Tomasz Pokrzywka und Rene Hoffmann weiterhin verzichten. Auch Pehlert fehlt, hat er doch am Sonntag private Angelegenheiten zu erledigen.

 

TuS Lipperreihe II vs. TuS Asemissen II

Keine tiefergehende Analyse kann Lipperreihe II-Co-Trainer Sebastian Mathea zum Nachbarverein aus Asemissen liefern. Fest steht für ihn: „Ich erwarte aber ein heiß umkämpftes Derby!“ Der jüngst so herben 1:7-Niederlage des TuS Asemissen II bei der SG Hörstmar/Lieme II will er nicht zu viel Bedeutung beimessen, sagt nur: „Wir werden uns von der Niederlage letzter Woche nicht blenden lassen.“ Die Hausherren legen den Fokus auf das eigene Spiel, wollen mit einer gesunden Portion Konzentration, auch viel Spielfreude, auf dem heimischen Kunstrasenplatz erfolgreich sein. Die vollen drei Punkte wollen die Gastgeber für sich beanspruchen. Bis auf Henry, die angeschlagenen Owen und Albrecht und den verletzten Weber kann die Zweitvertretung aus Lipperreihe ihren besten Kader aufbieten.

Die 1:7-Heimpleite gegen die Reserve der SG Hörstmar/Lieme ist unglaublich schmerzhaft für die Asemisser gewesen. Asemissen II-Trainer Jascha Pistor kündigt bei Lippe-Kick an: „Wir wollen uns nach der deutlichen Klatsche natürlich erholen und ein Zeichen setzen“, kennt er den erhöhten Schwierigkeitsgrad beim Nachbarn aus Lipperreihe. Immerhin spielt der punktgleiche Tabellenneunte doch einen flotten Ball, hat zudem mit Trainer Thorsten Taverner „einen guten Trainer, der die Truppe gut einstellt“, lobt Pistor gegenüber Lippe-Kick. Selbst hat der TuS Asemissen II den Ausfall von einigen Langzeitverletzten zu beklagen, beschreibt der Übungsleiter die aktuelle Situation als „alles andere als rosig.“ Sein Geständnis gegenüber Lippe-Kick: „Ich bin auch ehrlich gesagt froh, dass die Winterpause so langsam näher rückt.“ Der Ausfall von einigen angeschlagenen Akteuren wird sich erst kurzfristig entscheiden.

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